…auf einen Klick*.
Nachtrag, 16.30 Uhr. Och, schon gelöscht.

*) Nachtrag, 20.00 Uhr. Inzwischen führt der Link nicht mehr zu der ursprünglichen Seite, sondern zu einer Art Korrekturauffangbecken von »Morgenpost Online«. Toll, was es alles gibt!
[via ichichich in den Kommentaren]
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In den vergangenen Tagen könnte hier der Eindruck entstanden sein, die Arbeit professioneller deutscher Online-Medien bestehe vorwiegend darin, ungeprüft Agenturmeldungen durchzuschleusen. Dem ist natürlich nicht so.
Die »Berliner Morgenpost« zum Beispiel hat in der vergangenen Woche auf ihrer Internetseite als Service die Information aufbereitet, welche Schulen in der Stadt wieviel Geld aus dem Konjunkturprogramm bekommen.
Und man muss sogar nur höchstens mehrere Hundert Male klicken, um die Zahl zu finden, die einen interessiert.





etc.
[eingesandt von CB]
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»Futur II« nennt der Linguist die Verbform, die anzeigt, dass in der Zukunft etwas Vergangenheit ist (»er wird gelesen haben«).
Zeitungsjournalisten kennen noch Aufregenderes: Formulierungen, die anzeigen, dass in der Vergangenheit etwas Zukunft ist. Das ist für ein Medium, bei dem Produktion und Rezeption relativ weit auseinanderliegen, gelegentlich notwendig, um über Dinge zu schreiben, die erst nach Redaktionsschluss stattfinden, aber zum Zeitpunkt des Lesens schon passiert sind.
Wie schillernd diese Form sein kann, demonstriert uns heute die »Berliner Morgenpost« mit einem Artikel über Annemarie Eilfeld:


Mal abgesehen von der erstaunlichen Lust am Detail (das geht noch einige Zeilen so weiter): Der Artikel richtet sich also an Menschen, die kein Internet, kein Radio, keinen Fernseher und keine Freunde haben, sich aber so sehr für die Fernsehshow »Deutschland sucht den Superstar« interessieren, dass sie genau wissen wollen, was die Kandidaten am Samstagabend im Halbfinale getragen haben, und zwar so dringend, dass sie nicht bis Montag abwarten wollen, wenn ihnen ihre Lieblingszeitung verraten könnte, wie es war, sondern schon am Sonntag erfahren wollen, wie es hätte werden können?
Das nenn ich mal Leserservice.
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Könnte vielleicht jemand Matthias Heine die Drogen wegnehmen? Oder wiedergeben? In seiner Kolumne in der »Berliner Morgenpost« schrieb er gestern:
Neulich habe ich bei Ebay meinen gelben Stern bekommen. (…) Ein gelber Stern! Ich gehöre nicht zu denen, die bei so was gleich »Antisemitismus« schreien und die Nummer der Erregungshotline wählen. Aber ein bisschen doof ist das schon.
Andererseits: Was erwarte ich eigentlich von Leuten, die bei Ebay arbeiten? Das ist ja nicht die Sorte Traumberuf, die man anstrebt, wenn man einigermaßen erfolgreich ein Gymnasium besucht und ein Studium abgeschlossen hat. Sondern ein Job für diejenigen, die bei allen anderen Eignungstests rausgeflogen sind, weil sie dachten, es hätte neben der DDR noch eine BDR gegeben, die von einem »demografisch« gewählten Bundeskaiser Adolf Honecker regiert wurde. Und in der natürlich alles besser war. In welcher? »Das müsste ich erst mal googeln.« (…)
(Link unter »gelber Stern« von mir)
[mit Dank an Tom!]
Nachtrag, 28. August. Ebay-Chef Stefan Gross-Selbeck hat die Glosse »mit Bestürzung und Fassungslosigkeit« aufgenommen.
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