Zwanziger droht Gericht mit Rücktritt

08 Dez 08
8. Dezember 2008

Woher kommt eigentlich der Glaube, dass ein guter Ruf vor allem durch anderer Leute Meinungsäußerungen gefährdet wird und nicht durch das eigene Handeln? Nichts hätte der Journalist Jens Weinreich über den DFB-Präsidenten Theo Zwanziger sagen können, was diesem auch nur halb so viel geschadet hätte wie seine eigene Reaktion darauf — die Lügen seines Verbandes, die Klage gegen Weinreich, die immer neuen Demonstrationen von Unbelehrbarkeit und Starrsinn.

Was kaum möglich schien, hat Zwanziger heute geschafft: Die Auseinandersetzung noch weiter zu eskalieren. Am Rande einer DFB-Pressekonferenz drohte er mit dem Rücktritt von seinem Amt, falls er vor Gericht gegen Weinreich unterliegen sollte. Der hatte ihn bekanntlich im Sommer im Zusammenhang mit einem Auftritt einen „unglaublichen Demagogen“ genannt. Die Nachrichtenagentur dpa zitiert Zwanziger mit den Worten:

„Wenn das verfassungsrechtlich zulässig ist, werde ich sehr ernsthaft erwägen, ob ich dieses Amt weiterführe. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Es wird ein Urteil geben. Ich werde meine persönliche Ehre nicht auf dem Altar des Amtes opfern.“

Hinter dieser Aussage steht eine erneute Erhöhung des Einsatzes. Die Logik ist offensichtlich: All die vielen Leute, die ihn für den besten DFB-Präsidenten aller Zeiten halten, sollen auf Linie gebracht und gegen Weinreich eingeschworen werden. Denn der riskiert mit seiner Renitenz und dem Beharren auf das Recht der freien Meinungsäußerung, dass unser Land vielleicht auf diesen fantastischen DFB-Präsidenten verzichten müsste.

In einem Land, in dem es gesetzlich erlaubt ist, ihn unter bestimmten Umständen einen „unglaublichen Demagogen“ zu nennen, möchte Theo Zwanziger nicht DFB-Präsident sein.

Aber dass keiner der grauen Männer in seiner Umgebung es schafft, ihn beiseite zu nehmen und zu sagen: „Theo, das ist gerade ein bisschen kontraproduktiv, was Du hier machst. Wir hatten so viele andere schöne Themen auf unserer Pressekonferenz, und nun beginnt eine Meldung nach der anderen mit diesem Weinreich-Scheiß…“?!

Nachtrag, 18:25 Uhr. Die F.A.Z. kommentiert:

[Zwanziger] macht seine unversöhnliche Sicht in dieser Causa zu einer derart öffentlichen Angelegenheit, dass er damit auch Schaden für sein Amt billigend in Kauf nimmt. Denn nicht jeder muss am Ende so beinhart wie Zwanziger eine Äußerung verurteilen, die zweifellos unangemessen anmutet.

Mit ähnlichen, für Zwanziger unerträglichen Situationen werden auch andere Amts– und Würdenträger immer wieder konfrontiert. Die meisten Politiker, Wirtschaftsbosse oder Sportfunktionäre gehen damit allerdings professioneller und gelassener um. Zwanziger kann und will das nicht. Deshalb ist die Frage erlaubt, ob dieser Präsident bei all seinen Verdiensten dauerhaft für eine Aufgabe geeignet ist, in der manchmal auch die Fähigkeit gefragt ist, souverän zu bleiben, selbst wenn es persönlich weh tut.

Und die „Süddeutsche Zeitung“ urteilt:

DFB-Chef Theo Zwanziger lähmt mit seinem Vorgehen den ganzen DFB, gibt ein weiteres Beispiel für Funktionärshybris und legt ein bedenkliches Rechtsverständnis an den Tag.

Nachtrag, 19:40 Uhr. Die „Frankfurter Rundschau“ hat noch mehr Zitate von Zwanziger:

Es handele sich um eine „klassische Schmähkritik“, so der aufgebrachte Präsident, der sich auch von Medienchef Harald Stenger nicht stoppen ließ: „Demnächst heißt es, ich sei ein Massenmörder, nur hat es keine Leichen gegeben.“

Seine Rücktrittsankündigung für den Fall der Niederlage vor Gericht, ergänzte Zwanziger auf FR-Nachfrage, habe „nichts mit einer Drohung oder einer Einschüchterung“ zu tun, er sei überzeugt, dass der Richter unabhängig vom öffentlichen Scharmützel objektiv entscheiden werde.

