Mit Lügen gegen die „Lügenpresse“: Pegida fälscht „Spiegel Online“-Überschrift

Die Facebookseite von Pegida bot ihren über 150.000 Abonnenten heute einen Knüller:

Angeblich hat „Spiegel Online“ einen Artikel über die Situation am Bahnhof der mazedonischen Kleinstadt Gevgelija, wo Hunderte Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak versuchen, in einem Zug Richtung Serbien zu gelangen, kurzzeitig mit der Überschrift „Asylbetrüger besteigen Eurocity aus Mazedonien Richtung Germany“ versehen.

In der Logik der Fremdenfeinde von Pegida bedeutet das, dass „Spiegel Online“ versehentlich kurzzeitig die Wahrheit gesagt hat. Ein Volontär hätte vermutlich vergessen, den internen Arbeitstitel vor dem Veröffentlichen zu ändern.

Wenn das stimmen würde, hätte „Spiegel Online“ sehr schnell reagiert: Um 18:55 Uhr veröffentlichte Pegida den Eintrag mit dem Link und der vermeintlich entlarvenden „Spiegel Online“-Überschrift. Schon drei Minuten später kommentierte jemand, die Überschrift sei anscheinend bereits geändert. Bei Google finden sich keinerlei Spuren von der angeblichen ursprünglichen Headline.

Die Erklärung dafür ist leicht: Pegida hat die Überschrift gefälscht. Das ist verblüffend einfach. Man kann, wenn man bei Facebook Links postet, die automatisch von der fremden Seite übernommene Überschrift ändern und durch einen beliebigen eigenen Text ersetzen. Einfach so.

Hier ein von mir selbst gerade angefertigtes Beispiel:

Man benötigt keine zehn Sekunden und null Fachwissen, eine Überschrift entsprechend auszutauschen. Das sollte man wissen, wenn man über Links mit erstaunlichen Titeln bei Facebook stolpert.

Die Pegida-Leute aber sind nicht nur Lügner, sondern auch Stümper. Denn die falsche Überschrift, die sie „Spiegel Online“ untergeschoben haben, kann schon formal gar keine „Spiegel Online“-Überschrift sein. „Spiegel Online“-Artikel-Überschriften enthalten immer einen Doppelpunkt. Vor dem Doppelpunkt steht das, was auf der Startseite die Dachzeile ist. Im konkreten Fall heißt die richtige Überschrift entsprechend: „Flüchtlinge in Mazedonien: Panik vor dem Zaun“. Schon rein formell kann die behauptete Überschrift „Asylbetrüger besteigen Eurocity aus Mazedonien Richtung Germany“ also nicht echt sein.

„Spiegel Online“ hat der Pegida-Darstellung inzwischen ausdrücklich widersprochen und will rechtliche weitere Schritte prüfen behält sich weitere Schritte vor. Die Pegida-Leute bleiben bei ihrer Darstellung.

Nachtrag, 11:20 Uhr. „Spiegel Online“ hatte übrigens den eigenen Artikel schon am Samstag, also lange vor der Behauptung auf der Pegida-Seite, auf Twitter beworben. Auch daraus kann man die tatsächliche Überschrift erkennen:

Nachtrag, 16:40 Uhr. Der Facebook-Eintrag von Pegida ist nicht mehr vorhanden.

Nachtrag, 18:00 Uhr. Auf der Pegida-Seite heißt es nun, dass man den „Spiegel Online“-Link auf Bitte des „Spiegel“ und nach Rücksprache mit der Anwältin gelöscht habe. Man könne „nicht ausschließen“, dass der Link gefälscht wurde, bevor der Artikel auf der Facebook-Seite geteilt wurde. „Auszuschließen ist jedoch, dass die Überschrift vom Administrator der Pegida-Facebook-Seite gefälscht wurde. Entsprechendes kann an Eides statt versichert werden.“ Pegida unternehme „Anstrengungen“, „den Urheber des streitigen Links zu ermitteln“.

236 Replies to “Mit Lügen gegen die „Lügenpresse“: Pegida fälscht „Spiegel Online“-Überschrift”

  1. Ganz nebenbei diskreditieren die Pegida-Stümper-Nazis damit auch Medienkritiker, die zurecht (korrekte) Screenshots von Propagandanachrichten (vgl. Ukraine, angebliche Invasionen) anfertigen und denen man dann mit dem Hinweis auf die Pegidas auch eine Fälschung unterstellen könnte (Kann man auch so, aber damit wirds glaubwürdiger). „Pegida schützt die Lügenpresse“ 2.0 -> http://blauerbote.com/2015/07/07/pegida-schuetzt-die-luegenpresse/

    Ich unterstelle keine False-Flag-Operation, befürchte aber, dass eine solche Argumentation zumindest in den Bereich des Möglichen rückt. Man muss den Spin nur aufnehmen, um andere auch zu Pegida-Spinnern zu erklären.

  2. @Stefan: wo schreibt Spon, dass sie rechtliche Schritte prüfen? Im verlinkten Text steht, dass sie „weitere“ Schritte prüfen. Oder hast du hier eine Fälschung versteckt? ;-)

  3. Es müsste doch bei facebook eine Versions-Historie geben, mit der sich so etwas zweifelsfrei beweisen lässt.

  4. @Clemens: Es gibt eine Versions-Historie. Aber die erfasst nicht die Änderungen vor dem ersten Veröffentlichen. Und das ist der Zeitpunkt, zu dem man die Überschrift ändern kann. (Ich habe, zugegeben, keine Ahnung, warum Facebook das überhaupt ermöglicht.)

    @Jemand: Tatsache. Ich hab das „weitere Schritte“ automatisch als „rechtliche Schritte“ gelesen, obwohl das da gar nicht steht. Ich korrigier’s!

  5. Der Argumentation mit dem fehlendem Doppelpunkt kann ich nicht ganz folgen: wenn es tatsächlich ein interner Arbeitstitel war, könnte man doch tatsächlich davon ausgehen, dass SPON diese nicht bereits im typischen Stil hält, sondern völlig frei benennt – oder?

  6. @J: Das Content-Management-System wird einen Fehler produzieren, bzw. das Veröffentlichen eines Artikels unmöglich machen, wenn das Feld nicht ausgefüllt wird, das die Dachzeile auf der Startseite generiert.

  7. Wie man an Thomas‘ Screenshot sieht, hat der SpOn-Artikel-Link bereits „Flüchtlinge“ in der URL. Wenn Spiegel Online den Titel nochmal geändert hätte, würden sich Titel und URL unterscheiden (was ich bei anderen Artikeln von SpOn schon öfter mal, z.B. wegen orthographischer Fehler, gesehen habe).

    Tun sie aber in diesem Fall nicht!

  8. Letztlich beteuert Pegida, sie hätten nichts gefälscht sondern es genauso geteilt.
    Wie wahrscheinlich ist es denn, dass sie selbst einer Fälschung aufgesessen sind, gerade wenn es sich um eine Art Text handelt, den man schnell für wahr findet, weil er eine „Wahrheit“ enthält, die man dort so gerne glaubt?

  9. @JUB 68: Naja. Sie müssten den gefälschten Text von einer anderen Seite geteilt haben und den Hinweis, von welcher es war, entfernt haben (eine Möglichkeit, die Facebook tatsächlich anbietet). Außerdem müssten sie darauf verzichtet haben, einmal zur Kontrolle den Link angeklickt zu haben. Wie wahrscheinlich ist all das?

  10. @Stefan Niggemeier
    Nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen.
    Aber das wird sich wohl nicht klären lassen, es sei denn SPON verfolgt die Sache.
    Mich interessiert das, weil es einen erheblichen Unterschied macht, ob man es mit ungebildeten Menschen voller Vorurteile zu tun hat oder mit verschlagenen ungebildeten Menschen voller Vorurteile.

  11. Das ist genau die Schweinerei, zu der die Hintermänner vom Grüßaugust Bachmann fähig und Willens sind.
    Wie aber Don (12) schon schreibt. Beim ersten Posten auf der Homepage wird die URL festgelegt, die man nicht mehr ändern kann, ohne den betreffenden Artikel vollständig zu löschen und komplett neu aufzusetzen. Ist mir bei Blogger auch schon passiert. Da ärgert man sich „die Krätze“, jedesmal wenn man den Beitrag teilt

  12. Eine laienhafte Frage: Wie kann mann in FB bei Teilen eines Links die Überschrift im geteilten Text in so kurzer Zeit und ohne große Kenntnisse ändern?
    Es mag naiv sein, aber bis heute hätte ich vermutet, das FB das gar nicht zulässt.

  13. Ich wage auch nicht zu behaupten, dass die Artikel von spon.de allesamt eine 1a-Qualität aufweisen und die Überschriften einem strengen Qualitätsmanagement unterliegen, aber alleine die Wortgruppe „Richtung Germany“ fände ich doch mehr als komisch. Auch wie der Verfasser auf einen „Eurocity“ kommt, erschließt sich mir bei den Fotos nicht ganz. Aber hey, warum clever faken, wenn es auch dumm geht?!

  14. „aus Mazedonien Richtung Germany“ ist auch in mehrfacher Hinsicht sprachlich sehr krum, zumindest krummer als Spon normalerweise schreibt/titelt. „von Mazedonien nach Deutschland“ würde sprachlich passen, oder „in Richtung Deutschland“ meinetwegen.
    Im Text ist von einem Eurocity übrigens auch gar keine Rede. Wie eine kurze Recherche auf Wikipedia ergeben hat, verkehrt nach/aus Mazedonien gar kein Eurocity.
    Das bestätigt dann doch den Eindruck, dass bei Pegida nicht die allerhellsten Birnen zu Hause sind. Mit ein wenig Intelligenz hätte sich die Überschrift wesentlich glaubhafter fälschen lassen.

  15. Ich glaube, dass auch die meisten Spiegel-Redakteure diese Menschen nicht in ihrer näheren Umgebung als Nachbarn haben wollen oder ihren Arbeitsplatz zugunsten einer Migranten-Quote aufgeben wollen oder signifikant mehr Steuern zahlen wollen.
    Ich glaube aber nicht, dass irgend ein Spiegel-Redakteur so eine Überschrift fabrizieren würde.
    Die Argumente des Herrn Niggemeier, der eine Lüge der Lügenpresse-Kritiker annimmt, sind schlüssig.

  16. Der gesetzte Facebook OpenGraph-Title muss doch nichts mit der Hauptüberschrift des Artikels zu tun haben, sondern ist vollständig davon unabhängig, oder?

    Das heißt der SPON-Artikel kann durchaus schon immer die jetzige Überschrift gehabt haben und trotzdem hätte der Artikel einen vollkommen anderen OG-Title haben können. Wenn man später den OG-Title ändert, würde das nicht auffallen – auch nicht an der URL.

    Das könnte man nur überprüfen, wenn man den jeweiligen HTML-Source hätte.

  17. Eine, vielleicht dumme, Frage zu den „weiteren Schritten“: Hat die Pegida-Facebookseite ein Impressum? Ich habe keinen Facebook-Account und kann daher nicht selbst nachsehen. Ähnlich ausgerichtete Webseiten, z.B. das unsägliche Blog „Propagandaschau“, haben oft keines, und dann dürfte es schwierig sein, gegen sie vorzugehen.

  18. Auch, dass Spiegel Online Germany anstelle von Deutschland in einer Überschrift geschrieben haben soll, kommt mir doch sehr fragwürdig vor…
    Kurz gesagt: Die Überschrift ist nicht nur ein Fake, sondern auch noch ein extrem schlechter…

  19. Ist es wichtig, was diese Schlichtlinge sich in der Echokammer Facebook gegenseitig zuposten? Innerhalb von Pegida wird niemanden interessieren, dass es eine Fälschung ist, und außerhalb muss es niemanden interessieren.

  20. #11. Ob das CMS eine Fehlermeldung produziert, hängt von der einprogrammierten Fehlertoleranz des CMS ab. Von außen ist das nicht zu beurteilen, dazu müßte man es einmal prüfen können bzw. die entsprechenden SPON-Mitarbeiter befragen.

    Davon abhängig kann die Seite dann mit oder ohne Dachzeile generiert werden.

  21. O.K. Man hat also Pegida beim Lügen erwischt. Was bedeutet das konkret?
    1.
    Nicht Pegida hat gelogen, sondern ein einziger, der den Facebook-Account verwaltet
    Er hat sich damit als Dummkopf geoutet.
    Pegida sollte sich schleunigst davon distanzieren.

    2.
    Die Lüge beweist nicht die Wahrheit der Gegenseite. Es bleibt eine Tatsache, dass Zeitungen, TV und sonstige Medien lügen, lügen, lügen. Es bleibt wahr, dass mit falschen Zahlen, falschen Berichten, falschen Überschriften, falschen Bildern und falschen Namen Dinge behauptet werden, die den Tatsachen nicht entsprechen.
    Täglich in einer Art Dauerfeuer.

  22. @27 Es ist wichtig, da solche Sachen das Potenzial haben zum nicht tot zu bekommenden Mythos zu werden. Ähnlich wie die ganzen „Wegen den Muslimen darf xy jetzt nicht mehr xy heißen“ Stories. Die Pegida Leutchen bleiben ja nicht in ihrer eigenen Filterbubble sondern schalten sich in Kommentarspalten wo sich auch Ottonormalbürger rumtreibt ein. Ganz im Sinne von Anja Reschkes Aufforderung „Mund aufmachen, dagegen halten“ ist es wichtig über diese Mythen aufzuklären. Unbedarfte, die nicht im Thema drinstecken kann das sonst schnell verunsichern, wenn sie mit sowas konfrontiert werden.

  23. @van Niedrigwasser

    Es gibt keinen dauerhaften HTML-Quellcode. Die Seite wird aus dem CMS heraus generiert und zur schnelleren Verfügbarkeit auf mehreren Servern gespeichert, unter Umständen auch in den Hauptspeichern der Server. Spätere Änderungen überschreiben die alte Datei.

    Wird der Artikel eine Weile nicht aufgerufen, verschwindet die Datei wieder. Und wird erst bei einem Neuaufruf wieder erzeugt.

    Der genaue technische Ablauf dürfte nur den Entwicklern des CMS und seiner Anpassungen an SPON (ich gehe davon aus, daß sie ein CMS gekauft haben) und den technischen Administratoren des SPON bekannt sein.

  24. @ Julian: Stimmt. Man denke nur an das längst widerlegte, aber immer noch verbreitete Märchen, dass Weihnachtsmärkte nicht mehr „Weihnachtsmarkt“ heißen dürfen. Diese Resistenz gegen Richtigstellungen macht es auch völlig unmöglich, mit Pegidioten zu diskutieren.

  25. Die Diskussion hier ist etwas zu sehr auf Facebook reduziert. Man kann jede Seite über den Quelltext beliebig manipulieren und dann davon einen Screenshot machen. Einfach Quelltext öffnen, über die Suchfunktion die Textstelle suchen und munter drauf los schreiben.

  26. @29 rnf Pegida hat sich nicht davon distanziert, sondern bleiben bei ihrer Darstellung. Steht ziemlich am Ende des Blogeintrags.

    Und niemand hat behauptet das „die Wahrheit der Gegenseite“ dadurch bewiesen ist. Nur diejenigen die unentwegt Lügenpresse schreien sollten sich dann bitteschön an ihren eigenen Maßstäben messen lassen.

  27. @29 nichts. Schaut man sich die Pegida FB Seite an, dann ist denen völlig egal ob das echt oder gefälscht ist.
    Das sind Rassisten, die Kraft der Argumente bleibt da außen vor.

  28. – Und vor allem kommt nahezu kein Lead bei SPON ohne das olle Bindestrich-Und aus. Ganz, ganz schlechter Stil, einfach nur noch nervig. Aber auf Kritik reagieren die ja nicht.

  29. @Udo Schewietzek

    Sobald Du den Link auf einen Artikel bei Facebook ins Status-Fenster reinkopierst, erscheint die Vorschau des Arikels (Überschrift und Teasertext). In der Vorschau dann einfach auf die Übersdhrift (oder den Teasertext) doppelklicken – und Du kannst beides prolemlos verändern.

  30. an jmk

    Ich müßte Dich anzeigen, da Du mich als Rassist beschimpfst (ich bin Pegida Anhänger).
    Rechtliche Schritte behalte ich mir vor?
    Hast ja nicht mal einen ordentlichen Namen, den bekomme ich aber raus, kein Problem

  31. @Horst (31):

    Ja, stimmt, das war etwas ungenau ausgedrückt. Worauf ich hinaus wollte:

    Generiert das SPON-CMS den Meta-Tag „og:title“ immer dynamisch aus der Artikel-Überschrift und der Dachzeile oder kann man den Tag im CMS entsprechend selber anpassen (wovon ich aus SEO-Gründen mal ausgehen würde).

