Zwischenstand im Presse-Limbo zum Leistungschutzrecht

30 Nov 12
30. November 2012

Das Wettrennen um die verlogenste, einseitigste, falscheste und irrste Berichterstattung in der deutschen Presse über das Leistungsschutzrecht ist noch im vollen Gang. Insofern wäre es voreilig, heute schon einen Gewinner küren zu wollen, selbst wenn man sich kaum vorstellen kann, dass die bisherigen Teilnehmer noch zu übertreffen sind.

Bis vorhin zum Beispiel dachte ich, dass der „Mannheimer Morgen“ unmöglich einzuholen sein würde. Der hat einen Kommentar von Rudi Wais veröffentlicht, der auch in „Augsburger Allgemeiner“, „Main Post“, „Straubinger Tagblatt“ und „Landshuter Zeitung“ erschienen ist und mit den Worten beginnt:

Diesen Kommentar gibt es nicht umsonst.

Das ist ein Satz, der auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär wirkt, es sei denn, man liest den Kommentar auf den Internetseiten von „Mannheimer Morgen“, „Augsburger Allgemeine“ oder „Main Post“. Dort gibt es ihn umsonst.

Diesen Kommentar gibt es nicht umsonst. Unsere Leser bezahlen am Kiosk oder im Abonnement für ihre Zeitung — und unser Verlag bezahlt den Autor, der diesen Kommentar schreibt, das Papier, auf dem der nachts gedruckt wird, die Druckmaschinen und natürlich auch Fahrer und Zusteller, die die Zeitungen dann in aller Frühe ausliefern. Im Idealfall haben am Ende alle fünf etwas von diesem Kommentar: Leser, Verlag, Journalist, Fahrer und Zusteller. Sie leben mit der Zeitung oder von ihr. Nur Google will nicht bezahlen.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber für mich verlieren diese Sätze ein bisschen ihre Überzeugungskraft dadurch, dass sie alle auf dem ersten Satz aufbauen, der so eindeutig falsch ist.

Wie übrigens auch der nächste:

Der amerikanische Internetriese sammelt Texte ohne Rücksicht auf Urheber– und Verlagsrechte in speziellen Nachrichtenportalen.

Nein. Was Google macht — Texte indizieren und mir kurzen Ausrissen verlinken — verstößt nicht gegen das Urheberrecht. Und wenn die Verlage es trotzdem nicht zulassen wollen, könnten sie es einfach verhindern, sogar ohne darauf verzichten zu müssen, über Google trotzdem gefunden zu werden. Die falsche Behauptung ist Teil der gezielten Desinformation der Leser durch die Verlage, was insofern ironisch ist, weil der Kommentator ein paar Sätze weiter schreibt, dass „unkundige Besucher“ von Google „gezielt desinformiert“ würden.

Der Kommentar endet mit den Worten:

Guter Journalismus kostet Geld — und deshalb darf ihn auch Google nicht umsonst bekommen.

Bevor Sie jetzt ein schlechtes Gewissen bekommen, falls Sie auf den Link geklickt und den Text umsonst gelesen haben: Keine Sorge. Es handelt sich ja nachweislich bei ihm nicht um „Guten Journalismus“.

Dieser Kommentar also, dachte ich, wäre schwer zu unterbieten. Andererseits hat sich die „Sächsische Zeitung“ wirklich alle Mühe gegeben. Die schreibt heute:

Nun ruft uns Google auf, für die Freiheit im Netz zu kämpfen. Auf wessen Kosten der Konzern das tut, ist doch egal, solange er es für unsere Freiheit tut. Dafür darf er auch beliebig viel Wissen über uns sammeln und an ihm beliebige Stellen weiterreichen. Oder beliebig geklaute Inhalte zum eigenen Nutzen verwerten. Ja, Google ist toll und für die Freiheit. Wie gaga — oder eben google — muss man eigentlich sein, um an ein solches Märchen zu glauben?

Als Laie würde ich sagen, dass das justiziabel sein dürfte. Nein, nicht das lustige Wortspiel am Ende, sondern die Unterstellung, dass Google Straftaten begeht und mit „beliebig geklauten Inhalten“ handelt. Aber mal angenommen, der Suchmaschinenkonzern würde dagegen vor Gericht ziehen, dann wär aber was los! Es wäre, jede Wette, für die deutschen Print-Medien und ihre Lobbyisten und Verbündeten ein Angriff auf die Pressefreiheit und der letzte fehlende Beweis, dass Google schlimmer ist als Hitlerkrebs.

Im übrigen ist die „Sächsische Zeitung“ in bester Gesellschaft: Auch der Zeitungsverlegerverband BDZV hat Google neulich mit einem Ladendieb verglichen.

Aber reicht das, um das publizistische Wettrennen in den Kategorien Unverfrorenheit und Wahnwitz zu gewinnen? Oder hat Stephan Richter, Sprecher der Chefredakteure des Schleswigholsteinischen-Zeitungsverlages, bessere Chancen? Er kommentiert unter dem Titel „Freiheit des Ausschlachtens“ und stellt gleich im zweiten Satz fest, dass „jeder halbwegs vernünftige Mensch“ für ein Leistungsschutzrecht sein müsse (das nicht zuletzt von führenden Urheberrechtsexperten, wir erinnern uns, abgelehnt wird).

Richter punktet vor allem damit, dass er es auf kürzestem Raum schafft, jedes einzelne Feld auf der netzpolitischen Bullshit-Bingo-Karte anzukreuzen:

Der parlamentarische Gang des Leistungsschutzrechtes wäre schnell beendet, lebte das Internet nicht von einer Scheinfassade, die die Netzjünger im Schlepptau der Suchmaschine Google glauben retten zu müssen. Die wichtigste Lüge: Im Internet herrscht Freiheit, die durch das Gesetz bedroht wird. Doch wo — bitteschön — ist die Freiheit im Netz? Allein der illegale Datenklau, mit dem täglich Geschäfte gemacht werden, verletzt Persönlichkeitsrechte und ist Bespitzelung. Hinzu kommt die Manipulation — auch bei den Suchmaschinen. Keiner kennt die Algorithmen, nach denen die Treffer bei Google angezeigt werden. Und schließlich ist da noch die Kostenlos-Mentalität, die es Internetanbietern erlaubt, mit dem puren Ausschlachten von Inhalten anderer Geld zu verdienen. Modernes Raubrittertum nennt man dies.

Zu würdigen ist auch die zugehörige Karikatur, die sich, um es positiv zu formulieren, um eine innovative Umsetzung des Themas bemüht und deshalb zeigt, wie Google einen Internetbenutzer dazu zwingt, die harte Nuss Leistungsschutzrecht zu knacken. Man kann es schlecht erklären, vielleicht schauen Sie einfach selbst.

Weitere Kandidaten-Vorschläge werden gern entgegengenommen.

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139 Gedanken
  1. 1
    IANAL says:

    Au!

    (Die Karikatur meine ich.)

  2. 2
    Muriel says:

    Als Laie würde ich sagen, dass das justiziabel sein dürfte. Nein, nicht das lustige Wortspiel am Ende, sondern die Unterstellung, dass Google Straftaten begeht und mit »beliebig geklauten Inhalten« handelt.

    Hm. Ich bin zwar auch Laie, weil es nicht mein Fachgebiet ist, aber andererseits doch Jurist genug, um eine abweichende Meinung vertreten zu müssen.
    Der Satz lautet ja:

    Dafür darf er auch beliebig viel Wissen über uns sammeln und an ihm beliebige Stellen weiterreichen. Oder beliebig geklaute Inhalte zum eigenen Nutzen verwerten

    Man kann das erstens auch so lesen, dass es nur die Haltung der Nutzer kritisiert, die das alles akzeptieren würden, wenn es geschähe.
    Man kann es zweitens auch so lesen, dass hier von „geklauten“ Inhalten die Rede ist, so wie die Verlage auch sonst permanent von Diebstahl und Raubmord und Holocause reden, nämlich im Sinne von „sollte nach unseren Vorstellungen unbedingt eine ganz schlimme Straftat sein, auch wenn es leider derzeit nicht als solche gewertet wird“.
    Dass eine Klage gegen den Satz Erfolg hätte, würde ich deshalb bezweifeln. Aber ich bin, wie gesagt, da auch kein Experte, und manche Richter würden das vielleicht auch anders bewerten.

    Mal was ganz anderes: „Wett-Limbo“ irritiert mich als Begriff. Zwar ist mir klar, dass man im Prinzip auch alleine Limbo tanzen kann, aber für mich ist der Wettbewerbscharakter auch ohne besondere Hervorhebung schon im Grundbegriff …
    Was? Oh. Verzeihung. Richtig. Ich bin schon still.

  3. 3
    Stefan Niggemeier says:

    @Muriel: Ist was dran. Ich streich mal das „Wett“.

  4. 4
    Jan says:

    Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es echt super lustig :(

  5. 5
    Leo says:

    Mir hat bisher am „besten gefallen“:

    „Weil man mit diesen Funkwellen eben die Seenot-Rettung genauso gut organisieren kann wie elektronische Massenverführung per Volksempfänger, braucht es Regeln, die festlegen, wer was tun darf mit diesen immer mächtiger werdenden Werkzeugen moderner Massenkommunikation“

    aus
    http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article111630401/Attacke-der-Netz-Giganten.html#ixzz2DiClo1av

    Hier reimt sich Google sich so schön auf Goebbels und man ist direkt bei Godwin’s law ohne überflüssige Diskussion.

    Über die Karikatur konnte ich wenigstens noch schmunzeln. Der Rest läßt einen fassungslos zurück.

  6. 6
    Marko says:

    unser Verlag bezahlt davor bereits den Autor, das Papier, die Druckmaschinen und den Fahrer und den Zusteller, die die Zeitungen in aller Frühe ausliefern.

    Hm.. mal sehen, wo hier das Internet überall reingrätscht:
    Autor [ ]
    Papier [X]
    Druckmaschinen [X]
    Fahrer [X]
    Zusteller [X]

    Ach so, vier von fünf Posten sind also im Internet obsolet, da ist es natürlich selbstverständlich, wenn man für diese Kostenreduktion dringend Kompensation einfordert.

  7. 7
    Paul says:

    @Leo
    Endlich Hitler, das hat ja ewig gedauert.

  8. 8
    FelixW says:

    Kompliment an den Hitlerkrebs, den kannte ich noch nicht. :-)

    Allein aus quantitativen Gründen sollte auch (Leistungs-)Ulrich (Schutzrecht-)Claus in dieser Zusammenfassung nicht fehlen. Auf inbrünstige sieben Artikel zum Thema bringt er es vom 27.11. bis heute auf Welt Online (okay, davon nur vier Originale und einer berichtet sogar über den Gegenwind aus dem Parteinachwuchs). Inklusive einstündiger Diskussion in der Kommentarspalte unter einem Beitrag. Die im Ausweichen der Gegenargumente schon fast Extremsportniveau erreicht.

  9. 9
    Gunni says:

    Man sollte auch mal ernsthaft über ein Verbot von Zeitungskiosken nachdenken, werden dort doch jeden Tag tausende von Schlagzeilen klaugelesen, ohne die entsprechende Zeitung zu kaufen.
    Was für eine schreckliche Welt. Denk doch endlich mal einer an die Kinder.

  10. 10
    notensafe says:

    Jetzt mal ne ganz ernstgemeinte blöde Frage:
    inwiefern verdient Google überhaupt Geld mit den Inhalten der Zeitungen? Auf Google News ist soweit ich das sehe keine Werbung geschaltet und bei einem ganz normalen Suchvorgang auf der Starseite von google.de müsste google nach der Logik der Verlage, doch dann allen, die gefunden werden und Besucher auf den Seiten bringt, Geld bezahlen, oder wie?