Nachtrag, 0:52 Uhr. Das wird ein harter Tag für die Leute, die den DFB-Pressespiegel zusammenstellen. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ kommentiert:

Der Jurist Theo Zwanziger offenbart ein schräges Rechtsverständnis: Die Ankündigung des DFB-Präsidenten, von seinem Amt zurück zu treten, falls ein Gerichtsbeschluss nicht nach seinem Gusto ausfällt, ist unfassbar.

Und — nach meiner Wahrnehmung als erster — schafft es der Kommentar, eine direkte Linie von Zwanzigers Verhalten jetzt zum Ausgang des ganzen Streits zu ziehen:

Das Selbstverständnis des DFB und seines Präsidenten offenbaren sich am krassesten in dem Fall, von dem alles ausgeht. Der Verband und die Deutsche Fußball-Liga waren vom Kartellamt wegen des Verdachts auf Absprachen durchsucht worden. Der Verdacht bestätigte sich zwar nicht, aber der DFB ist bis heute zutiefst gekränkt und lässt nicht nach in seinem Bemühen, das Vorgehen des Kartellamtes zu geißeln. In diesem Zusammenhang hat Weinreich gegen Theo Zwanziger die strittige Bezeichnung „unglaublicher Demagoge“ verwendet.

Prüfungen staatlicher Organe muss jeder über sich ergehen lassen, sei es in Steuerfragen, Straßenverkehr oder sonst wo. Wer würde es wagen, sich einer PKW-Kontrolle zu entziehen mit den Worten: „Sie wissen wohl nicht, wen sie vor sich haben? Wie können Sie es wagen, mein Fahrzeug auf Verkehrstauglichkeit und meinen Atem auf Genuss von Alkohol zu untersuchen?“ Wer so etwas tut, macht sich hochgradig lächerlich und zeigt, dass er nicht verstanden hat, für wen Recht gelten muss: für jeden.

Die „Stuttgarter Zeitung“ meint:

Der Vorgang offenbart aber einmal mehr das seltsame Gebahren des Verbands, und vor allem seines Präsidenten, der viel Gutes für den Fußball getan hat, hier allerdings nach Gutsherrenmanier agiert.

Die von Zwanziger so gerne postulierte „Kommunikationsherrschaft“ hat der Verband längst verloren, und mit ihr auch die Kontrolle über einen bislang einmaligen Vorgang im deutschen Sport, der immer stärker Züge einer Posse annimmt.

Im „Tagesspiegel“ heißt es unter der Überschrift „Sein Fehler“:

Unabhängig davon, dass Zwanziger alles andere als ein Demagoge ist, wirft der juristisch-öffentliche Furor, den er in dieser nebensächlichen Frage an den Tag legt, eine viel gewichtigere Frage auf: Ist Theo Zwanziger wirklich ein guter DFB-Präsident?

Bisher fiel als Antwort ein Ja nicht schwer. Bisher.

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68 Gedanken
  1. 1
    Lukas says:

    Kann mir jemand mal diesen Satz erklären?

    Wenn das verfassungsrechtlich zulässig ist, werde ich sehr ernsthaft erwägen, ob ich dieses Amt weiterführe.

    Warum sollte es nicht verfassungsrechtlich zulässig sein, „sehr ernsthaft“ zu erwägen, ob er dieses Amt weiterführen soll oder nicht?

  2. 2
    jo says:

    „…Die Auseinandersetzung noch weiter zu eskalieren“

    Stilkritik: Kann man etwas eskalieren? Oder kann man etwas eskalieren lassen? Ich eskaliere, du eskalierst,…

    on topic: Die Rücktritts-„Drohung“ könnte aber auch einen anderen Hintergrund haben, schließlich schreibt SPON:

    „Außerdem bewirbt er sich auf dem Kongress der Europäischen Fußball-Union im kommenden Frühjahr in Kopenhagen um einen Platz im Exekutivkomitee der Uefa.“

    Vielleicht macht er also beim DFB nur einen „sauberen Schnitt“ und lässt sich nach oben wegloben. Dann doch lieber Altersstarrsinn und ein unwürdiger Abschied auf Raten…

  3. 3
    jo says:

    @1: „sollte *das* verfassungsrechtlich…“ bezieht sich auf die Aussage Weinreichs

    Vergleich hier:
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,595142,00.html

  4. 4
    Frederic Schneider says:

    Langsam wird es aus einer interessanten Debatte, die vielleicht Sinn hatte, mehr zu einem Theater zulasten des DFB-Präsidenten.

