Aus dem Online-Auftritt der „Westfälischen Nachrichten”:

Ich würd’s nicht aufschreiben, wenn’s da nicht seit über drei Tagen so stünde, und frage mich nun, ob eine fiese Spontanfingerschwellung oder schnöder Alkohol dahinter steckt — oder ob wir hier erste, vielversprechende Ergebnisse eines Pilotprojektes deutscher Zeitungsverlage sehen, die testen, ob sich die Produktion nicht an unendlich viele Affen delegieren ließe.
[Mit Dank an Markus Bertling!]
Nachtrag, 16.55 Uhr. Plötzlich ging’s ganz schnell: Nach einer Stunde war die Sache korrigiert.
— 9. November 2009, 13:15 — 54 Kommentare
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Nuja, auf alle Fälle könnte es wenigstens EINER dieser unendlich vielen Affen mit Sicherheit fehlerfrei…
— Jimmy — 9. November 2009, 13:28 #
Der Autor besetzte sicher mal eine Grundschule (etwa mit 6 Jahren) und musste seinen Platz dort räumen.
— Teo — 9. November 2009, 13:37 #
Sieht aus, als hätte jemand zwischendrin mal dringend aufs Klo gemusst.
— MiniMoppel — 9. November 2009, 13:38 #
Könnte auch die tolle Büroblondine/brünette/rothaarige gewesen sein, denn bei „Diskussionsbereitschaft” hat er´s ja wieder.
— Trin-Tragula — 9. November 2009, 13:50 #
Auch hübsch: Gleich nebendran die Kurzmeldung:
„Nokia tauscht Landgeräte aus”
http://www.westfaelische-nachr.....e_aus.html
— Justus — 9. November 2009, 13:51 #
Hm, der angegebene Autor arbeitet sonst als Fotograf. Daher vermute ich eher Probleme bei der Einstellung der Tiefenschärfe. Oder er hat sich verzoomt.
— JO — 9. November 2009, 13:56 #
Es kann halt nicht jeder so orthografisch einwandfrei arbeiten wie die Linden-Limmer Zeitung.
@Jimmy: Es ist natürlich bei unendlich vielen Affen auch unendlich schwer, den richtigen auszuwählen. Immerhin hat man in diesem Fall nur knapp danebengegriffen.
— Muriel — 9. November 2009, 14:03 #
Schade, jetzt ist es weg
— ballmann — 9. November 2009, 14:16 #
… „Dieser Artikel wurde von meinem iPhone gesendet.”
— Umberto Green — 9. November 2009, 14:21 #
@ ballmann
Ich habe mal mit gestoppt: Weniger als eine Stunde Reaktionszeit am Mittag ist nicht schlecht. Nur: der Fotograf noch immer als Autor eingetragen. Stimmt das?
— JO — 9. November 2009, 14:33 #
da hat wahlscheinrich nul das rektorat gepennt.
.~.
— dot tilde dot — 9. November 2009, 14:58 #
Bei Chip-online präsentieren die gerade ihre eigene Englischrechtschreibschwäche ratet wie? Richtig: Mit einer 16-seitigen Fotogalerie.
http://www.chip.de/bildergaler.....tml?show=0
Mir scheint es derart konstruiert… .
— Sebastian — 9. November 2009, 15:07 #
So sieht der Journalismus der Zukunft aus, wenn der Hauptinhalt einer Zeitung nur noch von 1-Euro-Redakteuren erstellt wird.
Und diese Zukunft ist nicht weit, wenn man weiß, dass es z. B. in Österreich ca. 2000 Journalisten gibt, dagegen aber ca. 7000 Publizistik-Studierende. Das Verhältnis in D wird wohl ähnlich sein.
— wilko0070 — 9. November 2009, 15:21 #
wahrscheinlich ein werbegag …
— nur mal so — 9. November 2009, 15:34 #
Och Kinners, das kann doch nicht so schwer sein! Jetzt ist der Autor ganz gelöscht. Auch eine Möglichkeit, aber mal eine Frage: Trauen Sie sich etwa nicht Ihren Namen drunter zu setzen? Danke!
