{"id":5278,"date":"2009-05-13T16:48:05","date_gmt":"2009-05-13T14:48:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/?p=5278"},"modified":"2009-05-15T10:28:28","modified_gmt":"2009-05-15T08:28:28","slug":"denn-sieh-das-schlechte-liegt-so-nah","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/5278\/denn-sieh-das-schlechte-liegt-so-nah\/","title":{"rendered":"Denn sieh, das Schlechte liegt so nah!"},"content":{"rendered":"<p>In einem <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/T5138Q\/2887510\/Klick-ins-Schnaeppchen-Reich.html\">langen, girlandenreichen Artikel<\/a> emp\u00f6rt sich Willi Winkler heute in der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220; dar\u00fcber, dass der Spiegel-Verlag online &#8222;altnazistische Rechtfertigungsliteratur&#8220; verkaufe. Es geht um das Buch &#8222;Denn der Hass stirbt&#8230;&#8220;, die Memoiren von L\u00e9on Degrelle, dem Gr\u00fcnder der faschistischen Rexisten Belgiens, SS-Standartenf\u00fchrer und unverbesserlichen Nationalsozialisten. <\/p>\n<p>Und, Tatsache:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/shop.spiegel.de\/shop\/action\/productDetails\/5759646\/leon_degrelle_denn_der_hass_stirbt_3938392061.html?aUrl=90009999\"><img src='http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/wp-content\/spiegel_degrelle.jpg' alt='' \/><\/a><\/p>\n<p>Winkler schreibt und sch\u00e4umt, verweist auf &#8222;Spiegel&#8220;-Artikel, die Degrelle und sein Umfeld unmissverst\u00e4ndlich charakterisieren, und fragt: &#8222;Wie kommt es nur, dass der &#8218;Spiegel&#8216;-Leser mehr wei\u00df als der Verlag des Magazins&#8220;, der den Shop anbietet? <\/p>\n<p>Gute Frage. Apropos:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/sz-shop.sueddeutsche.de\/mediathek\/shop\/Produktdetails\/Buch+Denn_der_Hass_stirbt__+Leon_Degrelle\/2176511.do\"><img src='http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/wp-content\/sueddeutsche_degrelle.jpg' alt='' \/><\/a><\/p>\n<p>Na sowas. Davon steht gar nichts in der &#8222;S\u00fcddeutschen&#8220;. <\/p>\n<p>&#8222;Spiegel Online&#8220; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,624627,00.html\">zickt entsprechend zur\u00fcck<\/a> und verweist darauf, dass man &#8212; wie die Konkurrenz &#8212; mit dem Gro\u00dfbuchh\u00e4ndler Libri kooperiere und dessen Sortiment einfach in den eigenen Shop \u00fcbernehme. Dass darunter auch B\u00fccher seien, die man eigentlich nicht anbieten wolle, sei &#8222;leider nicht zu umgehen&#8220;. <\/p>\n<p>Nicht? Es w\u00e4re ganz leicht zu umgehen. Man m\u00fcsste blo\u00df aufh\u00f6rern, auf irgendwelche Inhalte, die nicht die eigenen sind und \u00fcber die man keine Kontrolle hat, das eigene Logo zu kleben, um kurzfristig noch den letzten Cent abzugreifen &#8212; egal, was das langfristig f\u00fcr den Wert eben dieses Logos bedeutet.<\/p>\n<p><b>Nachtrag,<\/b> der Vollst\u00e4ndigkeit halber: Dasselbe Buch gibt&#8217;s nat\u00fcrlich auch im <a href=\"http:\/\/faz.shop-asp.de\/shop\/action\/productDetails\/5759646\/leon_degrelle_denn_der_hass_stirbt_3938392061.html?aUrl=90007376&#038;adCode=432Q00J30I40X\">FAZ.net-Buchshop<\/a>.<\/p>\n<p><b>Nachtrag, 14. Mai.<\/b> Die &#8222;S\u00fcddeutsche&#8220; meldet heute <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/j56383\/2888979\/In-eigener-Sache.html\">&#8222;In eigener Sache&#8220;<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Die <em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em> hat auf ihrer Medien-Seite am Mittwoch unter der \u00dcberschrift &#8222;Klick ins Schn\u00e4ppchen-Reich&#8220; dar\u00fcber berichtet, dass der Spiegel-Verlag mit dem Buchhandels-Grossisten Libri kooperiert und deshalb \u00fcber die Homepage www.spiegel.de auch B\u00fccher von &#8222;Nazi-Helden&#8220; erh\u00e4ltlich sind. So seien dort unter anderem L\u00e9on Degrelles <em>Denn der Hass stirbt&#8230;<\/em> oder Schriften von Hans-Ulrich Rudel oder Hanna Reitsch zu kaufen. Unerw\u00e4hnt blieb in dem Artikel, dass das Gesch\u00e4ftsmodell des Spiegel-Shops auch in anderen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen \u00fcblich ist, unter anderem im S\u00fcddeutschen Verlag. So sind die B\u00fccher Degrelles, Rudels oder Reitschs auch im Internet-Shop der SZ oder \u00fcber einen Link dorthin auf der Homepage der S\u00fcddeutschen Zeitung (www.sueddeutsche.de) erh\u00e4ltlich, ebenso wie in Buchhandlungen oder im Versandhandel. Die Redaktion bedauert, dass der Hinweis auf den SZ-Shop in der Berichterstattung fehlte.<\/p><\/blockquote>\n<p><b>Nachtrag, 15. Mai.<\/b> Den Original-Artikel von Willi Winkler hat sueddeutsche.de ohne Erkl\u00e4rung gel\u00f6scht. Auf den Unterseiten ihres Jugendmagazins &#8222;jetzt&#8220; hat die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220; ihn dagegen &#8212; unkorrigiert, nat\u00fcrlich &#8212; <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/475176\/1\/1#texttitel\">belassen<\/a>. Das sind echte Internet-Profis, die da arbeiten. <small>(via <a href=\"http:\/\/ralfschwartz.typepad.com\/mc\/2009\/05\/sueddeutsche-qualitaetsjournalistische-blamage-hoch-2.html\">Ralf Schwartz<\/a>)<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem langen, girlandenreichen Artikel emp\u00f6rt sich Willi Winkler heute in der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220; dar\u00fcber, dass der Spiegel-Verlag online &#8222;altnazistische Rechtfertigungsliteratur&#8220; verkaufe. Es geht um das Buch &#8222;Denn der Hass stirbt&#8230;&#8220;, die Memoiren von L\u00e9on Degrelle, dem Gr\u00fcnder der faschistischen Rexisten Belgiens, SS-Standartenf\u00fchrer und unverbesserlichen Nationalsozialisten. 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