  5. 5
    nusssss says:

    ich finde,er sollte jetzt schon zurücktreten.

  6. 6
    Ommelbommel says:

    @ jo: Oh, achso. Danke, dass das jetzt aufgeklaert wurde.

    -.-

  7. 7
    Der DFB sucht neuen Präsidenten says:

    […] aktuellen DFB-Präsidenten mal, das Gerichte sich bei ihrer Urteilsfindung von solchen “Drohungen” meist nicht wohlwollend beeinflussen lassen und außerdem der Job des […]

  8. 8
    Torsten says:

    Natürlich droht Herr Zwanziger nicht mit Rücktritt. Wenn man genau nachliest, droht er damit zu „erwägen.“ Erwägen — das ist eine Form von Denken. Und wenn Herr Zwanziger anfängt zu denken, dann Gnade Euch Gott.

  9. 9
    nona says:

    Er ist ein unhandlicher Dendrochronologe.

    @jo: Ja jo, man kann eskalieren. Muss man aber natürlich nicht.

  10. 10
    Anderer Gregor says:

    > In einem Land, in dem es gesetzlich erlaubt ist, ihn unter
    > bestimmten Umständen einen „unglaublichen Demagogen” zu
    > nennen, möchte Theo Zwanziger nicht DFB-Präsident sein.

    Ist doch okay — ich moechte ihn in einem Land, in dem das erlaubt ist, auch nicht zum DFB-Praesidenten haben. In einem anderen Land allerdings auch nicht, insbes. wenn dieses andere Land — Gott behuete — Deutschland sein moege.

  11. 11
    Sepp says:

    „In einem Land, in dem es gesetzlich erlaubt ist, ihn unter bestimmten Umständen einen „unglaublichen Demagogen” zu nennen, möchte Theo Zwanziger nicht DFB-Präsident sein.“

    In welchem Land wäre er denn dann gerne DFB-Präsident?

  12. 12
    Tom says:

    @8: Das mit der Gnade Gottes ist so eine Sache. Wenn Zwanziger vom „Altar des Amtes“ spricht, dann muss ja etwas Religiöses beim DFB vermutet werden.

  13. 13
    nona says:

    Täusche ich mich oder ist das hier das erste mal, dass der Kicker die Demagogengeschichte überhaupt erwähnt?

  14. 14
    Senfgnu says:

    Und ich als Eishockeyfan dachte immer, bei uns spinnen alle. Aber König Fußball hat eben auch hier absolut die Nase vorn. Gratulation!

  15. 15
    SvenR says:

    Der hässliche Rotfunk Hessische Rundfunk hat es noch nicht so ganz verstanden und sendet halbgare Halbwarheiten mit O-Ton Zwanziger. Muss dem Redakteur mal fragen, ob und wo er für die Geschichte, die er da halbstündlich versendet recherchiert hat…

  16. 16
    Jochen Hoff says:

    Ich konnte außer seiner hervorragenden Zusammenarbeit mit dem FC Bayern an Zwanziger nichts positives entdecken. Er trinkt wohl auch weniger als sein Vorgänger. Aber das ist nicht wirklich eine Leistung.

    Ein Rücktritt von Zwanziger, besser noch vom gesamten Vorstand des DFB wäre eine Gnade für den deutschen Fußball und würde viel Geld sparen.

  17. 17
    Bartleby says:

    Wo findet denn jetzt das von Zwanziger angestrebte Hauptsacheverfahren statt ? Tatsächlich in Koblenz ? Das wär dann ja ein Heimspiel. In so einem Provinzstädtchen, wo „man“ sich kennt, halte ich alles für möglich. Wovon hängt es eigentlich ab, an welchem Gericht das Verfahren stattfindet ?

  18. 18
    pecas says:

    @12: Es handelt sich um politische Theologie (Vgl. den weltberühmten Titel „Politische Theologie“ vom weltberühmten deutschen Staatsrechtler Carl Schmitt (1. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts) — und da ist auch gleich der Bezug zum „wenn das staatsrechtlich…“ :-)

  19. 19
    martin says:

    Stefan: im zweiten satz wäre „diesem“ exakter als „ihm“, das ist ein bißchen verwirrend

  20. 20
    seppuku says:

    zwanziger wird der aussage Weinreichs imho in zunehmendem maße gerecht.

