„WamS“ macht sich zum Komplizen des DFB

Ralf Köttker, Sportredakteur der „Welt“ mit berühmter Frau, hat sich in den Dienst der Desinformationskampagne des DFB und seines Präsidenten Theo Zwanziger gestellt. In einem Interview (inzwischen nur noch gekürzt online) in der heutigen „Welt am Sonntag“ heißt es:

Sie selbst haben auch ein Zeichen gesetzt und sich juristisch gewehrt, weil Sie in einem Internet-Blog als „unglaublicher Demagoge“ bezeichnet wurden. War das nötig?

Zwanziger: Wer mein Engagement gegen Rechtextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung verfolgt, der wird dafür Verständnis haben. Ich bin nicht empfindlich, wenn ich sachlich kritisiert werde. Aber ich wehre mich auch entschieden, wenn ich mit Unwahrheiten und Unterstellungen in ein falsches Licht gerückt werde. Die massive Kampagne dieses Journalisten, der mich in die Nähe eines Volksverhetzers im strafrechtlichen Sinne gerückt hat, hat mich tief getroffen. Hier wurde meine persönliche Ehre bewusst verletzt, da gibt es bei mir keine Kompromisse.

Hand in Hand führen Köttker und Zwanziger die Öffentlichkeit in die Irre: Welcher Leser würde ahnen, dass Köttkers Aussage „Sie haben sich juristisch gewehrt“ eine Kurzform sein muss für: „Sie haben vergeblich versucht, sich juristisch zu wehren.“ Welcher Leser würde aus Köttkers Frage „War das nötig?“ nicht fälschlicherweise schließen, dass Zwanziger erfolgreich war? Und wer käme nach dem Lesen des Interviews darauf, dass zwei Berliner Gerichte einstweilig zu dem Ergebnis kamen, von einer Herabsetzung Zwanzigers jenseits zulässiger polemischer Kritik könne keine Rede sein und er sei nicht in die Nähe eines Volksverhetzers im strafrechtlichen Sinne gerückt worden?

Ich kenne Herrn Köttker nicht. Ich kann deshalb nicht spekulieren, ob es Ahnungslosigkeit oder Kalkül ist, das ihn zum Komplizen des DFB in seinem Kampf gegen die Wahrheit werden lässt. Ich weiß nicht einmal, was ich schlimmer fände.

66 Replies to “„WamS“ macht sich zum Komplizen des DFB”

  1. Na, dass der Springer-Verlag da mitmacht, hätte man auch ahnen können. Spätestens morgen steht das auch in der „Bild“, da verwette ich meinen Kugelschreiber drauf!

  2. Zitat Niggemeier: „Welcher Leser würde aus Köttkers Frage „War das nötig?” nicht fälschlicherweise schließen, dass Zwanziger erfolgreich war?“
    Nun ja, Neun Neuntel zum Beispiel. Man kann „war das nötig?“ durchaus auch als „Überflüssigeres ist Ihnen nicht eingefallen zu tun?“ interpretieren.
    Überdies würde in einer solchen Berichterstattung ja doch auch mal interessieren, wo im Interview entsprechender Absatz positioniert war. An was genau die Frage also anknüpft – und Sie knüpft ja offensichtlich an etwas an.

  3. @Neun Neuntel: Die vorhergehende Frage/Antwort:

    Abschreckung ist eine andere Option. Der DFB hat Dortmunds Robert Kovac wegen Schiedsrichterbeleidigung zwei Spiele gesperrt und zu 15 000 Euro Strafe verurteilt, Trainer Klopp musste 12 000 Euro zahlen. Ist das ein Signal?

    Zwanziger: Das ist ein klares Zeichen unseres Kontrollausschusses und Sportgerichts. Wenn sich einige nicht belehren lassen, wird es im Rahmen unserer Möglichkeiten deutliche Strafen geben. Bei aller Emotionalität, die den Fußball ausmacht, wollen wir solche Szenen wie in den vergangenen Wochen nicht mehr sehen.

  4. @Stefan

    Kleiner Grammatikfehler: „Und wer käme nach dem Lesen des Interviews darauf, dass zwei Berliner Gerichte einstweilig zu dem Ergebnis kam…“

    Ansonsten wäre ich bei Springer nur von einer anderen Entwicklung überrascht.

