Böcke in die Gartenbaujurys!

Der Verein Berliner Journalisten im Deutschen Journalistenverband hat die Nominierten für seinen Preis »Der lange Atem« bekannt gegeben. Er soll Journalisten würdigen, die sich »mit Mut, Sorgfalt und Beharrlichkeit über lange Zeit hinweg einem gesellschaftlich relevanten Thema gewidmet und es engagiert in die Öffentlichkeit getragen haben«.

Bei der Besetzung der Jury scheint Originalität ein Kriterium gewesen zu sein:

Stephan-Andreas Casdorff (Tagesspiegel), Josef Depenbrock (Berliner Zeitung), Dagmar Engel (Deutsche Welle TV), Hans-Ulrich Jörges (Stern), Christoph Keese (Axel-Springer-Verlag), Bascha Mika (taz), Dr. Hansjürgen Rosenbauer (Medienrat Berlin-Brandenburg, ehem. ORB), Dr. Torsten Rossmann (N24 / Sat.1), Andreas Wertz (Inforadio rbb).

(Oder direkt und humorlos gefragt: Ist es wirklich zuviel verlangt, Menschen, die wie Herr Depenbrock handeln, nicht in solche Jurys einzuladen? Schon …

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Von den Regeln in die Traufe

Am Ende des Abends gab es sogar so etwas Ähnliches wie eine Nachricht: Der Pressekodex soll in Zukunft auch für die Online-Angebote von Zeitungen und Zeitschriften gelten. Bislang ist der Presserat ausdrücklich nur für gedruckte Medien zuständig — und für »digitale Beiträge« ausschließlich dann, wenn sie »zeitungs– oder zeitschriftenidentisch« sind. Schon vor über einem Jahr hatte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner in einem bizarren öffentlichkeitswirksamen Appell bei einem Festakt zum 50. Geburstag des Gremiums das Ausklammern des Internet als »gespenstisch« bezeichnet und die Ausweitung der Freiwilligen Selbstkontrolle gefordert.

Nun scheinen sich die Verlegerverbände und die Journalistengewerkschaften, die den Presserat tragen, endlich darauf verständigt zu haben, und als dessen Geschäftsführer Lutz Tillmanns bei der Diskussion des Deutschen Journalistenverbandes über »Regeln oder …

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