  21. 21
    B.Schuss says:

    Wenn er wirklich Klage einreicht, und verliert, ist Zwanziger nicht mehr zu halten.

    Schlimm wärs allerdings nicht. Er tritt zurück, und seine Kumpels bei der UEFA holen ihn ins Exekutivkomitee.

  22. 22
    Chris K. says:

    Es reicht jetzt. Zwanziger muss den Weg frei machen für jemanden, der solche Angelegenheiten professionell händeln kann. Ebby Thust ist für mich DIE alternative: http://de.wikipedia.org/wiki/Ebby_Thust

  23. 23
    Kunar says:

    Es ist gut, über den Fall zu berichten. Die Einleitung gefällt mir jedoch nicht:

    Woher kommt eigentlich der Glaube, dass ein guter Ruf vor allem durch anderer Leute Meinungsäußerungen gefährdet wird und nicht durch das eigene Handeln?

    Diesen Glauben dürften all diejenigen haben, deren Ruf durch Kampagnen der Boulevardpresse gezielt vernichtet wurde. So schnell kann man Raimund Harmstorf nicht vergessen. Dass fremder Leute Äußerungen wichtiger sind als die eigenen Taten, kann also tatsächlich passieren.

    Das macht Theo Zwanzigers Verhalten natürlich nicht besser, im Gegenteil: „Der Wolf kommt!“ zu brüllen, obwohl keiner da ist, birgt die Gefahr, dass niemand mehr hinhört, wenn sich mal wirklich einer nähert. Vor dem Wolf zu warnen, wenn es keine Wölfe gäbe, wäre nicht so schlimm.

  24. 24
    Stefan says:

    @Kunar: Einverstanden.

    Ich finde immer noch, mein Einleitungssatz stimmt, wenn man das „vor allem“ darin nicht überliest. Aber natürlich will ich nicht herunterspielen, dass es Rufmord gibt. Und natürlich darf man sich dagegen wehren.

  25. 25
    Dr. Zwanziger am Ende // Theo gegen den Rest der Welt | BrandenBlog.com says:

    […] Niggemeier reibt sich schon wieder die Hände und tja, das wird wohl erst der Anfang sein. Der Journalist aus […]

  26. 26
    t says:

    also wenn 20er wirklich wegen Weinreich zurücktreten sollte, muss man wohl die Bedeutung von Blogs in Deutschland nochmal überdenken.

  27. 27
    Kunar says:

    Danke für die schnelle Reaktion. Ich hatte das „vor allem“ auf zwei verschiedene Weisen interpretiert, von der ich eine fatal fand:

    Vor meinem geistigen Auge tauchte ein Boulevardjournalist auf, der auf die Frage, wie er denn damit leben könne, dass durch seine Hetze Menschen zerstört werden, süffisant antwortet: Für seinen Ruf sei man vor allem selbst verantwortlich. Wer nichts Unrechtes getan habe, habe doch nichts zu befürchten. Natürlich könne sich eine Zeitung mal irren und falsch berichten, aber das würde sich im Lauf der Zeit doch wieder einrenken bei Leuten, die sich im Leben meistens korrekt verhalten.

    „Vor allem“ kann heißen: Bei der Mehrheit der Menschen. Die andere Art der Interpretation, nämlich „bei jedem einzelnen mehrheitlich“, machte mir Angst. Denn dass es natürlich Fälle geben kann, in denen vor allem Hetze von bösen Menschen für den Ruf ausschlaggebend ist (im Alltag z.B., ohne Presse: Mobbing) und nicht das eigene Handeln, darüber sind wir uns einig.

  28. 28
    dot tilde dot says:

    nun gut, es sei. damit tut er mir dann auch nicht mehr leid und ich sehe die ganze geschichte nur noch als groteske komödie, an deren ende jemand seinen hut fressen wird. mit salz und pfeffer.

    .~.

  29. 29
    Andreas says:

    Schlimm, wie wichtig Herr Zwanziger sich selbst nimmt. Souverän sieht anders aus. Ganz anders.

  30. 30
    Pekka says:

    Wenn eine Kritik „verfassungsrechtlich zulässig ist“, dann erwägt Zwanziger zurückzutreten, weil das Amt für ihn „jegliche Faszination“ verliert?! Welche Faszination hatte sich denn der Jurist Zwanziger von seinem Amt versprochen? Ein Leben mit eigenen Gesetzen und Regeln für den Sport (und für seine Funktionäre)? War es nicht genau das, was Weinreich kritisierte?

