Christopher Lauer zieht mit seiner Nabelschau um

Wenn ich all meine Tweets in einer ein­zi­gen Zeile hin­ter­ein­an­der aus­dru­cken würde, wäre der Text so lang wie der Metro­po­li­tan Live Tower in New York hoch. Mit der schlech­ten Ener­gie, die meine Time­line an einem Tag pro­du­ziert, ließe sich der Strom­be­darf einer mitt­le­ren Klein­stadt in Süd­hes­sen decken. Wenn ich immer statt zu twit­tern gespült hätte, wäre ich heute Ehren­bür­ger von Villabajo.

Das wäre also unge­fähr meine Bilanz.

Die von Chris­to­pher Lauer, dem Frak­ti­ons­chef der Pira­ten im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus, steht heute in der »Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung« und funk­tio­niert ähnlich.

Er habe in den ver­gan­ge­nen drei­ein­halb Jah­ren »166 Acht-Stunden-Arbeitstage« auf Twit­ter ver­bracht, rech­net er vor, und den Gegen­wert von 800 mit­tel­lan­gen Gast­bei­trä­gen in der Zei­tung ver­fasst. Das soll wohl scho­ckie­rend klin­gen, wobei er lei­der die ent­schei­den­den Fra­gen offen lässt, was er in die­ser Zeit hätte Sinn­vol­le­res tun kön­nen anstatt auf Twit­ter rum­zu­hän­gen oder wer diese 800 mit­tel­lan­gen Gast­bei­träge von ihm hätte lesen wollen.

Jeden­falls gehe das so nicht wei­ter, schreibt Lauer, und er werde die­ses Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mi­tel nicht mehr nut­zen: »Twit­ter ist für mich gestorben.«

Es ist nicht ganz klar, warum für exakt diese Infor­ma­tion nun nicht ein Tweet gereicht hätte, son­dern offen­bar ein mit­tel­lan­ger Gast­bei­trag in der FAZ nötig war, ins­be­son­dere da Lauer bei der Gele­gen­heit ganz nütz­li­che Fra­gen pos­tu­liert, die der Redu­zie­rung des welt­wei­ten Laber­auf­kom­mens die­nen könnten:

Ist es zu viel ver­langt, dass sich alle, egal, in wel­cher Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form, vor­her fol­gende drei Fra­gen stel­len: Muss es gesagt wer­den? Muss es jetzt gesagt wer­den? Muss es jetzt von mir gesagt wer­den? Und: Wel­cher Mehr­wert ent­steht denn durch diese per­ma­nente Nabel­schau auf Twit­ter kon­kret und für wen?

Ent­we­der fie­len Chris­to­pher Lau­ers Ant­wor­ten auf diese drei Fra­gen, die man sich an vier Fin­gern einer Hand abzäh­len kann, sehr über­ra­schend aus. (Ich hätte sie jeden­falls an sei­ner Stelle vor dem Ver­fas­sen des Arti­kels beant­wor­tet mit: nein, nein, nein und: »Ach, aber in der FAZ?«) Womög­lich beant­wor­tet er aber auch nur schon die ein­lei­tende Frage, ob es zuviel ver­langt ist, sich diese Fra­gen zu stel­len, per­sön­lich mit einem ent­schie­de­nen: Ja.

Er beklagt, dass Twit­ter seine Kom­mu­ni­ka­tion zer­fa­sere, und dass vie­les von dem, was er da so ver­öf­fent­licht, an den Emp­fän­gern bloß vor­bei­rauscht. Er beschreibt das, als wäre es ein Nach­teil, dabei macht gerade sein FAZ-Stück deut­lich, wie sehr es einen Vor­teil dar­stellt: Von den Tweets, die den Gegen­wert die­ses mit­tel­lan­gen Gast­bei­tra­ges in der FAZ aus­ma­chen, hät­ten die Men­schen nur einen Bruch­teil mit­be­kom­men, die meis­ten hät­ten das meiste ver­passt und das wäre gut gewe­sen für die Men­schen und für ihr Bild von Chris­to­pher Lauer.