    Wenn der OG-Title aber anpassbar wäre, dann liefe Stefans Argument, SPON hätte schnell reagiert haben müssen, ins Leere: Denn die Artikel-Überschrift hätte dann von Beginn an die jetzige sein können und trotzdem hätte der OG-Title etwas anderes beinhalten können. Das wäre aber nur beim Teilen auf Facebook aufgefallen, oder wenn man sich den Source der Seite ansieht.

    Ich glaube zwar auch, dass Pegida hier plump gefälscht hat. Aber trotzdem verfangen die ganzen Argumente bzgl. der Überschrift (hätte schnell geändert werden müssen, Doppelpunkt wäre drin gewesen, URL wäre eine andere, usw.) nicht, wenn das OG-Title-Tag im CMS beliebig festlegbar wäre.

  32. @norbi: Rassist ist keine Beleidigung sondern eine Feststellung. Weiterhin ist es das eine, die Pegidioten zu betiteln oder einen bestimmten Menschen zu betiteln. Das wusstest du aber sicher. ;-)

  33. Es kann kein Original sein, weil Spiegel-Online-Überschriften immer einen Doppelpunkt enthalten.
    Also DAS hat mich wirklich überzeugt.

  34. @norbi:
    Viel Erfolg beim Gang zum Gericht. Sag uns Bescheid, wie lange sie sich über dein Anliegen totgelacht haben, bis sie wieder normal arbeiten konnten.

  35. Merkel hat übrigens auch schon mal (*kicher*) gelogen. Daraus folgt dann wohl, daß alle CDU-Parteimitglieder Lügner sind. Die sind auch alle homophob, denn Frau Merkel hat ja was gegen Schwule, oder wie sie es nennt: Sie fühlt sich „unwohl“.

    Aber wenn man Stefan Niggemeier eines nicht unterstellen darf, dann doch wohl, daß er mit zweierlei Maß misst.

    Die Pegida kann man nur beglückwünschen zu diesem PR-Stunt: Das hat Böhmermann’sche Dimensionen: köstlich!

  36. @ Alex: Das Lustige ist ja: „Pegidioten“ scheint okay zu sein (ich benutzte das Wort ja bereits), „Rassisten“ hingegen nicht.

    @ Jeff: Achja, die Verschwörungstheoretiker-Logik: spiegelonline und Stefan Niggemeier müssen beweisen, dass es nicht so war wie von PEGIDA herbeifantasiert/ -gelogen. Beweisen Sie mir, dass die Welt nicht von einem fliegenden Spaghettimonster erschaffen wurde und wir reden weiter.

  37. @DaW:
    Erstaunlich, was Du alles aus meinem Beitrag rausliest. Ganz im Gegenteil muß hier niemand irgendwas beweisen. Im Gegensatz zum #Varoufake gibt’s ja hier kein idiotisches ZDF, das seinen dummen Zuschauern erklärt, daß es sich um einen Fake-Fake handelt.

  38. abgesehen davon, das ich von pegida nichts halte finde ich es erschreckend, dass leute, die der unkontrollierten zuwanderung kritisch gegenüber stehen als fremdenfeinde und rassisten diffamiert werden. da machte man aus asylkritikern fremdenfeinde. und seit heute können wir lesen, dass diese schleuserbanden in wahrheit fluchthelfer sind. ich bin gespannt wann der fluchthelfer in diesem blog usus wird.

  39. @40, Jeff: In der Tat. Das werden Vorgaben des Reaktionssystems sein. Zwei Felder, die ausgefüllt werden müssen. Die kann man nicht einfach weg lassen, da der Artikel ansonsten vom System nicht angenommen wird.

    Ohne Doppelpunkt wird es bei SPON nicht veröffentlicht worden sein.

  40. The German Übermacht war übrigens auch ein Fake. Das hat der Spiegel so niemals gedruckt! Das war ’ne Fälschung der Antifa!

  41. #47, #Klaus

    Bitte meine Beiträge zum CMS lesen: wie es programmiert ist und wie fehlertolerant es ist, läßt sich von außen nicht beurteilen. Da kann man vielleicht etwas vermuten, aber nicht verifizieren.

    Bei WON war es übrigens möglich, einen Artikel ohne Dachzeile zu veröffentlichen.

  42. Hihi, schon Die Wahl „Germany“ entlarvt den typischen Pegida-Fußballfreund. Olé olé, wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt.

  43. Horst, da Stefan da mal gearbeitet hat (wenn auch vielleicht in der offline Redaktion), würde ich ihm vielleicht einfach mal glauben, dass er weiß, wie das System funktioniert.

  44. @42, Jeff:

    Wer hat behauptet, alle PEGIDA-Anhänger seien Lügner? Dein dümmlicher Vergleich mit Merkel und den CDU-Anhängern wäre also nicht nötig gewesen.
    Wenn Frau Merkels ihre Einstellung zu Homosexualität äußert (die du übrigens sehr verkürzt und inhaltlich verfälscht darstellst, da sich ihre Äußerung auf die Homo-Ehe und nicht auf Homosexualität an sich bezogen hat. Hast du das bei der „Lügenpresse“ gelernt, Jeff, oder ist dir so viel Differenzierung zu kompliziert?) und sie sich als homophob entpuppt, dann kann das CDU-Mitglied entweder applaudieren oder sich davon distanzieren.
    Wenn PEGIDA jeden Flüchtling ironisierend als „Fachkraft“ diffamiert und damit zum Ausdruck bringen möchte, dass er nichts ist und nichts kann, oft geäußert von der Fachkraft Dr. Bachmann, wenn eine Frau Festerling vor ihren Anhängern rassistisch argumentiert und das Verhalten eines Familienvaters in Deutschland bar jeder Grundlage mit dem eines Vaters auf Sizilien vergleicht, wenn ein Herr Däbritz erklärt, es könne Senioren nicht zugemutet werden, für Flüchtlinge als Paten aufzutreten, da sie diesen dann wohl beibringen müssten, dass man Messer auch zum Brotschneiden verwenden kann, und wenn dann der PEGIDA-Anhänger in jeder dieser Situationen applaudierend zustimmt, dann darf er – zumindest in meinen Augen – nicht böse sein, wenn man ihm Nähe zu rassistischem Gedankengut unterstellt.

  45. > Wer hat behauptet, alle PEGIDA-Anhänger seien Lügner?

    „Die Pegida-Leute aber sind nicht nur Lügner, sondern auch Stümper.“ – Stefan Niggemeier
    Ach, richtig, da geht’s nicht um „Anhänger“. Da geht’s um „Leute“. Mein Fehler.

    Gut, daß Du nochmal für alle erklärst, in welchem Kontext Merkel sich unwohl gefühlt hat. Selbstverständlich hat sie nichts gegen Schwule, sie hat nur was dagegen, daß Schwule die gleichen Rechte haben wie richtige Menschen. Sie meinst das nicht so, wie es sich anhörte.

  46. @38 van Niedrigwasser: Wie darf ich mir das vorstellen? Irgendwer bei Pegida, von denen wohl auch die Seite betrieben wird, findet einen Artikel mit dem Titel „Flüchtlinge in Mazedonien: Panik vor dem Zaun“. Der denkt sich „Hach, das ist ja interessant, die armen Flüchtlinge…“ oder was man sich als Pegidist dann halt so denkt. Kopiert dann die URL oder klickt auf Teilen (hätte dann ja wahrscheinlich keinen Unterschied gemacht) und bei diesem Vorgang bemerkt er dann den „neuen“ Titel und anstatt sich zu wundern macht er sich über Spiegel lustig oder wie immer man das nennen will? Das klingt ungefähr so plausibel wie das Siegfried und Roy das Fenster der Ochmoneks zerstört haben!

  47. @47: Dann ist Ihr Thema, an das Sie sich aufhängen, aber nicht Asyl und die Flüchtlingsproblematik, was Sie alarmierend als „unkontrollierte zuwanderung“ bezeichnen wollen, sondern das der Schleuserbanden. Oder wie jetzt? Nein, verrraten Sie es bitte nicht.

  48. @Jeff: Wie können in dem Satz „Die Pegida-Leute aber sind nicht nur Lügner, sondern auch Stümper.“ mit „Leute“ „Anhänger“ gemeint sein? Er handelt von denen, die sich beim Fälschen dumm angestellt haben („Stümper“).

  49. @54: Die „Lügenpresse“-Rufer beschweren sich also, dass alle Leute einer Gruppe mit den Lügen eines dieser Gruppe (mindestens) zusammen geworfen werden? Was gefällt mir daran nicht?

  50. Übrigens: Sollte man wirklich glauben, das man den Link tatsächlich nachträglich noch ändern kann und dann beide auf den gleichen Artikel verweisen, möchte ich darauf hinweisen: Der Link auf den PEGIDA verweist enthält auch den „echten“ Titel.

  51. Natürlich, wie auch das Zitat: „In der Logik der Fremdenfeinde von Pegida“. Das ist keinesfalls eine verallgemeinernde Aussage.

    Kurios allerdings, daß es im Pegida-Manifest gar nicht um Freundenfeindlichkeit geht, sondern um Missbrauch des Asylrechts, wie es selbstverständlich in allen demokratischen Parteien diskutiert wird. Im Gegenteil sprechen sich die „Lügner“ und „Stümper“ explizit FÜR das Asylrecht aus.

    Aber wen interessieren schon Fakten.

  52. @Jeff:
    Richtig, dein Fehler! :)

    Und ja, Merkel hat das so gesagt und nicht so wie du das in deinemvorherigen Post „geglättet“ hast für dich selbst oder die einfachen Gemüter. Und da kann dann jedes CDU-Mitglied für sich entscheiden, ob er das gut findet, ob das mit seinem Wertebild einhergeht, ob er Merkel bzw. die CDU künftig wählen möchte, ob er noch Mitglied in der CDU sein möchte.

    Und wenn ein PEGIDA-Anhänger einem Dr. Bachmann, einer Frau Festerling, einem Herrn Däbritz für oben genannte Äußerungen Beifall zollt, was sagt das dann über diesen PEGIDA-Anhänger? Die Interpretationshoheit überlasse ich ganz Ihnen, Jeff.

  53. Ich denke mal Pegida hat einfach selbst einen vorher schon gefakten Artikel geteilt, alles andere macht keinen Sinn, da es keine Hoffnung gäbe das das nicht eh rauskäme.

  54. ^^Freundenfeindlichkeit => Fremdenfeindlichkeit

    Deine Unterstellungen sind nicht zielführend, Made. Es war mir schon immer zuwider, daß Menschen von anderen Menschen in Ecken gestellt werden, in die sie nicht gehören.

    Der Unterschied zwischen CDU/CSU und der Pegida besteht darin, daß die Pegida fordert, was die CDU schon längst umsetzt.

  55. @norbi:

    Vor dem Reichsbürgergericht?
    Wird der Fall automatisch an die verwiesen, wenn sich ein normales Gericht erst mal totgelacht hat? Die Klageschrift dürfte dann der neue tödlichste Witz aller Zeiten werden.
    Monty P kann einpacken.

  56. Wir rekapitulieren:

    jmk diskutiert mit rnf, worauf norbi sich (und andere) beleidigt sieht und sich rechtliche Schritte vorbehält. Und dann wirft „norbi“ noch „jmk“ (und nicht „rnf“) vor, nicht einmal einen „ordentlichen Namen“ zu haben. (!)

    Oh Internet, never change!

  57. @ Jeff:

    „Kurios allerdings, daß es im Pegida-Manifest gar nicht um Freundenfeindlichkeit geht, sondern um Missbrauch des Asylrechts, wie es selbstverständlich in allen demokratischen Parteien diskutiert wird.“

    Sie meinen das PEDGIA-Manifest, in dem u.a. sexuelle Selbstbestimmung gefordert wird, während die Fersterling bei jeder Gelegenheit gegen Homosexuelle gehetzt wird?

    Spätestens bei den Reden der Finsterling, immerhin offizielle Oberbürgermeister-Kandidatin von PEGIDA, hätten doch jeder merken müssen, dass das Papier nur vorgeschoben ist, um sich einen bürgerlichen Anstrich zu verleihen.

  58. #52 – Es ist nirgends explizit geschrieben, das die Dachzeile zwingend ist. Und einige beteiligen sich an Spekulationen darüber, obwohl nicht klar ist, ob eine fehlende Dachzeile als Fehler durch das CMS betrachtet wird oder auch nicht.

    Wenn es eindeutig ein Fehler ist, dann ist klar, daß der Gesamttitel nicht von SPON ist, ansonsten bleibt es Spekulation.

    Und wie gesagt, im bei Springer verwendeten CMS konnte die Dachzeile weggelassen werden.

  59. @Horst 69
    Das ist so nicht ganz richtig. Wir haben einen ehemaligen Spiegel-Autor der sagt, das CMS lasse nur eine Form zu. Wir haben unzählige SPON-Artikel, die in dieser Form daherkommen. Wir haben einen nachweislich nicht von SPON stammenden Titel, der dem Muster nicht entspricht. Es ist also nicht „Spekulation“, es ist die plausibelste Erklärung. So viel plausibler als jede andere, vorgetragene Erklärung, dass dieser Verweis, man wisse es eben nicht, nicht mehr sinnvoll ist, wenn man keine Hinweise auf eine andere Erklärung hat.

  60. Interessant dabei ist, dass die Formulierung Eurocity in Richtung Germany via Gugl-Suche auf eine einschlägige Seite verweist: pi news. Eine „Quelle“, derer sich Pegida sehr häufig und sehr gerne bedient. Dort schreibt man:

    „Hier sehen Sie den Eurocity aus Mazedonien Richtung Germany gestern. Tickets braucht man anscheinend keine mehr. Wir sind doch froh über diese Bereicherung. Hier noch mehr Fotos vom Bahnsteig!“

    Wirklich schlechter Marketing-Coup, liebe Pegida. Eine wirklich stümperhafte Strategie, um sich einen Platz in der „Mitte der Gesellschaft“ zu sichern.

  61. @Jeff (60)

    Wenn Sie mir bitte erläutern könnten, was ein „Missbrauch des Asylrechts“ ist. Wie kann ich ein Recht missbrauchen, wenn ich es in Anspruch nehme? Ist künftig ein Antrag vor Gericht ein „Missbrauch“, nur weil hinterher das Gericht diesen Antrag abgelehnt hat? Oder bemessen Sie „Missbrauch“ nach dem Grad der Wahrscheinlichkeit des Ablehnens?

  62. @ Jeff

    Kurios allerdings, daß es im Pegida-Manifest gar nicht um Freundenfeindlichkeit geht, sondern um Missbrauch des Asylrechts, wie es selbstverständlich in allen demokratischen Parteien diskutiert wird. Im Gegenteil sprechen sich die „Lügner“ und „Stümper“ explizit FÜR das Asylrecht aus.

    Aber wen interessieren schon Fakten.

    Das Pegida-Manifest ist doch nur ein Feigenblatt, auf das Pegida-Anhänger immer dann verweisen, wenn’s in Diskussionen mal wieder eng wird. Da wird dann triumphierend dieses Manifest mit seinen relativ moderat formulierten Forderungen hochgehalten, das aber mit der Pegida-Wirklichkeit (sei es nun auf Facebook oder bei öffentlichen Reden auf Pegida-Demos) ungefähr so viel zu tun hat wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mit dem Strafrecht von Saudi-Arabien.

    Man denke nur an die Wilders-Rede bei Pegida in Dresden! Der Jubel der Pegida-Leute war genau da am lautesten, als Wilders forderte, dass keine syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge mehr Asyl in Europa bekommen sollen. Der Beifall an dieser Stelle war ohrenbetäubend. Anschließend bedankte sich Pegida-Anführer Bachmann für diese Rede mit einer tiefen, devoten Verbeugung vor Wilders.

    DAS ist Pegida!

    „Aber wen interessieren schon Fakten“,…

  63. Faustregel: Pegida ist nie schuld. Selbst wenn Pegida schuld ist, ist Pegida nicht schuld. Lutz Bachmann kann für nix. Tatjana Finsterling ist empört, aber kann auch nix für.

    So läuft das immer. Das Prinzip Pegida: Die andern sind schud. Darauf sind diese Altherrenwanderungen aufgebaut. Man lügt. Aber man will bitte nicht dabei ertappt werden. Man will ja auch keine Rassisten sein. Man ist nur „asylkritisch“, und zieht dann mit Hooligans vors Heim in Freital.

    Sie giessen Öl ins Feuer. Tun aber so, als wissen sie nicht, was das bewirkt. Und ja, Norbi (verklag mich doch), wer bei Rassisten und Neonazis mitläuft, wer bei Schwulenhetze applaudiert, den kann man schon mal Rassisten nennen. Schlechtmenschen. Hassbürger. Weil der links neben ihm in der Krötenwanderung einer ist und der rechts neben ihm auch, und der in der Mitte den beiden zum Verwechseln ähnlich sieht. Anständige Bürger laufen nicht bei Rassisten mit. Besorgte Bürger schon.