  31. 31
    Christian says:

    Also dann irgendwann erste Instanz, zweite Instanz … Verfassungsgericht … irgendein europäischer Gerichtshof. Wieviel Jahre werden wir an dieser Geschichte wohl noch Spass haben bis Herr Zwanziger das Urteil bekokmmt das ihm gefällt oder bis die Mitglieder des DFB ihren Präsidenten in die Wüste schicken? Leider wird letzteres wohl nicht passieren … an der Spitze des DFB sitzt es sich ganz gemütlich.

  32. 32
    Cadarin says:

    … unser Land vielleicht auf diesen fanatischen DFB-Präsidenten verzichten müsste.

    Passt vielleicht besser.

  33. 33
    Nobilitatis says:

    Möglicherweise ist vor dem Verfassungsgericht Schluss. Wenn man sich die Meldung genau anschaut, sagt Herr Zwanziger doch vor allem, dass die Gerichtsentscheidung nur dann akzeptiert wird, wenn sie in seinem Sinne ausfällt, ansonsten wird er den Rechtsweg voll ausschöpfen.
    Ansonsten fällt er durch seine Realitätsferne auf. Er behauptet ja, dass er aufgrund seines Amtes eine Meinungsäußerung erdulden muss, nicht etwa wegen seines ursächlichen Benehmens.

  34. 34
    Dogz&Salad says:

    Ich lese den Blog und bin amüsiert.

  35. 35
    Neues von Theo - Dominik Bertrams says:

    […]Vielmehr denke ich, dass dies der nächste Schritt in Richtung „Kommunikationsherrschaft“ ist. Und zwar nicht im Sinne der Beherrschung der Medienberichterstattung über den DFB im Allgemeinen, sondern Herrschaft über die Berichterstattung des Falls Zwanziger ./. Weinreich.[…]

  36. 36
    Mark S says:

    Das war´s dann wohl. Wäre ich Sportredakteur, würde ich jetzt schon mal einen Nachruf auf Zwanziger vorbereiten.

  37. 37
    vib says:

    *stöhn* Dass muss man sich mal im Hirn zerfließen lassen: Herr Z. droht damit, zu erwägen zurückzutreten. Er droht mit einer Erwägung. Kann man dieser Person (ich formuliere es mal bewusst neutral) und ihrer Kamarilla mal endlich die Mikrofone wegnehmen?

  38. 38
    vib says:

    Oh, es ist bei Spon… vielleicht gehts ja schneller als gehofft?

  39. 39
    Nobilitatis says:

    #37: Warum? Er (Zwanziger) denkt nach. Leider laut.

  40. 40
    palosalto says:

    .. mit der erwägung drohen, ihr die mirkofone wegzunehmen?

  41. 41
    Hartmut Führ says:

    Auf die Gefahr hin, dass das schon jemand vor mir festgestellt hat: Kann es sein, dass die Formulierung „unglaublicher Demagoge“ wie eine selbsterfüllende Prophezeiung wirkt? Ich fand das ja anfangs leicht überzogen, aber mittlerweile ist Herr Zwanziger richtig in die Rolle hineingewachsen.

  42. 42
    auchwassagen says:

    Ich möchte mal auf diese Geschichte aufmerksam machen. Die hat zwar nichts mit Weinreich zu tun, aber sie zeigt auch sehr schön die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit beim Thema Rassismus und Diskriminierung.

    http://uebersteiger.de/ausgaben/91/text_1.html

    Wieder mal eine undifferenzierte Vermischung zwischen Gewalt und Rassismus und Diskriminierung – mit einer Prise Diffamierungen. Willkommen in der Welt des DFB.

  43. 43
    ker0zene says:

    Man hätte ja noch nachvollziehen können, wenn Zwanziger nach einer der Niederlagen bei den Berliner Gerichten mal unüberlegt einen Satz rausgehauen hätte. Aber jetzt, nach dieser monatelangen Entwicklung der Geschichte noch solche derart dummen, unüberlegten Schnitzer … da fehlt es irgendwo ganz gewaltig. An Souveränität, an Rechtsverständnis, an gesundem Menschenverstand und an Kritikfähigkeit.
    Vielleicht hat Weinreich mit seinem imho absolut passenden Kommentar seinerzeit DEN wunden Punkt des Theo Zwanziger getroffen. Vielleicht tickt Zwanziger bei gewissen Themen aber auch schlichtweg aus. Da würde ich mir von Verbandsebene her so langsam überlegen, ob ich so ein mittlerweile sturmreif geschossenes Pulverfass auf zwei Beinen in höchster Position noch haben möchte (… ok, Neuberger, Mayer-Vorfelder, an Erfahrung fehlt es ja nicht).

