KJM und RTL im konstruktiven Dialog zum Thema Jugendschutz bei DSDS
So lautete die Überschrift einer Pressemitteilung, die RTL gestern verschickte. Das ist die Art Satz, mit der früher gerne auch die »Aktuelle Kamera« im DDR-Fernsehen ihre Meldungen begann.
Der Sender verlautbart:
RTL hat in der Sitzung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) am 6. März die Gelegenheit erhalten, auf die Vorwürfe der Kommission zu »Deutschland sucht den Superstar« zu reagieren. »Die Gespräche mit der KJM sind sehr konstruktiv verlaufen«, so Dr. Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL. »Unabhängig von der juristischen Bewertung von ›Deutschland sucht den Superstar‹ durch die KJM ist das Thema Jugendschutz für uns von besonderer Bedeutung. Wir vertrauen darauf, dass es …
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Ich sehne mich nach Helmut Thoma. Das ist kein gutes Zeichen.
Ich sehne mich danach, dass irgendein deutscher Senderverantwortlicher etwas sagt, wofür man ihn lieben oder hassen kann. Der sich aus dem Fenster lehnt. Angreifbar macht. Okay, der letzte, der das getan hat, Marc Conrad, war nach 100 Tagen seine Stelle los.
Aber kann man diese Jobs wirklich ohne jede Leidenschaft machen? Ohne jede Vision? Ohne jeden Glauben an einzelne Programme? Ohne jeden Ehrgeiz, das Publikum für solche Sendungen zu begeistern? Ohne jeden Mut, eine Meinung zu haben, und sie auch zu äußern?
RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt hat in dieser Woche der »Süddeutschen Zeitung« ein Interview gegeben, und sie sagt darin: nichts. Okay, sie kündigt ein, zwei Fernsehfilm-Projekte an, aber der Inhalt dieses …
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Ich versuch das mal zurückhaltend zu formulieren: In den vergangenen Wochen hat die »Readers Edition« viel negative Aufmerksamkeit bekommen. Und die freundlichste Umschreibung für das, was da gerade passiert, ist wohl: Die »Readers Edition« befindet sich in einem schwierigen und schlecht organisierten Umbruch.
Da hat man als Unternehmen prinzipiell mehrere Möglichkeiten, mit der Situation umzugehen. Entweder man arbeitet jetzt mal still vor sich hin, und versucht durch Taten allmählich wieder Vertrauen zurückzugewinnen. Oder man macht es wie die »Readers Edition« und reißt stattdessen die Klappe richtig weit auf. Veröffentlicht zum Beispiel etwas, das sich »Readers Edition Vision« nennt und worin mantraartig ein einziger Anspruch wiederholt wird (Hervorhebungen von mir):
»Die Readers Edition (RE) wird in Phase II (und folgenden) …
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