Archiv zum Stichwort: Newsblog

Urlaubsvertretung macht Urlaub

von Markus Barth
02 Jul 08
2. Juli 2008

Berlin/Köln. Jetzt kommt’s knüppeldick für den deutschen Online-Journalismus. Erst setzt Stefan Niggemeier, Deutschlands gefühlter Ober-Blogger, seiner anspruchsorientierten Premium-Leserschaft als Urlaubsvertretung einen halbseidenen Humor-Praktikanten vor die Nase, und nun macht der auch noch die Flatter! Ist Niggemeiers Blog denn gar nicht mehr zu retten?

Markus Barth jedenfalls hat angekündigt, heute, 2. Juli 2008 um 16:41 seinen Rechner auszuschal

MauseBienchen78 stellt ihr Diddl-Blog ein

von Markus Barth
01 Jul 08
1. Juli 2008

Hamburg. Jetzt kommt’s hart für die Blogosphäre: MauseBienchen78, eine der Säulen des deutschen Online-Journalismus, hat in einem bewegenden Artikel auf ihrem Weblog angekündigt, ihr beliebtes Diddl-Blog „Die knuffigste Maus der Welt“ einzustellen.

Wir dokumentieren den hochemotionalen Artikel in Auszügen:

„hey leuds! (Zwinkersmiley)
kann mich ja täuschen, aber hab’ das gefühl, dass euch meine news von diddl und seinen freunden nimmer so doll interessieren. *traurig guck*
stimmt das? *fragend schau*
klickzahlen sind jedenfalls im keller. *voll fett heul*
na ja, dumm gelaufen, hör ich eben auf mit dem quatsch. wollte mich sowieso mehr um tokio hotel kümmern.
Greets, mausebienchen78“

Sofort melden sich weitere A-Blogger zu Wort und wollen MauseBienchen78 zum Umdenken bewegen. Träumerchen24, seit vielen Jahren Deutschlands führende Bloggerin zu den Themen „selbstgeschriebene Gedichte, Engel-Erscheinungen und Backen mit Silikonbackformen“, meint: „krasser entschluss, mausebienchen! Denk bitte bitte noch mal drüber nach! Hdgdl!“

Stefan Niggemeier hat unterdessen angekündigt, nach seinem Urlaub eine Würdigung über MauseBienchens Leistungen für den deutschen Online-Journalimus zu veröffentlichen.

Al Gore will mindestens fünf Gletscher schmelzen

von Markus Barth
30 Jun 08
30. Juni 2008

Los Angeles. Millionen Menschen waren 2007 fasziniert von Al Gores Erderwärmungs-Doku „Eine unbequeme Wahrheit“. Mittlerweile arbeitet Gore an einer Fortsetzung. Der Titel: „Eine unbequeme Wahrheit 2 — Jetzt wird‘s richtig heiß!“

Der ehemalige amerikanische Vize-Präsident verspricht: „Wir werden mindestens fünf Gletscher schmelzen, den Golfstrom ordentlich abkühlen und dem Ozonloch mal so richtig den Arsch aufreißen!“ Die Fortsetzung soll selbst den eben erschienenen vierten Teil der „Indiana Jones“-Saga so harmlos erscheinen lassen „wie einen Dia-Abend im Seniorenheim“, so Gore.

Auch die Besetzung des Film wird verbessert: „Mein Produzent hat dafür plädiert, den charismafreien Erzähler aus dem ersten Teil durch Leonardo di Caprio zu ersetzen“, so Gore. Er selbst habe nichts dagegen: „Der Typ in Teil 1 war so farblos – ich weiß selbst schon nicht mehr, wie der hieß!“

Kritiker rechnen dem Film gute Chancen bei der nächsten Oscar-Verleihung aus — „falls sich Kalifornien bis dahin von unserer Vier-Monats-Super-Mega-Dürre erholt hat“, so Al Gore.

Bill Gates will in Zukunft lieber ‚was Nützliches‘ machen

von Markus Barth
27 Jun 08
27. Juni 2008

Redmond. Nach seinem Abschied von Microsoft am heutigen Freitag will Bill Gates sein Leben radikal ändern und „etwas Nützliches“ machen. So spielt der Multi-Millionär mit dem Gedanken, sich ganz seiner Entwicklungsarbeit in Afrika zu widmen. „Leider hab ich denen vor kurzem ein paar Windows-Laptops spendiert“ bedauert Gates nun. „Jetzt wollen sie erst wieder mit mir sprechen, wenn ich ihnen erklärt haben, was ein „unerwarteter Netzwerkfehler“ ist. Woher soll ich das denn wissen?“ so der verzweifelte Gates in einem Interview.

Bei dem Gespräch wirkt Gates zeitweise geknickt: „Ich will ein Mal in meinem Leben etwas erschaffen, wofür mich anschließend niemand hasst. Vielleicht baue ich mal ein Kastanienmännchen. Niemand hasst Kastanienmännchen, oder?“, so der unsichere Milliardär.

Zum Abschluss des Gesprächs zeigt sich Gates jedoch noch einmal entschlossen und möchte auch eine weitere Einflussnahme im Computergeschäft nicht ausschließen: „Vielleicht gründe ich einen neuen Computerkonzern, dessen Rechner genauso fehleranfällig sind wie PCs, aber stylish aussehen und das Doppelte kosten. Ach nee, das hat Steve Jobs ja schon getan.“

Knabbernüsschen schon wieder teurer

von Markus Barth
27 Jun 08
27. Juni 2008

Köln. Die Sommerferien beginnen für viele Menschen in NRW mit einer bösen Überraschung: An den Tankstellen wurden die Preise für Knabber-Nüsschen um fast 5 Prozent erhöht. Bis zu 1 Euro 60 kostet der Beutel normale Nüsschen. Das absurde daran: Normal-Nüsschen sind jetzt genauso teuer wie Super-Nüsschen (mit Teighülle). Die Kunden sind entsetzt und fragen sich: Können bald nur noch Reiche Nüsschen knabbern?

Viele Urlauber bleiben nun spontan zu Hause. Berufspendler dagegen haben gar keine Wahl. Einer von ihnen ist Stefan W. (32): „Ich fahre jeden Tag 50 Kilometer zu meiner Arbeit und abends wieder zurück. Dabei konsumiere ich auf jeder Strecke bis zu 2 Beutel Knabber-Nüsschen. Aber lange kann ich mir das nicht mehr leisten. Ich habe schon darüber nachgedacht, auf Erdnussflips umzusteigen, aber die sind ja mittlerweile genauso teuer. Außerdem kleben sie am Gaumen!“

Ganz Deutschland fragt sich: Wohin treibt die Preisspirale? Claudia Kemfert, Nüsschen-Expertin vom Deutschen Institut für Knabber-Forschung, hält sogar einen Preisanstieg auf bis zu 2 Euro für denkbar: „Jetzt hängt alles von der Organisation Knabber-Nüsschen produzierender Länder ab. Wenn die Roh-Nuss-Preise weiter ansteigen — dann hat sich‘s ausgeknabbert“, so Kemferts pessimistische Einschätzung.

Doch sie hat auch einen Tipp für die Kunden: „Ich selbst fahre zwei Mal die Woche zu einer Luxemburgischen Tankstelle. Aufgrund der niedrigeren Steuern sind Knabber-Nüsschen dort bis zu 10 Cent billiger. Mein Nachbar behauptet sogar, man könne bis zu 50 Prozent sparen, wenn man die Nüsschen statt an der Tankstelle lieber bei Plus oder Lidl kauft. Aber das ist mir dann doch zu abenteuerlich.“