    Btw.: Nach meinem Verständnis ließen sich die Ämter des DFB-Präsidenten und eines Mitgliedes des UEFA-Exekutivkomitees doch in Personalunion ausfüllen? Dürfte u.a. Bei MV zu Beginn seiner Zeit im Exekutivkomitee noch so gewesen sein. Von daher glaube ich nicht, das Zwanziger in irgend einer Weise seinen Abschied als DFB-Präsi vorbereitet, um dann eine vergleichsweise ruhigere (aber machtvolle) Position abseits der gängigen Schusslinien anzustreben. Der Mann tilt schlichtweg.

  44. 44
    BV says:

    Ich habe von auf der Homepage von Jens Weinreich gemutmaßt, dass Theo Zwanziger mit dieser Aussage vielleicht schon einmal vorsichtig seinen Rücktritt vorbereitet. Wenn er wirklich in allen Instanzen verloren und sich so bestmöglich bloßgestellt hat, kann er seinen Rücktritt mit eben dieser Begründung schmücken und muss sich nicht eingestehen, dass er möglicherweise untragbar geworden ist.

  45. 45
    nona says:

    @44:
    Naja, weissnichsorecht. Er würde zweifellos einen „ehrenvollen Abgang“ bevorzugen, was ein solcher Rücktritt für meine Begriffe keineswegs ist. Das sieht dann alles eher recht dreckig aus. Natürlich wäre es das mit Abstand Ehrenvollste gewesen, die Sache frühzeitig im Sande verlaufen zu lassen und sich garnicht erst künstlich aufzuregen anstatt sie so unsäglich aufzublasen.

    Ich frage mich, in welche Richtung sich diese Sache entwickelt hätte, wäre die andere Partei ein Freund oder Untergebener Zwanzigers, oder sonstwer eher auf „seiner“ Seite, anstatt eines kritischen Journalisten, der lästigerweise das Vorgehen des DFB und seiner Protagonisten dokumentiert. Bei aller vorgeblich oder wirklich gekränkter Eitelkeit ist dieser Streit auch immer noch ein Streit in der Sache (Kartellrecht, Vermarktung, etc.).

  46. 46
    anonümuß says:

    das er die sache richterlich klären möchte, finde ich nicht weiter schlimm — er sieht sich diffamiert, da ist es sein gutes recht auf unterlassung zu klagen. die schmutzwerferei hätte er sich dagegen lieber sparen sollen.

  47. 47
    herbert says:

    Wenn Zwanziger überhaupt nicht reagiert hätte, hätten die wenigen, dies es gelesen haben, dies schon lange alles wieder vergessen.
    Aber Zwanziger wünscht, dass dieses Thema öffentlich bleibt, er ist scheinbar ein Verfechter des Eigentors, vielleicht sollte man beim dfb die regeln ändern, es gewinnt der, der die meisten Eigentore erzielt

  48. 48
    GlowingHeart says:

    Es ist verfassungsrechtlich zulässig, sein Amt an den Nagel zu hängen.

    Verfassungsrechtlich bedenklich ist jedoch, Richtern suggerieren zu wollen, sie würden möglicherweise ein Fehlurteil treffen, was (s)einen Rücktritt zur Folge haben könnte.

    Ich bin mir sicher, dass deutsche Richter, unabhängig vom Rang und Namen eines Menschen, urteilen können.

  49. 49
    SvenR says:

    @ GlowingHeart #48:

    Sie haben vollkommen recht. Aus meiner Erfahrung heraus ist es sogar ziemlich kontra-produktiv dem Gericht öffentlich „die Pistole auf die Brust zu setzen“. Selbst wenn das Gericht vorher dazu tendiert hätte, Zwanzigers Sicht einzunehmen, könnte es das jetzt nicht mehr.