    Aber es gibt ja die FAS, die das Thema womöglich in ihrer nächsten Ausgabe rückblickend aufgreift… Gell? ;-)

  5. Im Zusammenhang mit der Antwort davor wird das „Zeichen gesetzt“ ja noch besser. Bedauerlich, dass Zwanziger nun doch einen „Kompromiss“ machen musste (das, was der DFB darunter versteht, kann man sich ja mal merken) und statt dritte Klage einzureichen ein PM ausreicht („deutliche Strafe“).
    Fan- und Bücklingsjournalismus at it’s best. Pech für den DFB, dass die Causa Weinreich nicht unter die Sportgerichtsbarkeit fällt.

  6. Der Kommentar von Neun Neuntel ist herrlich. Wer bei der Mengenlehre aufgepasst hat, versteht unter: „Wie viele verstehen das falsch“ mit der Antwort „Neun Neuntel“ nämlich „Alle“

    :-D

  7. @Stefan (12)

    Heißt das, dass Kommentare unter Pseudonym hier seitens des Seitenbetreibers missbilligt werden?

  8. @Richard: Nicht in jedem Fall. Aber Herr Neun Neuntel hat hier schon einmal als Acht Achtel Hausverbot bekommen. (Falls es sich um den gleichen handelt, wofür einiges spricht. Aber man weiß das ja nicht, wenn man mit Leuten diskutiert, die sich lustig bemalte Sturmhauben aufsetzen und dann anfangen rumzupöbeln.)

  9. # 11: Zugegeben, ich verstehe es nicht: Neun Neuntel gleich alle? Normalerweise denkt man bei Neun Neuntel wohl eher an einen Bruch, und das gibt ein Ganzes. Oder 1.
    #12: Verstehe die Schwere hinter einem Pseudonym jetzt auch nicht. Überdies, das können Sie mir glauben, ist es weniger lächerlich, sich hinter einem Pseudonym „zu verbergen“ (Ihre Interpretation), als unter richtigem Namen und ohne dabei rot zu werden lächerliche Blogeinträge zu verfassen wie http://www.stefan-niggemeier.de/blog/zeitung-sueddeutsche/ abzusetzen.
    Hoffentlich sind Sie mir jetzt nicht böse, weil ich auf einen von Ihnen verfassten Blog verlinkt habe. Das tun Sie doch sonst so gerne.

    Schreibt man im Internet neuerdings nicht mehr unter Pseudonym? Gibt es da schon ein lex niggemeier?

  10. @17: Tut’s eigentlich schon weh?

    Was stellt die 1 in der Mengenlehre da?

    9 Teile vom Kuchen mit 9 Stücken – wie viel fehlt dann vom Kuchen?

    Ich lass‘ das füttern jetzt aber :-)

  11. Herr Niggemeier, was bringt der Link zu Frau Koettker in diesem Zusammenhang? Ein peinlicher Hinweis, der Sie disqualifiziert.

  12. Herr Niggemeier, was bringt der Link zu Frau Koettker in Ihrer Argumentation?Nichts. Ein peinlicher Hinweis, der Sie disqualifiziert.

  13. War ja klar… Da lässt man ein klein wenig Trollfutter liegen und schon kommen sie aus allen Ecken…

    „sobrav“ hier hast Du Deine Ohrmarke, wir haben Dein Gewicht notiert und wenn Du das nächste mal (in einem Jahr etwa, wenn Du aus dem Überwinterungsgebiet zurück bist), erkennen wiR Dich sofort. Versprochen.

    So jetzt husch husch, der 9/9 flattert schon im Rest des ganzen Schwarms ums Haus :-)

  14. Ich tippe auf Ahnungs- bzw. Gedankenlosigkeit. Richtig verstehen werden das ohne weitere Hintergrundinformationen tatsächlich nur 0 von 100 Lesern – aber ob das überhaupt bei irgendjemanden, der von der Geschichte bis jetzt noch nichts gehört hat hängenbleibt?

    Überhaupt, wer außer den Kollegen liest schon Interviews im Sportteil…

  15. 9/9 = 1 Das ist Bruchrechnen und hat mit Mengenlehre nix zu tun (bin Mathematiker, Diskussion sinnlos) – immer witzig wenn Oberlehrer danebenliegen…

  16. @MH:

    Noch witziger ist es allerdings, wenn Oberlehrer, die vermeintliche Oberlehrer korrigieren und sich als unantasbar darstellen, danebenliegen.