    Ich kapier es nicht. wo liegt die Sonderstellung der Verlage?
    wäre um Aufklärung voll dankbar.

  11. 11
    alter Jakob says:

    @Paul #7:
    „Hitlerkrebs“ steht doch schon im Artikel. Sehr kreatives Wort im Übrigen.

  12. 12
    Thomas B. says:

    @10. notensafe

    inwiefern verdient Google überhaupt Geld mit den Inhalten der Zeitungen? Auf Google News ist soweit ich das sehe keine Werbung geschaltet […]

    Google verdient kein Geld mit Google News, das haben Sie richtig erkannt.

    und bei einem ganz normalen Suchvorgang auf der Starseite von google.de müsste google nach der Logik der Verlage, doch dann allen, die gefunden werden und Besucher auf den Seiten bringt, Geld bezahlen, oder wie?

    Nein, das LSR ist momentan so formuliert, dass nur Suchmaschinen zahlen müssen und auch nur an Presseverleger. Niemanden anderes betrifft dieses Gesetz (in der Theorie).

    Ich kapier es nicht. wo liegt die Sonderstellung der Verlage?

    Damit stehen Sie nicht allein.

    Aber Gratulation, mit Ihren Fragen haben Sie des Pudels Kern bereits größtenteils erkannt.

  13. 13
    Jens says:

    So wohlwollend ich den Verlagen bisher gesinnt war und so sehr ich guten Journalismus als wichtig erachte, diese LSR-Kampagne und vor allem die Lügen, mit denen gearbeitet wird bringen mich dazu, den Verlagen zurufen zu müssen: „Geht sterben!„
    Vielleicht braucht es ja gerade das Sterben der grossen Verlage, damit wieder guter Journalismus entsteht, nur eben an anderer Stelle. Vielleicht im bösen, kostenlosen Internet, vielleicht durch eine neue Art der Vertriebs. Solange aber den Verlagen Leute vorstehen, die für ihre Zwecke ohne Reue lügen was das Zeug hält, solange sind diese Verlage für mich untragbar.

  14. 14
    Leif Czerny says:

    Zur Karikatur: Wohlwollend interpretiert Wird Folgendes dargestellt: Google, dargestellt duch eine Hand aus dem Himmel (also eine physisch unbezwingbare, schickalsartige Macht) verwendet den Nutzer als Werkzeug, um das Leistungschutzdingens zu knacken, also zu zerstören. Vermutlich, um an die Inhalte (=Nusskerne) zu kommen. Dem Zeichner ist anscheinend die idiomatische Bedeutung von „eine Nuss zu knacken geben“ nicht bekannt, sondern er hat dieses Motiv für seine eigentliche Aussage nur aus saisonalen Gründen gewählt. Leider hat er vergessen, die Verlage als weinende Eichhörnchen am Bildrand einzubauen, die in ihren Armen hungrige Weihnachtswichtel tragen, die Autoren, Drucker und Zeitungsauslieferer symbolisieren, auch der (bereits von der google-Hand aus dem Himmel gefällte!) deutsche Walnussbaum, auf dem Qualitätsjournalismus steht, hat wohl nicht mehr ins Bild gepasst.

  15. 15
    notensafe says:

    @12, Thomas B.

    Vielen Dank. Ich dachte ich wär zu blöd und würde das Offensichtliche nicht sehen, aber scheinbar ist es wie befürchtet!

  16. 16
    @ Paul @ Leo says:

    Der Artikel legt ja schon ganz im Anreisser nahe, mit wem man google vergleichen will:

    Es geht um die informationelle Enteignung des Menschen im Namen einer totalitären Wachstumsstrategie.

    aus
    http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article111630401/Attacke-der-Netz-Giganten.html#ixzz2DiClo1av:

  17. 17
    alter Jakob says:

    @Thomas B. #12:

    Nein, das LSR ist momentan so formuliert, dass nur Suchmaschinen zahlen müssen und auch nur an Presseverleger. Niemanden anderes betrifft dieses Gesetz (in der Theorie).

    Das ist auch in der Theorie nicht richtig. Der (soweit ich weiß letzte) Entwurf des LSR spricht in §87g explizit von „Zulässig ist die öffentliche Zugänglichmachung von Presseerzeugnissen oder Teilen hiervon, soweit sie nicht durch gewerbliche Anbieter von Suchmaschinen oder gewerbliche Anbieter von Diensten erfolgt, die Inhalte entsprechend aufbereiten.“ Was genau solche „Dienste“ sind, ist zwar nicht definiert, Suchmaschinen können es aber nicht sein, die sind ja schon explizit erwähnt. Ich persönlich vermute das zielt auf Linksammelseiten (Perlentaucher?).

    http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/RegE_LSR.pdf?__blob=publicationFile

  18. 18
    Philipp says:

    Bin ich eigentlich der einzige, der sich auch noch daran stört, dass hier umsonst geschrieben, aber kostenlos gemeint wird?

  19. 19
    Blunt says:

    „Als Laie würde ich sagen, dass das justiziabel sein dürfte“: Hm, das ist jetzt aber auch arg kleinkariert, oder? Ein paar rhetorische Zuspitzungen wird Google wohl noch aushalten, denke ich mal. Nicht das wir bald vor lauter Mitleid noch den Klingelbeutel rumgeben lassen, damit sie sich auch einen Anwalt leisten können, die Armen.

  20. 20
    rollinger says:

    Wo sind die Zeitungsausfahrer, die können gerne den doppelten Lohn haben. Habe ich nichts dagegen.

  21. 21
    Thomas B. says:

    @17. Danke für die Konkretisierung. Irgendwann verliert man da eben den Überblick bei dem Pamphlet…

  22. 22
    Stefan Niggemeier says:

    @Blunt: Ich mach mir da weniger Sorgen um Google, als um die Zeitungen bzw. ihre Leser und uns alle.

    So ausdauernd, wie die deutsche Presse das Geschäftsmodell von Google als „Diebstahl“ oder sonstigen illegalen Akt darstellt — woran soll der Leser erkennen, dass es sich um eine „rhetorische Zuspitzung“ handelt?

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob all diese Kommentatoren in der Presse das wirklich als rhetorische Zuspitzung meinen oder nicht schlicht als Tatsachenbehauptung. Warum soll man es diesen Leuten, die sich als Verteidiger der Pressefreiheit ausgeben, die behaupten, „ausgewogen“ zu informieren, die sich angeblich „der Wahrheit“ verpflichtet fühlen, die sich auf das Grundgesetz berufen können und so tun, als seien sie unverzichtbar für unsere Gesellschaft,

    warum soll man diesen Leuten durchgehen lassen zu lügen, zu diffamieren, zu desinformieren?

    (Verzeihung, ich bin ein bisschen in Rage.)

  23. 23
    Muriel says:

    @Blunt: Die haltlose Implikation, dass jemand gewerbsmäßig Straftaten begeht, ist eine „rhetorische Zuspitzung“, die man auszuhalten hat?
    Ich bin ja auch dagegen, Leute wegen missliebigen Äußerungen zu verklagen, aber das klingt mir doch jetzt schon arg verharmlost.

  24. 24
    Thomas Fügner says:

    Mal ruhig durchatmen.
    Ich frage mich als nächstes, wohin news– google verlinken wird, wenn es in (x..?) Jahren keine Zeitungen mehr geben wird?
    Ist das so unwahrscheinlich?
    Wer von uns hat denn JE-MALS nach einem Klick bei News– google festgestellt: „Oh hoppla, die Ost– Holsteinische Zeitung ist ja auch ganz flott– die abonniere ich mal für ein Jahr!„
    Oder geht das nicht: „Und jetzt alle so: Yeeeaaaah!“ Kostenlos, her damit– aber sofort und draussen?!
    Ich SEHE keine wirklich guten Bloggs, die GUTEN Journalismus nicht nur im Kielwasser kommentieren, sondern auch ersetzen könnten. NULL!
    Was also tun?

  25. 25
    Stefan says:

    Muss man dann eigentlich auch für die besprechung eines textabschnitts (und dessen zitat aus der zeitung) im blog hier grad gebühren zahlen? Oder kommt da dann gleich das schreiben aus abmahnien wenn die mit ihrem ermächtigungsgesetz durch sind?

  26. 26
    Stefan Niggemeier says:

    @Stefan: In dieser Form ist (und bleibt) das wohl durch das Zitatrecht gedeckt.

  27. 27
    Blunt says:

    @22 und 23: Ja, merke ich, die Rage. Man sollte sich von ihr aber nicht auf Nebenkriegsschauplätze führen lassen. Oder wollen Sie die Hand dafür ins Feuer legen, dass in Ihrem Blog allein der Vorwurf der Lüge juristisch immer hundertzehnprozentig einwandfrei ist? Dass die Gegenseite „geklaut“ hat oder „betrügt“, höre ich in jeder Bundestagsdebatte ungefähr ein Dutzend Mal, da kann ich keine Samthandschuhe erwarten.
    Ach so, und das mit der „Wahrheit“: Wie ernst dieser Anspruch der Presse von den Lesern noch genommen wird, sieht man glaube ich an den Kommentaren hier schon in ausreichendem Maße. Dem könnte man also durchaus mit etwas mehr Gelassenheit begegnen.

  28. 28
    Jan says:

    @24 — Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Der GUTE Journalismus ist doch nicht von Google-News abhängig… oder?

  29. 29
    Andy says:

    Wer von uns hat denn JE-MALS nach einem Klick bei News– google festgestellt: »Oh hoppla, die Ost– Holsteinische Zeitung ist ja auch ganz flott– die abonniere ich mal für ein Jahr!»
    Tja, vielleicht doch, als RSS-Feed beispielsweise. Und schwupps generieren meine zukünftigen Klicks Werbeeinnahmen. Nanu.

  30. 30
    Stefan Niggemeier says:

    @Blunt: Hier geht es aber darum, ein ganzes Geschäftsmodell als kriminell darzustellen.

    Und mir fällt es schwer, gelassen zuzusehen, wie größere Teile der deutschen Presse sich ihrer eigenen Geschäftsgrundlage berauben.

  31. 31
    Karl says:

    Wie sieht das eigentlich aus — nutzt neben der taz schon jemand flattr?

    Wenn das flattr-Prinzip nämlich größere Verbreitung fände (gesetzt den Fall, dass Herausgeber es verstünden), gäbe es einen Kanal, über den man zwar nicht „die Ost-Holsteinische Zeitung ist flott“, aber doch „Redakteur XY von der Ost-Holst… ist flott“ sehr einfach zum Ausdruck bringen könnte. Das setzt natürlich voraus, dass der Verein, äh, Verlag da deutlich macht, dass ein signifikanter Teil der persönlichen Goutierung auch tatsächlich bei der Person ankommt. Ich kann mir nur schwerlich vorstellen (und glaube, auch mal gehört zu haben, dass es eigentlich ein Rohrkrepierer ist), dass Institutionen signifikant geflattrt werden.

  32. 32
    Thomas Fügner says:

    @24 Ne, ich dachte, es wäre eher umgekehrt…
    @29 „Tja, vielleicht doch… RSS.. Werbeeinnahmen“ -
    ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell für Zeitungsverlage kann ich darin nicht erkennen. Du?

  33. 33
    Kati says:

    Es entbehrt ja nicht einer gewissen Ironie, wenn die Gegenkampagne der Verlegerlobby sich darauf beschränken muss, zur Verteidigung ihrer Position einerseits ständig von Qualitätsjournalismus sowie Glaub– und Vertrauenswürdigkeit zu schreiben und anderseits nur mit Lügen, Weglassungen, Verdrehungen und plumper Anbiederung bei den wenigen, die tatsächlich noch an das Märchen vom unabhängigen und der Demokratie verpflichteten Journalismus glauben, arbeiten kann.