Er hat ja recht, dass es ein Pro­blem ist, wie sich die Medien auf jeden zusam­men­hangs­los hin­ge­wor­fe­nen Tweet stür­zen, um dar­aus eine Schlag­zeile oder eine neue, auf­re­gende Geschichte zu machen. Aber nach dem mit­tel­lan­gen Gast­bei­trag in der FAZ zu urtei­len, scheint das grö­ßere Pro­blem im kon­kre­ten Fall doch eher nicht das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel zu sein, son­dern der Mensch, der es benutzt.

Lauer jam­mert, dass er sich durch die Nut­zung von Twit­ter in »ein Men­schen– und Gesell­schafts­bild pres­sen lässt«, in dem es ein Wert ist, »unbe­darft jeden Gedan­ken, der ver­meint­lich in 140 Zei­chen passt, in die Welt zu bla­sen«. Als sei die Unbe­darft­heit eine Pflicht und als ver­liere sie ihren Schre­cken, wenn sie sich nicht in 140 Zei­chen auf Twit­ter, son­dern in zwei Spal­ten in der FAZ ausdrückt.

Oder in Fern­seh­talk­shows wie »Mar­kus Lanz«, die für ihn offen­bar nicht »gestor­ben« sind — weil er dort ja ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum erreicht.

Selbst wenn ihm alle deutsch­spra­chi­gen Twitter-Nutzer fol­gen wür­den, rech­net Lauer sich und uns vor, wären das viel viel weni­ger, als Barack Obama oder Jus­tin Bie­ber fol­gen. Ich fürchte, er meint er das ernst­haft als Indiz für die Sinn­lo­sig­keit des Twit­terns an sich. Ach, hätte er doch bloß get­wit­tert: »34 Mio Fol­lo­wer für Jus­tin Bie­ber, aber nur 800.000 deut­sche Twitter-Nutzer! #krass«, es wäre ein klei­nes, ange­mes­se­nes Ffft im gro­ßen Grund­rau­schen geblieben.

Es ist eine tra­gi­sche Kapi­tu­la­tion, die Lauer da in die Zei­tung get­wit­tert hat, als jemand, der es nicht geschafft hat, einen sinn­vol­len Umgang mit einer neuen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form zu fin­den. Er hat das Gefühl, nicht Twit­ter zu benut­zen, son­dern von Twit­ter benutzt zu wer­den. Das geht sicher vie­len so, dass sie sich von den neuen Mög­lich­kei­ten der Kom­mu­ni­ka­tion über­for­dert und fremd­be­stimmt füh­len, aber wie trau­rig ist es, aus dem eige­nen Schei­tern eine sol­che öffent­li­che Demons­tra­tion von Selbst­mit­leid und Pro­jek­tion zu machen? Lauer nimmt seine eigene Unfä­hig­keit zum Beleg für die Untaug­lich­keit des Mediums.

Twit­ter ist sicher nicht mein liebs­tes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel. Ich tue mich schwer mit der Kürze und mit vie­len Mecha­nis­men, die die­ses Medium pro­vo­ziert. Aber ich habe — wie zig­tau­sende andere — ent­deckt, wie ich es für mich sinn­voll nut­zen kann, so dass es eine Berei­che­rung ist und keine Belästigung.

Über die nega­ti­ven Fol­gen, die diese Art der Kom­mu­ni­ka­tion für den öffent­li­chen Dis­kurs hat, kön­nen wir gerne dis­ku­tie­ren — aber viel­leicht nicht mit einem Pira­ten, der noch nicht ein­mal den Umgang mit der immer­hin fast 15 Jahre älte­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form der Text­nach­richt gemeis­tert hat.

Weiß eigent­lich jemand, ob für Lauer auch die SMS gestor­ben ist?

