Ende des Kongress-Hypes?

Fragt die Fachzeitschrift werben&verkaufen (w&v) in ihrer aktuellen Ausgabe. Der zugehörige Artikel beantwortet die Frage mit einem klaren Ja, lässt aber leider offen, ob das bedeutet, dass damit nun die Phase des richtigen, post-hypesken Bloggens beginnt, oder sich das Thema einfach insgesamt erledigt hat.
Das Beste aber ist der Vorspann:

Um das Problem mal von der Grammatik her aufzuziehen: Da fehlt ein Dativ-Objekt im letzten Satz.
— 10. April 2007, 22:08 — 31 Kommentare
· · ·
Anzeige
· · ·



Wahrscheinlich ein Rätsel aus Sicht der alten Schlachtschiffe…Kein Wunder.
— Christian — 10. April 2007, 22:31 #
Das lustige ist doch: was auch immer nach dem »Blog-Hype« kommen möge, es wird nur noch schneller, unverständlicher und rätselhafter sein.
— Max — 10. April 2007, 22:50 #
Ich blogge jetzt aktiv erst seit einem Jahr, aber in diesem Jahr habe ich schon mindestens 30 oder 40 Mal gelesen, dass der Blog-Hype am Ende ist. Und alle 2 Monate beweisen Statistiken wieder das Gegenteil.
Hat den Autoren noch niemand gesagt, dass sich nicht ALLES totreden lässt? ;)
— Farlion — 10. April 2007, 23:11 #
Bitte, was ist ein »Mitmach-Web«?
Content-Provider aller Art nutzen verschiedene Technologien um Inhalte über das Internet Anderen zur Verfügung zu stellen.
Und ob das jetzt Blogger, PR-Agenturen oder Research-Institute sind ist doch vollkommen irrelevant.
— Andreas. — 10. April 2007, 23:36 #
Och, ich finde ja, der Satz ergibt auch ohne das Dativ-Objekt einen Sinn.
Ist halt immer die Frage, ob man »Rätsel« als »spannend«, »im Fluss«, »Gefahr!« oder »mirzuhoch« wahrnimmt…
— diaet — 10. April 2007, 23:45 #
Da habe ich leider einen tollen Kongress verpasst. Bis ganz bald in Berlin.
— Heiko Hebig — 10. April 2007, 23:57 #
Es wäre ja auch für einige Leute zu schön, wenn zwischen werben, verkaufen und verlegen wieder alles ganz kuschelig old school würde.
Aber glaubt da wirklich jemand ernsthaft dran?
— niels | zeineku.de — 11. April 2007, 0:08 #
Ich finde „Mitmach-Web und Co. bleiben weiterhin ein Rätsel“, denn das bringt so manches auf den Punkt.
„Freie Rede bleibt weiterhin ein Rätsel“
„Meinungsfreiheit bleibt weiterhin ein Rätsel“
„Frei Schnauze bleibt weiterhin ein Rätsel“
Die sind einfach sooo einfach.
— rene — 11. April 2007, 0:33 #
Ich finde „Mitmach-Web und Co. bleiben weiterhin ein Rätsel“ natürlich am besten, das aber nur zur Ergänzung… äh…
— René — 11. April 2007, 0:37 #
[…] Stefan Niggemeier » Ende des Kongress-Hypes? Ende des Blogger-Hypes? (tags: blogs journalismus medien) […]
— Nerdcore - A Blog about very cool Stuff. Und so. — 11. April 2007, 1:27 #
Warum muss in diesem Land immer alles auf mehr oder weniger sinnvollen Kongressen bis zur Gesichtslähmung diskutiert werden?
— Rene — 11. April 2007, 9:11 #
Palm ist auch schon seit Jahren tot.
— SvenR — 11. April 2007, 9:37 #
w&v lebt von zu Ausrufezeichen stilisierten Leerzeichen (wie die meisten anderen Medienmagazine auch). Darf man ernsthaft anderes erwarten als das Totsagen von Medienformen, die Leerzeichen Leerzeichen nennen?
— 8mt — 11. April 2007, 14:25 #
Mal ne Frage: Darf ich hier mitmachen?
— Christian — 11. April 2007, 16:00 #
Es wäre ja schön, wenn der ›Blogger-Hype‹ in der werbetreibenden Wirtschaft tatsächlich endete. Dann hätten wir hier wieder unsere Ruhe vor den Bullshitties à la w&v. Doch die Chance dafür ist eher gering, die sind hartnäckig wie Fußpilz …
— Chat Atkins — 11. April 2007, 18:21 #
Ich Glaube die Blogs sind noch im kommen. w&v schrieb das auch die Corporate Blogs es kaum über 1000 Besuchern im Monat schaft. Wir machen mit unseren Blog eine ganz andere Erfahrung. Unser Blog wächst und wächst seit den letzten 2 Monaten. Letzten Monat hatten wir über 2000 Besucher und diesen Monat werden wir die 3000er Marke knacken. Also es wird noch interessant…
