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Wie die HAZ Werbelinks tarnt

Heute spielen wir wieder das beliebte Spiel: Entdecken Sie den Werbelink!

Spielfeld heute ist der Online-Auftritt der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung” (HAZ):

Na? Hinter welchem Wort verbirgt sich die Werbung? Jede Wette, Sie kommen nicht drauf.

Es ist die große Schaltfläche „Interaktiv”, zwischen „Newsroom” und „Freizeit”. Sie führt zwar scheinbar auf die Seite http://www.haz.de/interaktiv/index.html, aber die leitet nach dem Klick sofort um zu http://parship.haz.de/?source=Navigation, dem Angebot der Partneragentur Parship. Die hat es wie kaum ein zweites Angebot in Deutschland geschafft, von Online-Medien als eigenes redaktionelles Angebot getarnt zu werden.

Aber die Täuschung der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung” ist besonders dreist. Und mal abgesehen davon, dass ein solcher nicht gekennzeichneter Werbelink vermutlich gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verstößt (vulgo: unzulässige Schleichwerbung darstellt) — was ist das für ein Geschäftsmodell, das so offensichtlich darauf setzt, die eigenen Leser in die Irre zu führen?

[via mb.twoday.net]

— 1. Februar 2009, 23:14 — 25 Kommentare

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Kommentare:

  1. [...] stefan Niggemeier [...]

    Too Much Cookies Network » “Schleichwerbung” bei der HAZ online — 1. Februar 2009, 23:35  #
  2. ist ein super quiz, ich hätte auf die bunten „auto immo job” knöpfe gesetzt…

    nilz — 1. Februar 2009, 23:56  #
  3. was ist das für ein Geschäftsmodell, das so offensichtlich darauf setzt, die eigenen Leser in die Irre zu führen?

    Ich befürchte man nennt das in den Chefetagen „Journalismus“.

    Eric Eggert — 1. Februar 2009, 23:57  #
  4. >was ist das für ein Geschäftsmodell, das so offensichtlich darauf setzt, die eigenen Leser in die Irre zu führen?

    Das z.Z. in vielen Branchen gängige. Könnte hier dutzendweise Beispiele bringen. Versicherungen, Banken, Gebrauchtwagenhändler, Lebensmitteleinzelhandel, Pharmaindustrie usw.
    Politik nicht zu vergessen…

    — Bartleby — 2. Februar 2009, 0:14  #
  5. Ich hätte sogar auf sämtliche dieser Links getippt…

    — DotkorOekter — 2. Februar 2009, 1:02  #
  6. „Parship” in verschiedenen Syntax-Varianten filtere ich schon seit einiger Zeit raus, nicht zuletzt wegen der Penetranz, mit der sie auftauchen.

    — nona — 2. Februar 2009, 3:05  #
  7. ist es wirklich so, dass es eine Trennungs- bzw. Kennzeichnungspflicht diesbezüglich gibt? Habe jetzt schon verschiedenste Sachen darüber gehört und bin mir ziemlich unsicher. Mein letzter Stand war jedenfalls, dass ein Link noch keine Werbung darstellt – kann mich aber auch täuschen…

    gentle.rocker — 2. Februar 2009, 7:28  #
  8. „Interaktiv” ist auf einer Webseite eigentlich jeder Link (technisch betrachtet), was könnte denn dann unter einem als „interaktiv” besonders bezeichneten Link liegen? Ein Kontaktformular mit Live-Blog, Redaktions-Chat und Webcam im Chef-Red.-Büro wäre hier einigermaßen schlüssig, aber dass dann realiter eine ganz andere Form von „Kontakt”formular geladen wird, haut es richtig runter.
    (Ob aber einfach eventuell alle Redakteure und -innen der HAZ gerade auf Partnersuche und daher bei parship ständig online zu erreichen sind, auch für Leser? Nee, wohl doch nicht . . .)

    Im Übrigen verweise ich kurz auf die These, dass sich der sogenannte „Journalismus” und seine Prinzipien aus Angst vor irgendeiner Zukunft proaktiv selber erdrosselt und zu diesem Zweck die eigenen Inhalte durch Werbung anderer Wirtschaftszweige ersetzt.

    — Kommentator — 2. Februar 2009, 7:48  #
  9. Habe nur ich den Eindruck, dass die ONLINE-Ausgaben so vieler Zeitungen mit voller Absicht so dermaßem lieblos, mit so viel Verachtung des Lesers gemacht werden? Um einerseits IRGENDWIE im Netz zu sein, weil man das ja heutzutage muss, um aber andererseits jedem jeden Tag zu zeigen: „Hier gibt’s nur minderwertige Sprache und schlecht gemachte Schleichwerbung. Wenn ihr Infomationen wollt, dann kauft gefälligst die gedruckte Zeitung!”

