Am Mitt­woch beginnt in der Ber­li­ner Kalk­scheune die Blogger-Konferenz re:publica, gleich am ers­ten Nach­mit­tag gibt es etwas, das sich hoch­tra­bend »Die Qua­li­täts­de­batte« nennt (auch noch im »Gro­ßen Saal«), und auf dem Podium sit­zen Mer­ce­des Bunz, Tho­mas Knüwer, Ange­fragt und ich.

Ich sag’s mal so: Herr und Frau Ange­fragt kom­men nicht, und mir feh­len ein biss­chen die Ideen, wor­über wir reden sol­len. (Viel­leicht bin ich auch nur zu faul, mir was Gutes aus­zu­den­ken.) »Blogs vs Jour­na­lis­mus?« steht da als Unter­ti­tel, aber ich kann mir schwer vor­stel­len, dass die Frage wirk­lich noch jeman­den inter­es­siert, ins­be­son­dere man­gels Geg­nern auf dem Podium, aber auch überhaupt.

Ich könnte die Gele­gen­heit statt­des­sen nut­zen, mei­ner Rat­lo­sig­keit über die Kom­men­tar­flut hier und den rich­ti­gen Umgang mit ihr Aus­druck zu ver­lei­hen, was uner­träg­lich selbst­mit­lei­dig oder unver­nünf­tig zor­nig wer­den könnte — aber ich weiß auch nicht, ob das jemand hören will.

Und da ich die Kom­men­ta­to­ren hier nicht nur hasse, son­dern auch liebe (keine Iro­nie), frage ich mal in die Runde: Gibt’s irgend­wel­che Wunsch­the­men? Fra­gen, die wir beant­wor­ten sol­len, Dis­kus­sio­nen, die wir füh­ren müs­sen, The­men, über die wir uns in die Haare krie­gen können?