— JO — 9. November 2009, 15:40 #
Macht euch mal nicht lustig, unter unendlich vielen Affen einen von denen zu finden, die es fehlerfrei hinkriegen, ist NICHT so einfach
— knorke — 9. November 2009, 16:06 #
Wieder einer dieser Fälle, die man nie für möglich gehalten hätte.
— Huge — 9. November 2009, 16:35 #
Ich verstehe gar nicht, was hier alle haben. Schließlich kennt doch fast jeder (oder nicht?) das lustige Spiel: Man schreibe z.B. seinen Namen (oder für Fortgeschrittene ganze Absätze) mal mit der Nase, dem Ellenbogen, der Zungen, dem großen Zeh etc. pp. Und dann kommen ganz lustige Sachen raus (siehe eben oben). ;-))
— Ron — 9. November 2009, 16:43 #
Und Herr NiggemEier haben Sie den Content des Textes verstanden?
Für Uns sieht es so aus als wäre die Rechtschreibfehlerkorrektur auf halbem Weg ausgefallen.
Ein Mensch würde wohl so antworten:
„Wer Fehler findet, darf Sie behalten!”
Wir würden eleganter antworten:
„Rechtschreibfehler sind ein wesentlicher Bestandteil der Robotik, um mänschlicher zu wirken.”
MfG
Diese Mitteilung wurde maschinell erstellt!
— Mensch — 9. November 2009, 17:28 #
Das Unendlich-viele-Affen-Theorem ist einfach zu schön. Allein der Name schon (und er klingt auf Deutsch noch viel schöner als auf Englisch!).
DerWesten hatte neulich übrigens ein ähnliches Problem.
Sind wohl alle zu sehr damit beschäftigt, Shakespeare neu aufzulegen.
— Jonas Schaible — 9. November 2009, 17:57 #
Ich bin entsetzt — vor allem, weil ich den Bericht schon vor Tagen „gelesen” hatte, ohne dass mir diese wirklich haarsträubenden Fehler aufgefallen wären… :(
Irgendwie hatte mich wohl die — wie ich finde — noch haarsträubendere „Diskussion” des Vorgehens der Uni abgelenkt. *grmpf*
— Jan D. — 9. November 2009, 18:16 #
Die Vertipper liegen auf der Tastatur direkt neben den richtigen Tasten. Da hat wohl jemand mit Gipsverband getippt.
Selbst wenn ich kleine Infos nur für mich selbst aufschreibe, korrigiere ich Rechtschreibfehler. Es ist kaum zu begreifen.
Meine Theorie: Praktikant hat erfahren (Student deswegen durfte er auch das Uni-Thema machen), dass er kein Volo bekommt, bzw. keine Anstellung und hat sich zum Schluss nochmal auf diese Weise gerächt. Weil er wußte, dass niemand Korrektur liest. Anders kann man das nicht erklären. Jede andere Erklärung wäre ein Desaster.
— Martin — 9. November 2009, 18:27 #
Wer keine Tippfehler macht, kann ja zum Spaß einmal zählen, wieviele F’s sich in diesem Text befinden:
FINISHED FILES ARE THE RESULT OF YEARS OF SCIENTIFIC STUDY COMBINED WITH THE EXPERIENCE OF YEARS
(Zur Auflösung CTRL & F drücken und nach „F” suchen.)
— wilko0070 — 9. November 2009, 18:35 #
Meine Theorie ist ja, dass der Polizeisprecher derart genuschelt hat, dass der Affe… Verzeihung… – Journalist – den tatsächlichen Wortlaut aufgeschrieben hat. Somit ist ihm eigentlich kein Vorwurf zu machen, schließlich hat er seine Quelle korrekt übernommen.
— Mike — 9. November 2009, 19:41 #
P.S.: Verdammt, ich fall jedes Mal wieder auf das Wörtchen OF rein…
— Mike — 9. November 2009, 19:42 #
Also, wer beim ersten Zählen 6 (in Worten: sechs) F’s im angegebenen Satz findet,
1) hat entweder geschummelt,
2) oder ist ein Legastheniker.
— wilko0070 — 9. November 2009, 19:49 #
die wn konnte nicht damit rechnen, dass nach der dickdruck-einleitung noch jemand weiterliest.
insofern war es völlig okay, dass anfang und ende des folgenden absatzes beim überfliegen korrektheit vorspiegelten.
viola.
