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Im Februar wäre das nicht passiert

Im weltweiten Rennen um den dümmsten Bericht zum Amoklauf in Blacksburg liegt Spiegel Online mit diesem Artikel fast uneinholbar in Führung:

MONAT DER MASSAKER - Blutiger April - Die Amokläufe von Littleton, Erfurt und Blacksburg haben nicht nur das Leid und den Schrecken gemeinsam, den wenige über viele gebracht haben. Sie teilen auch den Monat, in dem die Schreckenstaten verübt wurden.

Und wer meint, das ließe sich nicht unterbieten, sollte nicht urteilen, bevor er den Schluss des Artikels gelesen hat:

Gestern, am 16. April 2007, erschoss der gebürtige Südkoreaner Cho Seung-Hui, 23, an seiner Universität, der Virginia Tech, 32 Schüler und Dozenten. Waren Klebold und Harris auch seine Vorbilder? Kannte er die Wahnsinnstat des Robert Steinhäuser? War das Datum bewusst gewählt? Schon die Fragen sind beängstigend. Wie werden erst die Antworten sein?

[via Lukas in den Kommentaren]

 
— 17. April 2007, 19:05 — 24 Kommentare

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Kommentare:

  1. Hiermit hat Spon sich in Sachen Relevanz dann doch nochmal selbst unterboten.

    http://www.spiegel.de/netzwelt.….12,00.html

    Wieso kommt Knut nicht vor?

    djmq — 17. April 2007, 19:17  #
  2. Siehe auch http://en.wikipedia.org/wiki/Bloody_April

    — Manfred — 17. April 2007, 19:30  #
  3. Ach komm Stefan, das hast du dir doch ausgedacht.

    Bitte, sag das du dir das ausgedacht hast.

    Stefan?

    Creutz.

    Als nächstes wird dann sicher eine Pre-Crime-Truppe gebildet die zur Hälfte aus Astrologen besteht.

    Mein Hund ist kein Komet.

    Batz — 17. April 2007, 20:11  #
  4. Scheint mir wie eine Auswirkung der Personalrochade, als die eine Bild-Redakteurin neue Chefin des Ressorts »Panorama« bei SpOn wurde. So niveaumäßig.

    Jan — 17. April 2007, 20:23  #
  5. Mir fehlt etwas… wo bleiben die Killerspiele?

    Peter — 17. April 2007, 20:25  #
  6. Die Killerspieltheorien werden von unseren Lieblingslandesinnenmini aus NS und seinem Oberinnenmini morgen sicherlich folgen :/

    Könnt drauf wetten…

    — sebastian — 17. April 2007, 20:56  #
  7. Das ist wirklich unfassbar. Aber kein Wunder. Hier der Lebenslauf des Autors:
    »Volontierte beim »Norddeutschen Rundfunk« und schrieb anschließend als Redakteur erst für SPIEGEL ONLINE, dann für »Bild am Sonntag«. Seit April 2007 wieder bei SPIEGEL ONLINE. »
    Wie unglaublich dumm ist dieser Text! Man müsste den Autor ohrfeigen dafür.

    — Wombatfresser — 17. April 2007, 21:12  #
  8. Diese Nicknames hier machen mir Angst. Fiep.

    Batz — 17. April 2007, 21:21  #
  9. Noch lacht ihr. Wartet mal bis nächsten April.

    — dussel — 17. April 2007, 21:51  #
  10. Übrigens: Patricia Dreyer hat ihren Dienst bei SPON Panorama angetreten. Und von der BamS ganz viele, tolle Springer-Sätze mitgebracht, die sie gleich brauchen darf. Zum Beispiel den:
    »Ist Britney Spears jetzt völlig übergeschnappt? »

    PS: Batz. Reiner Zufall. Wirklich.

    — Wombatfresser — 17. April 2007, 22:38  #
  11. Gibt auch andere Ordnungsschemata, kommentiert jemand nur chez Riesenmaschine.

    Alexander — 17. April 2007, 23:03  #
  12. […] Amokläufen (spontan geplant) und einem “Protokoll des Schreckens” nun also — Zitat Stefan Niggemeier — ein Wettbewerbsbeitrag “um den dümmsten Bericht zum Amoklauf in Blacksburg”. […]

    SpiegelKritik » Blog Archive » Mystisches Blutbad im April — 18. April 2007, 1:46  #
  13. Wenn Cho Seung-Hui noch bis 20. April gewartet hätte, könnte man die Nazis auch mit in die Story einbauen.
    Angeblich kam er auf dem Werg zum Campus, an einem Laden vorbei, in dem Killerspiele verkauft wurden.
    Ich sehe noch Potential in der Geschichte! Die Tränendrüsen wurden noch nicht ausreichend genug mit dem Pressehammer bedient.

    — Stefan mit f — 18. April 2007, 8:41  #
  14. …witzigerweise war die Sache mit dem Monat das Erste was meiner Freundin sofort aufgefallen ist. Desweiteren: Der Täter war 23 Jahre alt und es gab 32 Opfer (2x die 23…huhuhu..). Die »Killerspielkiste« wurde heute früh schon bei Berliner Dudelfunknachrichten kolportiert!