    Ich fürchte aber, sie merken nicht mal mehr, wie sehr sie sich damit zum Horst machen und die eigene Geschäftsgrundlage einmal mehr untergraben. Aber solange man sich für die eigene Unfähigkeit an einem ausländischen Konzern schadlos halten könnte, besteht ja auch kein Anlass, endlich mal den Kurs zu ändern (ist eh zu spät, glaube ich). Aber der Schmarotzer, der soll Google sein… schon klar, verehrte Leistungsträger…

  34. 34
    SILen(e says:

    @Thomas Fügner

    Das ist aber nicht das Problem von Google.

    Mit dem Internet kann jeder Nachrichten aus aller Welt von Publikationen aus aller Welt aufrufen und die Verleger verlieren ihr Monopol.

    Vor 15 Jahren stand in den Zeitungen noch — sofern überhaupt auf eine Quelle verwiesen wurde — „Wie die SUN berichtete…“ — heute kann JEDER direkt bei der SUN, der NYT, AlJazeera etc. nachschauen, weil er dafür nicht mehr den Bahnhofskiosk einer Großstadt benötigt.

    Und dann kommen auch noch Blogs und Microbloggingdienste dazu — wenn ich wissen will was exakt jetzt in diesem Moment gerade passiert ist — dann habe ich eine höhere Chance auf Twitter eine Meldung von jemandem der „dabei war“ zu finden als bei den Verlegern, die ja erstmal auch nichts anderes machen würden als auf Twitter zu schauen und erst danach mal bei der Polizei anfragen — via Twitter…

    Wenn sich der Verleger etwas wünschen könnten, dann wären das Internetfirewalls die jede kleine Ortschaft von der nächsten trennen, damit bloß keiner auf entfernte Medien zugreifen kann.

    (Ein Wunder, dass sie sich noch kein Anti-eBay-Gesetz herbeilobbyiert haben, das versaut ja den Kleinanzeigenmarkt)

    Da das nicht klappt, muss man halt das nächstbeste versuchen, nämlich die Firma kleinmachen die es den Melkkühen ermöglicht auf andere Medien zuzugreifen.

    Dass diese Firma zusätzlich auch noch die Firma ist die es geschafft hat Werbung im Internet in Geld zu verwandeln und damit auch in anderer Hinsicht ein Konkurrent der Verleger ist — nämlich als Werbeträger — kommt noch dazu.

  35. 35
    immocare says:

    Ich verstehe nicht, daß man etwas dagegen haben kann, die Verlage für die Arbeit ihrer Redaktionen und Journalisten zu bezahlen. Ich fände es auch nicht schlimm, wenn Google kostenfrei lediglich auf die Seite verweisen dürfte, die der Inhalteanbieter im Netz unterhält. Da ich eine konkrete Suchanfrage gemacht habe, kann ich ja wohl davon ausgehen, daß die Links zur Anfrage passen. Wozu snippets?

    Ich bin seit vielen Jahren Abonnent der FAZ, weil ich Qualitätsjournalismus schätze. Ich habe keinerlei Interesse am „Sterben“ der Pressetitel– auch wenn ich nicht Spiegelleser bin, so bin ich doch froh, daß es ihn gibt, und ich hoffe, daß das so bleibt.

    Wenn der Google– Konzern dazu beitragen kann, indem er an die Verlage für die Inhalte zahlt, die er benötigt, um sein überaus rentables Geschäftsmodell umzusetzen, so scheint mir das höchst wünschenswert zu sein.

    Wenn lediglich eine Verlinkung erfolgt, so haben die Verlage wenigstens die Chance, über ihren eigenen Webauftritt Werbeeinnahmen zu generieren.

    Das ist nicht möglich, wenn die Leser diese Seiten gar nicht erst aufsuchen müssen, weil die wesentlichen Inhalte bereits an anderem Ort und in anderem Zusammenhang zugänglich sind, und daher das Anzeigengeschäft lediglich einseitig Googles Aktionäre glücklich macht.

    Das hat mit Freiheit wenig, mit Googles Profitstreben hingegen viel zu tun, und letzteres ist zwar legitim, aber nicht gerade schutzwürdig, oder?

    Die technische Umsetzung eines konformen Suchergebnisses kann man Google doch ohne weiteres zutrauen.

  36. 36
    Blunt says:

    @24: Diese Frage werden wir hier wohl nicht lösen. Ich möchte trotzdem noch einen Aspekt anfügen, nämlich die Verengung der Medienrezeption. Es wird nur noch geklickt und damit bezahlt, was den Leser unmittelbar interessiert. Neues, Unbekanntes, Schwieriges, findet in der Wahrnehmung kaum noch Berücksichtigung. Das hat bereits gravierende Folgen für unsere Kultur. Beispiel: Wer der beste deutsche Zehnkämpfer ist, war vor 20 Jahren Allgemeinwissen. Auch, wer der bedeutendste deutsche Dirigent oder die relevanteste Geigerin ist. Aus einem einfachen Grund: Weil man damit in den Medien konfrontiert wurde — ob man wollte oder nicht. Das fällt heute alles weg, es zählt nur noch Fußball und Lady Gaga (womit ich nichts Grundsätzliches gegen Fußball und Lady Gaga sagen will). Ob das LSR darauf die richtige Antwort ist, das erscheint allerdings mehr als fraglich.

  37. 37
    Paul says:

    @immocare
    Das von ihnen vorgeschlagene Modell („ Ich fände es auch nicht schlimm, wenn Google kostenfrei lediglich auf die Seite verweisen dürfte, die der Inhalteanbieter im Netz unterhält“) gibt es längst. Steht in fast jedem Beitrag zum Thema (außer in der FAZ).

  38. 38
    Albert says:

    „Allein der illegale Datenklau, mit dem täglich Geschäfte gemacht werden, verletzt Persönlichkeitsrechte und ist Bespitzelung.“

    Lese ich das richtig, dass Google bei Zeitungen nicht allein die Texte klaut, sondern sie auch noch „bespitzelt“? Muss ich mir jetzt Sorgen machen, dass man auch mich irgendwann wegen meiner allmorgendlichen „Bespitzelung“ der Tageszeitung drankriegt?

  39. 39
    KaiS says:

    @35, immocare: Das Google-News-Snippet besteht ca. aus den ersten 3 Zeilen des Artikels. Wenn Sie das als „den wesentlichen Inhalt“ eines Artikels bezeichnen wollen, dann ist mir nicht klar wie das mit dem gleichzeitig von Ihnen beschriebenen „Qualitätsjournalismus“ zusammenpaßt?

  40. 40
    JJPreston says:

    @Stefan Niggemeier (26):

    Problematisch könnte es sein, wenn ein Blogger ein Zitat entsprechend „aufbereitet“ und damit, über Werbung, Flattr oder sonstwas, Einnahmen erzielt — dann tut er das nämlich gewerblich, und sei es nur, um die Betriebskosten des Blogs und der zugehörigen Domain zu refinanzieren.

    Versuch Dir einfach mal vorzustellen, wie die Medienrechtskammer des LG Hamburg da entscheiden könnte, wenn ein von einem Verlag von der Kette gelassener Winkeladvokat die Eurozeichen in die Augen bekommt…

  41. 41
    Blunt says:

    @30: Bei der Beraubung der eigenen Geschäftsgrundlage bin ich auch durchaus bei Ihnen. Ich bin mir auch alles andere als sicher, dass das LSR eine gute Idee ist (wobei ich wiederum auch nicht so sehr vom Gegenteil überzeugt bin wie Sie). Nur: Bitte achten Sie selbst jetzt nicht bei jedem Kommentar darauf, dass auch ja kein Anwalt Ihnen einen Strick daraus drehen könnte — dann wird dieses Blog nämlich bald ganz schön blass aussehen.

  42. 42
    Stefan Niggemeier says:

    @JJPreston: Er müsste das aber in Form einer Suchmaschine oder eines Aggregators machen.

  43. 43
    Was Leistungsschutzrecht mit Journalismus zu tun hat | Logbuch des Isarmatrosen says:

    […] Niggemeier lese, der unabhängig von seinem Arbeitgeber seine eigene Meinung noch schreibt und sich kritisch mit seinem eigenen Berufsstand auseinandersetzt – besonders beim Thema […]

  44. 44
    Nachtwächter-Blah » Die falsche Behauptung ist Teil der gezielten De… says:

    […] Die falsche Behauptung ist Teil der gezielten Desinformation der Leser durch die Verlage, was insofe…… Contentindustrie, Hirnfick, Journaille, Link, Lüge, Niggemeier, Propaganda […]

  45. 45
    Andy says:

    @34: »Tja, vielleicht doch… RSS.. Werbeeinnahmen« — ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell für Zeitungsverlage kann ich darin nicht erkennen. Du?
    Äh, natürlich.
    Zeitungen finanzieren sich schon immer über Werbeeinnahmen. Der Obolus, den der Leser unmittelbar selbst abdrückt, hat schon immer nur (einen Teil der) Druckkosten, Vertrieb, etc. kompensiert.
    Nicht zuletzt all die fallen nun weg (s. einen Kommentar weiter oben).

    Auch könnte endlich mal ein ernsthaftes Unbundling stattfinden, also einzelne Artikel, nicht das (medienbedingte) Komplettpaket.

    Zudem weg vom Katze-im-Sack, hin zu einer Bezahlung nach dem Konsum, wenn gefallen, um weitere derartige Artikel zu ermöglichen.

    Etc. pp., alles längst in den Diskurs geworfen, bezeichnenderweise so gut wie nicht von Verlegern, sondern von Lesern, Bloggern, interessierten Mitmenschen — es interessiert halt nicht.
    Stattdessen wird mit „klassischen“ Methoden wie eben Durch-Publizitätsmacht-maßgeschneiderte-Gesetze-machen-lassen gearbeitet.

  46. 46
    Sven Scholz says:

    @36 „Die technische Umsetzung eines konformen Suchergebnisses kann man Google doch ohne weiteres zutrauen“ — in der tat: Google stellt dazu das Attribut „no-snippet“ zur Verfügung, das jeder Verlag entweder global oder auch Artikelweise in seine Webseite einbauen kann. Dorthin, wo er auch die vielen Angaben reinbaut, die „Suchmaschinenoptimierung“ heißen und dafür sorgen sollen, dass die Seite so weit oben wie möglich bei Google auftaucht. Und in professionellen Contentmanagementsystemen nicht weit entfernt von dem Feld steht, wo die Verlage ihren „Excerpt“ — der dann bei Google als „Snippet“ auftaucht — eintragen. Google klaut nicht sondern wird beliefert. Um die Aufnahme in den Google-News-Index muss man sich übrigens auch bewerben, da kommt man nicht automatisch rein. Jeder Verlag, der dort gelistet ist, hat sich selbst darum bemüht, dies zu sein. Und den Bedingungen dazu offensichtlich zugestimmt. Und jetzt Sie.

  47. 47
    Sven Scholz says:

    (Sorry, der Kommentar 46 richtete sich an 35, nicht 36)

  48. 48
    notensafe says:

    auch @35, immocare

    Du sagst: „Wenn der Google– Konzern dazu beitragen kann, indem er an die Verlage für die Inhalte zahlt, die er benötigt, um sein überaus rentables Geschäftsmodell umzusetzen, so scheint mir das höchst wünschenswert zu sein.“

    Ich bin kein Experte. Ich kann mir zu diesem Punkt nur schwerlich vorstellen, dass Google für sein überaus rentables Geschäftsmodell eine News-Seite benötigt, die noch dazu vollkommen frei von Werbung ist, die sich aus der deutschen Presse zusammensetzt und dieser (so nehme ich an) einen nicht unwesentlichen Anteil der Leserschaft beschert.
    Ein Dankeschön seitens der Verlage wäre doch angebracht und keine aufgehaltene Hand.