Kommt’n Meteorologe in’n Knast…

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob Twit­ter die Men­schen doof macht oder nur ohne­hin vor­han­dene Doofheit sicht­bar. Aber als heute bekannt wurde, dass der Fernseh-Wettermann Jörg Kachel­mann unter dem Ver­dacht ver­haf­tet wurde, eine Frau ver­ge­wal­tigt zu haben, scheint das der Start­schuss zu einem Twitter-Witzewettbewerb zu den lus­ti­gen The­men »Wet­ter« und »Ver­ge­wal­ti­gung« gewe­sen zu sein, frei nach dem alten »Der Preis ist heiß«-Motto: aber nicht überbieten.

Und als wäre es nicht genug, dass das Thema so witz­un­taug­lich, das Iden­ti­fi­zie­ren des Ver­däch­ti­gen durch sämt­li­che Medien so zwei­fel­haft und die Unschulds­ver­mu­tung so ver­ges­sen scheint — die Sprü­che, an denen sich die Westentaschen-Harald-Schmidts auf­gei­len, sind auch noch von erbärm­li­cher Unlustigkeit:










Die­ser Idiot hier konnte gar nicht wie­der auf­hö­ren:


Das hier ist ARD-Moderator Den­nis Wilms (»W wie wit­zig Wis­sen«):

Und das hier der erfri­schende Humor der Koblen­zer »Rhein-Zeitung«:

Den Son­der­preis für den dümms­ten Tweet zum Thema könnte aller­dings diese Frau gewon­nen haben:

[Nachtrag/Offenlegung: Jörg Kachel­mann hat für mein Blog schon ein­mal einen Gast­bei­trag ver­öf­fent­licht, ebenso für BILD­blog.]

Nach­trag, 20.49 Uhr: Den­nis Wilms twit­tert:

#Nig­ge­meier macht auf Mora­list und bekämpft die Dyna­mik, der er seine Bröt­chen ver­dankt. Wer Twit­ter jour­na­lis­tisch betrach­tet amü­siert mich

Sicher­heits­hal­ber hat er aber sei­nen ursprüng­li­chen Tweet gelöscht.

Elende Twitzbolde

Ist es nicht immer wie­der rüh­rend zu sehen, wie sehr sich die Leute von »Bild« freuen, wenn mal einer ande­ren Zei­tung ein Feh­ler pas­siert und nicht immer nur ihnen?

Ges­tern ist mein »FAZ«-Kollege Michael Han­feld in einer klei­nen Rand­no­tiz auf den fal­schen »Harald Schmidt« auf Twit­ter rein­ge­fal­len, und wenn ich die »Ver­lie­rer des Tages«-Meldung in der »Bild«-Zeitung heute rich­tig inter­pre­tiere, hätte ihr das schon des­halb nicht pas­sie­ren kön­nen, weil sie an der Exis­tenz von Twit­ter ins­ge­samt zweifelt.

Es ist aber auch ein Elend mit die­sem »ver­meint­li­chen Blogging-Dienst« (»Bild«). Neh­men wir nur den Scherz­bold, der sich da als Peter Slo­ter­dijk aus­gibt. Nach der Pre­miere der ZDF-Sendung »Die Vor­le­ser« twit­terte er über den neuen Mode­ra­tor und »Zeit«-Redakteur Ijoma Mangold:

Minusvisionen (!)

Die Authen­ti­zi­tät die­ser Wort­mel­dung zu über­prü­fen, ist eine nur mit­tel­an­spruchs­volle Auf­gabe. Man hätte zum Bei­spiel die­sen Tweet fin­den kön­nen, in dem der Account als Fake bezeich­net wird, hätte sich dann aber mög­li­cher­weise in dem logi­schen Laby­rinth ver­lau­fen, ob man mit Hilfe eines Tweets bewei­sen kann, dass man Tweets nicht trauen darf (vgl. Kreta). Alter­na­tiv hätte eine kurze Nach­frage bei der Staat­li­chen Hoch­schule für Gestal­tung Karls­ruhe gehol­fen, deren Pres­se­stelle inner­halb von Minu­ten bestä­tigt: Nein, hin­ter @PeterSloterdijk steckt nicht der bekannte Phi­lo­soph Peter Sloterdijk.

