Programmhinweis (40)

Vor ein paar Wochen war ich mit dem sehr geschätzten Daniel Fiene in Dortmund bei »Zoom — Das Mediencafé«. Das ist eine Gesprächssendung, die Journalistik-Studenten der TU Dortmund in einem Seminar von Michael Steinbrecher unter professionellen Bedingungen produzieren.

Heute Abend lief die Aufzeichnung auf dem Lernsender »NRWision«. Aber weil die Sendung großen Spaß gemacht hat, freue ich mich, dass man sie sich auch in diesem Internet ansehen kann. (Moderation: Frederic Kappen, Redaktionsleitung: Christian Greis.)

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Zeitungen, die Kiwis der Medienwelt

Als ich vor ein paar Jahren in Neuseeland war, wollte ich natürlich unbedingt Kiwis sehen. Wir fuhren in einen kleinen Zoo in der Nähe von Mount Bruce. Die Kassierein empfing uns mit der schlechten Nachricht, dass einer der beiden Bewohner die heftigen Regenfälle der Vortage nicht überlebt hatte. Anscheinend können Kiwis nicht nur nicht fliegen, sondern auch nicht schwimmen.

Kiwis sind zauberhafte Tiere. Aber wir wurden das Gefühl nicht los, dass die Natur uns etwas mitteilen wollte.

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Die deutschen Zeitungsverleger haben schon wieder jemanden gefunden, der Mitschuld an ihrem Niedergang ist. Diesmal ist es die Sendergruppe ProSiebenSat.1, weil sie in Zukunft die Möglichkeit anbieten will, in ihren Programmen regional begrenzt Werbung zu schalten.

Der Bundesverband …

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Neu: Jetzt alles aus Vollkorn!

Ja, das ist alles neu hier. Ich mochte das alte Blog-Design nicht mehr sehen, das im Grunde noch das erste Design dieses Blogs war. Ich wollte etwas Neues, Typographisches, Auffälliges, Minimalistisches. Und ich wollte etwas aus Vollkorn.

»Vollkorn« ist — wenn alles so aussieht, wie es aussehen soll — die Schrift, in der alle Buchstaben auf dieser Seite gesetzt sind. Es ist eine Schriftart, die der Potsdamer Typograph Friedrich Althausen als Open Font veröffentlicht hat. Ich mag schon ihren Namen.

Die »Vollkorn« ist für mich markant, aber unaufdringlich; gediegen, aber kein bisschen maniriert. Ich mag, wie edel die Kursive daherkommt, und ich mag, wie selbstbewusst die Fettschrift sich breit macht. Ich schreibe meine Artikel in dieser Schrift, …

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Tri-Tra-Trullala, der Philipp und die Angela: Markus Lanz redet über Politik

Mein Kollege Michael Hanfeld von der FAZ hat einen gewaltigen Wutausbruch über die »Markus Lanz«-Sendung vom Donnerstag bekommen. Er nennt den Auftritt des FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler »ein Lehrstück über Propaganda im Gewand der Familienunterhaltung«, den »›tiefsten Tiefpunkt‹ (Rudi Völler) des deutschen Journalismus und den Marianengraben politischer Wahrhaftigkeit«.

Michael Hanfeld ist relativ leicht zu erregen, und ich würde nicht jede Wertung in seinem Artikel unterschreiben. Aber beim Lesen habe ich mich daran erinnert, wie sehr auch mich beim Zuschauen ein Gefühl von Ekel überwältigt hatte und wie real mir die Sorge erschien, dass, wenn ich das zuende gucken würde, ich später in meinem eigenen Erbrochen zu mir käme.

Es hat ja nicht nur die Ebene der politischen Propaganda, wie sie Hanfeld beschreibt. Es …

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Ja! Kai Winckler erwartet einen Jungen von Prinzessin Victoria

Heute muss ein großer Tag gewesen sein für Kai Winckler, den Chefredakteur der »Neuen Welt«. Sicher, das sieht auf den ersten Blick nicht gut aus, dass sein Blatt gerade am Kiosk liegt mit der Schlagzeile »VICTORIA — Hurra, ein Junge! Silvia weinte vor Glück«, wo doch die schwedische Prinzessin gerade ein Mädchen zur Welt gebracht hat.

Aber was ist das schon gegen das unerwartete Glück, öffentlich wie ein seriöser Journalist behandelt zu werden, dem bloß ein blöder Fehler unterlaufen ist?

Die wirklich krasse Fehlinformation steht nämlich heute nicht auf dem Cover der »Neuen Welt«. Sie steht auf »Focus Online«. Dort heißt es:

Der Chefredakteur der »Neuen Welt«, Kai Winckler, ist über die veritable Falschinformation seiner Leser …

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