Das Schöne an dieser BILDblog-Geschichte ist, dass sie nebenbei auch wieder das erfolgreiche ausländerfeindliche Blog »Politically Incorrect« bloßstellt — und in knappster Form zeigt, wie dessen Desinformation funktioniert.

Denn die Aussage, die sie Cem Özdemir zuschreiben, ist nicht nur falsch. Sie ist auch Unsinn, weil ein türkischstämmiger Bundeskanzler ebenso wenig seinen Amtseid »auf den Koran« ablegen wird wie bisherige deutschstämmige Bundeskanzler »auf die Bibel«. Aber sie genügt, um (mindestens fahrlässig unterstützt durch »Bild«) Hunderte Kommentatoren und Leser in ihrem Glauben zu bestärken, dass es mit Deutschland zuende geht.
So einfach funktioniert »Politically Incorrect«: Lügen + Ahnungslosigkeit = Hass.
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Weil sich der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), dafür ausgesprochen hat, die islamfeindliche Internetseite »Politically Incorrect« vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen, hat der Publizist und »Spiegel«-Autor Henryk M. Broder ihm einen Brief geschrieben. Er fragte ihn,
(…) ob sie den verfassungsschutz auch darum gebeten haben, websites wie z.b. »muslimmarkt.de« (http://www.muslim-markt.de/) zu beobachten, weil dort antisemitische propaganda betrieben wird.
Es entwickelte sich ein von beiden Seiten eher unentspannt wirkender E-Mail-Wechsel, den Broder auf der Internetseite »Die Achse des Guten« veröffentlicht hat. Edathy teilte Broder schließlich mit,
(…) dass meines Wissens die Internetseite http://www.muslim-markt.de vom Verfassungsschutz ausgewertet wird.
Er fügte als Post Scriptum, wie als Beleg, ausgerechnet einen Auszug aus dem Wikipedia-Eintrag zu »Muslim-Markt« hinzu, was Broder zu einer ironischen Replik veranlasste:
ich bin …
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Auch »Spiegel Online« berichtet heute darüber, dass sich das islamfeindliche Blog »Politically Incorrect« (PI) als Werbeplattform für die »Jewish Task Force« (JTF) zur Verfügung stellt. Der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), sagte laut »Spiegel Online«, bei »PI« finde man »Islamophobie extremster Sorte«; es würden gezielt »antidemokratische Stimmungen« bedient. Er regte eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz an.
Die JTF wird, wie berichtet, von dem verurteilten Bombenleger Victor Vancier alias Chaim Ben Pesach geleitet und stammt aus dem Umfeld terroristischer Organisationen. »Politically Incorrect« hat sich Vancier auch als Plattform für eine in jeder Hinsicht irreführende Stellungnahme zur Verfügung gestellt.
»Spiegel Online« berichtet, dass die JTF nach Angaben von »PI«-Gründer Stefan Herre (der allem Anschein nach immer noch für das inzwischen anonym …
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Philip Jenkins in der »Welt am Sonntag«: »Wie man Muslime islamisiert«.
(…) Gewiss, ein erheblicher Teil der Bevölkerung Europas stammt aus traditionell muslimischen Gesellschaften. Wahrscheinlich sind es etwa 24 Millionen insgesamt, 4,6 Prozent der europäischen Gesamtbevölkerung also. Wie viele sich religiös oder ethnisch in erster Linie als Muslime verstehen, wissen wir aber nicht. In jeder Gesellschaft stehen den Menschen viele Identitäten zur Wahl. Klasse, Kultur, Nationalität, Region, Rasse, Geschlecht, sexuelle Orientierung und Generationszugehörigkeit können dabei wichtiger sein als Religion. Nur weil sich viele Deutsche als Christen beschreiben, heißt das nicht, dass ihre religiöse Identität alle anderen Identitäten übertrumpfte. Das Gleiche gilt für Muslime. (…)
Um von ihren sozialen und politischen Ansichten erst gar nicht zu reden: Europas Muslime stehen für eine …
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Das ist eine interessante Werbung, die neuerdings links oben auf den Seiten des großen deutschen islamfeindlichen Blogs »Politically Incorrect« (PI) steht:

Ein Klick führt auf die Seiten der »Jewish Task Force« (JTF). Die Gruppierung kämpft aktuell unter dem Titel »Jews Against Obama« gegen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten (»Help Us Defeat The Black Muslim Nazi Presidential Candidate Barack Hussein Obama!«). In Obama sieht sie eine »Fünfte Kolonne«, die Amerikas und Israels Verteidigungswillen unterminieren will.
Obama ist nach der Überzeugung der JTF in Wahrheit Moslem — genau wie der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas aus der Werbung auf »PI«. Und der Islam ist für die JTF ein »verabscheuungswürdiger und rassistischer Todeskult«.
Was die JTF damit meint, wenn sie in ihrer …
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