  64. @Aber wen interessieren schon Fakten

    Genauso ist es. Aber es hilft nichts, mit Mitteln der Logik und Empirie Pegida-Anhängerinnen und Anhängern erklären zu wollen, dass sie rassistisch sind. Denn Rassismus entstammt nicht logischen Erwägungen sondern aus durch Angst, Wut und Enttäuschung erzeugten Affekten. „Fakten“ interessieren da tatsächlich überhaupt nicht.

  65. Ich bin weder Rassist noch Pegida-Anhänger.
    Aber wen interessieren schon Fakten.

    Alles Rassisten, außer Mutti.

  66. #77: lieber jeff..weder rassist noch pegida anhänger? dann mal ehrlich: wenn du dir die facebook kommentare unter so einem pediga posting durchliest, bekommst du da nicht das große kotzen?

    „machen wirs den ungarn nach. um europa 5mtr hohe stacheldrahtzäune ala panzerabwehr niemanden rein lassen unsere politiker aber bitte ausserhalb des zaunes denn die haben uns alle hier das eingebrockt.“

    „Wir freuen uns drauf… endlich gratis Nahrung für uns.. Danke Angela.. seit Jahrhunderten warten wir auf frisches Fleisch…. es ist so lecker…“

    „Womöglich leben die hier im Knast besser als da wo sie herkommen und ich glaube nicht das es hier so große Gefängnisse gibt um diese Massen zu bewältigen.Vielleicht würden ja „Übergangslager“ was bringen wo man sich darauf „konzentrieren“ kann sich daran zu erinnern wo man her kommt „

  67. mutti und die anderen pappkameraden haben in den letzten jahren dafür gesorgt,dass es vielen menschen schlecht geht, das sorgt für zulauf für das braune lager.
    aber eins möchte ich diesen menschen,die gerne montags spazieren gehen mal sagen: wenn ihr das nächste wieder 30-40000 menschen zusammen habt, dann macht euch mal nach berlin auf und kotzt euren volksvertretern vor die tür.
    aber das traut ihr euch nicht. ist doch viel cooler mit polizeischutz spazieren zu gehen. feiges pack

  68. @Jeff #77
    Wer oder was ein Rassist oder rassistisch ist, hängt ja davon ab, wie „Rassismus“ definiert wird, da gibt es ja sehr verschiedene Positionen.

  69. @jeff
    „Der Unterschied zwischen CDU/CSU und der Pegida besteht darin, daß die Pegida fordert, was die CDU schon längst umsetzt.“
    Also fordert Pegida das was es schon gibt?

  70. @78: Someone said something on the internet…
    Nein, über Unterbelichtete, die Fuckbook-Seiten mit ihrer Gülle vollschmieren, rege ich mich nicht auf. Da lache ich drüber.

    Mir machen eher intelligente Menschen sorgen, die auf vermeintlich sauberen Seiten wie diesen ihre Engstirnigkeit zur Schau tragen, die die Meinungsfreiheit mit Füßen treten, die andere Menschen, die sie überhaupt nicht kennen, pauschal als Rassisten und Pegidioten verunglimpfen und dafür noch Zustimmung ernten, weil sie glauben, die einzige Wahrheit gepachtet zu haben.

    DAS bringt mich zum Kotzen. Das sind die Menschen, die ihr Kreuzchen bei der CDU oder der SPD machen und denen wir zu verdanken haben, daß nicht die Landesverräter in diesem Lande Konsequenzen befürchten müssen, sondern diejenigen, die wissen wollen, was bei uns hinter verschlossenen Türen gegen unsere Interessen beschlossen wird.

    @82:
    Zweifelst Du daran, daß sich die CSU über die Forderungen der Pegida totlacht? Ich nicht.

  71. @jeff:

    Ich bewundere, dass Sie als PEGIDA-Anhänger, Pegida-Versteher oder PEGIDA-Verteidiger an einem Ort die Diskussion suchen, an dem Sie mit Ihrer Meinung in der Unterzahl sind (anders als an vielen anderen Stellen im Internet, leider). Weniger bewundere ich allerdings, dass Sie völlig unbewaffnet, was Argumente angeht, in die Diskussion gehen.
    Ein fundiertes Argument besteht in der Regel aus dem scholastischen Dreischritt Behauptung, Begründung und Beispiel. Diesen Dreischritt (der im abendländischen Europa, welches PEGIDA mit fletschenden Zähnen verteidigen möchte, eine jahrhundertelange Tradition besitzt) lassen Sie selbst nicht nur vermissen, Sie würdigen ihn bei der Gegenseite auch nicht, wodurch es leider zu keiner sinnvollen Diskussion kommen kann.

    Ich versuche es ein letztes Mal für Sie:

    Wer bei PEGIDA mitmarschiert und fleißig applaudiert, der muss sich nicht beschweren, als Rassist bezeichnet zu werden.
    Begründung: PEGIDA beweist durch mannigfaltige Äußerungen den fremdenfeindlichen und rassistischen Charakter ihrer Organisation. (Begründet man bestimmte Eigenschaften oder Fähigkeiten mit der Herkunft von Menschen, mit ihrer ethnischen Zugehörigkeit, dann argumentiert man nunmal rassistisch)
    Beispiele entnehmen Sie bitte den Ausführungen oben, insbesondere Bachmanns abfällige Titulierung aller Zuwanderer als „Fachkräfte“.

    PEGIDA-Wortführer und PEGIDA-Anhänger haben sich im Netz und auf der Straße haben sich mannigfaltig rassistisch geäußert, haben rassistisch gehetzt, haben rassistisch argumentiert. Wenn nun jemand beim Namen nennt, was da getan wird, macht sich bei PEGIDA-Anhängern Empörung breit, man werde in eine Ecke gestellt, man werde diffamiert.
    Entschuldigung, Jeff, wer sich rassistisch äußert, wer Rassisten Applaudiert, wer mit Rassisten Hand in Hand spaziert, der darf nicht empört sein, wenn ihm Nähe zu rassistischem Gedankengut unterstellt wird.
    Und Sie, Jeff, der Sie genau diese krude Diffamierungstheorie aufgreifen und damit PEGIDA reinwaschen wollen, Sie sind möglicherweise kein Rassist, aber sehr wohl Steigbügelhalter und Unterstützer derjenigen, die sich dieser rassistischen und fremdenfeindlichen Äußerungen bedienen.

    PEGIDA verschiebt die Diskussion, auch hier wieder (ja, auch ich falle darauf rein), auf die Metaebene. Man werde diffamiert, man werde in eine Ecke gestellt…
    In Deutschland ist es gesellschaftlicher Konsens, rassistisches Gedankengut und rassistische Argumentationsmuster nicht anzuerkennen und abzulehen. Legitim fände ich es, wenn PEGIDA so ehrlich wäre und diese Ablehnung offen infrage stellt. Aber ständig rassistisch zu argumentieren und gleichzeitig um sich zu schlagen, wenn in Zusammenhang mit PEGIDA das Wort Rassismus in den Mund genommen wird, ist eine unehrliche, jedoch leider nicht wenig wirksame (vor allem bei recht schlichten Gemütern) Doppelstrategie.

  72. Und dann gibt’s ja immer noch Leute, die so viel Zeit haben, daß sie Kommentare zählen, aber selbst nichts, aber auch gar nichts zu einer Diskussion beitragen. Die mag ich ganz besonders.

  73. Du hast Recht. Es liegt gar nicht an der vielen Arbeit. Es liegt daran, daß ich Brechreiz bekomme, wenn ich Wörter wie „scholastischer Dreischritt“ lese. Beim Schreiben würde ich mich glatt übergeben.

  74. @87, Jeff: Also ich fand die Ausführungen von Made lesenswert. Vielleicht nehmen Sie sich heute Abend nach der Arbeit doch nochmal ein paar Minuten, um den Beitrag zu lesen und zu verstehen. Versprochen: Es lohnt sich!

  75. „die die Meinungsfreiheit mit Füßen treten, die andere Menschen, die sie überhaupt nicht kennen, pauschal als Rassisten und Pegidioten verunglimpfen und dafür noch Zustimmung ernten, weil sie glauben, die einzige Wahrheit gepachtet zu haben.

    DAS bringt mich zum Kotzen. “

    Hetze ist keine Meinungsfreiheit. Wer rassistisch redet und rassistisch handelt, der ist ein Rassist. Wer Rassisten nachläuft, ist ein Mitläufer von Rassisten. Pegida ist eine rassistische Struktur, und mag sogar vereinzelt jemand dabei sein, der wirklich kein Rassist ist (und das ist klar zu unterscheiden: die meisten sagen nur „Ich bin kein Rassist“, vertreten aber sehr wohl entsprechende Standpunkte), dann ist er mindestens ein Mitläufer.

    Auch Wölfe fordern, dass der Verzehr von Schafen unter die Entfaltung ihrer Persönlichkeit gehört.

    „daß nicht die Landesverräter in diesem Lande Konsequenzen befürchten müssen“

    Dem Begriff des Landesverrates und des Landesverräters haftet doch irgendwie ein G’schmäckle an, nicht wahr? Persönlich benutzen Sie hier die Kraftmeier-Rhetorik von Pegida: für die sind auch alle Politiker Landesverräter, mit Ausnahme von diesem oder jenem blonden Holländer und Frauke Petry. Sie klingen wie kurz davor, Standgerichte für Politiker zu fordern.

  76. Allmählich wäre es an der Zeit, dass das Böse Lügenpresse-System dem „Ich bin doch gar nicht Pegida-Anhänger“-Troll den Garaus macht, da er offenbar jeglichen Argumenten ausweicht und zunehmend in Beleidigungen und Diffamierungen abdriftet.

  77. „Ach, Made, im Gegensatz zu Dir muß ich zwischendurch arbeiten.“

    Damit ist die Diskussion auf Facebookniveau angekommen.

    Ansonsten: was Made sagte. Unterstrichen und unterschrieben.

  78. @ Sigur Ros:

    Stimmt, bei Jeff ist wirklich alles drin:

    – „Ich bin ja kein, aber…“
    – „Meinungsfreiheit!“ (die der anderen wird natürlich ebenso ignoriert wie der zweite Absatzes von Art. 5 GG)
    – „Nur weltfremde Arbeitslose sind gegen PEGIDA!“

    Jetzt fehlt nur noch das übliche „540 % der Deutschen unterstützen PEGIDA!“

  79. @86, Made:

    Danke.

    Darf ich mir das Textlein für späteren Gebrauch kopieren? Gewisse „Diskussions“verläufe kehren ja immer und immer und immer und … wieder.

  80. (Offtopic) Warum gibts auf bildblog.de keine Kommentarfunktion wie diese hier?
    Ich hoffe die teilweise Grenzwertigen Kommentare sind nicht der Grund dafür.
    Liebe Grüße

  81. Schade. Wenig erbaulich, die Diskussion hier – wenn die „Argumente“ im wesentlichen darin bestehen, zu behaupten, dass man selbst *ätsch-bätsch!* Arbeit habe – und der Diskussionspartner (na klar!) keine. Und dass man auf sachlich und ausführlich vorgetragene, logische Argumente leider nicht eingehen „könne“ – weil einem plötzlich eingefallen ist, dass man ja (uups!) arbeiten müsse… oder weil einzelne, eigentlich völlig normale bildungssprachliche Ausdrücke aus dem Diskussionsbeitrag angeblich „Brechreiz“ auslösen.

    Fehlt nur noch, dass eine momentan ungünstige astrologische Sternenkonstellation als Grund dafür genannt wird, warum (leider, leider!) keine Gegenargumente mehr vorgebracht werden können.

    So kann man eine Diskussion natürlich auch im Sande verlaufen lassen…

  82. …oder weil man plötzlich feststellt, daß es sinnlos und enervierend ist, mit Niggemeier-Fanboys zu streiten, die sich verhalten wie SPD-Kabarettpublikum… Könnte auch sein.

  83. Oooooh, wenn wir schon mal dabei sind:

    Liebste Made, darf ich Deinen genialen und wirklich überragenden Jahrhundert-… ach, was sage ich: Jahrtausend-Text, gegen den Goethe und Shakespeare wie tumbe, ideenlose Analphabeten wirken, eventuell auch kopieren und in zukünftigen Diskussionen verwenden? Oder vielleicht sogar eine kleine, bundesweite Postwurfsendung an alle Haushalte daraus machen? Biiiitttteeee!

    Es wäre auch ganz toll wenn ich den Text auf T-Shirts, Kaffeetassen und Bettwäsche drucken lassen dürfte. An den zu erwartenden Milliarden-Gewinnen wirst Du als Urheber/in natürlich angemessen beteiligt – logo!

    Und Jeff… wie geht`s? ;-))

  84. Mit dem Update müsste man auch den Titel dieses Blogeintrags ändern. Mindestens plausibel scheint ja nun zu sein, dass der Pegida-Admin nur auf jemand anders hereingefallen ist.

  85. Ja, mit dem „Fälschungs“-Vorwurf gegen Pegida würde ich mich nun auch nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Dass Pegida selbst diese Fälschung vorgenommen hat, dafür gibt’s eigentlich streng genommen keine Beweise.

    Die Sache sieht insgesamt betrachtet danach aus, dass Pegida auf einer der zahllosen ihnen-geistesverwandten Seiten das bereits gefälschte Posting gefunden – und dann, in der Überzeugung, dass das bestimmt schon seine Richtigkeit haben wird (ist ja von Gesinnungsfreunden, und die lügen bekanntlich nie), ungeprüft übernommen, geteilt und die vermeintliche „Skandalmeldung“ unbesehen herausposaunt hat.

    Freilich völlig ohne jedes Gespür für das, was jeder normale, regelmäßige SPON-Leser schon auf den ersten Blick sieht, weil es einen regelrecht anspringt – nämlich, dass DAS keine Überschrift von SPON sein kann („Asylbetrüger“ = Nazi-Szenesprech, „Richtung Germany“ = sprachlich abstrus… etc.).

  86. @ Jeff: Auch wenn ich eigentlich glaube, dass Sie nicht daran interessiert sind, tatsächliche Argumente auszutauschen, starte ich nochmal einen Versuch, wir zwei sind ja noch nicht vorbelastet, und ich versuche, keine Brechreiz-verursachenden Begriffe einzubauen.

    Rassismus ist, wenn man Charaktereigenschaften nicht einem Individuum sondern pauschal einer ganzen Gruppe von Menschen, nur aufgrund ihrer Herkunft, zuspricht. Ihnen ist ausführlich dargelegt worden, an welchen Stellen Verantwortliche bzw. Anhänger von pegida dies getan haben. Sie äußern sich rassistisch. Auf Kundgebungen, in Online-Kommentaren, in Interviews. Vielleicht nicht jeder, der da mit marschiert, aber halt doch eindeutig die große Mehrheit.

    Nebenbei, zu dem Thema, sich selbst davon zu distanzieren, rassistisch zu sein: Was ist denn zum Beispiel mit der AfD? Die muss sich – sicherlich auf etwas bürgerlicher anmutendem Niveau – auch schon lange Zeit den Vorwurf, rassistische Politik zu machen, anhören. Gebetsmühlenartig haben die Herren Lucke und Henkel dagegen argumentiert, irgendwelche kleinen unwichtigen Parteitagsbeschlüsse oder Thesenpapiere hervorgekramt, die das Gegenteil zeigen sollten, und sich weit davon distanziert, zu einer rassistischen Partei zu gehören. Über die Wahlergebnisse, bei denen klar war, aus welcher Richtung ein Großteil ihrer Stimmen kommen, haben sie sich natürlich trotzdem gefreut. Und jetzt? Distanzieren sich beide von den Leuten in der AfD, wegen der rechtspopulistischen Strömungen dort. Solange die Aussicht auf Wählerstimmen und Macht für Lucke und Henkel bestand, haben Sie den Vorwurf weit von sich gewiesen. Jetzt, wo der eine entmachtet und der andere, keine Ahnung, wieder zur Vernunft gekommen ist (?), hat die AfD auf einmal rechtspopulistische Strömungen, die es da vorher nicht gegeben hat? Und bei pegida gibt es immer noch keine Solchen? Ernsthaft?

  87. @ Olly: Da muss man gar nicht die AfD als Beispiel anführen. Genau dasselbe gab es nämlich auch schon bei Pegida:

    Da ist doch im Januar auf einen Schlag die halbe Führungsmannschaft (Oertel & Co.) ausgestiegen und hat sich öffentlich von Pegida distanziert. Diese Leute hatten bis zum Zeitpunkt ihres Ausstiegs auch immer alles schöngeredet und abgestritten. Und plötzlich begründeten sie ihren Ausstieg damit, dass die rechtsextremen Tendenzen bei Pegida immer unerträglichere Ausmaße annehmen. Wohlgemerkt: Nicht irgendwelche Mitläufer, sondern mehrere ANFÜHRER der Pegida-Bewegung gaben offen zu, dass die rechten Tendenzen mittlerweile so schlimm sind, dass selbst ihnen (!) ein weiterer Verbleib bei Pegida nicht mehr tragbar erscheint!