  49. 49
    kp says:

    mal im ernst, christoph keese und seine verbündeten im kampf für das lsr sind doch nicht blöd, die haben längst verstanden, dass diese initiative keine gute idee war. nur, was sollen sie jetzt machen? die müssen da jetzt durch, mit aller macht, alles auf diese eine karte, voll auf sieg. und ein paar monate vor der bundestagswahl stehen die chancen für einen lsr-„erfolg“ ja auch nicht schlecht. dabei geht es natürlich nicht mehr um „die sache“, sondern um ganz persönliche karrieren, die inzwischen sehr eng verknüpft sind mit dem inkrafttreten oder scheitern des lsr.

  50. 50
    M. Boettcher says:

    Ich bin inzwischen praktisch uneingeschränkt für das sogn. Leistungsschutzrecht. Klingt komisch, ist aber so. Wäre das Gesetz nämlich morgen in Kraft, so wären die Suchmaschinenbetreiber gezwungen zu handeln. Dies wird voraussichtlich dazu führen, dass sämtliche Verlagsangebote aus dem jeweiligen Index fliegen. Mindestens aus dem Index des „Hauptgegners“ Google. Für vergnügungssüchtige Zuschauer wird es doch dann erst richtig spannend. Wenn es nach mir ginge, blieben die Verlage, vor allem die größten LSR-Lügner, dauerhaft bei Google & Co. ausgesperrt. Mindestens aber solange, bis Christoph Keese mit der gleichen Inbrunst, wie er bisher für das LSR kämpft und lügt, die Regierung öffentlich auffordert, das gerade Schutzrechtsgesetz wieder aufzuheben,Hubert Burda die Lügen und Verdrehungen seiner Mitarbeiter gesteht — jede einzelne.

    NB: Vermuten die Verleger eigentlich, dass Microsoft/Bing sich anders verhält und zahlt?

  51. 51
    Paul says:

    @50

    „Wenn es nach mir ginge, blieben die Verlage, vor allem die größten LSR-Lügner, dauerhaft bei Google & Co. ausgesperrt. Mindestens aber solange, bis Christoph Keese mit der gleichen Inbrunst, wie er bisher für das LSR kämpft und lügt, die Regierung öffentlich auffordert, das gerade Schutzrechtsgesetz wieder aufzuheben“

    Das wird Herr Keese nicht tun. Sollte Google die Verlage als Reaktion auf ein LSR aus dem Index nehmen, wird man stattdessen von Zensur sprechen und davon, wie ein amerikanischer Konzern die deutsche Demokratie im Würgegriff hält. Man wird dann hoffen, dass Google aus Angst vor einem Imageschaden einlenkt.

  52. 52
    kp says:

    @51

    tatsächlich nicht unwahrscheinlich. nur würde sich google von einem zensurvorwurf sicher nicht beeindrucken lassen, geschweige denn einlenken. es wäre ein leichtes für google, sich als opfer einer erPRESSErbande (fuck, den konnte ich mir nicht verkneifen) zu positionieren, und im grunde ist es genau das, was die verlage gerade machen: schutzgelderpressung …

    leistungsschutzgelderpressung.

  53. 53
    ottmar says:

    Habe gerade mal ‚versuchsweise, in Mannheim angerufen.

    Den Autor kennt dort in der Telephonzentrale keiner.
    Verbunden mit der Lokalreadion: ist ein Korrespondent in Berlin.

    Zu Sprechen ist der nicht. Bitte am Montag , nach 10 h; den CvD anrufen .….

  54. 54
    alter Jakob says:

    Ne ne, es gibt doch schon längst Beispiele, die zeigen was die Verleger machen werden wenn sie bei den Suchmaschinen ausgelistet würden: Auf Knien angerutscht kommen und bei Freistellung der Suchmaschinen von jeder Verpflichtung darum bitten, wieder gelistet zu werden.

  55. 55
    alter Jakob says:

    Ha ha, mit Dank an Sandra Wiegard (Kommentatorin der shz), bei der ich den Link gefunden habe:

    Das Wesen des Leistungsschutzrechtes:
    http://masagn.tumblr.com/post/30591240116/das-wesen-des-leistungsschutzrechts

  56. 57
    rog says:

    Mich als Printjournalisten befällt eine gewisse Ratlosigkeit angesichts der im Beitrag zitierten Zeitungs-Kommentare. Denn ich frage mich: Ist das nun Dummheit oder Berechnung?
    Vor allem die Argumentationskette von Stephan Richter: Hätte die mir ein Kollege als eigenen Text vorgelegt, hätte ich ihm geraten, er soll noch mal eine Nacht drüber schlafen, um rauszukriegen, was er da überhaupt mit welchen Worten sagen will.

  57. 58
    flobbymedia präsentiert: KW 48 | flobbymedia’s mind says:

    […] das als einen Weg verkaufen, Print– und demnach auch Digitale Magazine vor dem Aus zu bewahren. Verlinkungen auf Artikel im Netz sind nichts, was gegen das Urheberrecht verstößt. Das Gesetz ist, wie man es auch dreht und wendet, ein Einschnitt in unsere bisherige […]

  58. 59
    Volker Pfau says:

    Ich versuche mich mal in die Situation von Google zu versetzen.

    Ich habe eine gute Technik gebaut, durch Konzentration auf das Wesentliche (und guter Technik) in vielen Ländern eine enorme Reichweite aufgebaut.
    Nun starte ich eine geniale Geschäftsidee: Textanzeigen passend zu den Suchanfragen.
    Ich nehme Milliarden ein.
    Die Suchtechnik ist toll, muss ich aber geheim halten und ständig weiterentwickeln, damit die „Schurken“ von SEO-Spezialisten sich nicht permanent mit unsinnigen Artikeln / Texten in der Trefferliste nach oben mogeln und der Nutzer (Suchende) sauer wäre.
    Denn — Mein Leistungsversprechen an den Nutzer ist: Du findest genau das, was du suchst. Ich helfe Dir, in diesem unendlichen Meer an Informationen genau die gewünschten zu finden.

    Die Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften plötzlich nicht mehr auffindbar zu haben (verquerer Satz), ist für Google nicht gut. Das Leistungsversprechen kann nicht mehr (zufriedenstellend) eingehalten werden, ganz offensichtlich. Ich, Google, habe zwar bisher vergleichsweise wenig Geld mit den Textanzeigen neben den redaktionellen Artikeln verdient, aber der Vollständigkeit halber war es mir (und den Nutzern) wichtig.

    Wirklich einfach die Verlagsinhalte aus dem Index rauswerfen und die Zensurvorwürfe (kommen dann garantiert), ggf. ein Kartellverfahren deswegen und die Enttäuschung der Suchenden riskieren?

    Was ist es mir wert, diesen Ärger nicht zu haben?

    Das erscheint mir der Ansatz hier der Verlage zu sein.

    _______
    Problem allerdings: Zahle ich Lizenzgebühr an die Verlage, dann wollen viele andere auch etwas abhaben — und das garantiert auch in allen anderen Ländern.

    Schwierige Sache …

  59. 60
    Gormulus says:

    Faz.net will noch tiefer: „Leistungsschutzrecht: Google-Imperialismus“ http://www.faz.net/aktuell/politik/leistungsschutzrecht-google-imperialismus-11975000.html

  60. 61
    alter Jakob says:

    @Volker Pfau 59:
    Schwierig nur auf den ersten Blick. Gebuehren wird keine Suchmaschine zahlen wollen, weshalb der Verlegercontent fuer niemanden per Suchmaschine zu finden sein wird. Ausserdem macht Google auch kein oder nur vernachlaessigbar wenig Geld mit dem Verlegercontent. Demgegenueber steht dann noch das Risiko Begehrlichkeiten bei anderen Seitenbetreibern zu wecken (Wikipedia haette im Gegensatz zu den Verlegern das Geld tatsaechlich verdient). Dazu kommt dann noch die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Verleger sowieso nach ein paar Tagen, spaetestens aber Wochen angekrochen kommen…

    Nein, es gibt fuer Google bei allem Bedauern ueber das LSR ueberhaupt keinen Grund nachzugeben.

  61. 62
    theo says:

    Der Printjournalismus wird weniger durch Google sabotiert als durch diese Lohnschreiber, die in ihrem Bemühen, den eigenen Verlegern zu gefallen, gar nicht tief genug ins Klo greifen können.

    Ähnliches gab es ja schon einige Jahre zuvor, als deutsche Verleger mit der Briefpost-Firma PIN der Post Konkurrenz machen wollten. In nahezu allen Zeitungen dieser Verleger wurde daraufhin wüst in Kommentaren gegen einen höheren Mindestlohn für Briefträger gewettert — natürlich ohne dem geschätzten Publikum die wirtschaftlichen Interessen des eigenen Hauses mitzuteilen.

    Einem anständigen Journalisten muss sich der Magen umdrehen, wie hier nun wieder die leitenden Redakteure wie Vasallen einspannen lassen. Einem anständigen Verleger (gibt es die noch?) muss sich der Magen umdrehen, wie hier einst hochanständige Blätter für ein paar Prozent mehr an Rendite missbraucht werden.

    Und wenn es je eines Beweises für die existentielle Notwendigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bedurft hätte: hier ist er.

  62. 63
    Muriel says:

    @Theo: Ich wende mal meine ganze Willenskraft auf, um nicht in die Grundsatzdiskussion einzusteigen, weil die wohl nicht hierher gehört, aber ich frage dann doch mal, weil ich es auch wirklich nicht weiß: Tun die ÖR sich denn gerade durch wahrheitsnahe Berichterstattung zu diesem Thema hervor?

  63. 64
    SvenR says:

    In Rage bist Du am Besten!

  64. 65
    Volker Pfau says:

    @63 Muriel: ÖR — gestern ZDF: Umstrittenes Leistungsschutzrecht
    Die Stunde der Lobbyisten (kann in Mediathek abgerufen werden); heute, 17:35 Uhr: Deutschlandfunk, Kultur heute: kurzes Interview mit Stefan Niggemeier; heute 20 Uhr, ARD, Tagesschau (kurze Meldung).

    Das Thema LSR wird in den ÖR nicht besonders groß gefahren (was meines Erachtens auch richtig ist; „unsere“ Aufregung ist wohl nicht Maßstab für die große Öffentlichkeit), aber einigermaßen neutral. Was auffällt: offenbar sind die Redakteure nicht wirklich im Thema.
    Das, soweit ich es mitbekommen habe.

    @62, theo: In der „Debatte“ gestern im Bundestag wurde offenbar aus dem Kommentar von Hr. Prantl (SZ) zitiert. Eine Steilvorlage für die Befürworter des LSR. Hr. Prantl war für mich mal der Inbegriff des seriösen, investigativen Journalisten. Irgendwie alles sehr traurig.

  65. 66
    Mario says:

    Ein Vorschlag für die Liste: Die FAZ hat am 25.11. sowie am 30.11. Artikel veröffentlicht, die beide inhaltlich im Grunde das gleiche waren — Dort wird google Imperialismus und die Instrumentalisierung der User vorgeworfen — offensichtlich haben die vielen negativen Kommentare der Leser dazu bewegt, es einfach nochmal zu versuchen — auffalend: beide Artikel stammen von Michael Hanfeld…

    Artikel vom 25.11.2012 (Google steht uns bei):
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/leistungsschutzrecht-google-steht-uns-bei-11973583-l1.html

    Artikel vom 30.11.2012 (Google Imperialismus):
    http://www.faz.net/aktuell/politik/leistungsschutzrecht-google-imperialismus-11975000.html

  66. 67
    Leif Czerny says:

    „Ich verstehe immer noch nicht“, wieso bei der ganzen Debatte so getan wird, als würden die Verlage die Autoren angemessen bezahlen und an Einnahmen aus Zweitverwertung fair beteiligen.

