Ich habe sie gefunden. Die Lösung, wie man die Menschen im Internet unbesorgt ihre Meinung sagen lassen kann, sogar zu kontroversen Themen, ohne Angst vor abmahnfreudigen Unternehmen oder Hamburger Landgerichten haben zu müssen.
Entdeckt habe ich sie beim Westen, dem Online-Ableger der »Westdeutschen Allgemeinen Zeitung«.


Ja. Und in einer Bildergalerie zeigt die »WAZ« dann, wie die Leser ihre Meinung sagen:




Hm? Nein, was sie sagen, steht da nicht.
Also, wenn Sie zu diesem Thema oder diesem Eintrag Ihre Meinung sagen wollen: Schicken Sie einfach ein Bild, das Sie beim Kommentieren zeigt, …
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Seit Wochen schon will ich einen längeren Text über mein ambivalentes Verhältnis zu den Kommentaren in diesem Blog schreiben, finde aber nicht die Zeit. Vor ein paar Tagen fragte mich Gregor Keuschnig, der hier häufig kommentiert, in einer E-Mail:
Warum tun Sie sich die Kommentare zum Beispiel in Ihrem aktuellen Beitrag an? Welchen »Mehrwert« hoffen Sie hieraus ziehen zu können? Gehen Ihnen die Korinthenkacker (= unter anderem ich) auf die Nerven oder die Ausländerhasser? Warum machen Sie nicht »zu«? Sind Sie — pardon — ein Idealist?
Das war insofern ganz praktisch, als es mich dazu brachte, schon mal wenigstens ein paar halbdurchdachte Antworten zu geben. Zu lesen sind sie zusammen mit Keuschnigs Bewertung in seinem Blog »Begleitschreiben«. Und ich …
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Für meinen »FAS«-Artikel über Kommentare bei den großen Online-Medien habe ich mich auch über die Kommentar-Praxis bei stern.de erkundigt. Von den ausführlichen Antworten, die ich von Chefredakteur Frank Thomsen und der Community-Managerin Katarina Rathert (per E-Mail) bekam, konnte ich nur einen Bruchteil im Artikel verwerten. Aber zum Glück ist hier ja noch ein bisschen Platz.
Welche Themen laden besonders zum Kommentieren ein?
Rathert: »Die User melden sich besonders dann gern zu Wort, wenn sie persönlich betroffen sind oder wenn es um politische Diskussionen geht. Kommt beides zusammen, erleben wir regelmäßig Rekorde hinsichtlich der Zahl der Kommentare: zuletzt etwa beim Thema Rauchverbot in Restaurants, Steuerhinterziehung oder der Privatisierung der Bahn.«
Was sind das für Leute, die kommentieren?
Rathert: »Wir haben einen festen Stamm von …
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Ich sitze gerade an einem Artikel für die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung« über Nutzer-Kommentare bei Online-Medien — und dachte, das wäre doch eine gute Gelegenheit, dieses Blog (und Sie und Euch!) noch einmal zur Recherche zu missbrauchen.
Es geht um die großen Online-Ableger von klassischen Medien: sueddeutsche.de und faz.net, Zeit Online, Welt Online, Focus Online und all die anderen, bei denen man unter den Artikeln kommentieren kann. Meinen Fragen an die, die dort häufiger kommentieren und Kommentare lesen: Was spielen sich da für Dramen ab, wo gibt es Beispiele für wunderbar gelungene Diskussionen? Wo sieht man, dass die Redaktion das einfach ignoriert, und wo dass sie auf berechtigte Kritik gut reagiert? An welcher Stelle ist »Community-Management« nicht nur ein Buzz-Word?
Ich freue …
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Johnny Haeusler im Spreeblick über Kommentare, allgemein:
(…) obwohl ich gelernt habe, Trolls zu ignorieren, Rassisten zu löschen und auf Unterstellungen oder Lügen möglichst nicht zu reagieren, bleibt nicht nur für den oder die Betreiber eines Blogs oft ein bitterer Beigeschmack und ein Verlust an Spaß übrig, wenn auf einen längeren Artikel persönliche Anfeindungen gegen den Autor, andere Leser oder Dritte in den Kommentaren stattfinden.
(…) Der Ton mancher Kommentare, die Art der Auseinandersetzung, wie sie teilweise in Blogs geführt wird, scheint zu einem Blog-Image zu führen, das dem Medium nicht gerecht wird und das vielleicht potentielle Leser abschreckt und somit ein Wachstum der Blogosphäre verhindert.
Und Anke Gröner über die Kommentare hier, konkret.
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