  88. Liebe Kommentatoren, lieber Jeff,

    ich habe gerade den Kommentarverlauf gelesen und möchte mich herzlich bedanken. Es war wunderbar, die Entwicklungen des Tages nachzuvollziehen. Tatsächlich hatte ich kurzzeitig das Gefühl, Jeff, du hättest ein Anliegen, das dir wichtig ist und dass du dich freust, wenn jemand sachlich auf deine Kommentare eingeht. Naja, das änderte sich.
    Bleib wie du bist!

    Allen anderen wünsche ich einen schönen Abend.

  89. Lieber Alex Strippel!
    Danke für die schöne Zusammenfassung! Ich kann mich dem nur anschließen und wünsche allseits einen guten Abend.

  90. Auch wenn PEGIDA auf die Textinterpretation hereingefallen sein sollte, so war der Titel immer noch deren Machwerk. Denn wäre der Link auf der einschlägigen Seite übernommen worden, wäre auch der korrekte Ursprungstitel übernommen worden. Aber man wollte seinem Zielpublikum nicht die Lust am Schäumen nehmen. Quellenanalsyse scheint doch eher eine Schwäche der „Patrioten“ zu sein oder Mittel zum Zweck.

    So wie sich das darstellt, war das wieder mal plumpe Meinungsmache mit emotionaler Aufladung für die „besorgten“ Bürger. Eins mehr für den Einpeitschstapel. Die meisten dort lesen die Texte sowieso nicht, sondern geifern über Aufmachern und ergehen sich in freier, bestätigender Fantasie.

  91. was für ein Kriminalfall. Herr Niggemeyer was wollen Sie dem Leser eigentlich vermitteln? Das in diesem Land nicht jeder Lügen darf? Dürfen das nur Journalisten?
    Rein logisch betrachtet, was soll PEGIDA wohl davon haben eine Überschrift zu fälschen? Die sind schon mal froh so einen Artikel überhaupt zu finden. Ich sehe da gar kein Motiv. Was mich aber wundert ist Ihre Begründung mit welcher Sie untermauern das es eine Fälschung sein muss.
    Der fehlende Doppelpunkt! Mal ehrlich, welcher an Nachrichten interessierte Mensch achtet auf so was. „Man“ nimmt den Inhalt der Nachricht auf, achtet vielleicht auf Satzbau und fehlende Kommas, wenn etwas einfach nicht verständlich rüber kommt. Ein Doppelpunkt? Ein Kriminalist würde da Ohrenklingeln kriegen! Das läuft unter Insider Wissen.
    Darf ich Sie mal was fragen? Arbeiten Sie auch für den Spiegel und haben Sie vielleicht beruflich mit diesem Artikel zu tun? Oder ein Freund / Bekannter von Ihnen?
    Und nun die Prüfungsfrage für alle Leser. Ohne nachzuschauen, wie viel Semikolons sind in diesem Text versteckt?

  92. „Mindestens plausibel scheint ja nun zu sein, dass der Pegida-Admin nur auf jemand anders hereingefallen ist.“

    Nach fast einem Jahr Erfahrung mit Pegida gestatte ich mir an dieser Stelle ein herzhaftes Lachen.

    Wie oben gesagt: Pegida wars nicht. Selbst wenn es Pegida war, war’s Pegida nicht. Das ist so. Das bleibt so. Schuld sind immer die andern.

  93. Jeder bringt gerne das, was ihn bestätigt. Das gilt auch für Herrn Niggemeier und Frau Pegida. Wie sorgfältig man das macht, unterscheidet den Laien vom Profi. Herr Niggemeier ist Profi.

  94. Verehrter Uwe (@117) , Sie beschweren sich darüber, dass andere „Insiderwissen“ haben, und darum die schöne Fälschung nicht aufgeht? Das ist ja auch ein Ding: Doppelpunkte! Wie soll man darauf auch kommen … Wer achtet denn auf sowas, solche Fallstricke für Fälscher sollten verboten werden! Jawoll!
    Also mal ehrlich! *aufstampfˇ*

  95. [klugscheißermode] „Asylmissbrauch“ wäre, wenn jemand Asyl gewährt bekommt, ohne tatsächlich berechtigt zu sein. So wie „Mutterschutzmissbrauch“ ist, in Mutterschutzurlaub zu gehen, ohne Mutter zu werden.[/klugscheißermode]Ob sowas in der Praxis vorkommt, weiß ich nicht, aber von der Theorie her.
    Von der Logik her können Asylsuchende also gar kein Asyl missbrauchen, weil sie noch gar keines haben, das haben sie ja erst beantragt.
    Wenn jemand mal ungefälschte Fälle von zu unrecht bewilligten Asylanträgen vorweisen kann, wäre das ja mal fast so etwas ähnliches wie ein Argument. (Kommt schon, Pegida, ein einziger, und ihr ließet alle Korken knallen!)
    Achja, und es heißt „Asylgegner“, nicht „Asylkritiker“. Es heißt ja auch „Atomkraftgegner“ und nicht „Atomkraftkritiker“. „Asylkritiker“ würden Asyl für eine ähnlich gute Sache halten, wie Theaterkritiker Theater. Ich weiß, deutsche Sprache und so. Braucht kein Mensch.

  96. @Jeff

    Danke, das du die Notwendigkeit der Existenz von Pegida selbst in Frage stellst:
    „Der Unterschied zwischen CDU/CSU und der Pegida besteht darin, daß die Pegida fordert, was die CDU schon längst umsetzt.“

    Warum wird dann per Pegida- Märschen eine bestimmte Position gefordert, wenn CDU & CXo. diese schon längst umsetzen?
    So klärt die Polizei Straftaten auf, durch Widersprüche in den Aussagen… ;)

  97. Hallo Lars, ich habe mich weder beschwert noch habe ich etwas behauptet, ich habe gefragt und versucht einen logischen Grund zu finden, denn den gibt es immer. Eine Lüge wird nicht automatisch zur Wahrheit wenn man sie nur oft genug wiederholt.
    Wenn ich so zurückdenke hat man in den letzten Monaten alles mögliche versucht um PEGIDA zu verunglimpfen. Menschenjagd, Mord, Betrug, Bereicherung usw. – bisher hat sich alles als Flop rausgestellt. Warum soll es diesmal nun wahr sein?
    Es ist einfach zu banal und ändert nichts an der Sache. Ob PEGIDA in der Sache recht hat werden die nächsten Jahre zeigen, und ehrlich, ich wünschte, für meine Kinder, sie würden sich irren. Nur, leider gibt die Geschichte anderer Länder Ihnen Recht.
    Guten Abend

  98. Mir stellt sich da gerade eine Frage. Wenn es DEN Islam gibt, dann muss es doch auch DIE PEGIDA geben. Demnach sind DIE PEGIDA eben fortan Lügner. Oder soll ich jetzt zwischen Leuten differenzieren, die andere schon aus Prinzip nicht unterscheiden wollen?

  99. Ach noch kleine Anmerkung:
    Anbiederung an die politisch Mächtigen hat einen sehr großen Nachteil für die Hofbrichterstatter und Verlautbarungsjournalisten: Dessen „Nachrichten“-Medienprodukte werden nicht mehr gekauft.

    Gerade die Alten, aber auch die kommenden Rentner, haben zunehmend die Schnauze voll. Die jungen Leute ignorieren die Dauerbeschaller in Radio, Print und Fernsehen sowieso.
    Ganz wunderbar finde ich, dass das Podium des Fernsehen dahinsiecht. Die Reichweite ist bestenfalls in Deutschland nur bei 10mio. Zuschauer, trotz aller Schönrechnerei.

    Die Monologmedien sterben, und mit ihr die Propaganda-Kampagnen.

  100. mir kommt auch die galle hoch wenn ich lesen muss was Jeff von sich gibt, aber in einer demokratie darf jeder seine meinung sagen.
    dabei ist es egal wie bescheuert diese ist.
    was mir zu denken gibt ist, dass einige dieser menschen eine diktatorische denkweise haben.
    das widerspricht das was die sich hier erlauben dürfen.
    klingt ein bißchen wie nicht zu ende gedacht.

  101. nichts davon ist zu ende gedacht.
    und selbstverständlich haben sie recht,wenn sie feststellen,daß die politik sie einfach hängen lässt.
    dass die deutsche wirtschaft blüht ist ja eine feine sache.
    der malocher sieht davon nix.
    die jenigen die für 8€ brutto arbeiten und dann zur arge müssen auch nicht.
    wie leicht ist es irgendeinen schwatten die schuld dafür zu geben.
    stammtisch dreck.mehr nicht.

  102. Würde mich nicht wundern, wenn einer der Lügenpresse diese Ente verfasst hat, um Pegida noch mehr Glaubwürdigkeit zu rauben (dann muss ich Pegida aber auch eine ganz schöne Naivität unterstellen) – ums sich dann draufzustürzen und der dumme Bürger denkt: „…siehste, dass sind doch auch nur Idioten…“ Es ist zum Haare raufen in dieser oberflächlichen, Bilder-geleiteten Welt. Habe heute erst gelesen, dass einer Nazis daran erkennt, dass sie das Wort „aber“ benutzen……

    Ich bin übrigens dafür den Begriff „Lügenpresse“ durch „Die großen Verblender“ zu ersetzen – das verdeutlicht die Orwellschen Züge unserer Gesellschaft irgendwie besser – ist mehr so science-fiction mäßig

  103. @133: „Habe heute erst gelesen, dass einer Nazis daran erkennt, dass sie das Wort „aber“ benutzen.…..“

    Nein Marcel, das haben Sie nicht gelesen. Das haben Sie sich gerade ausgedacht. Wie nun aber „einer von der Lügenpresse“ es geschafft hat, Pepita reinzulegen, das ist bestimmt eine lustige Geschichte. Wollen Sie sie erzählen?

    @130: „Die Monologmedien sterben, und mit ihr die Propaganda-Kampagnen.“

    Ähm, wie es scheint, feiern Monolog-Medien mit Propaganda-Kampagnen doch gerade gewisse Erfolge. Denn was anderes als Monologe und Propaganda-Kampagnen, gerne auch mit nachweislichen Lügen und Fälschungen, für ihresgleichen liefern diese ganzen Hassorgane von PI über Pepita bis Compact doch nicht.

  104. Was mich immer wieder fasziniert: Wie erbärmlich das doch wirkt, wenn ausgerechnet diejenigen, die glauben, einer genetisch überlegenen Herrenrasse anzugehören, sich nur mit Lügen und Fälschen weiterzuhelfen wissen. Muss ja ein tolles Genom sein…

  105. Tja, Propaganda vom Feinsten, Stefan. Biste drauf reingefallen und verbreitest das auch noch. Die sind nicht annähernd so doof, wie wir es gerne hätten.

  106. Zur neuen Stellungnahme:

    Ich verstehe es so, dass PEGIDA den Artikel nicht direkt von SPON aus geteilt hat. Ansonsten wäre die Überschrift korrekt übernommen worden.

    Aber: Ist es wirklich möglich, den SPON-Artikel von einer fremden Seite aus zu teilen, ohne dass diese fremde Seite zumindest irgendwo als „Quelle“ angegeben ist?

    So etwas ist mir zumindest noch nie aufgefallen. Oder ich verstehe die Stellungnahme einfach falsch.

  107. @Thomas K.: Ja, das ist möglich, wenn man den Artikel von einer anderen Seite (also nicht einfach einer Einzelperson) teilt. Dann kann man den Hinweis, woher man das geteilt hat, entfernen (muss das aber auch ausdrücklich tun).

  108. @138
    Die Stellungnahme ist genauso stümperhaft, wie die einstmals gepostete vermeintliche SPON-Schalgzeile. Reine Augenwischerei. Egal woher der Link bezogen wurde, er musste auf den tatsächlichen Artikel verrweisen, in welchem der von vornherein korrekte Titel angezeigt worden wäre. Ansonsten müsste jemand den Artikel unter völlig neuer URL (manipulierter) verlinkt und damit Plagiarisierung betrieben haben.

    Kommt es Ihnen nicht auch merkwürdig vor, dass PEGIDA in ihrem Post schon in Vorwärtsimmunisierung ging und vorahnungsvoll eine mögliche Titeländerung postulierte, die dann wenige Minuten später auch noch eintritt? Wohlgemerkt bei einem Artikel, der bereits einen Tag zuvor unter richtiger Bezeichnung auf SPON’s twitter account geteilt wurde!
    Die Formulierung, auf die sich PEGIDA berief, war einzig auf PI zu finden. Es liegt also nahe, dass PEGIDA entweder naiv und vollkommen unkritisch oder mutwillig diese Rhetorik übernommen hat, oder beides. In jedem Fall konnte diese Schlagzeile aber nicht automatisch generiert worden sein, sondern wurde manuell angepasst. Besonders dreist ist dies, wenn man bedenkt, dass, wenn man dem Link gefolgt wäre (die Admins der PEGIDA), die richtige Überschrift hätte lesen müssen. Wenn man denn den Artikel auch gelesen hätte. Aber wozu seinen Lesern kritische Quellenanalyse zumuten, wenn man so schön Polemisieren kann und so versucht, sich eine vermeintliche fortschreitende Legitimation in der/ durch die Öffentlichkeit (weil ja PEGIDA wirke) zuzuschreiben.
    Die anggebliche „Güte“ im Statement, den Post zu löschen, ist nichts weniger als das peinliche Eingeständnis, beim Lügen erwischt worden zu sein.

  109. @Stefan: Danke für die Info.

    @Münchhausen: Mir ging es gerade um die rein technischen Möglichkeiten, die Facebook zur „Verfälschung“ bietet, das war mir im Detail nicht klar und ist doch etwas erschreckend.

    Also gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

    1.) PEGIDA teilt den Artikel mitsamt falscher Überschrift von einer anderen Seite (PI ?!) und verschleiert diese, um der Überschrift einen vermeintlich seriösen Touch zu geben. Warum? Weil sie den Artikel mit Originalüberschrift kennen, sie werden ihn vor dem Teilen ja zumindest durchgelesen haben. Aber warum verschleiern sie die Herkunft? Ihr Publikum liebt doch solche dubiosen Seiten.

    2.) PEGIDA hat ihn, wie hier vermutet, von SPON selbst geteilt und die Überschrift gefälscht. Das erscheint mir – trotz angeblicher eidesstattlicher Versicherung – dann doch am plausibelsten.

    Die EV hat sowieso keinen Wert. PEGIDA wird man die Selbsterstellung der Überschrift nicht zweifelsfrei nachweisen können und SPON wird kaum die Gerichte bemühen, um Facebook zur Aufklärung zu zwingen.

  110. @Thomas K.
    Ihre Vermutung Nr. 2 ist wohl am Wahrscheinlichsten. Denn selbst wenn der Artikel von PI bezogen worden wäre, hätte man dann auch auf deren Seite und nicht auf SPON geleitet werden müssen, bzw. deren Artikelunterschrift hätte auf FB generiert werden müssen. Das war nicht der Fall, man gelangte auf den originalen SPON Artikel. Die Formulierung der Schlagzeile war aber nahezu identisch mit der PI-seitigen Formulierung deren Textes. Außerdem wurde dort ein Link zu SPON unter „weitere Fotos“ eingestellt. Meine Vermutung ist daher, dass man dort einfach auf den SPON-Artikel aufmerksam wurde (es ist ja eine gängige genutzte PEGIDA-Quelle), den „weitere Fotos“ Link geteilt und anschließend die so „schön“ stimmige PI-Textinterpretation als Überschrift übernommen hat. So oder so, es ist ein für mich entweder dummer oder dummdreister Versuch der Stimmungsmache.

  111. @Münchhausen: Nee. Wenn ich einen Artikel mit veränderter Überschrift von einer Facebook-Seite teile, wird die veränderte Überschrift übernommen. Technisch gesehen ist es also durchaus möglich, dass eine andere Seite die Überschrift manipuliert hat, und Pegida das dann geteilt hat.

    Das setzt aber voraus, dass Pegida beim Teilen bewusst den Hinweis auf die Quelle entfernt hat. Und es setzt voraus, dass Pegida nicht selbst auf den Link geklickt hat, um zu überprüfen, was da wirklich steht bei „Spiegel Online“. Was schon deshalb besonders unwahrscheinlich ist, weil Pegida ja in der Anmoderation geschrieben hat, dass man damit rechne, dass das schnell wieder geändert wird. Gerade unter dieser Voraussetzung würde man doch vor dem weiteren Teilen überprüfen, ob die (angebliche) Original-Überschrift noch da ist.