    — Foxxi — 18. April 2007, 9:25  #
  15. WIR SIND AMOK!

    »…Was red ich, spritzen, wir brauchen mehr Blut hier, die Schlagzeile trocknet schon…«

    Dominik — 18. April 2007, 11:56  #
  16. Killerspiele duerfen doch nun wirklich nicht fehlen:

    http://www.spiegel.de/netzwelt.….78,00.html
    http://www.sueddeutsche.de/com.….43/109734/

    Uebrigens ist meiner Meinung nach auch N-TV mit dem Satz:

    »Aus Gerichtsunterlagen geht auch hervor, dass er erst vor wenigen Tagen einen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung erhalten hatte.»
    http://www.n-tv.de/791919.html

    ganz vorne mit dabei. Wirklich man haette es wissen koennen.

    — Theo — 18. April 2007, 12:09  #
  17. Hat es eigentlich dieser wirklich beunruhigende Hinweis schon in die deutschen Medien geschafft?

    The gunman in the Virginia Tech massacre was a sullen loner who alarmed professors and classmates with his twisted, violence-drenched creative writing and left a rambling note raging against women and rich kids.

    (Associated Press)

    Lukas — 18. April 2007, 13:04  #
  18. Da tötet jemand in den USA 32 Menschen und in Deutschland wird laut über eine Verschärfung des Waffenrechts nachgedacht. Wo ist der Zusammenhang? Nachdem D schon einer schlimmsten Klimakiller ist (nicht wahr Herr Töpfer), sollen wir nun auch noch für die weltweite Gewalt verantwortlich sein?
    In diesem Zusammenhang wäre ein Reissack-Sicherungs-Gesetz angebracht. In China soll öfters mal einer umfallen…

    — Hendric — 18. April 2007, 13:15  #
  19. Man stelle sich mal den Umkehrschluss vor: Falls der Erfurter Amoklauf überhaupt eine mediale Verwertung in den USA erfahren hat, dann hat diese sicher nicht zu einer Debatte über das 2nd Admendment geführt.
    Entsprechend gekränkt reagieren ja schon einige Amerikaner auf die ausländischen Reaktionen.

    Übrigens hier der Nachtrag zu 17.

    Lukas — 18. April 2007, 13:27  #
  20. Ach so, deshalb…

    Stefan Niggemeier hat im Wettrennen um den dümmsten Bericht zum Amoklauf in Blacksburg einen Favoriten ausgemacht.
    Nun, daß er die hiesige Lokalzeitung nicht abonniert hat, kann man ihm kaum zum Vorwurf machen, ich lese sie ja üblicherwe…

    spitblog — 18. April 2007, 19:44  #
  21. […] aber über die Berichterstattung in den Medien. Ich hab das Gefühl, dass da auf Teufel komm raus berichtet werden muss. Wer der Täter war (unwichtige Randdetails aus seinem Leben werden ausgebreitet), wie der exakte […]

    Das sind Dinge, von denen ich gar nichts wissen will « langsam laufen lernen — 19. April 2007, 10:22  #
  22. Wer glaubte, es ginge nicht noch schlimmer, der sei eines besseren belehrt — heute (22. April) auf Spiegel online:

    »Bei seinen Geschäftspartnern kam Seung-Hui Cho, der Amokläufer von Blacksburg, bestens an: Ein »fantastischer eBayer« sei er, mit dem das Online-Handeln Spaß mache. Waren lieferte er prompt, bezahlte pünktlich — zum Beispiel gewaltverherrlichende Bücher und Ersatzmagazine für seine Waffen.«

    Link: http://www.spiegel.de/panorama.….27,00.html

    Noch Fragen!?!?!? Mich interessiert es zum Beispiel, ob er sich im Sommer gerne Eis gekauft hat und welche Unterwäsche er bei seinem Amoklauf trug…

    — Florian — 22. April 2007, 15:49  #
  23. Noch geschmackloser und beim ersten Mal glatt übersehen: Unterhalb des im vorangegangenen Beitrag genannten Artikels platziert Spon eine Fotostrecke mit Porträtfotos jedes der 32 Opfer, nennt dazu deren Studienfächer und Lebensumstände. Perfider kann man das Drama nicht ausschlachten.

    — Florian — 22. April 2007, 16:04  #
  24. Ein „fantastischer eBayer” sei er, mit dem das Online-Handeln Spaß mache.

    Das grenzt ja in seiner Dämlichkeit an die Frage an den Hamburger Uni-Rektor, ob Mohammed Atta ein auffälliger Student gewesen sei (Volker Pispers: »Solche Journalisten können Sie eigentlich nur zufriedenstellen, wenn Sie sagen: ›Ja, so ein bisschen nach Schwefel hat er schon ab und zu mal gerochen‹!«).

    Lukas — 22. April 2007, 18:31  #

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