»Welt am Sonntag«-Mitarbeiter Joa­chim Bes­sing jedoch nutzte die Woche Recher­che­zeit, die ihm theo­re­tisch zur Ver­fü­gung stand, für keine die­ser Mög­lich­kei­ten, son­dern kon­fron­tierte statt­des­sen den ech­ten Man­gold mit der ver­meint­li­chen Kri­tik des fal­schen Slo­ter­dijk, und brachte also fol­gende Mel­dung:

Peter Slo­ter­dijk sieht schwarz für »Die Vorleser«

(…) Peter Slo­ter­dijk äußerte sich unum­wun­den auf Twit­ter: »Minus­vi­sio­nen (!) »Die Vor­le­ser« im ZDF: Gebe Herrn Man­gold noch max. 2 Sen­dun­gen …« schrieb er. Twit­ter ist nicht die Welt des Mode­ra­tors und »Zeit«-Feuilletonisten Ijoma Man­gold und so bekam er auch nichts von der har­schen Kri­tik des Phi­lo­so­phen mit: »Herr Slo­ter­dijk hat ja sel­ber eine Sen­dung beim ZDF. Inso­fern hat er bestimmt einen guten Blick dafür, wie Sen­dun­gen ver­folgt wer­den und wann sie wie funktionieren.«

Damit ist zwar neben­bei auch die Frage beant­wor­tet, ob Twit­ter die Welt des Joa­chim Bes­sing ist, aber man muss ihm mil­dernde Umstände zuge­ste­hen. Zu den­je­ni­gen, die den fal­schen Slo­ter­dijk für den ech­ten hal­ten, gehört näm­lich auch: Slo­ter­di­jks Ver­lag. Auf der ent­spre­chen­den Autoren-Seite von Diede­richs (Ran­dom House) ist der fal­sche Account fröh­lich ver­linkt unter der Zeile: »Aktu­el­les von Peter Sloterdijk«.

Nach­trag, 30. Juli. Der Ver­lag hat den Link entfernt.

Twitter macht Journalisten stumm

Vor zwei Wochen ging die Falsch­mel­dung um die Welt, ame­ri­ka­ni­sche Wis­sen­schaft­ler hät­ten her­aus­ge­fun­den, dass Face­book und Twit­ter ihre Nut­zer unmo­ra­lisch machen. In Wahr­heit behaup­tete die Stu­die nichts der­glei­chen; soziale Netz­werke waren nicht ein­mal ihr Thema. Wir berich­te­ten auf BILDblog.

Doch die fast sys­te­ma­ti­sche Ver­brei­tung sol­chen Unsinns ist nur die halbe Geschichte. Die andere ist die, wie Medien rea­gie­ren, wenn man sie auf ihre Feh­ler auf­merk­sam macht.

»Focus Online« ver­mied eine Berich­ti­gung, ergänzte die Mel­dung aber um eine »Anmer­kung der Redak­tion«, der Arti­kel sei »in die Kri­tik« gera­ten. Plötz­lich erfuh­ren die Leser auch, dass es sich nicht um einen Eigen­be­richt, son­dern eine »Mel­dung der Fach­agen­tur Medi­cal Press« han­delte. Komi­scher­weise fin­den man­che Medien das nur erwäh­nens­wert, wenn ein Feh­ler pas­siert ist.

Aber es stimmt ja: Die Mel­dung stammt von Medi­cal Press, einem Ange­bot der Glo­bal Press Nachrichten-Agentur und Infor­ma­ti­ons­dienste GmbH (glp). Ich schrieb der Auto­rin des Stücks eine Mail und fragte sie, ob sie den Feh­ler berich­ti­gen könne. Die Redak­teu­rin bedankte sich für den Hin­weis und ver­sprach, die Sache zu prüfen.

Danach pas­sierte: nichts. Wenn Sie wol­len, kön­nen Sie die Mel­dung immer noch von Medi­cal Press bezie­hen, zum Ein­zel­preis von 99 Cent, was ich rela­tiv viel Geld finde für eine Mel­dung, die ers­tens über­all kos­ten­los zu lesen ist und zwei­tens falsch.