  67. 68
    Sebastian says:

    Ich hätte da mal eine Verständnisfrage was das geplante Gesetz angeht, auch bezüglich Gesetzen an sich.

    Wenn das Gesetz wie hier in den Kommentaren „nur für Google“ und „nur für Verlage“ gelten soll, wie kann das in einem Gesetz überhaupt verankert werden, ohne dass es so speziell ist, dass es als Gesetz überhaupt nicht durchgeht? Sind Gesetze die nur eine einzige Firma betreffen unmöglich? Kann es deshalb passieren, dass selbst wenn Blogger nicht betroffen sein sollten, das Gesetz trotzdem für Anwälte ein gefundenes Fressen werden würde wenn es so weit gefasst ist, dass es nicht für Google im speziellen gilt, um nicht zu speziell zu sein?

    So wie ich das bisher verstanden hatte sind Gesetze die nur eine Firma betreffen gegen.. äh.. das Grundgesetz? Irgendwas war da.

    Ich meine wir sind ja im Moment alle so herrlich beruhigt dass uns Blogger nichts mehr passieren kann mit dem Leistungsschutzrecht aber wenn ich mir anschaue dass die paar Besucher die ich auf meiner Seite habe zu 50% immer auch mein Impressum anschauen (warum auch immer — als würd es was bringen zu wissen, wo ich wohne), in diesem Impressum durch andere Gesetze aber schon die Formulierung mit drin stehen muss, dass ich verantwortlich bin für die Texte…

    Wie genau so im Moment der Kniff funktionieren dass es nur Google betrifft?

  68. 69
    Sebastian says:

    Ah ich seh grad JJ Preston hat die Antwort schon bekommen. Kommt davon wenn die Seite erst neu lädt wenn man den Kommentar abgegeben hat :-)

  69. 70
    Wittkewitz says:

    Der Journalist schreibt ja oben drüber, dass alles Kommentar sei. Alles danach ist dann aus seiner Sicht eher als Werturteil zu betrachten, insofern nicht justiziabel, obwohl hier und da Tatsachenbehauptungen drinnen sind.

    Mal sehen, ob es den Mond doch stört, wenn ihn die Hunde anheulen.

  70. 71
    Blunt says:

    @61: Ist das so sicher? Dass die Verlagsinhalte für Google eine wichtige Servicefunktion erfüllen, zeigen ja schon allein die prominente Platzierung dieses Features und die aktuell laufende PR-Kampagne. Zudem hat die Geschichte des Internets gezeigt, dass marktbeherrschende Stellungen in rasantem Tempo kippen können. Es wäre deshalb durchaus ein gewisses Risiko für Google, einem potenziellen neuen Akteur auf dem Markt diese Funktion zu überlassen. Sollten alle Google-News-Nutzer (und das sind eine ganze Menge) sich morgen an einen neuen Anbieter gewöhnen, der die fälligen Gebühren zahlt, dann könnte das zumindest in Deutschland schneller den Anfang vom Ende dieser Erfolgsstory bedeuten, als viele heute denken.

  71. 72
    Blunt says:

    @70: Aus persönlicher Wahrnehmung gebe ich Ihnen recht, aus juristischer ist es aber falsch. Das Presserecht berücksichtigt nicht, ob über einem Text „Kommentar“ oder vor einer Tatsachenbehauptung „Es ist meine Meinung, dass…“ steht. Der Autor geht insofern tatsächlich ein gewisses Risiko ein, zumal in unserem Land bei etwas heftigeren Auseinandersetzung immer irgendwann jemand nach dem Anwalt schreit. Wie man sieht, kann sich dieser Jemand sogar als Medienjournalist entpuppen, der erstens selbst nicht zimperlich ist beim Austeilen und zweitens gerne darüber jammert, dass andere beim kleinsten Anlass Klage erheben (Zitat: „Ich warte auf den Tag, an dem mich jemand verklagt, weil ich ihn klagefreudig genannt habe“).

  72. 73
    Stefan Niggemeier says:

    @Blunt: Ich habe gar nicht nach dem Anwalt geschrien. Ich habe festgestellt, dass ich die Formulierung für justiziabel halte.

  73. 74
    Blunt says:

    @73: Ok, zugegeben: Hier habe ich mich selbst von der Rage verleiten lassen. Sagen wir: den Anwalt ins Spiel gebracht.

  74. 75
    Blunt says:

    @74: indirekt ins Spiel gebracht, um es noch fairer zu formulieren.

  75. 76
    Oliver says:

    Kam mein Kommentar nicht an oder wurde er nicht freigeschaltet?

  76. 77
    alter Jakob says:

    @71 Blunt:
    Ob das sicher ist, wird man ja sehen, wenn das Gesetz kommt. In Belgien war’s jedenfalls so und ich persoenlich bin mir auch ziemlich sicher, dass es das wahrscheinlichste Szenario ist. Fuer den theoretischen Nachfolger von Google-News sehe ich jedenfalls wenig Ueberlebenschancen. Exklusiver Newsaggregator, yeah: Kein Geld mit den Snippets machen koennen (Werbung klappt in dem Umfeld ja eher weniger), aber dann an die Verlage Zahlen muessen — da hab ich schon von vielversprechenderen Marktluecken gelesen. Zumal Google-News immer noch mit nichtdeutschen Seiten bestehen bleiben kann.

    Richtig ist aber sicher, dass Google lieber den status quo beibehalten wuerde.

  77. 78
    Tim says:

    Wenn ich mal wieder nach Deutschland telefoniere,erzählt mir meine Mutter auch jedesmal was in letzter Zeit bei „uns daheim“ so loswar und vorgefallen ist. Vieles davon hat sie natürlich auch in der regionalen Zeitung über besondere Ereignisse gelesen, bzw. durch die Zeitung vielleicht noch mehr über dieses oder jenes Ereignis erfahren.
    Jetzt hat sie aber natürlich über manch ein Ereignis nicht mehr alles im Kopf,oder es hat sie nicht so besonders interessiert und sie hat daher nicht alles zum Thema gelesen was in der Zeitung stand.MICH interessiert dieses Thema aber brennend, nachdem ich dieses, ich nenne es mal „Snippet,“ nunmal von meiner Mutter bekommen habe ist der nächste Schritt für mich den Artikel,sofern verfügbar, online bei der Regionalzeitung nachzulesen.
    Ist doch alles schön könnte man jetzt denken, meine Mutter hat mir etwas spannendes erzählt, ich habe etwas Interessantes erfahren und das Online-Angebot meiner Regionalzeitung hat seinen Zweck erfüllt hat Klicks generiert.

    Jetzt sind die Verlage aber sauer!! LSR!! zu Hülf! Wer zahlt uns denn jetzt?

    Muss ich Angst um meine Mutter bzw. ihren Geldbeutel haben?Schließlich hat sie doch die Information weitergegeben und mich auf Artikel der Regionalzeitung aufmerksam gemacht!?

    Oder sollten wir uns nicht doch eher um meinen Mobilfunkanbieter Sorgen machen?Schließlich hat dieser doch die Verbreitung der Nachricht ermöglicht und dabei auch noch kräftig abkassiert!

    Oder ist der wahre Buhmann nicht doch eher SKYPE?
    Das müsste es doch sein liebe Verlage!! Das Google der Internet-Telefonie sozusagen. Martführer,gewaltige Macht,Weltherrschaftsphantasien und..nichtmal (direkt)etwas dabei verdient!Bei diesem illegalen, raubrittermäßigen und kleinkinderteddywegnehmmäßigem Verbreiten von Qualitätsjournalismus für lau!!!

    Helft mir und erleuchtet mich liebe Verlage,wo bleibt SKYPE im Gesetzestext?? (oder sollte doch meine Mutter in den Untergrund?)

  78. 79
    Walter says:

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht mal diejenigen die zur PRO-LSG-Fraktion gehören. Dauernd lese ich, Google schmarotzt an der Arbeit der Verlage, dafür soll Google zahlen, ect. pp.

    Für was denn bitte? Für die 2–4 Sätze die außer der Schlagzeile zu sehen sind? Das reicht so gerade eben um festzustellen, ob man das richtige Thema gefunden hat.
    Man kann ja nicht den Artikel auf GoogleNews lesen, sondern muss zur Zeitung klicken.
    Google entzieht den Verlagen keine Leser, Google verschafft sie ihnen! Und für diese kostenlose Werbung und Weiterleitung wollen sie auch noch bezahlt werden?!

    Warum überstellt man diesen Haufen von geistig verwirrten Verlegern nicht an die bayrische Justiz? Beate Merk und ihre kompetenten dienstbaren Geister sorgen dann schon für eine angemessene Therapie.

  79. 80
    Paul says:

    Der Spiegel Journalist Niggemeier kämpft hier nur um eines:dass Google nicht bezahlen soll. Desinformation? Na klar. Sonst würde er zumindest erwähnen, dass Google bei Youtube eine Regelung mit der Filmindustrie fand, ehe es zum großen Knall kam: 60:40 werden die Einnahmen geteilt, 60 für die Industrie.
    Warum ging das eigentlich da?
    Und dann. niggemeiers Rhetorik. Wo es um die Hauptsache geht –Zitate, private Blogs etc. — kommt bei dem Mann, der sich in allem so sicher ist ein „wohl“ –als gäbe es da offene Fragen:

    Stefan Niggemeier
    30. November 2012
    16:3126.
    @Stefan: In dieser Form ist (und bleibt) das wohl durch das Zitatrecht gedeckt.

    Das ist so billig demagogisch. Genauso unheimlich wie die Gleichförmigkeit der Kommentare hier. Ja, das wird eine schöne neue Zeit. Schlicht ekelhaft.

  80. 81
    jj preston says:

    @Stefan Niggemeier, @Sebastian

    Ich wäre mir da absolut nicht sicher, ob kommerzielle Blogger tatsächlich raus aus der Nummer sind. Denn im Referentenentwurf heißt es ziemlich schwammig

    Zulässig (…),
    soweit sie nicht durch (…) oder gewerbliche Anbieter von Diensten erfolgt, die Inhalte entsprechend aufbereiten.“

    Was aber eine „entsprechende Aufbereitung“ ist, obliegt der Definition durch die Rechtsprechung. Und gewerblicher Anbieter wird man eben doch schon dadurch, dass man überhaupt Einnahmen erzielt — hier ist die Rechtsprechung mindestens in Sachen Impressumspflichten SEHR eindeutig.

    Abgesehen davon, lieber Niggi, scheinst Du Dir da auch nicht vollkommen sicher, wenn Du das relativierende Wort „wohl“ verwendest…

    @Paul
    Braeburn und Williams Christ. Denn bei Youtube werden schwerpunktmäßig Werke im Ganzen oder in wesentlich größeren Ausschnitten eingestellt, und dies auch durch Nutzer, deren Verhalten Youtube/Google allein aufwandsmäßig nur schwer kontrollieren kann. Bei Google News hingegen werden per Algorithmus Kategorie, Überschrift und maximal 240 Zeichen dargestellt. Selbst beim Artikelbild wird gemixt (Artikel von WELT, Bild von RP Online).

