Irgendwann Anfang 2006 ist etwas schiefgegangen bei der Programmierung des Blogs der Medienzeitschrift »Berliner Journalisten«: Man konnte keine Kommentare mehr abgeben. Man hätte sich dafür einloggen müssen, aber es gab keine Möglichkeit, sich zu registrieren, um die Daten einzugeben, mit denen man sich hätte einloggen können.
Zwei Jahre lang bloggten die »Berliner Journalisten« vor sich hin und merkten nicht, dass etwas fehlte: Feedback. Die einzigen, denen es gelang, Kommentare abzugeben, waren der Administrator des Blogs selbst und die Spam-Bots, die gelegentlich Hinweise auf die attraktiven Möglichkeiten der Potenzsteigerung hinließen.
Die »Berliner Journalisten« reagierten nicht, als Ronnie Grob auf medienlese.com über sie (oder genauer: einen blöden Fehler ihrer Chefredakteurin) berichtete und darauf hinwies, dass es ihm leider nicht gelungen sei, einen …
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Es gibt Zeitungen, die sind berühmt für ihre lebendigen Reportagen. Andere sind zu Recht stolz auf ihre Kommentatoren. Wieder andere wissen einfach, wie man gute Interviews führt.
Die Berliner Boulevardzeitung »B.Z.« aus dem Hause Axel Springer fabriziert die besten Gegendarstellungen und Widerrufe weit und breit. Heute findet sich darin dieses bemerkenswerte Exemplar:
»B.Z.«, 20. Oktober 2007
Gegendarstellung
In der B.Z. vom 5. Oktober 2007 bilden Sie mich auf der Seite Fernsehen neben einer Frau ab und schreiben darunter: »Barth und Freundin Céline wollen Kinder«
Hierzu stelle ich fest:
Bei der abgebildeten Person handelt es sich nicht um meine Freundin. Meine Freundin heißt auch nicht Céline. Die abgebildete Person heißt auch nicht Céline, sondern Ulrike K. und ist PR-Beraterin. Ich will mit der abgebildeten Person auch keine …
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Die »Westdeutsche Allgemeine Zeitung« hat versucht, ihre Behauptung richtigzustellen, ein »junger Mann« habe auf der Rostocker Kundgebung gegen den G8-Gipfel in Mikro gerufen: »Wir müssen den Krieg in diese Demo tragen«. Nicht in der Zeitung, aber online. Auf der Ressortseite Politik steht folgende »Korrektur«:

Nein. Dieses Zitat ist, wie inzwischen vielfältig dokumentiert, nicht nur in …
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Dem »Spiegel« ist in seiner apokalyptischen Titelgeschichte »Rettet dem Deutsch« vor zwei Wochen ein Fehler unterlaufen. Er schrieb:
»Schon 2004, so stellte eine Studie der Universität Hannover fest, waren unter den 100 am meisten verwendeten Wörtern deutscher Rede 23 englische, fast ein Viertel — 1980 war es noch eins.«
Das ist Quatsch. Es ging nicht um die 100 häufigsten Wörter überhaupt, sondern um die 100 häufigsten Wörter in Werbeslogans (pdf).
Seit mindestens einer Woche weiß der »Spiegel«, dass er da einen blöden Fehler gemacht hat. Fragt man dort (aus aktuellem Anlass) nach, bekommt man zur Antwort:
»Es handelt sich um einen ärgerlichen Flüchtigkeitsfehler, der auch nicht damit zu erklären ist, dass der betreffende Artikel unter höchstem Zeitdruck Korrektur gelesen werden musste. (…)
Einen …
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