  112. @Herrn Niggemeier
    Müsste dann nicht wie üblich ein Geteilt via in dem Post auftauchen? Denn wenn ich den Link von einer FB-Seite in meinen Post einsetze, dann übernehme ich entweder den FB-Post oder gezielt den Original-Link, oder nicht?

  113. 1.) Wem nützt diese Diskussion? Hier wird einer Tatsache und einer lokalen Bürgerinitiative Aufmerksamkeit geschenkt, der jegliche demokratische Relevanz fehlt.

    2.) Hier wird miteinander verglichen, was unvergleichlich ist. Nämlich die Pressearbeit professioneller Unternehmen, deren Geschäftsmodell die Verbreitung von Nachrichten ist, mit der unprofessionellen Öffentlichkeitsarbeit, eines bunten Haufens von pseudopolitisch engagierten Bürgern, deren Geschäftsmodell allein der Protest und nicht die Verbreitung von Nachricht ist.

    Kommen wir zurück zum politischen Diskurs, d.h. vom Medienkritiker würde ich hier erwarten, dass thematisiert wird, wie u.a. Redaktionen der ÖR Medienanstalten relevante Themen banalisieren und irrelevantes überbewerten. Von mir aus auch am Beispiel der Flüchtlingspolitik, denn die Konzeptionslosigkeit derselbigen gehört kritisch unter die Lupe genommen.

    Was bitte für eine demokratische Legitimation besitzt diese Dresdner Bürgerinitiative ?
    Sie ist nicht mehr als eine politische Laienschauspielergruppe.

    Mir leuchtet nicht ein, wieso, der Medienanalytiker denen hier so viel Aufmerksamkeit schenkt?
    Es gibt doch wichtiger Knackpunkte in der dt. Medienkultur, die der Analyse bedürfen und diskutiert werden sollten – oder nicht?

  114. @137 da ham `ers doch, wäre ja in dieser „crazy“ Medienwelt auch undenkbar, wenn nicht mit solchen „Ködern“ gearbeitet werden würde

    @134 Nein, das habe ich mir nicht ausgedacht, wie Sie in selbstherrlicher, aber falscher Vorverurteilungsmanier feststellen – lediglich karikiert. Es kursiert derzeit ein gern geteiltes Video eines 30jährigen Journalisten, der neben – sachlich formuliert – falschen Tatsachen, wie z.B. Italiener und Türken haben Deutschland erst aufgebaut, seine Haupttheorie zum Besten gibt, nämlich, dass alle Menschen die einen Satz beginnen mit „Ich bin kein Nazi, aber…“ einfach gesagt alles Nazis sind, weil danach nur dumme Rechtfertigungen folgen würden. Alles was nach dem „aber“ kommt, kann er also nicht akzeptieren und biegt es sich so zurecht, dass das faktisch alles falsch sei – wohlgemerkt der, zu dessen Faktenweissen es gehört, dass Italiener und Türken Deutschland aufgebaut hätten. Hier zeigt sich sehr schön die Unfähigkeit zur Differenzierung der Linken, für die es entweder Flüchtlingswillkommensbeklatscher oder Nazis gibt. Gewisse asylkritische Sichtweisen seien larvierte nationalsozialistische und rassistische Einstellungen oder diejenigen haben ihre Dummheit und Widersprüchlichkeit noch nicht erkannt. Was das Herz nicht begreifen will, begreift der Verstand niemals.

    Erschreckend auch, wie hier Leute felsenfest von den ja schon immer vorhandenen (und nicht erwiesenen) Lügen Pegidas sprechen und dabei die 100fachen (erwiesenen) Lügen der Presse ausblenden, wie sie selbstherrlich feststellen zu glauben, dass sich diese sog. Asylkritiker alles nahezu pathologisch zurechtbiegen und dabei Qualität und Quantität ihrer Verbiegungen und Verzerrungen nicht bemerken. Es ist aber auch schwer in unserer „Qualitäts“-Medien und Konsumtempel-Welt. Wer lügt, wer hat recht? Wem kann ich glauben? Was stimmt jetzt?

    Man kann diesen Menschen nur mehr Urteilsvermögen/kraft wünschen, wobei ohne „läuft es“ wahrscheinlich besser . Abschließend noch ein Zitat des linken Jochen Distelmeyers, was ich sehr gut finde – das sollte jeder Journalist in der ersten Vorlesung lernen:“ …jedes Bild ist wie ein Messer ein Gebrauchsgegenstand…“

  115. @149: Wäre es theoretisch möglich, dass bei diesem Satz mit dem Aufbauen und den Italienern und Türken irgendwie ein „mit“ versehentlich verloren gegangen ist?

  116. OK, Zusatz, gerade ist mir dieses ominöse Video auch übern Weg gelaufen… dann frage ich direkt: was ist an dem Satz falsch, dass wir den Wiederaufbau des Landes nach dem zweiten Weltkrieg auch Gastarbeitern zu verdanken haben?

  117. @149, Marcel Groß: Da ich mich hier ja bisher nicht mit Faktenwissen über den Aufbau Deutschlands für Sie disqualifiziert habe: Auch ich glaube, dass jeder, der einen Satz mit „Ich bin kein Nazi, aber…“ beginnt, besser an dieser Stelle aufhören sollte zu reden, da danach mit 99%iger Wahrscheinlichkeit etwas Rassistisches, Fremdenfeindliches oder Menschenverachtendes gesagt wird. Eher 99,9%. Wer sich rassistisch äußert, muss damit leben, dass man ihn für rassistisch hält, egal wie doof man das findet.

    Die Floskel „Ich bin kein Nazi, aber…“ ist kein Zauberspruch, mit dem dessen Benutzer auf wundersame Weise die alleinige Deutungshoheit über seine Aussagen gewinnt.

  118. @148
    Der Nutzen der Diskussion ist mir auch nicht so ganz klar. Eigentlich birgt bereits, wie auch schon angemerkt, der Einleitungssatz „Die Facebookseite von Pegida bot ihren 150.000 Abonnenten…“ ausreichend Diskussionsstoff (meiner Meinung nach). Ich sehe es nämlich anders als Sie. Pegida hat eine hohe demokratische Relevanz. Denn natürlich sind die (erschreckend) vielen offensichtlich unzufriedenen Menschen und ihre (für meinen Geschmack extrem fehlgeleiteten Meinungen) demokratisch relevant – und wirksam. Darüber, und auch, wie hier, über die unredlichen Methoden, mit denen Pegida arbeitet, muss diskutiert werden. Allerdings wundert es mich, dass immer noch Menschen denken, es käme hier auf die Kraft und Wirksamkeit des besseren Argumentes an. Das ist offensichtlich nicht so. Dieser Form der demokratischen, fairen Auseinandersetzung verweigern sich Pegida und ihre Anhänger (bewusst?). Weißt man ihnen Lüge/Fehlinfomration nach, wird das wiederum geleugnet, immer.

  119. @ Olly:

    Zumal es ja einen Grund zu haben scheint, wenn jemand eine Aussage mit „Ich bin ja kein…/ habe ja nichts gegen…, aber…“ beginnen muss. Die Macher von South Park würde ich z.B. niemals für Rassisten halten, obwohl sie gern Witze auf Kosten von Juden oder Schwulen machen.

    @ Marcel Groß:

    Was meinen Sie denn, wie stark die deutsche Industrie in der Nachkriegszeit ohne italiensche, girechische oder türkische Gastarbeiter hätte wachsen können? Man hat sie eben nicht aus Menschenfreundlichkeit ins Land geholt, sondern als Arbeitskräfte (und es kamen Menschen…)

    Außerdem: Sie fordern hier eine sachliche Diskussion ein, verkürzen und verdrehen aber ebenso wie die (anderen?) besorgten Bürger: niemand behauptet, dass das Wörtchen „aber“ Nazis kennzeichnet. Genau das zeichnet übrigens auch den „Diskussionsstil“ von PEGIDA aus: irgendwas halbgar aufschnappen und sofort ohne Nachdenken/Reflektion hyperventilieren. Oder wie es Maike so schön formulierte (auch ein Satz zum Wieder-und-wieder-Kopieren):

    “ Allerdings wundert es mich, dass immer noch Menschen denken, es käme hier auf die Kraft und Wirksamkeit des besseren Argumentes an. Das ist offensichtlich nicht so. Dieser Form der demokratischen, fairen Auseinandersetzung verweigern sich Pegida und ihre Anhänger (bewusst?).“

  120. Mich würde mal interessieren, wie viele von den ganzen Kommentatoren hier schon ‚aktiv‘ etwas für Flüchtlinge getan, und wie viele hinter vorgehaltener Hand schon das ein oder andere abfällige Wort verloren haben. Deutschland und dessen Netzgemeinden versuchen derart krampfhaft politisch korrekt zu sein, dass ich mir langsam vorkomme wie in Amerika – wo jeder jeden andauernd öffentlich anprangert, nur um die eigene Agenda zu fördern, egal wie offensichtlich manches auch sein mag.

    Jeder fühlt sich gleich derart angegriffen, jeder ist betroffen, oh, oh oh, man kann kaum noch etwas zu der ganzen Flüchtlingsdebatte sagen, egal ob positiv oder negativ, ohne nicht sofort Angst haben zu müssen „Nazi“, „Rassist“, „Dummkopf“ oder sonst was genannt zu werden, da manche Leute scheinbar nichts besseres zu tun haben, als nur darauf zu warten, den oder die Anderen sofort an den Pranger zu stellen. Und eben genau aus solchen Gründen wird es nicht mehr lange dauern, bis das Pulverfass explodiert – damit meine ich nicht, dass die Pegida Millionenzuwachs bekommt (denn dagegen hilft ja sowohl die deutsche, als auch die internationale Medienlandschaft, die alles und jeden verteufeln der seine Meinung sagt und sich der hypokritische Rest aus Angst vor Ausgrenzung und Negativschlagzeilen brav anschließt ( -> Schweigespirale/Elisabeth Noelle-Neumann) – oder man stellt wie zB. RTL einfach eigene Reporter hin, die teilweise sehr rechte Aussagen tätigen und das als den durchschnittlichen Pegida-Mitläufer verkaufen. Danach wird das dann einfach unter den Teppich gekehrt. Ich selbst war noch nie auf einer derartigen Veranstaltung, aber ich bin mir sicher, dass nicht nur RTL solche miesen Maschen abzieht.

    Ganz ehrlich, wo soll das enden? Ich würde mich freuen, wenn alle endlich aufhören würden, ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen, überaus ‚betroffen‘ zu sein und heuchlerische Schadensbegrenzung betreiben und alle stattdessen gemeinsam mitanpacken. Gruß an dieser Stelle an Claus Kleber, der nicht zu Tränen gerührt ist, wenn Israel spielende palästinische Kinder tötet oder wenn in Nigeria Mädchen verschleppt, vergewaltigt und getötet werden.

    Dass diese ganze Flüchtlings-Geschichte, genau wie „Charlie Hebdo“, der „GermanWings-Absturz“ oder sogar die „NSU-Morde“ nur eine Ablenkung für andere politische „Ziele“ ist, wird ja leider immer außen vor gelassen, oder man wird sofort zum „absurden Verschwörungstheoretiker“ gemacht. Hauptsache den anderen irgendwie verunglimpfen. Man muss das Volk spalten, um es kontrollieren zu können. Solange wir damit beschäftigt sind uns lieber gegenseitig ans Leder zu gehen, haben unsere Politiker Narrenfreiheit und wir schlucken alles ganz brav und sebstverständlich. Wir müssen zusammenhalten, aber dank der Hetze (egal aus welcher Richtung) wird das nie funktionieren.

    Wir konkurrieren, statt zu kreieren… das ist traurig.

    P.S.: Schöne Grüße an den deutschen Verfassungsschutz! Ihr gehört zu den Schlimmsten!

  121. „Ich möchte ja Marcel Groß nicht widersprechen, aber…“ – Ja, was soll denn nach dem „aber“ kommen?

    Doch wohl, dass ich ihm widersprechen will. Sonst wäre das „aber“ sinnlos.

    „Ich bin ja kein Rassist, aber…“ Die Ableitung, dass der, der so spricht, einer ist, lässt sich schon strukturell aus dem Satz herleiten.

    „Erschreckend auch, wie hier Leute felsenfest von den ja schon immer vorhandenen (und nicht erwiesenen) Lügen Pegidas sprechen und dabei die 100fachen (erwiesenen) Lügen der Presse ausblenden,“

    100fach erwiesen ist da eigentlich nicht allzuviel, außer Sie beziehen sich auf Hetzblogs wie „Propagandaschau“, für die schon der Anschein der Möglichkeit der Manipulation identisch ist mit dem Beweis der Lüge.

  122. @Marcel Groß: Und es waren ja nicht nur die Italiener und die Griechen. Viel schlimmer: auch die Amis haben Deutschland wieder auf die Beine geholfen. Wie’s aussieht, können wir uns ja noch nicht einmal mehr auf die Trümmerfrauen berufen, wenn es darum geht, wie wir uns selbst aus unserem selbst verschuldeten Dreck emporgearbeitet haben. Mist.

  123. @Maike:

    Facebook-Likes machen auf der Seite optisch erstmal etwas her, aber was bedeutet das denn? So ein Klick ist schnell getätigt.

    Wieviele von denen kommentieren denn unter die PEGIDA-Artikel? Die Kommentare sind im niedrigen Hunderterbereich. Wieviele von denen gehen denn zu den Kundgebungen? Das sind mittlerweile auch nur noch wenige Hundert.

    Die NPD hat 120.000 Likes, die Grünen 70.000, die CDU hat 90.000.
    Likes und öffentliche Mobilisierung, für Wahlen z.B., klaffen oft auseinander, in die eine wie in die andere Richtung. Aus der Anzahl der Likes eine Relevanz festzumachen halte ich daher für überhöht.

    („Berlin Tag & Nacht“ hat übrigens 3.000.000 Likes. Täglich gesehen wird die Sendung aber nur von ca. 1 Mio. Zuschauern. „GZSZ“ hat 1.500.000 Likes und wird von ca. 3 Mio. Zuschauern gesehen.)

  124. @Stiller: Komisch, ich wurde noch nie als Rassistin betitelt. Und ich sage sehr offen meine Meinung zum Flüchtlingsthema. Aber vermutlich kenne ich meine wirkliche, echte Meinung gar nicht.

  125. „Mich würde mal interessieren, wie viele von den ganzen Kommentatoren hier schon ‚aktiv‘ etwas für Flüchtlinge getan, und wie viele hinter vorgehaltener Hand schon das ein oder andere abfällige Wort verloren haben. Deutschland und dessen Netzgemeinden versuchen derart krampfhaft politisch korrekt zu sein, “

    Aha. Beweisen können Sie davon aber nichts. Was Sie hier betreiben, ist nichts anderes als Verunglimpfung auf Verdacht. Dazu graben Sie die alte „vorne hui, hinten pfui“-Unterstellung auf. Gegenfrage: ich darf vermuten, dass Sie stattdessen lautstark gegen Flüchtlinge wettern, aber heimlich helfen? Ja?

    Also nur mal laut gefragt, natürlich.

    „Und eben genau aus solchen Gründen wird es nicht mehr lange dauern, bis das Pulverfass explodiert — damit meine ich nicht, dass die Pegida Millionenzuwachs bekommt“

    Sie haben aber komplett vergessen zu sagen, was Sie meinen.

    Aber Sie reden eh Humbug:

    „oder man stellt wie zB. RTL einfach eigene Reporter hin, die teilweise sehr rechte Aussagen tätigen und das als den durchschnittlichen Pegida-Mitläufer verkaufen. “

    Nur dass die Recherchen, in deren Verlauf der RTL-Kollege interviewt wurde, vom NDR stammten. Aber diese Dolchstoßlegende erzählt Pegida ja ungehemmt nichtsdestotrotz, obwohl sie weder faktisch noch logisch haltbar ist. Und sie negiert auch keinesfalls die Vielzahl anderer zutiefst rassistischer, hassiger, hässlicher Äußerungen von Pegida und aus deren Umfeld. Nichts anderes als Nebelkerzenwerfen.

    „Man muss das Volk spalten, um es kontrollieren zu können.“

    Bizarre These. Höre ich öfter, aber irgendwie klingt sie für mich auch nach dem hunderttausendsten mal reichlich blöd. Ich mein, unsere Politiker haben eine demokratische Legitimation. Dazu braucht man keine „Spaltung“, was immer das sein soll (die Existenz widerstreitender Meinungen?).

  126. Und, @Stiller: Die RTL-Sache wurde so erfolgreich „unter den Teppich gekehrt“, dass Sie jetzt davon berichten können, gell?

  127. @Inga:
    Hör doch auf unnötig zu provozieren. Das ist genau das Verhalten, was ich angesprochen habe.

    Was bringt dir das? Ganz ehrlich? Glaubst du ernsthaft, ich würde dir deine echte Meinung absprechen oder gar eine echte Meinung nicht zutrauen? Ich habe nicht pauschalisiert und vor allem nicht dich persönlich angesprochen.