  50. 50
    pecas says:

    Es gibt einen konkreten Grund für das Gesamtverhalten Zwanzigers: Wer ihn nicht kennt, wird ewig rätseln.
    Der Herr ist maßgeblich in ein wissentliches Plagiatsvergehen verwickelt (sage ich, als dessen erstes Opfer, und habe es schon nachgewiesen), bei dem es um nichts anderes geht, als — um jeden Preis — die von mir gestaltete, neue, postsouveräne deutsche Fahne zu annektieren, um sie — mittels einer per Plagiatsvergehen plus „Kommunikationsherrschaft“ usurpierten Deutungshoheit — in ihr eigenes Gegenteil zurückzudeklarieren und… DIESES reaktionäre neue deutsche, also durch jene Annexion wieder in das Gegenteil des von mir in Wirklichkeit damit Dargestellten umfunktionierte und umbenannte Zeichen in einem Projekt zur Anwendung zu bringen, dessen Vorreiter Theos DFB ist, und das wirklich eine unglaubliche Demagogie, eine unglaubliche, doch allzu wahre Massenbeschuppung, ein totalitäres Zukunftsprojekt par excellence darstellt: Das Vorspiegeln einer Art souveräner deutschnationaler Wiedergeburt via DFB (Neumitglieder, Sponsoren und Mentoren herzlich willkommen) vermittels ihr fremder, kreativer, an sich postsouveräner Federn, sowie die darauf aufbauende, deutschlandweit vereinheitlichte „Bildung durch Sport“ (gern auch politisch) aus der Hand… na, Sie können sich’s wohl direkt denken — und kannten Sie die ‚Premiumpartner‘ DFB und Bitburger und die DFB-Wirtschaftsdienste GmbH eigentlich schon? Da hängt ganz Deutschland mit dran. Das ist doch schon mal was. Mit einer neuen Fahne kriegt das richtig wirtschaftlichen Zug. Und Kultur, Demokratie und Toleranz mit Feinjustierung. Einen Staat im Staat — wie gesagt, alles aus der einen Hand.
    Würde es nun auch nur in irgendeiner Art erlaubt sein können (!), ihn mit DIESER Projektbezeichnung — für die ich jederzeit, wie Theo weiß, den Nachweis führen kann — zu identifizieren, so wäre er, sein DFB, und wohl auch die Partei, für die er eintritt (und die sich bekanntermaßen grade dort, wo sie’s nicht ist, nur allzu gern modern gibt), sowie jene, mit denen er das genannte Projekt nicht nur als dessen Feigenblättchen, sondern, wie sich jetzt eben herausstellt, geradewegs als der herauskragende Despot betreibt, dessavouiert, blamiert, im Imagesinn — wegen eines zwanghaft (denn wie könnte z. B. „Fußball ist Zukunft“ gehen, ohne das geeignete Visual?) geraubten neuen Images — wohl nachhaltig und international beschädigt.
    Darum geht es — um nicht weniger. Das darf nicht sein können.
    – Ich hätte jetzt auch „ging“ sagen können, weil das halbgare, duale Ansinnen, eine Grundgesetzänderung durchzusetzen, um freie Bahn für einen dann verfassungsmäßig nicht mehr einholbaren, rechten „Sport“ zu haben, (vielleicht nicht zuletzt durch das Treiben meiner Wenigkeit — aber vielleicht auch bloß vorerst) gestern gescheitert ist; doch der traurige, wie gesagt zwanghafte Fall Zwanziger./.Weinreich dauert offensichtlich fort. Und wer — wie zum Beispiel auch ich — die Maschine jener Unterdrücker in ihrer ganzen Gnadenlosigkeit erlebt, weiß, dass sie alle mit Gewalt schindet bis aufs Blut, die ihr im Wege stehn. Es wäre wirklich schade, wenn das so weitergeht — es wäre das Gegenteil der Zukunft: Das Ende der Zeit.

  51. 51
    Satya Singh says:

    herr zwanziger macht mir nicht gerade einen recht seblstbewussten und souveränen eindruck. ein journalist sagt/schreibt was und er fühlt sich in seiner ehre gekrängt und scheints tief beleidigt.

    klaus kinski sagte mal: wer mich beleidigt, bestimmte ich!

    herr zwanziger handhabt das wohl anders…

  52. 52
    Dag says:

    Wow, Mr Singh: Klaus Kinski. Da haben Sie sich aber ein gutes Beispiel für fernöstliche Gelassenheit ausgesucht. Ich fürchte, Klaus Kinski schwebte bei dem Ausspruch eine entgegengesetzte Großzügigkeit im Ausmachen von Beleidigungen vor.

  53. 54
    Such Maschine says:

    Er hat sich viel zu weit bei dieser Angelegenheit aus dem Fenster gelehnt und seine Macht im hohen Maße überschätzt. Nun fällt der Sonnenkönig des DFB und ich werde Ihm keine Träne nachweinen!