    Welcher Leser würde aus Köttkers Frage „War das nötig?” nicht fälschlicherweise schließen, dass Zwanziger erfolgreich war?”
    Nun ja, Neun Neuntel zum Beispiel.“

    In diesem Fall werden neun Neuntel einer Menge zu „alle“ (9/9 = 1, 1 = 100%). Daher der Witz. Haha.

    @Sebastian (#23): Großartig. Einfach großartig! xD

  17. Danke Jo!

    Auch weil man bei solchen Beiträgen schreiben kann:
    „Ja, dafür zahle ich gerne meine GEZ.“

    ah ja,
    es war doch ein Senderkollege, der von Zwanziger als Demagoge tituliert wurde. Wäre interessant, wenn Deutschlandradio Zwanziger anklagen würde.

  18. Der von Jo empfohlene DLF-Kommentar („Der ungläubige Demagoge Dr. Theo Zwanziger“ von Jürgen Roth) ist übrigens ziemlich gut.

    (Nur so als Hinweis für Leute, die erst einen Ruck brauchen, um sich sowas anzuhören.)

  19. Na Herr Mathematiker, dann kennen Sie sich sicherlich mit Schwarmintelligenz aus… falls Sie verstehen, worauf ich hinaus will ^^;

    @Rest: Danke für die Blumen, ich hatte ja ein paar Tage Zeit zum anstauen kreativer Energie :-)

  20. Es ist erschreckend, wie manche sich ihrer medialen und organisatorischen Übermacht gegen schwächere Gegner bedienen. Herr Zwanziger hat ungemein große Geschütze aufgefahren gegen einen einzelnen Journalisten. Da wird ohne Rücksicht auf Verluste mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Da wird auch nicht mal ein Moment über die Folgen des eigenen Tuns nachgedacht. Billigend in Kauf genommen wird, dass da ein Mensch womöglich in seiner wirtschaftlichen Existenz schwer beschädigt wird.

    Mich erinnert diese Unsensibilität ein wenig an den Fall Susanne Osthoff, wo hochrangige Bundespolitiker die Osthoff via Medien in schlechtes Licht gerückt haben. Damit haben sie eine medial unerfahrene Frau, die sich zudem nicht in gleicher Weise und mit gleicher Medienmacht wehren konnte, öffentlich diskreditiert. So einen derart brutalen Machteinsatz finde ich wirklich schlimm.

  21. Die scheinbare Mehrheit der Kommentatoren ist übrigens pro Niggemeier und damit auch pro Weinreich.

    Bin fassungslos, will MV wiederhaben, der hatte auch seine „Fähler“, war aber wenigstens vollkommen ehrgeizlos, alles im Indernett verfaßte begreifen zu wollen.

    Zwanziger scheint da anders zu sein. Der macht mir Angst. Was wird der für Geschütze auffahren, wenn ihn jemand ernsthaft beleidigt?
    Und hoffentlich ist diese arme Person genauso gut juristisch beraten
    und so eloquent wie JW. (Der Recht hat und Zwanziger nicht beleidigte).

  22. Ooops. Ich meinte natürlich „die scheinbare Mehrheit der Kommentatoren bei Welt-online“…

    Wobei das ja so natürlich nicht ist.

  23. ich würde mir ein wenig mehr unaufgeregtheit beidseits wünschen.

    zwanzger hat sich irgendwie angepisst gefühlt und läuft wild, andererseits müsste weinreich ihm halt auch die möglichkeit geben, anständig aus der sache rauszukommen, ohne einen amoklauf durch alle blogs zu starten.

    in der sache ist es doch ein petitesse, oder?

    ich fand das vom dfb vorgeschlagene treffen gar nicht so schlecht.

  24. @? Mit der Unaufgeregtheit möchte ich zustimmen. Manches liesse sich mit Worten schnell aus dem Weg schaffen.

    Andererseits:“zwanzger hat sich irgendwie angepisst gefühlt und läuft wild, (…)“ und weinreich soll „einen amoklauf durch alle blogs zu starten“?

    Ich finde das nicht unbedingt eine zutreffende Darstellung.