    Du bist gerade ein Paradebeispiel dafür geworden, dass manche Menschen eben lieber doch konkurrieren, statt zu kreieren.

    Schade.

  128. … dasselbe gilt übrigens für Stefan Pannor – bitte seid doch nicht alle gleich derart pikiert.

    Ich wollte euch allen nur sagen, dass ihr mal aufhören könntet im Internet rumzuheulen und stattdessen mal mitanpacken könnt. Ich möchte Probleme lösen, keine schaffen.

    Wenn euch das nicht ausreicht, ist das euer Problem, nicht meins.

  129. @Thomas K.
    Ich mag mich da täuschen, aber ich denke, dass Pegida und vor allem das dort repräsentierte Gedankengut keine zu vernachlässigende Größe darstellen (was sich nicht nur aber auch in Erfolg und Reichweite in den sozialen Medien ausdrückt). Pegida wirkt. Zum einen, indem Personen bestärkt werden, sich zu radikalisieren die rechten Parolen in Taten umzusetzen, zum anderen aber auch ins demokratische Spektrum hinein, siehe Seehofer oder auch die letzten Reformen zum Beispiel des Asylverfahrensrechts.

  130. Stefan Pannor: bitte lies dir mal etwas vom Thema „Cuckolding“ durch – das ist das was Amerika mit Deutschland macht und mit deinem Arbeitgeber (Tagesspiegel). Und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum du mich angreifst und versuchst lächerlich zu machen.

    Genau das, was ich in meinem ersten Kommentar angesprochen habe.

    Wenn du dich gut fühlst, ich gönn es dir, du hast es mir gezeigt, ich bin ein rechter Hetzer, ein Verschwörungstheoretiker, ein Trottel.

    Macht’s gut. Beziehungsweise, macht’s besser!

  131. „Ich will im Internet reden, ich will nur nicht, dass ihr im Internet redet.“

    Herr Stiller: dekomplexierendes, verleumderisches und verschwörungstheoretisches Geschwätz wie Ihres ist Teil des Problems. Und Sie müssen damit leben: Sie haben sich breit ausgelassen darüber. Dann dürfen andere das auch. Ich wüsste auch nicht, wie Verleumdungen und falschaussagen probleme lösen sollen.

  132. @Stiller: Naja, Sie haben unterstellt, man könne „kaum noch etwas zu der ganzen Flüchtlingsdebatte sagen, egal ob positiv oder negativ, ohne nicht sofort Angst haben zu müssen „Nazi“, „Rassist“, „Dummkopf“ oder sonst was genannt zu werden“. Ich kenne dieses Problem aber nicht. Und natürlich unterstellen Sie in Ihrem Posting, viele der Kommentatoren hier (zu denen ich auch gehöre), die sich für Flüchtlinge und gegen Hass einsetzen, täten das aus krampfhafter politischer Korrektheit und würden viel lieber ganz was anderes sagen. Also, nicht erst austeilen und dann rumheulen, wenn’s zurückkommt, ja?

  133. @149 Marcel Groß
    Sie steigen hier in eine Diskussion ein, die sich im Kern um den sauberen Umgang der Gruppe PEGIDA mit Pressemeldungen dreht. PEGIDA unterstellt „den Medien“ (wen auch immer sie damit meinen), sie würden die Wahrheit verdrehen, unkenntlich machen, verbiegen. Da ist es für die Glaubwürdigkeit und Integrität von PEGIDA sehr wohl von Relevanz wie PEGIDA auf ihrer Facebook-Seite mit der Wahrheit umgeht. PEGIDA hat Spiegel-Online unterstellt, das Nachrichtenportal habe sich in einer Überschrift der Sprache bedient, die PEGIDA verwendet und für die PEGIDA kritisiert werde. PEGIDA unterstellte mit dieser Behauptung also Spiegel-Online Doppelzüngigkeit und Unredlichkeit. Die aktuelle Faktenlage legt zumindest die Vermutung nahe, dass PEGIDA die Meldung absichtlich verfälscht hat, um Spiegel-Online diskreditieren zu können oder dass die Gruppe aufgrund unsauberer Recherche selbst einer Fälschung aufgesessen ist. Unsaubere Recherche wurde der „Lügenpresse“ übrigens seitens PEGIDA ebenfalls unterstellt.

    Lieber Herr Groß,
    weshalb tragen Sie nichts von Substanz zum Thema bei und verlagern sich stattdessen auf undifferenzierte und unbegründete Hetze gegen die bundesdeutsche Medienlandschaft? Hier geht es doch gerade um die Frage, wie es PEGIDA selbst mit der Wahrheit hält. Eine Auseinandersetzung mit den „Machenschaften der Lügenpresse“, die, wie schlimm sie auch sein mögen, PEGIDA nicht aus der moralischen Verpflichtung entlässt, ehrlich zu sein, findet sicherlich nächten Montag in Dresden wieder statt.

    Und, lieber Herr Groß, Sie haben Recht, Kritik an der Asylpraxis ist nicht per se rassistisch oder nationalistisch.
    Das Urteilsvermögen, das Sie hier anderen wünschen, würde ich in dem Zusammenhang gerne Ihnen ans Herz legen und ich möchte Sie dabei unterstützen:

    In dieser Diskussion hier wurde von mehreren Personen die These aufgestellt, dass es sich bei PEGIDA eben nicht um harmlose „Asylkritiker“ handelt, sondern dass wir es es hier mit einer von rassistischem Gedankengut durchsetzten Gruppierung zu tun haben. Diese These wurde an mehreren Stellen begründet und mit Beispielen belegt. In einer sachlichen Diskussion würde der Ball nun bei Ihnen liegen. Sie hätten nun die Möglichkeit zu erklären, dass es sich bei PEGIDA eben nicht um eine rassistisch motivierte Gruppe handelt, dass die unter anderem von mir hier angeführten Äußerungen des Herrn Bachmann, der Frau Festerling oder des Herrn Däbritz nicht rassistisch sind. Begrüßenswert wäre es, Sie würden sich dabei der abendländischen Kultur erinnern und ihre Gegenthese mit Begründung und Beispielen belegen. Das wäre doch ein fairer Dialog, finden Sie nicht?

    Also, Herr Groß, ich motiviere Sie hiermit nachdrücklich, aktiv an der Diskussion teilzunehmen, die Ihnen scheinbar am Herzen liegt. Aber bitte verlassen Sie das Niveau der bloßen Parolen und der unbegründeten Hetze. Füllen Sie Ihre Texte doch mit Argumenten. Sie werden sehen, es wird ihnen nicht schaden!

  134. „Als Cuckold (auch kurz als Cucki, Cuck oder Cux) wird vor allem in der BDSM-Szene ein Mann bezeichnet, der in einer festen Partnerschaft oder Liebesbeziehung durch den intimen Kontakt seiner Partnerin mit anderen Männern (Fremdgehen) sexuellen Lustgewinn erlangt. Dabei kann der Cuckold dominantes, voyeuristisches, masochistisches und/oder devotes Verhalten bevorzugen. Äquivalent hierzu wird eine Frau, die durch den intimen Kontakt ihres männlichen Partners mit anderen Frauen sexuellen Lustgewinn erlangt, als Cuckquean bezeichnet.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Cuckold

    Wusste ich zwar vorher schon, aber wenn’s hilft…

  135. @ 161, 165
    Im Internet rumheulen macht doch aber Spaß :-)
    Daneben ist Stillers Argumentationsstrategie aber auch interessant: Mit „Ihr tut ja alle nix“ spricht er, ohne sich auf der inhaltlichen Ebene mit dem Gesagten auseinandersetzen zu müssen, allen hier Sprechenden das Recht ab, was zu sagen, bzw. das Recht darauf, damit ernstgenommen zu werden (nicht berechtigt, weil tun ja nichts).
    Und leider braucht es keine Fake-Demonstranten für rechte Parolen auf Pegida-Märschen (auch wenn es diesen einen Fall ja tatsächlich gab), für die sorgt Pegida selber auf der Rednerbühne (Lutz Bachmann schon mal zugehört?).

  136. @Stiller: Ihre Wahrnehmung ist schon eher selektiv, oder? Natürlich kann man sich kritisch äussern, aber der Ton macht die Musik.

    Und diese „ich war zwar nicht dabei, bin mir aber ganz sicher“-Aussagen sollen genau was beweisen?

    Und ich tue aktiv was zur Behebung der Flüchtlingsproblematik: Ich zahle pünktlich meine Steuern! Ich bin ja auch für Sicherheit auf unseren Strassen und renn trotzdem nicht mit ner Polizeiuniform rum…

  137. @dermax
    Nein, die Noten machen die Musik. Ich kann den ganzen Tag die Asylpolitik in Deutschland kritisieren, etwa indem ich sage, dass die Anerkennungsquote für Flüchtlinge aus Osteuropa viel zu gering ist und der Lebenswirklichkeit dieser Leute in ihren Herkunftsländern nicht gerecht wird. Damit würde ich aber nicht in die Nazi-Ecke gestellt.
    Bitte nicht auf den alten Trick reinfallen, dass bestimmte Themen „tabu“ seien. Das war früher bei den Komplexen „Deutsche Geschichte“, „Ausländerkriminalität“, „Passbetrug“ so, das ist heute beim Thema Flüchtlinge so.
    Das war und ist aber falsch.
    Richtig ist: Nicht das Thema macht die Kritik, sondern die Aussage.

  138. @Maike: Das rechte Gedankengut ist natürlich nicht zu unterschätzen. Auch nicht solche Anheizer wie Seehofer & Co..

    PEGIDA als „Gruppe“ oder „Bewegung“ oder wie auch immer man diese Leute nennen mag, hatte ihre Hochzeit, als die „klassischen“ Medien darüber berichtet haben. Was ist davon noch übrig? Diese Gruppierung zumindest ist schlicht tot. Dass das rechte Gedankengut nicht verschwunden ist, ist klar. Das war vorher schon da, ist jetzt noch da und wird durch die Flüchtlingsthematik nicht weniger, leider logisch.

    Und diese Menschen können sich in nennenswerter Größe nur in den sozialen Medien auslassen.

    Aber: Gleichzeitig erkenne ich gerade in den letzten Monaten eine sehr stark wachsende Gegenreaktion – im positiven Sinne „Unterwanderung“ – der entsprechenden Gruppen in Facebook & Co. Wenn ich auf Seiten wie die von PEGIDA oder der NPD sehe ich zahlreiche Gegenkommentare (sofern nicht vom Admin sofort gelöscht). Und nicht zu vergessen auch die zahlreichen Gegendemos zu PEGIDA-Zeiten. Und das lässt mich dann doch hoffen.

  139. Fakt ist, es gibt keine Meinungsfreiheit in Deutschland. Immer wenn ich meine Meinung äußere, sagen unverschämter weise andere Personen ihre blöde Meinung zu meiner Meinung und machen meine Meinung mit ihrer Meinung nieder. Das geht doch nicht!

    Und diese blöden Wirtschaftsflüchtlinge. Die aus dem Balkan sind ja noch nicht einmal die Schlimmsten. Die Schlimmsten waren diese Leute aus der Ex-DDR. Kamen einfach scharenweise in meine schöne Weststadt und haben uns die Arbeitsplätze weggenommen. Was kann ich dafür, wenn die die 40 Jahre davor nichts gebacken bekommen haben. Diese nicht Biowestler (nicht zu verwechseln mit Biowrestlern) habe doch nichts zu unserer Infrastruktur beigetragen. Wären die in ihrem Sozialismus alles vom Staat in den Hintern geschoben bekommen haben, wurden von den Steuern meines Vaters Straßen gebaut.

    Wirtschaftsflüchtlinge… tz

  140. @ Sascha:

    An sich verstehe ich Ihren Sarkasmus – allerdings möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass die (Ex-) DDR-Bürger, die einst nach Westdeutschland kamen, wohl kaum diejenigen sind, die nun in Freital und sonstwo gegen die pösen „Asylanten“ hetzen.

  141. @DaW

    Das ist klar. Ich wollte nur damit zeigen, dass auch ein Wirtschaftsflüchtling genau wie jeder Asylant nichts anderes will als einer schlechten Situation zu entkommen. Genau wie viele Menschen aus dem Osten damals. Und wieso sollte man ihnen das verübeln.

  142. @Thomas K.
    Da sind wir dann wohl recht nah beieinander. In meiner Stadt Köln erlebe ich auch sehr viel Solidarität, viele Veedel haben eine eigene Willkommensinitiative für Flüchtlinge und auf der Pegida-Gegendemo waren über 10.000 Leute.
    Dennoch finde ich die vielen Anschläge auf Flüchtlingsheime und allgemein die Stimmung in vielen Teilen Ostdeutschlands (aber zum Beispiel auch Dortmund) beunruhigend. Pegida mag ihren Zenit überschritten haben, aber dennoch sind dort zu Hochzeiten 40.000 Leuten gemeinsam mit Nazi-Skinheads auf die Straße gegangen. Diese Menschen sind ja noch da.

  143. @Stiller: in einer sache hast su völlig recht.
    wir sind so miteinander beschäftigt uns zu bekämpfen,dass wir den eigentlichen krieg nicht erkennen.
    es herrscht ein klassenkrieg: reich gegen arm.
    Warren Buffet hat es so ausgedrückt:
    „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“

    die müssen sich doch vor lachen in die hose machen wenn sie sehen, wie wir uns gegenseitig die köpfe einschlagen.

  144. @DaW: Ich scheine einen Ihrer Beiträge übersehen zu haben, deshalb: Woher wissen Sie denn, dass unter den Hetzern keine (Ex-)DDR-Bürger sind?

  145. „Dass diese ganze Flüchtlings-Geschichte, genau wie „Charlie Hebdo“, der „GermanWings-Absturz“ oder sogar die „NSU-Morde“ nur eine Ablenkung für andere politische „Ziele“ ist, wird ja leider immer außen vor gelassen, oder man wird sofort zum „absurden Verschwörungstheoretiker“ gemacht. “

    Genial. Eine neue Variante des „Ich bin ja kein Nazi, aber-“ Musters.

    Ich bin ja kein absurder Verschwörungstheoretiker, aber das Massaker an Charlie Hebdo, die „NSU-Morde“ und der Absturz(-schuss?) der German-Wings Maschine wurden von unseren geheimen Mächtigen inszeniert, um den deutschen Michel von xxx abzulenken.

    Nee, Sie jetzt als absurden Verschwörungstheoretiker zu bezeichnen, dient nur der Unterdrückung der … unterdrückten Wahrheit.

    Das ist wirklich … köstlich.
    Darüber wird dann seitenlang im Internet rumgeheult, bis esmal an der Zeit ist, andere aufzufordern, nicht dauernd im Internet rumzuheulen.

    Man fragt sich ja gelegentlich nach möglichen Ursachen von derlei Verirrungen. Beim letzten Chemtrail zu tief eingeatmet?

  146. @hans-lutz oppermann: Schade, hätte sich doch gelohnt, den Satz ganz zu zitieren:

    es sei denn man heisst „Niggi“ und benutzt verdächtige Fraktalschriftarten in seinem Twitter Avatar.

    Keine weiteren Fragen.

  147. @HLO #185:

    Sie können wirklich nicht unterscheiden zwischen:

    a) einem Bericht über eine Medienfälschung

    und

    b) der prominent beworbenen Einbettung von Videos mit Mordszenen an Unschuldigen auf eine Website?

    Für mich auch so eine merkwürdige Verirrung die völlig entgleiste Maßstäbe dokumentiert.

  148. @180, Maike: Auch wenn das hier sicher nur eine Randnotiz ist, finde ich es nicht angebracht, bei der Stimmung gegen Flüchtlinge Dortmund (im Gegensatz zum achso weltoffenen Köln) als westdeutsches Negativbeispiel zu nennen. Natürlich ist die ausgesprochen „aktive“ Naziszene in Dortmund ein echtes Problem, das viel zu lange (insbesondere von Stadtregierung und Polizei) ignoriert bzw. verharmlost wurde. Und was diese Nazis so treiben, ist ekelerregend genug, aber Sie sprachen ja von einer allgemeinen „Stimmung“ in einer Stadt und die wird mit Verlaub in Dortmund bestimmt immer noch nicht von diesen Nazikadern bestimmt – egal ob noch unter dem vorherigen Label „Nationaler Widerstand“ oder jetzt unter dem Deckmantel der Partei „Die Rechte“.

    Das sogenannte „bürgerschaftliche“ Engagement für Flüchtlinge ist aber vielfältig und steht dem in vergleichbaren westdeutschen Großstädten höchstwahrscheinlich in nichts nach. Übrigens auch von vielen BVB-Fans, nur mal als Beispiele:

    http://www.schwatzgelb.de/2015-08-18-unsa-senf-integrationspreis.html
    http://ballspielvereint.org/protestcamp.html

  149. Verstehe ich das richtig?
    Die Überschrift dieses Blogeintrags, die sich mit einer gefälschten Überschrift beschäftigt, ist möglicherweise falsch?
    HiHi!

