Perpetuum Mobile

Am vergangenen Montag, 2. Januar, berichtete »Spiegel Online« exklusiv:

Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE telefonierte Wulff auch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Springer AG, Mathias Döpfner, um diesen zu bitten, bei Diekmann Einfluss zu nehmen. Doch der Konzernchef, in dessen Haus die »Bild« erscheint, soll ihm in knapper Form beschieden haben, sich nicht in die Belange der Redaktion einmischen zu wollen.

Der Springer-Verlag antwortete zunächst nicht auf eine Anfrage von SPIEGEL ONLINE, ob es ein Telefonat mit Döpfner gab. Am Nachmittag bestätigte dann der Verlag den Gesprächsversuch Wulffs mit dem Vorstandschef.

Was danach geschah:

dapd, 2. Januar, 16:14:

Wulff intervenierte auch bei Springer-Chef Döpfner wegen Artikel

(…) Wulff habe neben dem Chefredakteur der »Bild«-Zeitung, Kai Diekmann, auch beim Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, interveniert, …

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Vorsprung durch Technik

Keine Sorge, ich habe nicht vor, mich jetzt regelmäßig auch noch an der Fachwerbung der Medien abzuarbeiten. Ich hatte heute morgen nur lachen müssen, als ich auf turi2 diese nicht nur in dieser Woche ungewollt komische Werbung des »Spiegel« sah:

(Bitte beachten Sie auch den symbolischen Tiefenabstand zwischen dem »SPIEGEL«-Logo und der »DER REST«-Tapete.)

Jedenfalls stutzte ich, als die Anzeige umblätterte auf dieses Bild:

Ich fand den Vorsprung von 718.000 Lesern gegenüber 632.000 Lesern jetzt gar nicht so eindrucksvoll angesichts der dramatisch niedrigeren Auflage (und, zugegeben: Relevanz) des »Focus«. In Säulenform hingegen macht das schon was her.

Kein Wunder: Der »Spiegel«-Verlag hat getrickst. Er hat die »Focus«-Säule einfach kleiner dargestellt, als es den Zahlen entspräche — …

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»Meist gibt es Kaffee und Kuchen«

Heute spielen wir: »Rate das Magazin!« Die Regeln sind einfach: Ich zeige Ihnen eine Handvoll Stellen aus Zeitschriftenartikeln, und Sie müssen sagen, ob sie aus der »Bunten« oder aus dem »Spiegel« sind. Heute dreht sich alles um das Familienleben von Helmut Kohl. Und los:

A.

Drinnen spielen die Musiker der rheinland-pfälzischen Staatsphilharmonie Bach. Durch die Kirchenfenster bricht goldenes Licht. Dann betritt Walter Kohl die Kanzel; er erinnert an den Tod der Mutter, ihr langes Leiden. Er lobt die Arbeit ihrer Stiftung, die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes für Hirnverletzte. Seine Stimme klingt kupfern wie die Kirchenglocken.

B.

Die Bedingungen, die ihm seine Söhne für eine Aussöhnung stellen, sind kaum zu erfüllen. Sie verlangen, dass er die neue Frau an seiner Seite in …

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DSK: »Spiegel« beklagt Vorverurteilung

Ullrich Fichtner und Mathieu von Rohr schreiben im neuen »Spiegel« über die neuen Entwicklungen im Fall Dominique Strauss-Kahn:

Der Mann, der wochenlang zum Sexverbrecher gemacht wurde, ohne dass er schuldig gesprochen war, erschien am Freitag schon fast wieder rehabilitiert. (…)

Die Frage ist nun, was für die Öffentlichkeit schwerer wiegt: die unappetitlichen Details aus dem Leben des potentiellen Präsidentschaftskandidaten oder die Euphorie über die wiedergefundene Unschuld und das schlechte Gewissen über die massive Vorverurteilung.

Zum Sexverbrecher gemacht ohne Schuldspruch? Massiv vorverurteilt? Wer macht denn sowas?

Ullrich Fichtner und Dirk Kurbjuweit, »Spiegel«, 23. Mai 2011:

Strauss-Kahn ist nur der vorerst letzte in einer langen Kette gleichgestrickter Brüder, die an ihrer herausragenden gesellschaftlichen Stellung irre wurden, die alles Maß verloren und die machttrunken glaubten, die …

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Spiegel. Sex. Power. Bullshit.

Und damit herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe unseres Journalisten-Seminars »Lernen von den Profis«. Als Gastreferenten für das heutige Modul »Lockendrehen auf Glatze XXVI« konnten wir die »Spiegel«-Redakteure Ullrich Fichtner und Dirk Kurbjuweit gewinnen.

Stellen wir uns vor: Katastrophe in einem großen Nachrichtenmagazin. Kurz vor Redaktionsschluss ist die Titelgeschichte weggebrochen. Es bleibt nur eine halbe Stunde, um aus dem Nichts zehneinhalb Seiten zu füllen. Als Ersatztitelthema erwürfelt wird: der Absturz des Dominique Strauss-Kahn.

Und los! Die Zeit läuft.

1. Beginnen Sie mit Fakten. Irgendwelchen wahllosen Fakten. Das macht den Eindruck akribischer Recherche.

Rikers Island liegt im East River direkt in den Flugschneisen des New Yorker Airports La Guardia, die Tage auf der Gefängnisinsel beginnen und enden im Lärm sehr nahen Flugverkehrs, um 5 Uhr …

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