    Wer hier wohl der Demagoge ist…

    Falls es Ihnen nicht klar sein sollte: Stefan Niggemeier hat durchaus ein Interesse daran, dass seine SpOn-Artikel bei Google News indiziert und verlinkt werden, denn so werden sie gelesen, SpOn erhält dafür Werbeeinnahmen, und damit wäre dann die Entlohnung von Herrn Niggemeier relativ gesichert. Sollte SpOn wegen des Leistungsschutzrechtes aus dem Index fliegen, ist absehbar, dass Reichweite und Einnahmen von SpOn sinken, und das wird als allererstes in den dann sinkenden Honoraren für die Schreiber abgebildet.

  81. 82
    abeba says:

    aus dem mehrfach zitierten Kommentar bei der WELT:
    http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article111630401/Attacke-der-Netz-Giganten.html

    „Nur so ist zu erklären, dass der Tele-Medien-Dienstleister Google ganz plötzlich und freiwillig die Maske fallen lässt und zum Medium seiner eigenen Interessen mutiert. Jetzt sendet Google also selbst. Aber dafür braucht man in zivilisierten Gesellschaften eine Lizenz.

    DAS ist doch des Pudels Kern, und fand ich viel verräterischer als den ganzen Rest: Die Frechheit, daß plötzlich JEDER seine Meinung kundtun kann, und auch gehört (gefunden! sic!) wird! Daß die Verlage auf einmal nicht mehr das Monopol auf Informationsverbereitung haben. Und das *gasp* einige das auch nutzen! In diesem neumodischen Internetdingens von dem da alle reden. (Daß Google dann genau das Gleiche macht wie die Verleger und Kommentatoren, nur besser, steht nochmal auf einem anderen Blatt.)
    Und noch viel schlimmer — die brauchen nicht nur keine deutsche Lizenz, sondern gar keine: die machen das auch noch weltweit, alles gleichzeitig. Überall. Unfassbar. Ganz ohne Zusteller und Fahrer.

    Ich sage nur Belgien. Wie man auf den Gedanken kommen kann, daß deutsches Recht heutzutage die Welt, das Internet oder Google auch nur peripher tangiert, ist mir schleierhaft, und scheint noch rückständiger als alles andere.

    Klar, daß die Verleger die Welt bzw. ihr Monopol von vor 100 Jahren gerne zurück hätten, gerne hätten daß das Internet zuerst bei Ihnen vorbeiläuft und sie bestimmen was da wie drinsteht, was die Leute wie lesen — wie früher. Aber sowas funktioniert nur bei Pippi Langstumpf.
    Wir Privatleute, die wir keine Rechtsabtleilung oder Lobby haben, machen es ganz einfach: Was nicht ins Internet soll, das stellen wir da eben einfach nicht rein!

  82. 83
    H. Motor says:

    Meine Interpretation der Karikatur:
    Eine viel zu große und nicht „schluckbare“ Nuss namens Leistungsschutzrecht wurde dem Leser ins Maul gezwungen (man sieht ja regelrecht die Schmerzen, die er hat) und die — wie schon oben geschrieben: als Himmelgeschenk auftauchende — Hand von Google hilft diese Erstickungsgefahr schnell und mit dem passenden Werkzeug (vulgo: Nussknacker) zu beseitigen.
    Sehr gut gemacht!

  83. 84
    Stefan Niggemeier says:

    @Paul: Wenn YouTube Videos nicht ganz zeigen, sondern nur jeweils die ersten, sagen wir, fünf Sekunden anspielen würde — dann, ja dann, wäre das mit der Situation mit Google und den Verlagsinhalten vergleichbar.

    Und was das „wohl“ angeht: Selbst Ansgar Heveling hat in der ersten Lesung im Bundestag angedeutet, dass die Definitionen im Gesetzentwurf vielleicht noch nicht so eindeutig sind, wie man sich das wünschen würde:

    Während sowohl die Definition des Presseerzeugnisses als auch die des Presseverlages klar konturiert sind, ist es sicherlich angezeigt, die juristische Validität von Begriffen wie „Suchmaschine“ oder „gewerbliche Anbieter“ noch einmal näher zu beleuchten.

  84. 85
    alter Jakob says:

    @Paul 79:
    Wenn jemand schon ganz empoert „Desinformation“ krakeelt und dann youtube in den Ring schmeisst, ja dann sollte der doch bitte auch erwaehnen, dass es in Deutschland schon ein Urheberrecht gibt, dass verletzt wird wenn man Filme und Musik ohne entsprechende Lizenz veroeffentlicht. Und dass das Veroeffentlichen von ganzen Musikstuecken und Filmen vielleicht nicht ganz in der selben Liga spielt, ja nicht einmal das gleiche Spiel ist, wie das Zufuehren von Lesern durch das Anzeigen von ein bis drei Zeilen Text. Und jetzt verrate ich dir ein Geheimnis: Nur weil das naemlich nicht das gleiche ist, wollen die Verlegerbubis auch ein neues Gesetz. Wuerden die Suchmaschinen naemlich ganze Texte veroeffentlichen, dann koennte man das den Suchmaschinen aus den gleichen Gruenden verbieten, aus denen man bei youtube in einer besseren Verhandlungsposition war (zumal Filme und Musik fuer Youtube ungleich wichtiger sind, als Nachrichten fuer Google).

    Mit Verlaub lieber Paul, aber der einzige der aus Unwissenheit oder boeser Absicht versucht hier Irrezufuehren, indem er Aepfel mit Autoreifen vergleicht, das bist du. Und deshalb sind nicht die ganzen gleichfoermigen Kommentare und SNs Texte diejenigen, die billig sind (denn da stecken naemlich oft ganz viele Argumente drin, die man nur zur Kenntnis nehmen muesste), sondern nur dein eigener Kommentar.

  85. 86
    Oliver says:

    Der ist auch nicht schlecht:

    Doch davon lässt sich der digitale Wutbürger, dieses unerschrockene Wesen, das im Kostüm des Freiheitskämpfers todesmutig „dein Netz verteidigt“, nicht aufhalten. Es geht schließlich um die gute Sache, die zwar gewissermaßen dem Umverteilungsprinzip nahe kommt, dafür aber immerhin das Label „Freiheit“ trägt. Also auch Freiheit von der Idee des geistigen Eigentums, von dem die digitale Seele nur weiß, dass sie es gratis von anderen haben will und diese Vorgehen für ganz selbstverständlich hält.

    http://www.theeuropean.de/jennifer-pyka/5561-streit-um-das-leistungsschutzrecht

  86. 87
    Freebee says:

    Mal ne Frage am Rande, ich kapiers nicht…
    Wenn die Gratismentalität im Internet die Printverlage so sehr bedroht, wieso bieten sie ihre Inhalte im Internet an? Ich meine, die könnten ihre Printmedien doch weiter einfach am Kiosk verkaufen und gut ist, kein böser amerikanischer Suchmaschinenriese klaut mehr Erzeugnisse aus bestem Qualitätsjournalismus.

  87. 88
    theo says:

    Oliver, #86:

    Ein Beispiel für den traurigen Zustand eines selbsternannten „Debatten-Magazins“. Journalismus-Praktikanten.

  88. 89
    jj preston says:

    @Freebee

    Naja, entweder weil die Großen wissen, dass kaum einer bereit ist, für politisch gefärbten, faktisch flachen Kampagnenjournalismus und Nippelblitzernews Geld zu bezahlen. Oder weil sie von der Art Lemmus psygnosi sind: Aus Angst vor dem Abgraben von Marktanteilen durch kostenlose Medien machen sie ihre eigenen Erzeugnisse kostenlos, sind aber so kannibalistisch auf gegenseitige Marktanteile aus, dass der eine glücklich wäre, würde der andere pleite gehen, und sind dadurch nicht in der Lage, wie in der Slowakei gemeinsam eine Paywall-Lösung herbeizuführen, was die Angst vor der Umverteilung von Marktanteilen durch kostenlose Angebote der Konkurrenz noch erhöht…

  89. 90
    Freebee says:

    @jj preston

    Genau darauf wollte ich mit meiner eher rhetorischen Frage raus. Sie tun es nicht, weil es letztlich eben doch eine Geldquelle ist. Alles, was sie daran stört, ist, dass sie nicht alles vom Kuchen bekommen, sondern andere, die ein besseres Geschäftsmodell haben, daran noch besser verdienen.

    Wenn ich überall in Berlin öffentliche Toilettenhäuschen aufstellen würde um damit Geld zu verdienen, würde ich mich auch ärgern, wenn ein anderer mit Hinweisschildern, die zum Häuschen führen, mehr verdienen würde.

    Und darum geht es den Verlagen eigentlich. Sie müssen, wie Sie richtig sagen, online Inhalte anbieten, weil es die Konkurrenz tut. Und nun wollen sie Geld von denen, die Hinweisschilder aufstellen und damit verdienen.

  90. 91
    Torsten says:

    Nur ein Snippet — aber dieser FAZ-Beitrag fängt doch verheißungsvoll an: https://twitter.com/tralamitti/status/274776624250118144/photo/1

  91. 93
    Jay says:

    Ich muss es immer wieder sagen: Die Schlechtigkeit kennt keine Grenzen!

  92. 94
    Torsten says:

    Darf ich eine eigene Bewerbung einbringen?

    https://plus.google.com/107223467325602754395/posts/4fWSTRUatDE

  93. 95
    egghat says:

    Man müsste mal den gegentest machen: den guten, ausgewogenen Kommentar suchen. Mir ist bisher noch keiner untergekommen …

  94. 96
    Blunt says:

    @77: „Kein Geld mit den Snippets machen koennen (Werbung klappt in dem Umfeld ja eher weniger), aber dann an die Verlage Zahlen muessen — da hab ich schon von vielversprechenderen Marktluecken gelesen.“ Ja, das unternehmerische Risiko wäre natürlich nicht gering. Was aber, wenn die Verlage selbst eine solche Suchmaschine gründen? Dann wäre das nötige Startkapital da, die entsprechenden Werbeplattformen auch — es wäre sogar möglich, intermediale Anzeigenpakete noch besser auf die einzelnen Kunden zuzuschneiden. Man könnte sich den nötigen langen Atem leisten, und nicht zuletzt wären die Gebührenzahlungen hinfällig. Es würde mich nicht wundern, wenn bei Springer schon entsprechende Pläne in der Schublade liegen. Und ich glaube, dass es dann durchaus spannend werden könnte.

  95. 98
    Detlef Borchers says:

    @91 Der FAZ-Beitrag ist besonders gaga, weil elektronische Pressespiegel legal sind und wir Journalisten als Urheber von der VG Wort dafür Geld bekommen, nicht viel (bei mir waren es 37 Euro für ePS), aber mehr als dieses #LSR in der irrigen Hoffung der Journalisten-Verbände jemals ausschütten dürfte.

    Was mich eigentlich interessiert: wer zum Teufel glaubt denn, dass http://news.google.de oder http://www.bing.com/news/ viele Leser zu den Zeitungen schwemmt? Ich nutze diese Seiten, wenn überhaupt, genau wie Rivva nur zum schnellen Blick in die Runde.

  96. 99
    Detlef Borchers says:

    @Blunt Irgendwann ist eine Geschichte der deutschen Suchmaschinen fällig und wie sie von den Verlagen abgeschossen wurden. Fireball, Nathan, Blitzsuche und wie sie alle hießen.…. Bevor Google hierüber expandierte, hielten sie Fireball und Metager für die härtesten Konkurrenten…

  97. 100
    Blunt says:

    @97: Burda steckt also hinter diesem Portal, das mir bislang auch eher als nicht wirklich hilfreich erschienen ist. Aber im Prinzip meinte ich genau sowas. Wäre Google News abgeschaltet und würde sich hier ein Verlag mit mehr Erfahrung im täglichen Nachrichtengeschäft engagieren (ist ja nun nicht gerade die Kernkompetenz von Burda), könnte es klappen. Zurzeit schwer vorstellbar, weil Google zu mächtig erscheint — aber das hat man in der Vergangenheit bei vielen Unternehmen im Onlinebereich auch schon gedacht.