  150. @Hanno
    Sorry, das war ja wohl voll daneben von mir. Erstens sehe ich Köln und seinen Lokalpatriotismus und die Begeisterung über die eigene Toleranz kritisch. Zweitens wollte ich nur gemeint haben, dass es in Westdeutschland (und ich meine im Ruhrpott teilweise etwas verstärkt) auch Probleme mit Nazis gibt. (In Köln werden die auch gerade frecher). Das habe ich schlecht formuliert. Dortmund hatte ich im Kopf wegen „der Rechten“ mit SS-Siggi und mit denen verbundenen Vorkommnissen.

  151. @Schorsch, 192
    Es ist also zweifelsfrei bewiesen, dass „Pegida“ die Überschrift gefälscht hat und niemand davor in der Verwertungskette?

  152. @ Frank Reichelt (# 193): Es ist zweifelsfrei bewiesen, dass „Pegida“ sich die Behauptung der Echtheit der falschen Überschrift zu eigen gemacht hat.
    (Hätte sie das nicht tun wollen, so hätte sie die falsche Überschrift als Zitat mit Quellenangabe kennzeichnen müssen. Ich weiß zwar nicht genau, wie lange es die recht nützliche Kulturtechnik des Zitierens schon gibt, aber sie ist sicher schon alt genug, dass ihre Kenntnis auch Ewiggestrigen zuzumuten ist.)

  153. zur Info der google cache von dem facebook-eintrag, da gab es ein Update bevor der Post gelöscht wurde, das ich zitieren möchte:

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:dUEIBEvBnRYJ:https://www.facebook.com/pegidaevdresden/posts/966137420091348+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

    Zitat Anfang:
    „UPDATE:

    Spiegel Online schreibt, wir hätten diese Schlagzeile in der Vorschau gefälscht, dies entspricht nicht der Wahrheit.

    Wir haben diesen Link genau so aus dem Netz geteilt, nicht mehr und nicht weniger.

    (…)Asylbetrüger besteigen Eurocity aus Mazedonien Richtung Germany(…)

    So Freunde, WAS fällt Euch auf? (….)“
    Zitat Ende

    Schade, dass Pegida nicht die Quelle zeigen kann, von wo aus sie es geteilt hatten.

  154. @170

    Bei der Medienwelt kann man wirklich undifferenziert vorgehen, denn hier gibt es nur die Lügenpresse mit dem immer gleichen Kanon und die, die von der Lügenpresse als rechte Presse bezeichnet werden.

    Ich soll hier Argumente liefern und damit den Job machen, den eine objektive Berichterstattung eigentlich machen sollte? Selbst wenn ich Argumente bringe, werden diese doch sowieso oberflächlich als Infos-aus-unseriösen-Quellen pauschalisiert, ohne auf ihren Gehalt geprüft zu werden, bzw. bis ins Letzte seziert um den blinden Fleck zu finden. So wie in unserem achso fortschrittlichem Wissenschaftssystem der Sozialforschung. Nichts kann verifziert (also zu sagen, das trifft immer und für alle Falle zu, denn die kann man nicht wissen) sondern nur falsifiziert (also den Fall finden, für den es nicht zutrifft) werden und so können wir zwar alles widerlegen, aber nichts mehr bestätigen. Aber das ist ein anderes Thema.

    Warum objektive Berichterstattung? Studie über Pegida von Prof. Werner Patzelt TU Dresden.
    Diese Studie ist sehr untergegangen in der Berichterstattung, aber wenn `ne Glatze mitläuft wird das gepusht – wenn ein Hool einem aufdringlichen Journalisten hinterherrennt und der hinfällt und das Batteriefach seiner Kamera kaputt geht, heißt es schwere Übergriffe auf Journalisten. Das über 60jährige Normalos vom linken Mob verprügelt wurden u.v.m. , wird nirgends berichtet. Die Lügenpresse hat es geschafft Pegida zu diffamieren und die ahnungslosen Wessis (ich habe nichts gegen sie) denken dort laufen alles Nazis mit. Außerdem kennen die meisten Wessis Ausländer die in Ordnung sind (und oft schwer in Ordnung) und dann denken sie, wie kann man denn nur gegen Ausländer sein?

    Und nun hier die Ergebnisse der besagten Studie der Pegidateilnehmer (kann man sich auf der Uniseite runterladen):

    ca. 50% haben keine ausländerfeinlichen Einstellungen sehen aber die Asylpolitik kritisch, haben nichts gegen Ausländer und gegen verfolgte Asylsuchende – sind aber für die Abschiebung von Wirtschaftsflüchtlingen

    ca.30% sind ausländerfeindlich und/oder rassistisch (kann ich nicht gut finden)

    ca.10% haben eher linke Einstellungen – Patzelt bezeichnet sie als die empört Gutwilligen – und sympathisieren aufgrund der ungerechten Behandlung mit der Bewegung

    und diese ungerechte Behandlung ist der Motor dieser Bewegung – meine Meinung

    Wer sich den Zug in Dresden ansieht, sieht eigentlich nur Normalos. Übrigens ist die Abi-quote bei Pegida und AfD höher als in der Normalbevölkerung

    Auch im Westen gibt es genug Leute mit asylkrtischen Einstellungen (meist die Älteren), aber nach zig Jahren political correctness Erziehung führt das nicht zu so einer Bewegung wie im Osten. Welche politische Bewegung der letzten Zeit brachte trotz dieser Diffamierung (Leute gehen nicht zu Legida aus Angst vor linker Gewalt, andere verlieren Aufträge und Jobs wegen Teilnahme – und das sind keine „Lügen“-Bild-PI-Geschichten) über einen so langen Zeitraum nahezu wöchentlich tausende auf die Straße?

    Viele Leute im Osten sind wegen Ungerechtigkeit 89 auf die Straße gegangen und viele empfinden heute wieder eine – bezüglichen Asylpolitik, im Umgang von Politik und Medien mit Pegida u.v.m. DIe Asylkritik ist nur die Spitze des Eisbergs der Unzufriedenheit

  155. Schade, dass Pegida keinen Screenshot der Quelle zeigen kann. Manche Leute machen das, um bei strittigen oder kontroversen Fragen nicht auf die Verlinkung zu anderen Leuten angewiesen zu sein. Insbesondere nicht der Leute, mit denen man streitet.

    Wenn das Überleben des christlichen, äh, säkulären, äh, humanistisch-demokratischen Abendlandes von solchen Noobs abhängig ist, ziehe ich vllt. doch besser ins islamische Abendland um. Verwandte von Verwandten von mir sind Algerier.

  156. @Marcel Groß (#170): Schön, dass schon deine erster Satz aussagt, dass man nicht undifferenziert an das Thema rangehen kann, dann weiss man gleich, wie ernst man den Rest des Beitrags nehmen kann. Es gibt nicht „die“ Presse und schon gar nicht „die Lügenpresse“. Wer so voreingenommen und pauschalisierend an das Thema rangeht, hat weder Ahnung von der Medienlandschaft noch ist er objektiv.
    Und schön auch, dass du schon vorher weisst, wie darauf reagiert werden würde, wenn du Argumente bringen würdest – das ist natürlich auch ein cleverer rhetorischer Kniff, um auf Argumente zu verzichten.
    Und dass die Ergebnisse irgendeiner quantitativen Studie, die einem gerade in den Kram passen, nicht der ultimative Beweis für irgendetwas sind, sollte mit etwas Weitblick auch klar sein. Die Rhetorik und Ideologie der Pegida-Anhänger spricht nunmal eine andere Sprache – da können sie noch so oft behaupten, mit Rassismus und Rechten nicht zu tun zu haben, mindestens ein Großteil dieser Leute ist es eben sehr wohl, auch wenn sie sich noch so sehr bemühen, es zu verbergen. Und es gibt sicher Gründe, warum nicht jeder Asylkritiker auch bei Pegida mitmarschiert – vielleicht wollen ja die fairen, nicht fremdenfeindlichen Asylkritiker aus guten Gründen mit Pegida nichts zu tun haben?

  157. ich hatte 2 links gestern gesendet nr.6 und 7

    hätte nochmehr senden können

    diese Links unterschiedliche Personen haben genauso wie ich selber – den Artikel verteilt und es steht auch diese Aslybe…. drinne und nicht die jetzige Variante

    glaubt ihr alle fälschen das aus Gaudi gleichzeitig ?

    wer mal den Rest nur eingibt in Googel findet die Zugmeldung 2 -3 Tage vorher von einer anderen Medien seite

  158. @Marcel Groß #196. Gut, ich würde jetzt vielleicht versuchen mich nicht mit einer Gruppe von Leuten zu assoziieren, von denen ich ein Drittel nicht gut finde, weil sie der Meinung sind, dass sie aufgrund ihrer Nationalität und/oder Herkunft ihrer Eltern, anderen Menschen überlegen sind. Aber da hat vielleicht jeder seine eigene Grenze.

  159. @Thomas: Ich hab schon auf Facebook versucht, Ihnen das zu erklären. Das sind Links von Leuten, die den Pegida-Link geteilt haben. Dann wird nicht die Original-Überschrift geteilt, sondern die geänderte Überschrift.

  160. @Marcel Groß

    Dass Herr Pratzelt und seine Verharmlosungsstrategien mit äußerster Vorsicht zu genießen sind, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

  161. @196
    Sehr geehrter Herr Groß,

    ich muss gestehen, dass ich mich sehr zusammennehmen muss, Ihnen nicht herablassend oder arrogant zu begegnen und ich weiß nicht, ob mir das den gesamten Beitrag über gelingt. Dies hat zum einen den Grund, dass Ihre zumindest zum Teil stumpf vorgetragenen Parolen in ihrer ignoranten Redundanz meinen Intellekt beleidigt, zum anderen liegt das daran, dass ich mich von Ihnen als Diskussionsteilnehmer nicht ernst genommen fühle. Wenn Sie einen Beitrag als Antwort an mich adressieren und beinahe alles ignoren, was ich geschrieben habe, empfinde ich das als Respektlosigkeit. Diese hier von Ihnen vorgetrage Ignoranz provoziert mich, verzeihen Sie.
    Ich versuche, Ihnen mit Respekt zu begegnen und gehe nun auf Ihren Text ein. Sollten Sie es für nötig erachten, darauf erneut zu antworten, so würde ich Sie bitten, mir auf ähnliche Weise zu begegnen und nicht jedes Argument bewusst zu ignorieren.

    „Bei der Medienwelt kann man wirklich undifferenziert vorgehen, denn hier gibt es nur die Lügenpresse mit dem immer gleichen Kanon und die, die von der Lügenpresse als rechte Presse bezeichnet werden.“
    Eine bloße Behauptung Ihrerseits. Ich sehe das anders. Ich denke, wir verfügen in der Bundesrepublik über eine breite Meinungsvielfalt in den Medien. Eine Bildzeitung würde ich nicht in einen Topf werfen mit der Süddeutschen, ein Herr Augstein, ein Herr Prantl, ein Herr Broder, ein Herr Matussek, ein Herr Tichy, sie alle haben ihren Platz in unserer Medienlandschaft und publizieren jeder für sich völlig unterscheidliche Standpunkte, sei es zu den USA, sei es zur Asylpolitik, sei es zur Homoehe, sei es zur Gleichberechtigung von Mann und Frau.
    Eines haben die etablierten Medien aber gemein: Sie stehen alle auf dem Boden des Grundgesetzes und stellen gewachsene Werte, die unsere Bundesrepublik ausmachen, wie es der Pluralismus ist, nicht in Frage. Dass jemand diese Medienvielfalt negiert, kann ich mir schwer erklären. Ein Erklärungsversuch: Er hat die vielfältigen Meinungen, die in unseren Medien kommuniziert werden, nicht kennengelernt. Ein anderer Erklärungsversuch: Er steht in Opposition zu den Werten der Bundesrepublik, die ich persönlich schätze und welche die unterschiedlichen Medienverteter als gemeinsame Grundlage anerkennen. Ein nicht ernstgemeinter Scherz: In dem Zusammenhang fällt mir folgende PEGIDA-Parole ein: „Wer Deutschland nicht liebt…“ Ich schätze meine Bundesrepublik für ihre Toleranz und ihren Pluralismus.

    „Ich soll hier Argumente liefern und damit den Job machen, den eine objektive Berichterstattung eigentlich machen sollte?“
    Mit Verlaub, Herr Groß, Sie haben sich in eine Diskussion begeben. Eine sachliche Diskussion basiert auf dem Austausch von Argumenten. Sie würden damit lediglich „Ihren“ Job machen, Herr Groß. Sie können sich ja entscheiden, wo Sie sprechen möchten. Am Stammtisch reichen je nach Klientel dumpfe Parolen, für eine sachliche Diskussion sollten es tatsächlich Argumente sein, verzeihen Sie!

    „Selbst wenn ich Argumente bringe, werden diese doch sowieso oberflächlich als Infos-aus-unseriösen-Quellen pauschalisiert, ohne auf ihren Gehalt geprüft zu werden, bzw. bis ins Letzte seziert um den blinden Fleck zu finden.“
    Herr Groß, vielleicht liegt hier auch ein Missverständnis vor. Unter einem Argument würde ich verstehen, wenn Sie eine These vortragen und diese, eigenständig und gedanklich verknüpft sowie logisch aufgebaut, mit Begründung und Beispiel belegen, gerne unter Zuhilfenahme von Quellen…

    „Die Lügenpresse hat es geschafft Pegida zu diffamieren und die ahnungslosen Wessis (ich habe nichts gegen sie) denken dort laufen alles Nazis mit.“
    Herr Groß, ich bin so ein ahnungsloser Wessi und Sie könnten nun die Chance nutzen, mich eines Besseren zu belehren. Ich halte in der Tat „die da drüben“, die bei PEGIDA mitlaufen für Anhänger einer ausländerfeindlichen und rassistischen Organisation. Dies begründe ich damit, dass Mitglieder des Orgateams von PEGIDA wie Herr Bachmann oder Herr Däbritz sowie prominente Rednerinnen wie Frau Festerling für ihre rassistischen Entgleisungen von genau diesen Teilnehmern beklatscht und bejubelt werden. Ich gestehe aber ein, dass ich nicht dabei war bei diesen Veranstaltungen, lediglich Streams gesehen habe und natürlich nicht sagen kann, ob nicht der ein oder andere Teilnehmer dann gesagt hat: „Oh, da geht der Bachmann aber jetzt zu weit. Das sehe ich nicht so:“
    Warum ich bestimmte Aussagen der obengenannten Personen als fremdenfeindlich/rassistisch einstufen würde, entnehmen Sie bitte meinen bisherigen Beiträgen.
    Sie können mir gern widersprechen, indem Sie mir deutlich machen, dass ich falsch liege, dass die von mir zitierten Bemerkungen Bachmanns, Festerlings und Däbritzens mitnichten als rassistsch gewertet werden können. Dann würde ich Sie aber bitten, dies argumentativ zu tun, begründen Sie Ihre Aussagen. Bitte beachten Sie hierbei auch: Ich habe das Wort „Nazi“ nicht in den Mund genommen.

    „Studie über Pegida von Prof. Werner Patzelt TU Dresden.“
    Ich kann die von Ihnen zitierten Ergebnisse der Studie so nicht finden, was nicht heißt, dass es sie so wie Sie von Ihnen vorgetragen sind, nicht gibt. Was ich gefunden habe, entspricht jedoch nicht Ihren Zahlen:
    Ich beziehe mich auf die Studie der TU Dresden vom Mai 2015 (https://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ifpw/polsys/for/pegida)
    Hier lese ich unter anderem von 50% „xenophober Patrioten“ und 17% „rechtsradikaler Xenophober“ unter den Befragten, die bereit waren, an der Studie teilzunehmen.
    Laut dieser Studie sind also insgesamt 67% der PEGIDA-Anhänger xenophob. Das ist doch mal ein Statement. ;)
    Ob und inwiefern die Studie repräsentativen Charakter hat, kann und will ich nicht beurteilen. Ich stütze meine Argumentation ja auch nicht auf diese Studie.

    Selbst wenn laut Studie 0% der Befragten Xenophobe wären, so stellt sich für mich die Frage: Was macht es für Menschen, die keine rassistischen Vorurteile haben, so attraktiv, eine Veranstaltung zu besuchen, deren Redner fremdenfeindliche und rassistsische Vorurteile vortragen? Und warum klatschen sie genau bei diesen Beiträgen der Redner besonders laut?

