Niedrige Lebens– und Denkerwartungen

Die Studie der beiden britischen Wissenschaftler Mark Bellis und John Ashton ist genau der Stoff, nach dem unsere Boulevardmedien (vulgo: unsere Medien) süchtig sind. Sie haben herausgefunden, dass Rockstars ein erheblich erhöhtes Risiko haben, jung zu sterben.

Es gibt dazu mehrere Agenturmeldungen. Eine seriöse ist von AFP und liest sich so:

Studie: Rockstars leben in ersten fünf Jahren des Ruhms gefährlich / Wilde 70er waren für Popmusiker besonders riskant

Rockstars sterben früher als Otto Normalverbraucher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der John-Moores-Universität in Liverpool, die die Lebenserwartung von globalen Größen der Rockmusik mit der der gewöhnlichen Bevölkerung vergleicht. Der Lebensweg von mehr als tausend Musikern, die aus einer Liste der 1000 meistverkauften Platten aus dem Jahr 2000 …

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Möchten Sie jemanden anrufen?

Am Samstagmorgen gab es für Journalisten zwei Möglichkeiten, sich über die neuen Spielregeln von »Wer wird Millionär?« zu informieren. Sie konnten entweder eine (fehlerhafte) Meldung der »Bild«-Zeitung übernehmen. Oder die Angaben von der offiziellen Homepage der Sendung abschreiben. (Die dritte Möglichkeit, ein kurzer Anruf bei der auch am Samstag besetzten RTL-Pressestelle, lassen wir aus Gründen des Realismus einfach mal weg.)

Und nun kann man es schon einigermaßen bekloppt finden, dass sich die Nachrichtenagenturen AP und ddp für die »Bild«-Variante entschieden haben. Und dass AP auch am Sonntagvormittag noch einmal als »Wochenendzusammenfassung« die von »Bild« übernommene falsche Beschreibung des neuen »Risiko«-Jokers verbreitete, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt sogar bild.de schon korrigiert hatte. Und dass AP es nicht übers Herz brachte, in …

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