Heute verrät Chefredakteur Ulrich Reitz den Lesern der »Westdeutschen Allgemeinen Zeitung« exklusiv den Beginn des Journalistengesetzbuchs. Er tut das, weil sich offenbar Leute darüber beschwert haben, dass die WAZ am Mittwoch — ausgerechnet vor einem wichtigen Champions-League-Spiel — gemeldet hatte, der FC Schalke 04 werde sich von Trainer Felix Magath trennen. Dadurch hätte die Zeitung den Erfolg der Mannschaft gefährdet.
Reitz hätte es dabei belassen können, einfach zu antworten, dass eine Zeitung keine »Fan-Postille« sei und kein »Wohlfühl-Blatt«. Aber er nutzte die Gelegenheit, ein ganz großes Fass aufzumachen:
Für uns Medienleute gibt es einen Paragrafen eins, der lautet: Eine Nachricht ist eine Nachricht ist eine Nachricht. Paragraf zwei heißt: Du darfst die Veröffentlichung einer Nachricht nie abhängig machen von den …
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Quelle: »Bild«, 17.04.2009
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Auf die Nachrichtenagentur dpa könne man super verzichten, hat Ulrich Reitz, Chefredakteur der »Westdeutschen Allgemeinen Zeitung«, gesagt. Im Sparwahn hat er dafür gesorgt, dass die »WAZ« und ihre Schwesterblätter sowie der Online-Ableger DerWesten dpa gekündigt haben. Im Zweifelsfall könne man dpa-Informationen ja einfach irgendwo anders im Netz abschreiben, deutete Reitz relativ unverhohlen an und fügte hinzu: »Vielleicht ist das ein Stück weit die neue Welt.«
Wie das konkret geht, kann man an diesem Abend bei der Nachricht sehen, dass das Kaufhaus Hertie 19 Filialen schließen will. dpa meldete das um 18.10 Uhr und nannte wenige Minuten später bereits die betroffenen Städte, von denen die meisten im Einzugsbereich der »WAZ« liegen.
Wer den Fehler machte, sich darüber bei DerWesten informieren zu …
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Die sind lustig, bei der »WAZ«.
Letzte Woche rief ja der Herr Binder bei mir an, der neue Unternehmenssprecher, und sagte, ich könne jetzt aufhören, die »WAZ« zu »schlagen«: Sie hätten die Falschmeldung von der G8-Randale längst berichtigt. Auf waz.de. Als ich ihm sagte, dass das, was da steht, keine Berichtigung, sondern eine Verschlimmbesserung ist, weil das Zitat nicht stimmt, beendete er schnell das Gespräch und sagte, da müsse sich Frau Fischer (der Autorin des Textes mit der Falschmeldung) noch einmal drum kümmern.
Ich habe danach nichts mehr von ihm gehört. Die »Korrektur« mit dem falschen Zitat steht unverändert da.
Am 8. Juni schon hatte ich in der Sache auch eine Mail an Ulrich Reitz geschickt, den Chefredakteur der »WAZ«. Ich fragte …
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