  98. 101
    Blunt says:

    @98: Ja, und nicht zu vergessen Paperball: das deutsche Google-News der Internet-Urzeit. War außerordentlich erfolgreich, damals.

  99. 102
    smial says:

    Eigentlich sind schon alle Argumente breitgetreten. Nur eine Kleinigkeit am Rande: Dieselben Verlage, die jetzt an Nachnutzungen verdienen wollen, bedienen sich gern ungeniert an frei verfügbaren Informationen aus dem Netz, ohne sich um Urheberrechte zu kümmern. Wer unter Fotos in Online-Artikeln mal Angaben sieht wie „Foto:OH“ oder „Bild:NB“ (für „ohne Honorar“ bzw. „nicht berechnet“ oder ähnliche Kürzel), sollte für das Bild mal die Google-Bildersuche anschmeißen. In vielen Fällen findet man dann als Quelle flickr, panoramio oder insbesondere wikimedia commons — und da stehen diese Bilder überwiegend unter den gängigen freien Lizenzen wie CC-BY, CC-BY-SA, GFDL, artlibre usw. — die allesamt die Urhebernennung und Lizenzverlinkung erfordern, wenn man sie kostenlos nutzen will.

    Freundliche Briefe oder Mails, die auf diesen Umstand hinweisen, werden gern erst einmal ignoriert. Bestenfalls erhält man ein „Wieso, ist doch kostenlos?!?“ oder „Das ist zuviel Aufwand!“ oder „Das geht technisch nicht!!!“ als Antwort.

    Wenn eine Kostennote droht, geht es aber plötzlich doch ;-)

  100. 103
    FAZ: Was wissen Professoren schon vom Geldverdienen? « Stefan Niggemeier says:

    […] deutsche Presse setzt ihre Desinformations– und Diffamierungskampagne fort. Im publizistischen Kampf für ihr eigenes Leistungsschutzrecht setzt heute Reinhard Müller […]

  101. 104
    kp says:

    die verleger wissen genau, dass eine eigene suchmaschine im klassischem sinne keinerlei chance hätte gegen die amerikanischen produkte. dh eine burde-bing oder springer-google wird es nicht geben, zumal nachrichten.de den deutschen machern ja klar die grenzen aufgezeigt hat.

    deshalb haben sie (springer) sich auch für eine frenemy strategie entschieden, dh lobbydruck gegen google auf der einen seite und diekmanns gleichzeitiges, von offenherzigkeit und „neugier“ geprägtes verweilen in mountain view andererseits.

    man muss kein verschwörungstheoretiker sein, um auf die idee zu kommen, dass eben dort gerade gespräche stattfinden, an deren ende ein ergebnis im sinne beider hauptkombatanten google und springer steht und dass auf diese weise beide spieler sich einen vorsprung verschaffen werden gegenüber der jeweiligen konkurrenz, also google gegenüber bing & co und springer gegenüber spiegel & co.

    wie genau dieses ergebnis aussehen wird, ist abhängig davon, ob das lsr nun tatsächlich kommt oder nicht. in jedem fall werden die inhalte von springer auch in zukunft als snippet bei google dargestellt, jede wette.

  102. 105
    alter Jakob says:

    Ich glaube nicht daran, dass die Verlage sowas auf die Beine stellen koennen. Wenn, dann geht das nur zusammen, weil eine Suchmaschine von Springer sicher auch die Springerprodukte prominent platzieren wuerde. Und mit LSR natuerlich auch fuer Artikel anderer Verleger zahlen muesste. Die einzige echte Konkurrenz koennte aus einer Zusammenarbeit aller Verlage entstehen. Und dann gibt es eben noch das Problem, dass sich Werbung neben Artikeln weniger gut rentiert, als Werbung neben Suchergebnissen, die sich um spezielle Artikel drehen (wenn man einen Schraubenzieher sucht, dann klickt man halt eher auf eine Werkzeugladenwerbung). Wie gesagt, ich glaube nicht dran.

    Und was Google-News und zusaetzliche Leser angeht: Ich hab Google-News noch nie benutzt, ich geh direkt auf die Verlagsseiten, die mich interessieren. Da man sich aber fuer Google-News aktiv anmelden muss und die Verlage das tun, scheint ich Google-News fuer die Verlagen ja irgendwie zu rechnen.

  103. 106
    Wolfgang Messer says:

    Mal angenommen, der LSR-Entwurf würde im parlamentarischen Gesetzgebungs-Prozess (Ausschüsse) weiter präzisiert und der Geltungsbereich stark eingeschränkt (z. B. auf gewerbliche Suchmaschinen oder Aggregatoren ohne eigene redaktionelle Zusatzleistung). Könnte dann nicht dagegen beim BGH wegen Verletzung des Grundgesetzartikels 19, Abs. 1, geklagt werden?
    („Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muss das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten.“ — siehe http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_19.html )

    Anders herum wäre es natürlich auch Blödsinn, ein gesondertes Gesetz gegen eine Nutzungsart zu erlassen, die bereits beim geltenden Urheberrecht nicht durch das Zitatrecht gedeckt ist.

  104. 107
    gnaddrig says:

    @ Wolfgang Messer (#106): Blödsinn ist hier wohl das Schlüsselwort, so oder so. Zumindest wenn man sich anschaut, was die Befürworter des LSR so an Argumentationsversuchen vorbringen.

  105. 108
    Leben ohne Zeitung | K. [Journal] says:

    […] hat das auch mit der derzeit ausartenden Debatte um das Leistungsschutzrecht zu tun – mittelbar deshalb, weil der Verlag meiner letzten […]

  106. 109
    Horst says:

    Es gibt auch (mindestens einen, oder genau einen?) Verleger, die (der) gegen das Leistungsschutzrecht sind (ist). Georg Schäff, der Verleger des DONAUKURIER. (Der Artikel ist vom 26.03.2012.)

    Bemerkenswert auch der kleine Kasten zu Facebook & co-Buttons auf der Seite des Donaukurier:
    [Niemand hat] genauere Einsicht, welche, wie viele und zu welchen Zwecken Daten [mit diesen Buttons] gesammelt werden sowie ebenso wenig Einfluss darauf, was für Daten übermittelt werden. […]
    Aus diesem Grund hat sich donaukurier.de entschlossen, Facebook– und GooglePlus-Widgets von der Seite zu nehmen.

  107. 110
    J. S. says:

    Guter Journalismus kostet Geld. Wieso kann ich jeden Tag jede Tageszeitung kostenlos lesen … in der Bibliothek? Warum regt sich denn keiner über die Kostenloskultur der Tageszeitungen-in-der-Bibliothek-Leser auf?
    Oder bedeutet das, dass all der Journalismus, den man in der Bibliothek wiederfindet, kein guter Journalismus ist?

  108. 111
    BPC says:

    Heute ist auch die Welt gut dabei und titelt:

    „Google verliert das Spiel mit der Angst — Der Suchmaschinengigant mobilisiert gegen ein Gesetz zum Urheberechtsschutz. Aber die Internetgemeinde lässt die Kampagne kalt – und die Regierung will sich nicht unter Druck setzen lassen.“

    Und dann kommt so viel Unsinn, dass ich den ganzen Artikel hier als Kommentar reinschreiben müsste. Trotzdem ein Beispiel:

    „Suchmaschinenanbieter wie Google dürfen deren Nachrichtentexte nämlich kostenlos benutzen, um Anwender für ihre Webseiten zu interessieren.“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article111746616/Google-verliert-das-Spiel-mit-der-Angst.html

  109. 112
    Klaus Minhardt says:

    Sehr lustig ist auch, dass der BDZV meine Wortwahl in einem Tweet als unpassend für einen Journalisteenverband hielt. Ich hatte die Verleger als Schmarotzer bezeichnet, die kostenlos die Leistungen von Google nutzen würden.

    Da ich das Wort Schmarotzer aber nur aus Artikeln der Verleger entlehnt habe, die Google so bezeichnet hatten, mache ich mir da wenig Sorgen. Auch die Verwendung des Begriffs Ladendieb für Googles Verlinkungen zeigen mir, dass der BDZV im Glashaus sitzend nicht mit Steinen werfen sollte.

    Gerade als Funktionär des DJV sorge ich mich um viele Unternehmen im journalistischen Umfeld. Das kann aber nicht bedeuten, dass ich Verleger unter Naturschutz stellen möchte. Ich würde sogar eine Art Werbesteuer noch unterstützen, falls diese nicht einzelnen Unternehmen, sondern dem Journalismus allgemein nutzen würde.

    So könnte eine Abgabe auf die Werbeumsätze ALLER Medien sinnvoll sein und dann müssten sich auch Google, Verleger und Sender daran beteiligen. Die Erlöse könnten dann in die Ausbildung, Stiftungen oder Forschung gehen.

    Was aber überhaupt nicht geht ist, dass man einem Umsatzmilliardär Geld wegnimmt und es einem anderen Umsatzmilliardär zuführt, nur weil der lauter schreit oder der Bruder im Kanzleramt sitzt.

    Die Hilfsbedürftigsten im Journalismus sind garantiert nicht die Verleger, sondern die Freien Journalisten und denen hilft man noch nicht einmal mit einer angemessenen Vergütung ihrer Leistungen.

  110. 113
    DasKleineTeilchen says:

    @abeba#82

    „Jetzt sendet Google also selbst. Aber dafür braucht man in zivilisierten Gesellschaften eine Lizenz.“

    achso ist das also. yes, und in totalitären gesellschaften erst recht, nichwahr liebe verleger?

    btw. hat schon jemand „lügt wie gedruckt“ (haha) eingebracht?

  111. 114
    Stolz, ein Blogger zu sein | G! gutjahrs blog says:

    […] Umgang der deutschen Qualitätsmedien in der Causa Google beschämt mich. Gekaufte Experten, das Ausblenden unliebsamer Stimmen und Studien, die gezielte Desinformation des […]

  112. 115
    Johannes says:

    Vielleicht erschließt sich mir der Sinn nur nicht unmittelbar, aber der Satz

    „Und schließlich ist da noch die Kostenlos-Mentalität, die es Internetanbietern erlaubt, mit dem puren Ausschlachten von Inhalten anderer Geld zu verdienen.“

    erscheint mir geradezu absurd. Interpretiere ich das einfach falsch oder steht da sinngemäß: „Weil im Internet keiner Geld bezahlen will, können Anbieter im Internet den großen Reibach machen“?

  113. 116
    Twipsy says:

    Hier passt es wohl am besten…
    Neue Runde im Limbo. Döpfner sagt in der neuen Zeit:
    Das ist so, als würde eine Hehlerbande bei Amnesty International eine Menschenrechtspetition zur Verteidigung der freien Bürgerrechte beim Ladendiebstahl einreichen.
    Das wird schwer zu toppen sein. Ich versuchs trotzdem mal:
    Das ist so, als würde eine Gruppe SS-Offiziere den Juden, die sie ins Gas schicken, die Goldzähne ziehen und damit Poker spielen.

  114. 117
    Twipsy says:

    Den Link bin ich schuldig geblieben:
    http://www.zeit.de/vorabmeldungen/neu-in-der-aktuellen-zeit/seite-2
    Wir müssen und sollten nicht alles machen. Es ist gut, seinen Platz in der Wertschöpfungskette zu kennen. Wir produzieren Inhalte. Wenn wir auch noch suchen wollten, würden wir uns verzetteln.
    Inhalte produzieren, soso. Dass Springer einen Großteil seines Umsatzes mit pressefernen Produkten verdient, verschweigt er.

