Pressesprecher bei Springer ist vermutlich auch kein Traumjob. Die meiste Zeit verbringt man damit, auf Presseanfragen zu antworten, dass man zu laufenden Verfahren / Personalspekulationen / Interna / diesem Thema grundsätzlich nicht Stellung nehme.
So gesehen war »Bild«-Sprecher Tobias Fröhlich sicher froh, dass er gestern endlich einmal etwas Originelles sagen durfte:
»›Bildblog‹ handelt wie ein Abmahnverein und instrumentalisiert den Presserat für eigene kommerzielle Interessen«, sagte Verlagssprecher Tobias Fröhlich am 19. Februar dem epd. (…)
Fröhlich erklärte, es gehe dem Verlag nicht um die Anzahl der bisher von »Bildblog« eingereichten Beschwerden, sondern »um das Prinzip«. Durch das Aufkommen von Blogs sei eine ganz neue mediale Situation entstanden. Man müsse hier auch den Anfängen wehren, bevor sich Nachahmer fänden, die den Presserat missbräuchlich in Anspruch …
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Es hat sich da offenbar bei der Diskussion »Von der Edelfeder zum Contentlieferanten? — Printmedien im Wandel« am 11. September eine kleine Veränderung ergeben:
Vorher:

Jetzt:

Es heißt, der Kommunikationschefin der Axel Springer AG, Edda Fels, sei es trotz besten Bemühens auch leider nicht gelungen, im Haus einen Ersatz für Christoph Keese zu finden.
Wenn er eh nicht kommt, gibt mir das einen Vorwand, auf der Geschichte rumzureiten, die der Branchendienst »Kontakter« vor gut drei Wochen nebenbei erwähnt hat. Er berichtete, dass ein Portrait Keeses, das Thomas Delekat 2002 für die »Welt« über den damaligen Chef der »Financial Times Deutschland« geschrieben hatte, irgendwann aus dem internen Springer-Archiv entfernt worden sei.
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Ich vermute, sie haben lange gefeilt bei Springers, an der offiziellen Stellungnahme der Axel Springer AG zu Alan Poseners gelöschtem Blog-Eintrag zu Kai Diekmann auf »Welt Debatte«. Bemerkenswert finde ich diesen Satz:
Der Beitrag von Alan Posener über Kai Diekmann ist ohne Wissen der Chefredaktion in den Weblog von Alan Posener gestellt worden.
Mal abgesehen von der lustigen Passiv-Konstruktion, die irgendwie die Möglichkeit nicht auszuschließen scheint, dass Unbefugte den Beitrag in Poseners Blog gestellt haben: Was heißt das: »ohne Wissen der Chefredaktion«?
Zunächst einmal heißt das natürlich: Christoph Keese ist nicht Schuld. Keese ist Chefredakteur von »Welt Online« und Chefredakteur der »Welt am Sonntag«, wo Posener das Kommentarressort leitet, und die Axel Springer AG teilt mit: Er kann nichts dafür, er …
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