— zoey — 9. November 2009, 19:58 #
„Die Vertipper liegen auf der Tastatur direkt neben den richtigen Tasten. Da hat wohl jemand mit Gipsverband getippt.”
Und/oder: er hatte keinen Monitor zur Kontrolle des Getippten.
— Klaus — 9. November 2009, 20:14 #
@Klaus: Das könnte auch sein. Vielleicht hat ein Spaßvogel auch die Tasten durcheinandergebracht.
BTW: In der Blogosphäre gibt es meines Wissens ca. 5 Blogger, die ohne Monitor bloggen. Das ist dann der Punkt an dem ich wirklich meinen Hut ziehe, unabhängig von den Inhalten. In den USA nennt sich das airflow-blogging, glaube ich. Ich habe mal jemand dabei über die Schulter geschaut, das war wirklich allerhand.
(bei Herr Niggemeier bin ich mir recht sicher, dass er es nur mit Monitor bloggt)
— Martin — 9. November 2009, 20:28 #
Wenn das so weitergeht, dann steht in einem Artikel von Meedia demnächst: „Stefan Niggemeier ist unfreiwillig zum Lektor bei derWesten und RP-Online ernannt worden.”
— Ewald — 9. November 2009, 21:26 #
wWo liegt eigentlicjh daws Pronblem?ß?
— Der Postillon — 9. November 2009, 21:28 #
Unter unendlich vielen Affen gibt es nicht nur „den einen”, der Münster verbessern könnte. Es gibt viele. Unendlich viele?
[]
http://www.youtube.com/watch?v=qdtLCfEcPL4
— Stadtaffe — 9. November 2009, 22:29 #
Das ist die Zukunft deutscher Tageszeitungen im Internet:
1. Volontäre verschieben Textblöcke nach Google-Rankings in ihre CMS-Layouts
2. von automatisierten Programmen werden dann Symbolfotos eingeklinkt
3. Ein Korrekturredakteur wartet, ob irgendwelche Blogger für ihn die Fehler finden
4. er korrigiert diese Fehler kommentarlos
5. wir zahlen 3,- Euro pro Qualitätsartikel
6. Burda und Dumont glauben das tatsächlich
— Seher — 9. November 2009, 22:29 #
Liegt für mich eindeutig an der in der dortigen Redaktion verwendeten Hardware: Tastaturen für 3,85 das Stück produzieren Tippfehler praktisch automatisch…
— vib — 9. November 2009, 22:39 #
Schön, dass mein Hinweis aufgegriffen wurde :) Eigentlich ist das ja eine Lappalie – aber es ist einfach lächerlich, darauf erst nach einem Eintrag hier zu reagieren. Wie oben verlinkt habe ich die WN ja relativ deutlich per Twitter darauf hingewiesen. Vermutlich sitzt der andere Praktikant vorm Twitter-Account & die beiden haben Sprechverbot!?
— Markus — 9. November 2009, 22:56 #
Orohimelle Övetsvhroft, Muggrneiwr.
— Pit Schulze — 10. November 2009, 0:56 #
Ach, herrlisch, das erinnert mich an einen grandios-furiosen Artikel meines Ex-Cheffes. Nachdem er auch erst „nur” tausend Vertipper und Verdreher in seinem Text hatte, endete sein Machwerk abrupt mitten im Satz in „bla, bla, bla, bllllllll, bbbbbbbbbbb (die restlichen, 17, 18 Zeilen füllenden bs erspare ich Euch). Schuld daran war der böse Andruck. Er ließ Cheffe nur 5 Stunden Zeit seinen Lokalteil-Aufmacher zu tippen. Danke für die nette Erinnerung *g.
— Désirée — 10. November 2009, 10:16 #
Muriel (7): Woher weißt Du, daß man nur knapp daneben gegriffen hat? Vielleicht sollte eigentlich ein Artikel über den LHC oder Werder Bremen erscheinen?
— tschill — 10. November 2009, 13:49 #
@tschill: Verdammt, da hast du natürlich Recht. Überhaupt glaube ich, dass wir alle diesen Hinweis von dir im Kopf behalten sollten. Auf diese Weise würden wir Zeitungen dann vielleicht mal mit ganz anderen Augen sehen…
— Muriel — 10. November 2009, 13:57 #
Was für ein ödes Genöle hier. Das ist ja Kai Diekmanns Blog um Längen amüsanter.