  115. 118
    Muriel says:

    Das ist so, als würde jemand, der permanent zu Unrecht des Ladendiebstahls bezichtigt wird, nach Jahren endlich einmal den Mund aufmachen und darum bitten, dass man dich bitte nicht extra ein Gesetz verabschieden soll, das ihm verbietet, Läden zu betreten.
    Nee… Ich glaube, ich hab das Spiel noch nicht ganz verstanden.

  116. 119
    Harharnetz says:

    @Twipsy, #117:

    Das für mich Interessante: Meint er jetzt, dass eine Hehlerbande (eigentlich Diebesbande) beim (während des) Ladendiebstahl(s), eine Petition einreicht oder sollen die freien Bürgerrechte nur beim Ladendiebstahl verteidigt werden oder soll Amnesty International, derweil es Ladendiebstahl begeht, Petitionen annehmen oder…-…ach, was weiß ich schon…

  117. 120
    Stefan says:

    „Wir müssen und sollten nicht alles machen. Es ist gut, seinen Platz in der Wertschöpfungskette zu kennen. Wir produzieren Inhalte.“

    Stellen wir uns mal einen kirchenvetreter zur zeit des aufkommenden allgemeinen buchdrucks vor:

    „Wir müssen und sollten nicht alles machen. Es ist gut, seinen Platz in der Wertschöpfungskette zu kennen. Wir produzieren Wahrheit.“

  118. 121
    Oliver says:

    Ich glaub, der Herr Käse ist wieder mit einer Pinocchionase vorne …

    Jetzt sagen Sie: mit Robots.txt. Und was geschieht dann? Man wird bei jeder Suchmaschine und jedem Aggregator unsichtbar. An oder Aus für alle und alles — das ist die einzige Wahl, die einem Robots.txt lässt. Diese Technologie stammt aus der Steinzeit des Webs. Sie ist hoffnungslos veraltet und in keiner Weise mehr zukunftstauglich.

    http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Springer-Lobbyist-Christoph-Keese-Google-ist-eine-Art-Taliban_111793.html

  119. 122
    #LSR: Tote Presse und sterbende, aber stolze Blogs? « TmoWizard's Castle says:

    […] Zwischenstand im Presse-Limbo zum Leistungsschutzrecht […]

  120. 123
    Sprachwachtel says:

    Allein die Ankündigung des LSR (noch ist ja nichts beschlossen) scheint selbst in der Blogoshäre seine Wirkung zu tun und Anlass zu vorauseilendem Gehorsam zu sein.

    So schreibt das Sprachlog u.a. ( http://www.sprachlog.de/2012/12/09/blogspektrogramm-49–2012/ ) Wegen des Leistungsschutzrechts verlinken wir derzeit in den Sprachbrocken und im Blogspektrogramm nicht auf Presseerzeugnisse aus Deutschland.

  121. 124
    So wird das nichts – Anmerkungen zum Thema “Zeitungskrise” in der “Sächsischen Zeitung” says:

    […] dazu der Kommentar: “Sind wir wirklich schon alle google?” (der es sogar zu einer Erwähnung im Blog von Stefan Niggemeier geschafft […]

  122. 125
    janosch says:

    Die FAZ hat es geschafft, einen Juristen des MPI zu interviewen, ohne die Stellungnahme des Instituts auch nur anzusprechen.
    Sie ist nicht mal auf faz.net verlinkt.
    Ich finde, damit haben sich Hanfeld und Mueller ganz weit nach vorne katapultiert im Wettbewerb.
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/max-planck-jurist-hilty-zum-leistungsschutzrecht-ich-will-dass-ein-freier-markt-besteht-11992525.html

  123. 126
    Blunt says:

    @125: Langsam wird’s pathologisch: Dass sie dem Institut gleich ein ganzseitiges Interview einräumen reicht nicht, nein, sie sollen auch noch die komplette Stellungnahme abdrucken. Und wenn sie das getan hätten, wo wäre dann der Fehler gewesen? Darin, dass sie nicht Herrn Niggemeiers Blog erwähnen?

  124. 127
    Kati says:

    Er hat nicht gefordert, die „komplette Stellungnahme“ zu drucken. Pathologischer struktureller Analphabetismus?

  125. 128
    meykosoft says:

    Noch einmal zum Supermarktvergleich:

    Jeder potentielle Kunde, der im Supermarkt auch nur die Inhaltsangabe auf einer Verpackung liest, sollte gesetzlich dazu verpflichtet werden, etwas dafür zu bezahlen. Basta! ;-)

    Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder Marktbesucher diesen, von meist hochbezahlten Fachleuten aufwändig erstellten Text, einfach so für umsonst, als Entscheidungshilfe zum eventuellen Konsum benutzen würde…

  126. 129
    Blunt says:

    @Kati: Jetzt verstehe ich das Problem: Wenn man den geschäftsführenden Direktor des Max-Planck-Instituts für Immaterialgüter zu Wort kommen lässt, muss man darauf hinweisen, dass er auch in dieser Funktion spricht und nicht nur seine Privatmeinung zum Besten gibt. Das ist natürlich wahr — ich hätte jetzt in der Tat vermutet, dass das Institut selbst eigentlich voll und ganz hinter dem LSR steht. Ich wäre auch dafür, den Stellungnahmen von Frau Merkel künftig einen Link aufs CDU-Parteiprogramm beizulegen: Damit wir sicher sein können, dass sie auch wirklich für die Mehrheit ihrer Partei spricht.

  127. 130
    Kati says:

    @Blunt:
    Scheint echt pathologisch zu sein. Tut mir sehr leid für dich, dass du jetzt schon zu Strohmann-Argumentationen greifen musst, aber da du ja viele Worte kennst, fällt das bei Kindern, anderen Strukturellen und denen, die ein bisschen langsam sind, ja nicht so auf.

    Bei den anderen allerdings…

    ;)

  128. 131
    Sebastian says:

    @Blunt: nur um das noch einmal kurz nachzuvollziehen — wenn die CDU im Parteiprogramm drin stehen hat, dass sie gerne neue Atomkraftwerke bauen möchte, und Frau Merkel in einem Interview sagt, sie persönlich wolle keine Atomkraftwerke, ohne auf das Parteiprogramm hinzuweisen, dann halten Sie es für übertrieben wenn man als Journalist dann direkt nachfragt wie die persönliche Meinung zum Parteiprogramm passt?

    Das ist nämlich ziemlich genau das was Sie jetzt allen Ernstes hingeschrieben haben.

    Sie wollen also gar nicht informiert werden von Journalisten die kritische Fragen stellen.

    Ich glaube Sie wären ein idealer Kandidat für’s Propagandaministerium bei Springer & Co.

  129. 132
    Blunt says:

    @Sebastian: Das ist ziemlich genau das Gegenteil von dem, was ich jetzt allen Ernstes hingeschrieben habe: Wo weicht der MPI-Chef von der Haltung seines Instituts ab? Wo liegt die Analogie zu ihrem Beispiel?

  130. 133
    Sebastian says:

    Oh nein! Habe ich Sie etwa krampfhaft falsch verstanden, in meinem Kommentar extrem übertrieben und ein schlechtes Beispiel gebracht?

    Das wäre ja wirklich hochnotpeinlich…

  131. 134
    Blunt says:

    @Sebastian: Bitte, ist schon okay. Und: Schöne Weihnachten!

  132. 135
    Sebastian says:

    Ist ja noch ne Woche hin.

    Ich meine mal im Ernst. Die FAZ führt ein Interview mit einer Person die in einem Institut arbeitet das eine PR-Mitteilung rausgegeben hat und weil man eben jene Mitteilung verschwiegen hat ist es natürlich kein Wunder, dass die FAZ nicht in dem Interview darauf eingeht. Von daher ist die ganze Polemik in beide Richtungen vollkommen besemmelt gewesen.

    Wäre ich bei der FAZ ich wäre auch nicht eingestiegen mit „Also wir haben da ja was verschwiegen“, von daher war der Hinweis darauf dass es nicht erwähnt wird wirklich Mumpitz.

    Dann aber einen auf „Ach demnächst verlinken wir das Parteiprogramm“ zu machen war genau so bräsig. Das Interview stand im Internet. Das ist dieses Dings das dieser Wissenschaftler am CERN erfunden hat wo man externe Quellen mit einem sogenannten „Hyperlink“ versehen kann. Ihre Frage, ob man demnächst jedes Interview, in dem es um das Parteiprogramm geht (auch wenn nur am Rande) mit einem Link auf eben jenes Parteiprogramm versehen sollte, kann man demnach auch ganz logisch mit „Ja“ beantworten. Darüber hinaus ist es definitiv ein Unterschied, ob man jemanden als Einzelperson interviewt oder darauf hinweist, dass das gesamte Institut diese Ansicht vertritt. Es mag Sie irritieren, Herr Blunt (kommt das eigentlich von „stumpf“ oder von „Joint“?) aber in einem Interview nimmt eine Person durchaus mal zu ihrer eigenen Meinung Stellung und redet nicht offiziell für die Firma in die sie arbeitet. Von daher ist die Forderung nach einer Trennung bzw. gesonderten Hinweisen sicherlich nicht so vollkommen abwegig wie Sie meinen.

    Aber ich schließe mich einfach mal an: Frohes Fest.

  133. 136
    Kati says:

    Nee, Sebastian, ich finde, dass das kein valider Punkt ist. Wenn die FAZ ernsthaften Journalismus betreiben wollte in diesem Punkt (LSR), müsste sie die Gegenposition genauso ausführlich darstellen wie sie es mit der eigenen macht. Ein Interview und ein Gastkommentar reichen da bei weitem nicht. Sogar, wenn sie den Aufruf verlinkt hätten, wäre es zu mager, angesichts der Pro-LSR-Schwemme, die man bei der FAZ sehen musste.

    Und ob man der FAZ wirklich einen Gefallen tut, wenn man sagt, dass es verständlich sei, dass sie ihre eigenen Versäumnisse in dieser Angelegenheit unter den Tisch fallen lässt? Ist das wirklich noch Qualität im Journalismus? Für mich jedenfalls nicht.

  134. 137
    Blunt says:

    @Sebastian: Ja, so kann ich dem in etwa sogar folgen — wenn auch bitte „Frau Blunt“ (und nein, kein Joint: http://gutenberg.spiegel.de/buch/4896/2).

  135. 138
    30. November bis 19. Dezember 2012 | word of mouse says:

    […] [from georgberg] Zwischenstand im Presse-Limbo zum Leistungschutzrecht « Stefan Niggemeier – Bevor Sie jetzt ein schlechtes Gewissen bekommen, falls Sie auf den Link geklickt und den Text umsonst gelesen haben: Keine Sorge. Es handelt sich ja nachweislich bei ihm nicht um »Guten Journalismus«. Dieser Beitrag wurde unter link abgelegt und mit computer, endlospapier, google, journalismus, link, lochkarte, lsr, smartphone, software, urheberrecht verschlagwortet am 19. Dezember 2012 von Georg. […]

  136. 139
    Über “echte” Punks und Meinungsforschung mit Twitter • Google, Klingbeil, Leistungsschutzrecht, Peter Tauber, Prof. Korte, Twitter • BrochureWarez says:

    […] Interview, fand auch Peter Altmaier. Aber: kein Wort zum geplanten Leistungsschutzrecht, das sehr heftig diskutierte und kritisierte Gesetzesvorhaben der Regierung im Bereich der Netzpolitik. Das ist schon eine enorme Leistung für selbsterklärte […]

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