Das ist der Stoff, aus dem heute Medienaufreger sind: Vor vier Wochen ist in einem Filmbericht im Regionalfernsehen des Saarländischen Rundfunks für drei Sekunden klein der Name einer Pornoseite zu lesen gewesen. Auf einem Reiter (»Tab«) im Browser konnte man sehen, dass sie hinter der gezeigten Seite des Lebensmittelhändlers Rewe aufgerufen war.
»Sauereien auf Gebührenkosten«, nennt Holger Kreymeier das in der aktuellen Ausgabe seines Magazins fernsehkritik.tv. »Die Sau hat nebenbei auf […] herumgesurft. Unglaublich!«
Der österreichische »Standard« behauptet:
Ein Redakteur des Saarländischen Rundfunks (SR) wurde nun dabei ertappt, dass er sich während der Arbeitszeit Schmuddelfilme ansieht.
Der Branchendienst »kress« berichtet unter der Überschrift:
Auf […] erwischt:
SR-Bericht zeigt Journalisten bei der Arbeit
Der Artikel beginnt sarkastisch:
Es war bestimmt die Recherche im Internet-Porno-Milieu, …
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Bislang waren die Fotomontagen im MS-Paint-Stil, mit denen Peter Turi seine Medienlinkliste turi2.de illustriert, nur bizarr. Diese hier ist — bei aller berechtigten Empörung, dass Christoph Mohn an der Einstellung von Lycos Millionen verdient, während 500 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren — indiskutabel:

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Vorgestern Abend war dieser BILDblog-Eintrag der meistgeklickte Link bei turi2. Das ist eine feine Sache, denn turi2 ist ein Internetangebot, das nach Angaben von turi2 »werktäglich von 4.000 — 5.000 Medienmachern besucht« wird (genau genommen von Medienmachenlassern, denn turi2 sagt, es handele sich bei diesen Menschen um »Vorstände, Geschäftsführer, Verleger, Chefredakteure, Programmchefs, Online-Chefs, Marketingleiter«).
Zweimal täglich produziert turi2 Linklisten mit Nachrichten zu Medienthemen. Rund 50 Links stecken da jeweils drin. Und keiner davon wurde von den tausenden turi2-Lesern am Mittwochabend so häufig geklickt wie derjenige, der zu BILDblog führte.
Und wie oft wurde er geklickt? 43 mal.
Und am nächsten Tag: 42 mal.
Die Leute lesen turi2 also nicht, um auf diese Weise interessante Artikel zu finden; sie lesen …
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Kommen wir zu weiteren Antworten auf die beliebte Frage: »Wer glaubt schon, was in der ›Bild‹-Zeitung steht?«
Die Nachrichtenagentur AP glaubt es. Sie übernahm bekanntlich aus »Bild« die ebenso doofe wie falsche Behauptung, das »Gerangel um die Aust-Nachfolge … zieht offensichtlich auch die Auflage [des ›Spiegel‹] nach unten«, die »Bild« zufällig einfiel, nachdem der »Spiegel« über den Auflagenrückgang von »Bild« berichtete.
Die »taz« glaubt es auch. Sie ließ die Quelle »Bild« weg, machte sich die Interpretation aber zu eigen und vermeldete sie sogar unter der Überschrift »Nach Posse um Chefredaktion / »Spiegel«-Verkauf bricht ein«:
(…) Die Einzelverkäufe sind im vierten Quartal 2007 auf 337.500 Exemplare gesunken. (…) Ein Einbruch von fast 20 Prozent und das schlechteste Ergebnis seit 2003. Möglicherweise …
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