Als sie kamen, um die Kekse zu holen…

Vielleicht überlegen Sie sich vorab schon mal, ob ihnen ein treffender Vergleich einfällt: Falls eine regionale niederländische Gebäck-Spezialität namens »Judenkuchen« nicht mehr verkauft wird, dann ist das wie…?

Aber arbeiten wir uns zunächst an den Tatsachen ab. Der faktische Kern der Geschichte scheint der folgende zu sein: Der »Welt«-Autor Henryk M. Broder hat neulich am Amsterdamer Flughafen plötzlich keine »Jodekoeke« (Judenkuchen) mehr bekommen. Er hat eine Verkäuferin gefragt, woran das liegt. Die konnte ihm das aber nicht sagen. Ende der Recherche.

Und Anfang einer weiteren Folge des Großen Fortsetzungsromans über den Fluch der »Political Correctness«. Denn an der, weiß Broder, muss es liegen. Die Niederländer würden nämlich gerade diskutieren, schreibt er in der »Welt«, ob sich ihre Regierung dafür entschuldigen sollte, …

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Dschungel-Journalismus aus erster Hand

Immer mittags verschickt RTL in diesen Tagen eine Pressemitteilung, in der (mit einer Sperrfrist bis nach der Sendung) steht, was am vergangenen Tag im Dschungelcamp passiert ist und am späten Abend im Fernsehen gezeigt werden wird. Das ist ein Angebot, das von einem Qualitätsmedium wie welt.de für die eigene, äh, Nachberichterstattung natürlich dankbar angenommen wird.
 

RTL-Pressemitteilung Welt.de-Artikel
Indira Weis und Mathieu Carrière müssen zur ersten Dschungelprüfung antreten. (…) Dirk Bach: »Die gute Nachricht: Ihr müsst nichts Unangenehmes essen. Die schlechte Nachricht: Ihr müsst etwas Unangenehmes in den Mund nehmen«. Indira Weis und Mathieu Carrière mussten zur ersten Urwald-Prüfung antreten. »Die gute Nachricht: Ihr müsst nichts Unangenehmes essen. Die schlechte Nachricht: Ihr müsst etwas Unangenehmes in den Mund nehmen«, …

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Supr-Symbolfotos

Vielleicht sollte ich ernsthaft ins Super-Symbolfoto-Geschäft einsteigen. Die Investitionen halten sich in Grenzen (für den Anfang: eine Kamera und ein Scrabble-Spiel), und anspruchslosere Kunden als unsere Online-Medien sind ja kaum vorstellbar.

»Welt Online«:

n-tv.de:

(Es gibt übrigens auch eine ähnlich sinnlose, aber richtig buchstabierte Variante, bei der ist aber leider nur ein »U« übrig.)

[eingesandt von Matthias Breitinger]

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Glück im Unglück

Bild.de:

»Welt Online«:

(Keine Ahnung, wie das jetzt wieder kommt. Die Original-Überschrift der Agentur lautet nämlich anscheinend: »Mit Auto gegen Baum — tot«.)

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Wie »Welt Online« andere Medien ausbeutet

Christian Stöcker hat auf »Spiegel Online« einen ziemlich schlecht gelaunten Artikel über Google News veröffentlicht. Er ärgert sich darüber, dass Google bei seiner News-Suche nicht mehr nur auf die Online-Medien verlinkt, sondern zunehmend gleich auf die Agenturenmeldungen selbst, die nun auf von Google vermarkteten Seiten veröffentlicht werden. Bei der Berechnung dessen, was wichtig sei, greife Google aber auf die redaktionelle Arbeit der anderen Medien zurück, weshalb Stöcker steil titelt: »Wie Google News Redaktionen ausbeutet«.

Das wäre eine ziemlich indirekte Form der Ausbeutung. Es geht viel direkter. Die Suchmaschinenprofis von »Welt Online« zeigen, wie.

Auf jeder »Welt Online«-Seite findet sich abgelegen rechts unten eine Rubrik namens »Zweite Meinung«, in der automatisch die aktuellen Nachrichtenfeeds verschiedener Online-Medien einlaufen. Das wurde beim großen Relaunch …

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