Ein andere Agen­tur, die dafür ver­ant­wort­lich ist, dass der Facebook-macht-unmoralisch-Mythos weite Ver­brei­tung in den Medien fand, heißt Pres­se­text (pte). Ich schrieb dem ange­ge­be­nen Redak­teur. Als ich keine Ant­wort bekam, fragte ich beim Chef vom Dienst nach. Der ant­wor­tete mir, dass Pres­se­text »im Nor­mal­fall« äußerst sorg­fäl­tig arbeite und — »in dem Maße, wie es das Inter­net­zeit­al­ter auf­grund der Schnel­lig­keit der Bran­che eben erlaubt« –, immer nach­re­cher­chiere. Der Redak­teur sei zur Zeit nicht da, sobald er wie­der im Büro sei, werde er der Sache aber nachgehen.

Das ist zwei Wochen her. Die Pressetext-Meldung ist unver­än­dert online.

Aber die bei­den Agen­tu­ren haben den Feh­ler ver­mut­lich nur irgendwo abge­schrie­ben und bloß fahr­läs­sig ver­brei­tet. Was der Online-Auftritt des »Tages­an­zei­ger« gemacht hat, hat eine andere Qua­li­tät. Er scheint damals die Begriffe »Face­book« und »Twit­ter« ein­fach in das Zitat einer Wis­sen­schaft­le­rin ein­ge­fügt zu haben, damit es zur (fal­schen) Mel­dung über ihre Stu­die passt (nähe­res im BILDblog-Eintrag).

Ich habe Reto Kno­bel, dem Autor des Arti­kels, eine Mail geschickt und gefragt, ob er mir eine Quelle für sein Zitat nen­nen kann. Ich habe keine Ant­wort bekom­men. Aller­dings ver­schwan­den die Begriffe »Face­book« und »Twit­ter« aus dem wört­li­chen Zitat. Die fal­sche Gesamt­aus­sage des Arti­kels blieb unver­än­dert. Ich habe dar­auf­hin bei Chef­re­dak­teur Peter Wälty nach­ge­fragt, ob es Poli­tik von tagesanzeiger.ch sei, sol­che Feh­ler nicht zu kor­ri­gie­ren. Ich habe keine Ant­wort bekom­men. Schließ­lich ver­suchte ich es noch unter ange­ge­be­nen all­ge­mei­nen Kon­takt­adresse von tagesanzeiger.ch. Ohne Erfolg.

Der Online-Auftritt der über­re­gio­na­len Zür­cher Zei­tung »Tages­an­zei­ger« hält an sei­ner fal­schen Dar­stel­lung fest und sieht keine Not­wen­dig­keit, sich zum Vor­wurf der Zitat­fäl­schung zu äußern.

[Ich weiß, dass ich auf­hö­ren muss, Leute mit sol­chen E-Mails zu ver­fol­gen, bevor das stal­ker­hafte Züge annimmt. Ich kann nur immer noch nicht glau­ben, wie egal es man­chen Jour­na­lis­ten zu sein scheint, ob das stimmt, was sie schrei­ben. Und wie unfä­hig viele Medien sind, mit der schlich­ten und unver­meid­li­chen Tat­sa­che umzu­ge­hen, dass ihnen Feh­ler passieren.]

»Welt kompakt«, Fanclub für Prügelvideos

Der Kol­lege Det­lef Bor­chers nennt Twit­ter ein »nicht-journalistisches For­mat«. Ich glaube, das ist eine Untertreibung.

Der »Guar­dian« hat ein Video ver­öf­fent­licht, das zeigt, wie der Pas­sant, der wäh­rend der G20-Demonstration in Lon­don ums Leben kam, kurz zuvor von Poli­zis­ten ange­grif­fen wurde. Die »Welt kom­pakt« hat es in ihr Facebook-Profil gestellt und wirbt dafür auf Twit­ter so:

[via »frei­wild« in den Kom­men­ta­ren]

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