Verdammt: Jetzt habe ich so lange damit gewartet, eine Eloge auf das »Altpapier« zu schreiben, dass es ein Nachruf wird. Heute erscheint die Medienkolumne — zumindest vorläufig — zum letzten Mal. Und das ist ein Verlust.
Vermutlich darf man sich nicht grämen. Es ist ein kleines Wunder, dass sie überhaupt neuneinhalb Jahre überlebt hat (und Onlinejahre sind bestimmt Hundejahre), wenn man bedenkt, wie überschaubar ihre Zielgruppe war: Medienjournalisten und Menschen, die sich für Medienjournalismus interessierten. Das »Altpapier« sichtete täglich die Medienseiten des Tages und flocht daraus einen kommentierenden Überblick.
Nun könnte man sagen, dass der Bedarf daran heute mehr als gedeckt wird. Durch Angebote wie »turi2«, wo zweimal täglich längere Linklisten zu Medienartikeln veröffentlicht werden, oder »Meedia«, wo interessante …
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[eingesandt von Martin Schindler]
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Toll: »mit Video”! Sogar die klamme Netzeitung kommt also nicht mehr darum herum, die achsobegehrten Bewegtbild-Inhalte anzubieten. Und tatsächlich bietet sie am Ende der entsprechend angeteaserten Agenturmeldung sogar eine »Kurz-Doku« über Franz Josef Wagner an:

Nun ja: Es handelt sich um die von irgendjemand bei YouTube hochgeladenen ersten zehn Minuten eines halbstündigen Porträt Wagners vom NDR-Medienmagazin »Zapp« aus dem Jahr 2006. (Ist aber, andererseits, der erste Video-Treffer, wenn man nach »Franz Josef Wagner« googelt.)
[mit Dank an Clarissa]
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Nö.
Und, nein: Das ist nicht von dpa. Den Unsinn (dessen Ursprung leicht nachzuvollziehen ist) hat die »Netzeitung« schön selbst in die Meldung redigiert.
Nachtrag, 11.30 Uhr. Hey, die »Netzeitung« ist bei der Fehlerkorrektur fast so gut wie Bild.de. Den oben zitierten Satz haben sie gestrichen, aber den Vorspann unverändert gelassen:

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Ich hätte nicht gedacht, dass die »Netzeitung« das hier toppen könnte. Ich habe sie unterschätzt.

(Sogar mit Großklick-Möglichkeit!)
Nachtrag, 22.40 Uhr. Na sowas. Geht plötzlich auch ohne Foto.
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