    „Viele Leute im Osten sind wegen Ungerechtigkeit 89 auf die Straße gegangen und viele empfinden heute wieder eine — bezüglichen Asylpolitik, im Umgang von Politik und Medien mit Pegida u.v.m. DIe Asylkritik ist nur die Spitze des Eisbergs der Unzufriedenheit“
    Herr Groß, die Leute sind Ihren Ausführungen nach also unzufrieden mit der Asylpolitik, darüber, wie Politik und Medien mit einer (wertfrei formuliert) asylkritischen Bewegung umgehen und worüber noch? Ein sehr monokausaler Eisberg, wenn Sie mich fragen.

  162. dann müsste geteilt von oder geteilt via dabeistehen

    ich hab auch nicht dabei stehen das ich das geteilt habe von
    habe auch link eingefügt zu testzwecken

    beim Pegida link (nicht teilen) sondern link kopieren und auf eigener Seite einfügen – so mein ich das

  163. @Thomas: Nein, das „geteilt von“ kann man entfernen. Es fällt mir nicht ganz leicht, Sie zu verstehen. Aber Sie scheinen zu sagen, dass Sie nach wie vor der Meinung sind, dass die Überschrift so auf „Spiegel Online“ stand? Also das, was nicht einmal Pegida mehr behauptet?

  164. @Herrn Niggemeier (Nr. 201)

    Wie sah dies dann optisch aus? Mit einem „geteilt via …“ versehen im geposteten Link?
    Denn im Post der PEGIDA stand nämlich nicht „geteilt via“ oben rechts neben dem FB-Namen und in der Untertitelzeile stand auch nur die SPON-URL bzw. die SPON Quelle. Hätte sich der PEGIDA-Post aber auf eine andere Quelle bezogen, also auf eine Sekundärquelle, die dann die SPON-Überschrift gefälscht habe, wie PEGIDA nun in Rückruderverteidigung behauptet, dann hätte dort die betreffende Seite unten angezeigt werden müssen (in dem Fall wohl PI, da nahezu gleicher Duktus). Oder eben das „geteilt via“ innerhalt FBs.
    Die Schlagzeile und der Untertitel, sofern nicht behandelt, werden von FB von der entsprechend verlinkten Seite übernommen, denn da wird ja auf den konkret eingebettenen Link verwiesen und referenziert. Unmöglich ist aber, dass man auf SPON direkt verlinkt, die Überschrift und der Untertitel aber von einer Sekundärquelle automatisch übernommen wird.

  165. @Münchhausen: Noch einmal: Das „geteilt von“ kann man entfernen. Und wenn man es von einer anderen Seite teilt, wird die geänderte Überschrift geteilt, nicht die Original-Überschrift der Seite.

  166. villeicht Stefan war mein voriger Beitrag deutlich wer der Fälscher war + sein text

    Pegida hat diesen reingesetzt mit text daher fehlte das geteilt via

    hab ich getestet klappt wirklich
    Pegida ist Unschuldig beim thema sie haben das gefälscht – das es gefälscht war konnten sie nicht wissen und haben es nach kenntnis entfernt

  167. Stefan der hat seinen Link bei Pegida links in die Leiste vor 18:57 viel weiter davor reingestellt
    bei sich dann extra auch (kann man daran sehen weil er dann den Pegidabeitrag selber geteilt hat)

  168. @Thomas: Ich gehe dann jetzt ins Bett. Und vielleicht erklären Sie mir bis zum Aufstehen, wie Pegida es geschafft haben soll, um 18:55 Uhr einen Link zu teilen, der erst zwei Minuten später gepostet wurde.

  169. @ Herrn Niggemeier

    Also ich habe das jetzt mal probiert. Ich habe einen Link innerhalb FBs geteilt. Ändern konnte ich lediglich Datum (!) und Ort, nicht aber das „geteilt“. FB ließ mich dort nicht wie bei dem Teilen eines externen Links die Über-/ Unterschrift verändern.

    Vielleicht mache ich ja etwas falsch. Wie genau kann ich das FB-interne „geteilt via“ entfernen?

  170. Danke für die Aufklärung, Her Niggemeier. Habe es probiert. Allerdings bleibt dann immer noch die FB-Anmerkung, dass man etwas geteilt habe. Lediglich die Quelle fehlt dann. Das war im betreffenden Fall aber nicht so, da stammte alles aus einer Hand, PEGIDA. Insofern kann sich PEGIDA nicht auf eine andere Quelle der Überschrift beziehen. Geteilt wurde ja nichts.

  171. Ein Screenshot der (vermeintlichen) Quelle von Pegida würde nur beweisen, dass noch ein anderer lügt, aber nicht, dass Pegida nicht gelogen hat.

    Ob man sich den Inhalt einer Behauptung selbst ausdenkt oder von anderen übernimmt, spielt für die Verantwortung für das eigene Sprechen keine Rolle. Ein Minister oder Kanzler oder Präsident, der bei einer Lüge erwischt wird, kann sich ja auch nicht damit herausreden, dass er nur die Rede seines Ghostwriters vorgetragen hat.

    Das ist auch bei der üblen Nachrede im Privatleben nicht anders: Wenn zu mir ein Bekannter kommt und sagt, „hey Schorsch, warum raubst du denn arme alte Omas aus“, dann antwortet ich, „verpiss dich du Arsch„, und an meiner Reaktion würde sich auch durch einen Rechtfertigungsversuch der Art, „ich habe das halt irgendwo gehört“, nichts ändern, – eventuell würde ich das als Entschuldigung, aber gewiss nicht als Rechtfertigung akzeptieren. (Man beachte hier auch die feine sprachliche Differenz meiner Antwort zu dem Fall, dass mein Bekannter sich diese Behauptung nicht zu eigen macht, sondern zitiert: „Hey Schorsch, XY sagt, dass du arme alte Omas ausraubst.“ „Was für ein Arsch.“) Man muss solche Unterstellungen keineswegs hinnehmen und sich auf die Suche nach dem ersten Urheber verweisen lassen – zumal diese Suche oft aussichtslos ist, da Intriganten ihre Unterstellungen unter dem Siegel der Verschwiegenheit verbreiten („aber du hast das nicht von mir“) und im Zweifel selbst auf andere zeigen würden (so wie sich Pegida ja nicht erinnern kann, woher sie die Meldung haben will) – , jeder ist für sein Sprechen selbst verantwortlich.

  172. @ Marcel Groß:

    Lustigerweise wurde die ältere Untersuchung Patzelts, die PEGIDA positiver darstellt, in den Medien viel ausführlicher thematisiert als die vom Mai. (Ja, sie wurde thematisiert. Haben Sie im Januar eigentlich mit Ohropax und Augenbinde in einer Höhle auf dem Mond gelebt?)

    Bei allen anderen Schwächen, die die Untersuchung hatte (z.B. hat ein Großteil sich überhaupt geweigert, daran teilzunehmen – und es liegt der Verdacht nahe, dass es eben die angeblich nicht vorhandenen Rassisten waren), wäre auch interessant, worauf denn die Erkenntnis beruht, wer davon rassistisch oder xenophob eingestellt ist – auf Selbstseinschätzung? Dann wären wir schnell wieder beim berüchtigten „Ich habe ja nichts gegen…, aber…“.

    Und um bei Rassisten mitzulaufen, muss man entweder selbst einer sein – oder bemerkenswert dämlich. Das kann man auch nicht mit Unzufriedenheit rechtfertigen.

  173. @Made: Wacker, aber zwecklos. Sie sollten aber aus Respekt Auch Fremdwörter wie „xenophob“ erläutern
    @Maike, Schorsch: Ja, es macht einen Unterschied, ob sich jemand an einer Diskussion beteiligt, also eine begründete Position der Öffentlichkeit anbietet – oder öffentlich eine Scheindebatte führt, nur um der Wirkung auf das eigene Lager willen. Im zweiten Fall ist jedes Argument verschenkt. Man kann dann nur entschieden auf die Gesprächsregeln verweisen und den Kern deren Aussagen entkleiden, indem man sie spiegelt.

  174. @Marcel Groß, #195

    Ich nehme Ihnen Ihr Weltbild ja nur ungern, aber auch in der Naturwissenschaft ist das mit der Verifikation so eine Sache (kurz: geht nicht):
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Naturwissenschaft

    Es hat übrigens eine gewisse Komik, wenn Sie sich einen Absatz später auf eine sozialwissenschaftliche Studie beziehen.

    Und mal abgesehen von der oben schon angesprochenen fragwürdigen Aussagekraft dieser Studie: Wenn 30% der Teilnehmer einer Demonstration offen zugeben ausländerfeindlich eingestellt zu sein, dann würde ich es mir schon sehr gut überlegen dort teilzunehmen, wenn ich diese Einstellung nicht teile.

  175. @frank: So sieht’s aus. Auch wenn eine quantitative Studie alleine natürlich gar nichts aussagt, sind 30% schon eine ordentliche Hausnummer (die Dunkelziffer von Leuten, die sich nicht offen so äußern wollen, liegt wohl noch wesentlich höher) und kann ich absolut verstehen, dass jeder „Asylkritiker“, der wirklich nicht fremdenfeindlich ist, kein Interesse hat, bei einer Organisation mitzumachen, bei der rund jeder dritte Teilnehmer Werte vertritt, die man selbst ablehnt. Wenn diese Studie also der ultimative Beweis für die Harmlosigkeit und Nicht-Fremdenfeindlichkeit von Pegida sein sollte, war das ein Eigentor und liefert den Kritikern nur Argumente auf dem Silbertablett.

  176. Kann es sein, dass sich die Nummerierung geändert hat? #196 bin ich gewesen, nicht Herr Groß.

    @Herr Groß nochmal: die hiesige Diskussion geht darum, dass offenbar jemand, der Zugang auf die PEGIDA-Facebook-Seite hat, diese benutzt hat, um zu suggerieren, der Spiegel würde intern das Wort „Asylbetrüger“ für Menschen verwenden, die dies nicht sind; das Motiv hinter dieser Aktion ist entweder der Wunsch zu „beweisen“, dass die sogenannte Lügenpresse zwar lügt, aber in Wirklichkeit so denkt wie PEGIDA (ja, es gibt nicht DIE PEGIDA, das sind alles Individuen), oder aber wenigsten, dass „Asylbetrüger“ nicht so ein böses Wort sei, wie dass die sog. „Lügenpresse“ immer behauptet.
    Hat nicht geklappt, bzw. nur bei Leuten, die sowieso schon glauben, was PEGIDA sagt.
    Aus Ironiegründen fehlt leider ein Artikel, in dem sich die „Lügenpresse“ „Lügenpresse“ nennt. Alle Kreter lügen, sagt ein Kreter. Aber bitte nur mit Screenshot, ja?

    Jedenfalls, wenn man der Ansicht ist, dass DIE Presse oder DIE Medien ihre Arbeit nicht richtig machen, ok, dann sollte man das aber zum Anlass nehmen, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Einfach mal jemanden nach Mazedonien schicken, der die Leute befragt, die Asyl beantragen wollen. Oder in den Libanon. Oder direkt in die Bürgerkriegsländer wie Syrien, Nigeria oder wo auch immer die sog. Asylbetrüger angeblich herkommen, weil sie ja vorgeblich um Leib und Leben fürchten müssen. Wenn das alles erlogen ist, muss das doch völlig ungefährlich sein.

  177. @Mycroft: Ja, das kann schon sein – oft werden Beiträge erst später veröffentlicht, da sie aus irgendeinem Grund zunächst im Spam-Ordner landen und nachträglich vom Hausherrn freigeschaltet werden, wodurch sich die Nummerierung ändert.

  178. Nachbrenner: Wie groß mag mittlerweile der Anteil derer in der Gesellschaft sein, die Basiskonventionen der demokratischen Gesellschaft (Pluralität, Respekt, Argumentationsregeln etc.) entweder nicht kennen oder nicht akzeptieren? Hat da schon in Schule und Sozialisation etwas nicht funktioniert, tritt das Problem neu auf, oder wird es erst jetzt sichtbar? Wie weit verkörpern Medien in ihrer Berichterstattung selbst noch diese Konventionen? Ich habe das Gefühl, dass vieles gerade an bröckelnden Konventionen hängt und sich zur Kommunikation dringend neue herausbilden müssen, die auch von einer Mehrheit repräsentiert werden. Nur so eine Überlegung.

  179. @Made, 203 : Sehr guter Beitrag, dank für die Mühe. Es mag in diesem speziellen Fall sinnlos sein, ist aber für Mitleser auf jeden Fall wertvoll.

    @Mycroft, 222: Guter Vorschlag, den sollte man Pegida & co. doch mal häufiger unterbreiten. Natürlich wissen wir, wie das ausgehen wird..

  180. Wer glaubt eigentlich, dass bei SPON tatsächlich intern der Begriff „Asylbetrüger“ verwendet wird? Oder dass solche Begriffe vor der Veröffentlichung durch „PC-konforme“ ersetzt werden?
    Selbst wenn man nie beweisen kann, wer wann wo was gefälscht hat oder beweisen kann, dass überhaupt gefälscht wurde: Wie versumpft im Kopf muss man sein, um so etwas zu glauben?

  181. Und noch etwas: Eine Frage is ja, wem nützt es? Mit diesem „Coup“ hat sich Pegida noch weiter ins Abseits gestellt, als sie eh schon ist. Den Ruf als dumme Bauernfänger, die nicht vor Betrügereien zurückschrecken und/oder auf jeden Blödsinn reinfallen, solange es ihren Zielen dienst, haben sie jetzt vollends weg.

    Hatten sie wirklich gedacht, sie würden damit Leute für ihre Sache gewinnen? Außerhalb dieses Ich-habs-ja-schon-immer-gewußt Dunstkreises, wie sollte das ablaufen?
    Wenn irgendeiner ihrer Mitläufer so etwas privat postet, ist das eine Sache, aber auf ihrer offiziellen Website? Wirklich, wie strunzdumm muss man sein?

    Aber darum geht’s ja vielleicht gar nicht. Wharscheinlich geht es nur darum, sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, damit der jämmerliche Rest ihrer „Bewegung“ nicht vollends verschwindet.

  182. @228: Geht das nicht aus dem obigen FB-Beitrag hervor. Verzweifelt will man nicht in die Nazi-Ecke gestellt werden, also versucht man, alle anderen auf das eigene Niveau zu ziehen, um selber besser da zu stehen. Also soll plötzlich jeder Nazi sein, der selber nicht aktiv Flüchtlingen hilft (wurde hier ja auch bereits versucht) oder eben angeblich eine ähnliche Wortwahl hat, in diesem Fall der SPIEGEL.

  183. Das glaube ich nicht. Aus zwei Gründen: Zum einen, weil Netz-Debatten nicht mehr im Mit-Einander sondern im Neben-Einander verlaufen. Besonders auf Facebook. Es gibt zu #gamergate diese großartige Grafik, die das zeigt: http://f.cl.ly/items/1t1e3m2v0e3r1G2e0O2J/gamergate-universe.png

    Wenn es kontrovers scheint, reden eigentlich nur die mit einander, die einer Meinung sind. Das gilt auch hier, also ist der PEGIDA-Post ohnehin an die gerichtet, die selbst schon wissen, dass das stimmen muss. Deswegen funktioniert er dann ja auch so gut. Weil er, zum anderen, ja auf Wut als Reaktion ausgerichtet ist. Die hämischen Grinsegesichter sollen da nicht täuschen, Kernbotschaft bleibt, in Mazedonien sammeln sich die Betrügerhorden, der Spiegel weiß das und sagt es noch nicht einmal sondern verrät Deutschland, indem er es verschweigt. Das erzeugt Wut und Wut verbreitet sich. (Was übrigens in Kombi dem Begriff „Viral“ eine dann kluge Bedeutungskomponente gibt…)

  184. @Daniel, die Grafik sieht ganz schick aus, leider fehlt eine Erklärung was eigentlich gezeigt wird. Klar ist das irgendwie zwei Cluster auszumachen sind. Und aus dem Kontext heraus schließe ich, dass visualisiert wird, dass Benutzer gleicher Meinung unter sich bleiben. Aber mich würde wirklich interessieren wie das technisch erstellt wurde. Also jeder Punkt ist ein Benutzer, aber was steckt hinter einer Verbindung und auf welchen Kriterien beruht die Farbe einer Verbindung?

  185. Ehrlich gesagt wirft diese ganze Geschichte nicht nur ein schlechtes Licht auf Pegida (wo man sowieso nichts anderes vermutet), sondern auch auf Facebook. Warum sind dort überhaupt solche Manipulationen möglich?

  186. @Susanne 233 – Das man bei facebook die entsprechenden Manipulationen (ganz wörtlich genommen) vornehmen kann, ist kein Versehen sondern Absicht. Kein „Bug“, ein „Feature“, das aber (anscheinend) von einigen Leuten gründlich mißverstanden wird.
    Gedacht ist das dazu, Artikel, Links und Co mit einer persönlichen Nachricht/Note versehen zu können bevor man seine Freunde darauf hinweisst. Nach dem Motto „ey guckt mal alle hier, krasser Artikel!“.

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