Ich hab’s versucht. Ich wollte etwas schreiben über den gestrigen ARD-»Brennpunkt« zum Amoklauf in Winnenden und insbesondere den Beitrag, den Moderator Fritz Frey mit den Worten anmoderierte:
Gelernt haben wir, dass das Internet eine wichtige Rolle spielt bei unserem Thema, und das beileibe nicht nur als Plattform für potentielle Täter. Andrea Bähner hat sich heute, am Tag danach, im Netz umgesehen und ist dabei auf eine Art virtuellen Wutausbruch gestoßen. Die, die sich dort ihr ganz eigenes Bild vom gestrigen Wutausbruch machen, können mit der Debatte um Schuld und Verantwortung wenig anfangen.
Und in dem der schöne Satz fiel:
Die Internetcommunity bei YouTube, Twitter oder FlickR baut sich ihre eigene virtuelle Wirklichkeit der Bluttat.
Ich hab’s versucht, aber diese Mischung aus …
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Gerd Blank ist Profi. Er arbeitet als Redakteur im Ressort »Digital« bei stern.de. Da weiß er natürlich besser als andere, wie man angemessen mit sowas wie Twitter umgeht. Als gestern die ersten Meldungen von einem Amoklauf einliefen, fand er gleich die richtigen Worte:

Ja, Mist.
Nun dürfen bei Twitter leider nicht nur Profis wie Gerd Blank Kurznachrichten veröffentlichen, sondern jedermann. Sogar Nicht-Journalisten. Oder, wie Gerd Blank diese Leute nennt: der »Pöbel«. In einem Artikel auf stern.de klagt er:
Wenn der Pöbel gleichzeitig zum Nachrichtenempfänger und Versender wird, bleibt häufig viel auf der Strecke.
Und konkret:
Schnell wird klar, man weiß nichts und will darüber reden. Wo für …
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»Focus Online« hatte heute vormittag die Idee, seine Kurzmitteilungen auf Twitter zum Amoklauf unter einer Adresse zusammenzufassen, und legte dazu einen Benutzer namens »Amoklauf« an. Da war aber was los im Twitterland. Der »Netzeitungs«-Twitterer erregte sich als erstes:

Und legte später an den Focus-Online-Chefredakteur adressiert nach:
Schämt Euch!!!
Viele anderer Twitterer fanden das auch »pervers« und machten das, was bei Twitter das Gegenstück zum zustimmenden Nicken ist: Sie wiederholten den Tweet der Netzeitung alle als Retweet. Vielleicht war die kleine Welle, die dadurch entstand groß genug — jedenfalls wurde der »Amoklauf«-Account wieder gelöscht.
Nun ist mir persönlich nicht ganz klar, was daran …
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