Googeln als erste Journalistenpflicht

Weil so oft darüber geschimpft wird, dass Journalisten immer häufiger Googeln mit Recherchieren verwechseln — schön wär’s ja schon, wenn die Journalisten überhaupt googeln würden, bevor sie schreiben.

Die Kollegin, die für »Die Welt« einen Artikel aus der »Frankfurter Rundschau« wiederverwerten musste, hätte dann vielleicht gemerkt, dass die einzigen sinnvollen Treffer für die Suche nach »Rob Mobile« die sind, die offenbar ebenfalls den Artikel aus der »Frankfurter Rundschau« zur Grundlage hatten. Der Klingeltonanbieter, der den geschmacklosen »Natascha im Keller«-Ton anbot, heißt nämlich nicht »Rob Mobile«, wie die »FR« einmal versehentlich schreibt, sondern »Bob Mobile«. (Und er hat keinen »rülpsenden Frosch« im Angebot, wie die »Welt« improvisierte, sondern »rülpsende Kröten«, aber vielleicht ist das auch egal.)

Ich weiß schon: Für solche …

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Bild-Zeitung

Nichts zu danken. Die „Bild“-Zeitung wird fünfzig Jahre alt – und alle, alle gratulieren. Doch gibt es was zu feiern?

Vielleicht muß man das einfach mal erlebt haben, daß einem Familienmitglieder wegsterben in einem furchtbaren Unfall und man am nächsten Tag nicht die paar Schritte von der Haustür zum Auto gehen kann, weil Fotografen und Reporter von der »Bild«-Zeitung am Grundstück lauern und einen verfolgen und fotografieren und wenig später anrufen und fragen, ob man sich wirklich ganz sicher sei, daß man nicht in einem Interview über die eigene Trauer reden wolle, weil man die Fotos von einem selbst und seinen Angehörigen veröffentlichen werde, so oder so, aber so wäre es vielleicht besser.

Vielleicht muß man das einfach mal erlebt haben, daß …

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