    — ruhrpottjunge — 2. Februar 2009, 9:08  #
  10. @gentle.rocker: Auf Links klicken macht schlau.

    Stefan — 2. Februar 2009, 9:27  #
  11. Lustig, unser lokales Rumpelblatt auf der großen Bühne des Niggemeier-Blogs. ;-) Abgesehen von dieser plumpen Werbevermischung ist der Onlineauftritt der HAZ so schlecht aber nicht. Für Abonnenten gibt es immer die komplette Ausgabe online aufrufbar, wobei tatsächlich die Zeitungsseiten so angezeigt werden, wie sie auch gedruckt sind und bei einem Klick auf den Artikel derselbe sich als HTML-Datei öffnet. Ich finde das schon eine der gelungeneren Varianten der Verknüpfung von lokaler Zeitungsberichterstattung und globaler Abrufbarkeit.

    — Dirk Hillbrecht — 2. Februar 2009, 9:47  #
  12. äusserst beeindruckend in der hinsicht finde ich auch den web-auftritt des hip-hop-fachorgans „juice” unter juice.de. man sollte meinen das diese zeitschrift schon mit einem, mit minimalaufwand gestalteten, webauftritt mit hauptsache forum oder kommentaren sofort hohe klickzahlen generieren würde, aber seit monaten, ach was, jahren!, gibt es dort nur diese abo-seite. entweder haben die wirklich keinen bock oder prokrastinieren in sphären, die man nur ahnen kann.

    nilz — 2. Februar 2009, 10:23  #
  13. Was will man auch von „Europas größtem HipHop-Magazin” erwarten? Schließlich haben sie mit der aktuellen Ausgabe auch den Newsbereich gestrichen weil man da laut Editorial ja eh im Internet besser informiert wird.

    — milan8888 — 2. Februar 2009, 12:22  #
  14. nein! hab ich mir noch gar nicht geholt…den newsbereich? das gibts doch nicht, der beste teil am heft!

    nilz — 2. Februar 2009, 12:56  #
  15. „interaktiv gibt’s bei uns nicht – das macht bei uns der kontaktanzeiger.”

    auch ‚ne art, eine moderne tageszeitung zu sein, oder?

    .~.

    — dot tilde dot — 2. Februar 2009, 15:35  #
  16. So, was haben wir denn da? http://www.haz.de, Rechtsclick auf „Interaktiv”, AdBlockPlus: Grafik blockieren…Filter hinzufügen…Problem gelöst.

    Twipsy — 2. Februar 2009, 18:49  #
  17. Und ich wundere mich seit zehn Minuten wo ein Interaktiv Link zu finden sei..

    Danke AdBlock..

    — georgM — 2. Februar 2009, 21:01  #
  18. Offtopic: Funktioniert nur bei mir der „Mach-das-Bild-durch-einen-Klick-groß”-Link nicht?

    — Susanne — 2. Februar 2009, 21:26  #
  19. @Susanne: Nein, das war ein Fehler von mir. Jetzt müsste’s gehen.

    Stefan — 3. Februar 2009, 10:50  #
  20. [...] Wie die HAZ Werbelinks tarnt « Stefan Niggemeier – [...]

    Links vom 03.02.2009 - spitblog — 3. Februar 2009, 19:02  #
  21. So etwas in der Art (wenn auch nicht ganz so dreist) gibt es auch auf DerWesten.de. Neben einem Artikel steht „Weiterführender Link”. Ein Klick darauf führt aber nur zu Werbung. Beispiel hier: http://www.derwesten.de/nachri.....etail.html

    Frontbumpersticker — 5. Februar 2009, 14:23  #
  22. Das Hamburger Abendblatt beherrscht das auch ganz gut, wie man sieht, wenn man unter Freizeit&Live auf „Partnersuche” klickt: http://www.abendblatt.de/chl/4.html

    — Benjamin — 6. Februar 2009, 15:40  #
  23. Money talks…
    http://www.hottracker.de/news/.....rochen/65/
    „Über 70 Prozent der Werbetreibenden vertrauen [trotz Krise] auf das Potenzial digitaler Maßnahmen und planen ihr Budget für Online-Kampagnen beizubehalten.”
    …it’ll tell you a story (frei nach Ry Cooder)

    pecas — 6. Februar 2009, 18:10  #
  24. [...] PR ist hier ein weites Feld, Luise. Und auch im Internet reißen in dieser Hinsicht zunehmend Verhaltensweisen ein, die nicht von schlechten Eltern [...]

    Da, und nicht da! — Notiz über die Wundermaschine | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Da, und nicht da! — Notiz über die Wundermaschine — 11. Februar 2009, 9:55  #
  25. Das ist doch mal eine „Schleichwerbung”:

    http://www.az-web.de/lokales/h.....ossen.html

    — J.Schiffmann — 16. Juni 2009, 23:19  #

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