29-mal pro Woche zeigt die ARD zur Zeit ihre Krankenhausserie »In aller Freundschaft«. Das liegt daran, dass die Sendung gerade EM-Pause macht, sonst sind es natürlich ein paar Ausstrahlungen mehr. Der RBB wiederholt gerade täglich mittelalte, NDR und SWR ganz alte und das HR-Fernsehen relativ neue Folgen.
Es gibt gute Gründe, »In aller Freundschaft« nicht zu wiederholen. Die Handlungsstränge, Dialoge und schauspielerischen Fähigkeiten sind der offensichtlichste. Die Rolle der Serie in einem der ganz großen Schleichwerbeskandale der letzten Jahre wäre ein weiterer.
Im Juni 2005 enthüllte der Branchendienst »epd Medien«, dass die ARD-Produktionsfirma Saxonia in mindestens neun Fällen bezahlte Pharmawerbung in der im Auftrag des MDR hergestellten Serie unterbringen ließ. Die Industrie gab konkrete Anregungen über gewünschte Geschichten, die Drehbuchautoren machten …
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Das hätt‹ ich auch nicht gedacht, dass es sich noch mal lohnen würde, »Schmidt & Pocher« zu gucken. Die Sendung zeigte gestern Ausschnitte aus der MDR-Talkshow »Riverboat« mit diesen Zitaten Andrea Kiewels (die eingeblendeten Geldbeträge sind fiktiv, bzw. witzig gemeint):

»Also ich hab vorher, bevor Johnny gezeugt wurde, 25 Kilo mit Weight Watchers abgenommen und hab dann, doof wie ich bin, drei Monate dieses Gewicht gehalten…«

»Die letzten acht, neun Kilo, die ich als Frau zuviel finde, sollen noch weg bis zum Mai, und bin wieder bei Weight Watchers, und die helfen mir da so richtig schön auf die Sprünge…«

»Aber für mich ist Weight Watchers der Weg zurück zum normalen, …
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Toll: Da hat der MDR gerade erklärt, die Schleichwerbeaffäre von Andrea Kiewel, die in diversen Sendungen für »Weight Watchers« Reklame gemacht hat, betreffe ausschließlich das ZDF, weil die Moderatorin in keiner MDR-Sendung einen Bezug zum Thema »Weight Watchers« hergestellt habe oder in irgendeiner Weise werblich für »Weight Watchers« aufgetreten sei, da zeigen »Schmidt & Pocher« einen Ausschnitt aus der MDR-Sendung »Riverboat«, in der Andrea Kiewel von ihren Abnehmerfolgen mit »Weight Watchers« schwärmt.
(PAL-Feld? PAL-Feld.)
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Eigentlich mag ich es nicht, wenn man von Dingen redet, die »typisch deutsch« seien. Erstens lehne ich Verallgemeinerungen grundsätzlich ab, und zweitens gibt es sicher auch andere Völker auf diesem Planeten, die mindestens ebenso spießig, Fortschritts-skeptisch, ahnungslos ihrer eigenen Gesellschaftsform gegenüber, und schlecht gekleidet sind. Und doch komme ich mitunter nicht umhin, Dinge selbst für »typisch deutsch« zu halten.
Diese Meldung zum Beispiel: Der Leiter der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, beschwert sich laut »Spiegel« (Artikel online natürlich nicht verfügbar) in einem Brief an MDR-Intendant Udo Reiter, dass der MDR einen Fernsehfilm in Auftrag gegeben habe, in dem sich eine DDR-Oppositionelle im Stasi-Gefängnis in ihren Verhörer verliebe. Knabe kündigt schon mal vorsorglich Proteste von Opferverbänden gegen die Ausstrahlung an und greift …
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