  54. 55
    Bartleby says:

    Warum reagiert man beim DFB so gereizt ? Bisher hat der Fußball doch die Medien ganz gut im Griff. Speziell die Fernsehjournalisten lechzen doch geradezu danach, sich mit Sportlern zu duzen und lassen kritische Distanz meistens vermissen. Wenn man sich mal über die Presse ärgert, wird diese mit Liebesentzug bestraft, man denke nur an die erbärmliche Aktion von Schalke 04 oder die Pöbelorgie von Rudi Völler in Island.
    Durch die Blogs kommt nun aber ein sozusagen „anarchisches“ Element ins Spiel, das man nicht so leicht kontrollieren oder „einbinden“ kann. Da schreiben die Leute halt wirklich was sie wollen. Und das geht ja mal gar nicht, wenn jeder mehr oder weniger anonym seine Meinung herausposaunt, findet der falsche Fuffziger. Wo kämen wir denn da hin?

  55. 56
    Thorben says:

    Es ist unfassbar in was für einer Welt diese Männer und Ihr Vorsitzender/Präsident leben. für wen hält der Kerl sich eigentlich? Für unersetzbar? Mitnichten.

  56. 57
    SvenR says:

    Kann mir irgendwer erklären, was pecas in #50 uns sagen will?

  57. 58
    Stefan says:

    @SvenR: Ich nicht. Ich hatte mich kurz gefragt, ob ich es löschen sollte (Zwanziger ist ja bekanntlich kein Prozesshansel), aber dann dachte, dass es vermutlich zu unverständlich ist, um justiziabel zu sein.

  58. 59
    Christoph Wesemann says:

    @SvenR: Die Betrügereien des DFB sind doch offensichtlich. Pecas hat die deutsche Flagge erfunden, und die ist schwarz, rot, gold. Danach hat der DfB eine deutsche Flagge herausgebracht, die exakt dem Entwurf von pecas entspricht. Sie ist schwarz, rot, gold. Eindeutige Abkupferei. (Und wir diskutieren hier Pressefreiheit, pah!)
    Aber die Fahnenproduzenten, vor allem jene, die Länderspielfahnen herstellen, schweigen natürlich — aus Angst, dass der DFB, äh, wie war das gleich, dass Zwanziger ihnen die Fahnenstangen bei Länderspielen weg…genauer gesagt…also der Deutsche Fahnenverband (DFV) schweigt jedenfalls…ich glaube, ich habe die Fahne den Faden verloren.

  59. 60
    pecas says:

    Muss aber schon länger her sein

  60. 61
    dfIas says:

    Vom Bitburger Premium bekommt man aber auch ‚ne Fahne.

  61. 62
    Dag says:

    @57: Ist wohl so ne Art Literatur. Den haben sie dieses Jahr wohl nicht zum Bachmann-Preis nach Klagenfurt eingeladen, jetzt experimentiert er mit iterierten maschinellen Übersetzungen.

  62. 63
    pecas says:

    Dag: Ja; ich bin ein (Öffnungs-) Maschine

  63. 64
    SvenR says:

    @ Dag #62:

    Now I see. Bei uns haben sie in der Kantine, die ganz nobel „Kasino“ heißt, auch Kunst „installiert“. Das eine sieht aus wie eine schlecht geklebte Streifentapete, das nächste ist ein gerahmter Kunstüberlassungsvertrag, der selbst das Kunstwerk darstellt, das Dritte ist eine Ikea-Lampe, die Ikea noch nicht gebaut hat usw. usf.

  64. 65
    Alberto Green says:

    Hast du es gut. In meiner Kantine hängt ein Bild mit einem alten Mann, der auf einem Kamm bläst. Auch nicht schön.

  65. 66
    pecas says:

    Alberto Green, mein Freund, ich danke Dir; du hast diesen Blog und mich fein ‚rausgehaun mit Deiner Melodie auf einem Knochen

  66. 67
    DFB findet Wundermittel gegen Internet « Stefan Niggemeier says:

    […] Theo Zwanziger will nun doch nicht mehr wie ursprünglich versprochen zurücktreten, falls ihm ein Gericht bestätigt, dass er sich unter bestimmten Bedingungen […]

  67. 68
    DFB zwingt Jens Weinreich in die Knie « Stefan Niggemeier says:

    […] eingelassen hat. Aber er bedeutet aus meiner Sicht, dass der DFB, der sowohl juristisch als auch publizistisch in dieser Auseinandersetzung bislang der klare Verlierer war, nun als Sieger vom Platz geht. Dass […]

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