— Lars M. Lehmann — 11. April 2007, 20:24 #
toll.
— Erik — 11. April 2007, 21:50 #
Vielleicht war ja das Ende des Blog-Hype-Hypes gemeint. ;)
Mir ist es gleich, was andere schreiben, ob Hype oder Sturm im Wasserglas. Ich blogge trotzdem weiter.
Grüße,
René
ProBloggerWorld
— Rene Kriest — 12. April 2007, 11:40 #
hoert sich fuer mich immer an wie »bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen«.
die leute, die so was schreiben, würden doch alle fliegen, wenn sie gegenteiliges aeusserten. oder keine kunden mehr haben. »ja, feine sache, aber ich verstehe nichts davon und kann ihnen damit nicht weiterhelfen. doch doch, sehr erfolgreich, immer groessere reichweiten, hmm. nein, wir bieten so was nicht an. bedenken sie, dass wir in unserer zielgruppe folgende alleinstellungsmerkmale haben, bla bla. […] welches anzeigenmodell wollen sie denn nun bestellen?«
das muss erst richtig weh tun, eh auf rattenlosen schiffen jemand mit prokura am ruder zupft.
.~.
— dot tilde dot — 12. April 2007, 17:30 #
Verdammt. Ich versteh das mit dem Dativ-Objekt nicht. Peinlich. Hat jemand Mitleid?
— dussel — 12. April 2007, 20:08 #
Stellt sich die Frage, ob es nötig ist, jedes beleidigte aufmucken eines um seinen Job fürchtenden Normalo-Redakteurs mit einem Blogeintrag zu würdigen, und wenn es nur ist, um ihm das Gegenteil zu beweisen…
— Simon Columbus — 12. April 2007, 21:00 #
Die Formulierung »Mitmach-Web« ist wirklich köstlich. Keine einzige Website funktioniert ohne die Interaktion des Users.
Was mich aber doch schon stark wundert sind die teils derben Töne die ich hier in den Kommentaren über den Job eines Redakteurs lese. Ich hoffe, dass niemand allen Ernstes glaubt, das Blogs die klassischen Medien ablösen werden.
Ohnehin: Wieso wird immer wieder diese »Entweder oder«-Frage aufgeworfen? Das ist so ermüdend wie die Frage, ob das Internet an sich andere Medien verdrängt.
Und noch etwas. Eine generelle Tatsache erschreckt mich sehr: Wenn nicht mehr wichtig ist, was geschrieben wird, sondern wo bzw. in welcher Form es geschrieben wird.
— Thomas — 12. April 2007, 22:01 #
@#20, ja aber nur ein wenig.:)
http://de.wikipedia.org/wiki/D.….tes_Objekt
— westernworld — 13. April 2007, 7:44 #
@ Nr. 23 (westernworld): Ich bin glaube ich noch
dümmerverwirrtermitleidserregender als dussel. Ich habe den Wikipedia-Artikel mehrmals gelesen, ihn — glaube ich — auch verstanden, sehe aber immer noch nicht, wo da ein Dativobjekt fehlen soll.Stefan, übernehemn Sie und schreiben Sie bitte den Satz so hin, wie er Ihrer Meinung nach richtig wäre. Sonst kann ich eine weieter Nacht nicht schlafen…
— SvenR — 13. April 2007, 10:28 #
Ach, Kinners. Dativ = »wem?«
— Stefan — 13. April 2007, 10:32 #
Also »Blogs, Mitmach-Web und Co. bleiben dem Publikum weiterhin ein Rätsel«?
Bin halt kein a-bloggender Journalist. Tschuldigung.
— SvenR — 13. April 2007, 10:57 #
dem Publikum? der nacktnasenwombat-community? den bloggern? oder doch nur der w&v?
— Stefan — 13. April 2007, 11:01 #
Danke. Ist mir nicht aufgefallen, selbst nachdem ich ja mit der Nase darauf gestoßen wurde,
Ich hab‹ ja noch nicht mal ein Blog. *schnief*
— SvenR — 13. April 2007, 11:12 #
macht nix, der Hype ist eh bald vorbei.
— Stefan — 13. April 2007, 11:22 #
…ich will auch mal an den hypen rumspielen, darf ich? *hyp hyp*
— Dominik — 13. April 2007, 11:35 #
muss darauf hinweisen, dass das dativ-objekt in diesem fall nicht obligatorisch, sondern fakultativ ist.
»Etwas ist (und bleibt) ein Rätsel« ist richtig.
»Etwas ist (und bleibt) jemandem ein Rätsel« ist auch richtig.
was man verwendet, hängt davon ab, ob das objekt relevant ist oder nicht. der satz ohne objekt suggeriert auch eine universalität im sinne von
»Blogs, das Mitmach-Web & Co. bleiben (ALLEN) ein Rätsel«
genug kluggeschissen.
— h. aus f. — 13. April 2007, 12:09 #