    Abgesehen davon, dass viele vergessen, worum es hier bei diesem Streit ursprünglich ging (Verfassungsgericht, Fernsehrechte, zentrale Vermarktung) ist es schon ein erheblicher Unterschied, ob man Gerichte bemüht um jemandem den Mund zu verbieten, besonders, wenn es sich um einen Journalisten handelt, und andererseits, wenn jemand nur (bisher ohne Klageweg, soweit mir bekannt) versucht seinen Leumund und seine Ehre zu retten, in dem er falsche Tatsachenbehauptungen publik macht.

  25. @?!: Warum müsste Weinreich ihm die Möglichkeit geben, anständig aus der Sache rauszukommen, wenn Zwanziger sich unanständig verhält? Ich finde, es ist viel aufschlussreicher, dass Weinreich Zwanziger die Möglichkeit gegeben hat, sein wahres Gesicht zu zeigen.

    Im übrigen hat Weinreich keinen Amoklauf durch alle Blogs gestartet. Ich jedenfalls berichte über den Fall, weil er mich empört. Nicht weil er Jens Weinreich empört. Ich nehme an, den anderen Bloggern geht es ähnlich.

    Und wenn ein Verein wie der DFB versucht, einen unbequemen Journalisten einzuschüchtern, ist es für mich keine Petitesse.

  26. @41: Ein Amoklauf durch alle Blogs? Also ist es jetzt doch die vom DFB behauptete Hetzkampagne? Weinreich zieht durch alle Blogs und diffamiert darin Zwanziger? Oder ist es nicht viel mehr so, dass alle Blogs über die Diffamierung Weinreichs durch den DFB berichten? Himmelweiter Unterschied.

    Und das „vorgeschlagene Treffen“ war in Wahrheit, wenn ich jetzt nichts verwechsle, ein Angebot an Weinreich, mit Zwanziger ein Exklusivinterview führen zu dürfen. Im Gegenzug hätte sich Weinreich für seine „Diffamierungen“ öffentlich entschuldigen müssen. So ein Interview besitzt natürlich für freie Journalisten einen gewissen Marktwert. Niemals käme mir in den Sinn, hier von versuchter Bestechung zu sprechen.

  27. „ist es schon ein erheblicher Unterschied, ob man Gerichte bemüht um jemandem den Mund zu verbieten, besonders, wenn es sich um einen Journalisten handelt,“

    Es ist zudem auch etwas Besonderes, wenn einer die organisatorische Macht eines 6-Millionen-Mitgliedervereins samt der daran geknüpften Medienträchtigkeit gegen eine einzelne Person mobilisiert. Die angebliche Kampagne des Jens Weinreich bezieht sich auf einen Blogeintrag. Der DFB schaltet hingegen neben Anwälten auch 100 Multiplikatoren ein, die die DFB-Version der Vorgänge weitertransportieren sollen. Ein Einzelner kann hier kaum gegen soviel Organisatonsmacht vorgehen.

  28. @47

    Ich finde schon.

    Weinreich verfügt zwar auch über Medienmacht, weil er als Journalist Zugang zur Öffentlicghkeit hat. Er kann also auch Meinung machen. Deshalb ist für manche der Kampagnenvorwurf auch plausibel: Er könnte theoretisch auch eine Kampagne inszenieren (wenn er denn wollte).

    Aber Weinreich verfügt nicht über einen Mitarbeiterstab, über eine eigene Rechtsabteilung, über einen Pressesprecher, wie das der Herr Zwanziger tut. Außerdem hat der DFB sicher auch die gewichtigeren Kontakte zu wichtigen Personen. Sprich: Weinreich ist kaum organisiert, während der DFB ziemlich große Ressourcen, nicht zuletzt das Geld der Beitragszahler, zur Verfügung hat, um die „verlorene Ehre des Theo Zwanziger“ zu retten.

  29. steve

    Das mag schon sein. Er hat aber gewiss nicht soviel Geld, um sich teure Anwälte bzw. eine eigene Rechts – und eine PR-Abteilung zu leisten, die dann seine Interessen vertreten.

    Es ist das eine, viele Kontakte zu haben. Das andere ist, über eine große Organisation zu verfügen.