— Udo F. — 10. November 2009, 14:06 #
Uh. Tippfehler auf der Website einer Zeitung! Skandal!
/ironie off/
— nouse — 10. November 2009, 14:25 #
Erst der 40. Kommentar. Das geht ja.
— Umberto Green — 10. November 2009, 14:58 #
@41: Naja, „Tippfehler auf der Website einer Zeitung” ist vielleicht etwas blass als Beschreibung des Gemetzels da oben. Aber klar, letztlich ist das egal. Ich geh jetzt auch wieder wirklich wichtige Dinge tun.
— gnaddrig — 10. November 2009, 15:33 #
Niggemeier liest überall, und Niggemeier wird wohl überall gelesen. Wie sonst kann man sich erklären das Vorkommnisse dieser Art sofort geändert, korrigiert, gelöscht werden sobald diese hier oder auf Bildblog Erwähnung finden? Ich finde es ist mal wieder an der Zeit den Rechnungsblock rauszuholen und diesen Service abzurechnen.
— Harald Eisenmann — 10. November 2009, 16:53 #
Ich find dein Blog total toll.. Ich werd mich echt noch viel mehr drüber freuen wenn mal echte Inhalte drin stehen! Aber tolle farben und so.
— Another Voice — 10. November 2009, 20:49 #
40:
Jeder genießt halt das, was er für bekömmlich hält. Und ich bewundere ihren unempfindlichen Magen. Jedoch ist Diekmann keine Frage des Geschmacks, sondern der Verdauung.
— treets — 11. November 2009, 0:28 #
@45: Bitte melden sie sich doch wieder wenn sie diesen Blog länger als drei Tage lesen. MfG Hans-Ulrich
— Hans Ulrich Huber — 11. November 2009, 2:36 #
Das war ein Code.
Ich jage es mal durch meine Enigma.
— Patrick Delor — 11. November 2009, 7:45 #
@26: Wieso geschummelt? Wie wäre es mit folgenden Optionen?
3) Der Leser hat sich konzentriert.
4) Der Leser kannte dieses ururururualte Ding schon.
— Ali — 11. November 2009, 8:59 #
@ 49: Stimmt. Und überhaupt verstehe ich den Witz von der Zählerei nicht. Was soll schwierig daran sein, in einem gedruckten Satz zu zählen, wie oft ein bestimmter Buchstabe vorkommt?
Aber mal ganz was anderes: Hat es was zu bedeuten, dass ausgerechnet der Buchstabe F gezählt werden soll und ausgerechnet sechsmal vorkommt?
— gnaddrig — 11. November 2009, 11:20 #
http://www.neuepresse.de/Sport.....obert-Enke
Nur ein weiteres Beispiel für unsägliche Schreibereien …
— Blaumann — 11. November 2009, 11:26 #
Weder unendlich viele Affen, noch der Alkohol waren hier am Werk, nein, meine Damen und Herren, wir sind hier Zeuge davon geworden, dass der Bologna-Prozess und auch die vielen anderen engagierten und gut durchdachten Reformen des Bildungswesens der letzten Jahre endlich beginnen, Früchte zu tragen!
Dieser Artikel ist somit der Text gewordene Beweis dafür, dass die Proteste dieser undankbaren, zotteligen und wahrscheinlich obendrein auch drogenabhängigen Studenten mehr als unnötig sind! Da hilft dann nur noch Hubschraubereinsatz…
— sebastian — 12. November 2009, 22:27 #
[...] QwalitästjournalisMs « Stefan Niggemeier — Wie schön, da hat mein Hinweis ja doch noch bei der WN gefruchtet – schade, dass erst Stefan Niggemeier so einen Quatsch thematisieren muss, bis sich was tut. Hatte schließlich schon per Twitter an die WN geschrieben, was das soll… [...]
— Aufgelesen bis zum 14.11.09 | bertdesign.de — 14. November 2009, 15:55 #
@49: 5) Der Leser konnte kein Englisch…
— Dackelmann2000 — 17. November 2009, 17:42 #