  30. @steve Das ist schon eine sehr starke Vereinfachung. Weinreich ist mit seinem Blog mitnichten ein David. Mit seinem Blog kann er schon mehr Menschen erreichen als Lieschen Müller, die in einer Podiumsdiskussion zu Zwanziger ähnliches gesagt hätte. Aber der DFB ist auch nicht nur eine Einzelperson mit größerer Reichweite. Da gebe ich Milo recht. Die Medienmacht des DFB ist gewaltig und der Kommunikationskriegwettlauf den der DFB gestartet hat, für einen Einzelnen schwer zu gewinnen.

    Viele vergessen angesichts der Vermarktungsrechte etc, das der DFB ein eingetragener Verein ist. Somit tragen auch die Mitglieder eine Verantwortung für das, was hier passiert.

    Soweit ich weiß, wird jeder, der in einem im DFB organisierten Fußballverein Mitglied wird, DFB-Mitglied. Laut Website des DFB 6,5 Millionen Menschen, die vielfach natürlich nichts von diesen Vorgängen wissen. Das ist auch kein Umstand, den es zu beklagen gäbe, wenn nicht der Vorstand hier seine Macht zu persönlichen Interessen mißbrauchen würde.

  31. @steve

    So wie Du das schreibst: „Herr Weinreich ist aber auch ganz gut vernetzt.“ hört sich das schon fast an wie ein Vorwurf.

    Herr Weinreich kann froh sein, dass er einen Kreis von Unterstützern hat.

  32. @Thomas
    „Aber der DFB ist auch nicht nur eine Einzelperson mit größerer Reichweite.“

    Eben. Ich stelle mir nur mal vor, der Herr Schäuble hätte auf meine Artikel über ihn alle Register gezogen, die ihm zur Verfügung stehen. Da wird mir Angst und bange. Immerhin kann ich mich damit trösten, dass er mein Geschreibsel kaum zur Kenntnis genommen haben wird.

    Aber wenn ich mir vorstelle, wie ich als Einzelmensch gegen die geballte Macht eines Ministeriums kämpfen sollte, wird mir echt anders.

  33. @Milo
    Sagen wir es doch so: Das könntest Du ganz einfach vergessen. Man hat ja schon gegen manche Anwälte, Richter bzw. Staatsanwälte wenig Chancen.

    Das ist eben Deutschland 2008.

  34. Wer in solch einem Amt bzgl. der Verwertungsrechte der deutschen Fernsehligen solche Brandreden schwingt, sollte auch ein dickes Fell haben. Gerade gegenüber einem einzelnen Journalisten.

  35. Wie Zwanziger auf den Vorwurf hätte reagieren sollen, er sei ein „unglaublicher Demagoge“? Wie jeder Vernünftige: sich mit Argumenten verteidigen und Weinreich widerlegen oder die Klappe halten.

  36. @steve

    „Wie hätte Herr Zwanziger auf die Bezeichnung als unglaublicher Demagoge reagieren sollen?“

    Gelassen.

    Herr Zwanziger war doch mal in der Politik. Da sind solche Vorwürfe wie „Demagoge“ nicht wirklich etwas Ungewöhnliches. Er müsste eigentlich gewisse Übung darin haben, so etwas nicht überzubewerten.

    @54/ Thomas
    „Das könntest Du ganz einfach vergessen. Man hat ja schon gegen manche Anwälte, Richter bzw. Staatsanwälte wenig Chancen.“

    Der Fall Weinreich zeigt ja, dass man auch ohne Staatsanwälte und Richter ziemlich viel Scherben verursacht. Hier geht es ja darum, dass der Ruf eines Menschen gezielt geschädigt wird. Dagegen kann man ziemlich schwer angehen. Weinreich muss sich darauf verlassen, dass man ihm glaubt. Glaubt man ihm nicht, hält man ihn dann vielleicht eher für einen frustrierten rachsüchtigen Verschwörungstheoretiker. Als solchen würde man ihn nicht mehr ernst nehmen. Das wäre in seinem Beruf schädlich.

  37. […] Martin Volkmar hingegen mag die “Nervzwang-Situation” persönlich nicht übermäßig gerne, denn er kommt sich dabei nicht nett vor – das scheint ganz im Sinne von Theo Zwanziger zu sein. Und seines Kollegen Ralf Köttker von der “WamS”. […]

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