Der „Tagesspiegel“ hat die „perfekte Lösung“ gefunden, online Geld zu verdienen

15 Aug 12
15. August 2012

Ich bin neulich über Google im Online-Angebot des Berliner „Tagesspiegel“ gelandet. Es empfing mich mit diesem Artikelfragment:

Der ganze Text wird erst angezeigt, nachdem man die gelb markierten Wörter eingetippt hat.

Immerhin antizipiert tagesspiegel.de, dass diese Praxis Fragen auslöst. „Geht’s noch?“, wäre eine der wenigen naheliegenden, die ohne Verwünschungen auskommen. Zur Not ist aber natürlich auch der „Tagesspiegel“-Vorschlag „Warum diese Art der Werbung?“ hilfreich.

Also: Warum diese Art der Werbung? Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Verlage stehen im Internet vor besonderen Herausforderungen. Die Leser zahlen gerne für eine gedruckte Zeitung, im Internet ist die Bereitschaft für Nachrichten zu zahlen aber meist nicht vorhanden, obwohl die Kosten für die Verlage in vergleichbaren Größenordnungen liegen. Einige Nachrichtenanbieter fühlen sich bereits gezwungen, auch für ihr Internetangebot Gebühren zu verlangen, um sich finanzieren zu können.

Nun, dem ließe sich jetzt einiges erwidern, aber lassen wir das mal so stehen. Weiter im Text.

Wir wollen Ihnen weiterhin die Qualität bieten, die Sie vom Tagesspiegel kennen.
Für ein kostenloses Angebot sind wir deshalb stark auf die Werbevermarktung angewiesen.

Derzeit testen wir eine neue für den Werbetreibenden attraktive Werbeform. Damit sehen wir eine weitere Möglichkeit, dass wir mit diesen Einnahmen unsere Kosten refinanzieren und langfristig das Gesamtwerbeaufkommen auf unseren Seiten reduzieren.

Ah, das „Gesamtwerbeaufkommen“, gut dass die Kollegen das selbst erwähnen. Es ist nämlich so, dass ich beim Besuch auf tagesspiegel.de in Wahrheit gar nicht von dem Artikelfragment begrüßt wurde, sondern von der Lufthansa:

Je nachdem, welche Werbung gerade eingeblendet wird, macht der Artikel beim Aufruf der Seite den hier rechts grün markierten Teil aus. Alles andere ist Zeug, Gerümpel, Werbegetöse.

Da fühlt man sich als Besucher doch gleich willkommen und denkt sich: Mensch, wie die hier wohl ihren schönen Qualitätsjournalismus finanzieren?

Die tatsächlichen Einnahmen, die der „Tagesspiegel“ mit dieser „für den Werbetreibenden attraktiven Werbeform“ generieren, sind im konkreten Fall aber vermutlich überschaubar, weil der „Werbetreibende“ im Prinzip der „Tagesspiegel“ selbst ist. Qiez.de ist ein Angebot, das im Wesentlichen daraus besteht, Artikel aus dem „Tagesspiegel“ so wiederzuverwerten, dass man beim flüchtigen Blick beinahe denken könnte, es handele sich um eines dieser „hyperlokalen Angebote“, um die neuerdings Wind gemacht wird.

Es trifft ungefähr so zuverlässig meinen Kiez wie jemand, der mit Dart-Pfeilen auf eine Landkarte von Asien wirft, und wirkt dabei fast so belebt wie die Fußgängerzone von Oer-Erkenschwick morgens um halb vier. Aber wenn erstmal genügend Menschen auf tagesspiegel.de Q — I — E — Z — punkt — D — E eingetippt haben, wird sich das bestimmt ändern.

„Brandwall“ nennt der Vermarkter diese Art der Unterbrecherwerbung. Die Firma „Brand Interactive“ ist ganz stolz darauf, sie angeblich erfunden zu haben und nennt sie — ohne erkennbare Ironie — eine Möglichkeit für Verleger, „ihre Inhalte endlich auch im Internet ohne Hürden für den Leser angemessen zu monetarisieren“.

50 Cent bis 1,50 Euro soll der Werbekunde für jeden Leser zahlen, der den geforderten Text eingibt.

Etwas besseres kann sich Peter Neumann, der Gesamtleiter Online der „Tagesspiegel“-Gruppe, gar nicht vorstellen:

„Die brandwall ist die perfekte Lösung zur Monetarisierung unserer Premium-Inhalte im Internet. Danach haben wir seit langem gesucht.“

Dann gratuliere ich herzlich, und biete kostenlos einen Vorschlag, wie man diese perfekte Werbeform noch attraktiver machen könnte: Indem man den einzutippenden Namen in einem lustigen Ratespiel erst entziffern muss, wie bei den beliebten Captchas.

Gern geschehen.

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81 Gedanken
  1. 1
    rxings says:

    „50 Cent bis 1,50 Euro soll der Werbekunde für jeden Leser zahlen, der den geforderten Text eingibt.„
    Na dann kann ja nichts mehr schiefgehen!

    Wenn ich das Laden der Seite zum richtigen Zeitpunkt abbreche, steht der Artikel komplett da. Wer baut diese Sachen?

  2. 2
    rgroth says:

    Alles andere mal ab:
    „Alles andere ist Zeug, Gerümpel, Werbegetöse.“

    Unter anderem deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, für einige „Qualitätsjournalismus“-Websites eigene Stylesheets zu erstellen, die diesen ganzen Müll ausblenden & und die Sites häufig erst nutzbar machen.

    Offenlegung: Ich glaube, ich bin ein Internet-Fuzzi :-)

    Aber eigentlich frage ich mich, wann die ersten Klagen der Totholzverwerter gegen Adblocker kommen.

  3. 3
    Jerry says:

    Genau die von meinem Vorredner erwähnten Werbeblocker sollen wohl mit diesem Modell unpraktikabler gemacht werden. Wofür die genannte Seite dann letztlich wirbt, ist irrelevant (und insofern ist die Schaltung zu einer Eigenwerbung so gut wie jede andere auch), wichtiger ist, daß die restlichen Anzeigen im Browser angezeigt werden.
    Ein etwas holpriger Ansatz, und angesichts der Tatsache, daß es bereits Seiten gibt, die den Zugriff bei aktivem Werbeblock komplett verweigern, auch nicht zwingend so nötig, aber das prinzipielle Bemühen, die Umgehung kommerzieller Werbung zu verhindern, begrüße ich durchaus.

    Letztlich sind es nur vier Möglichkeiten, wie sich eine Seite im Netz finanzieren kann. Zum ersten Selbstfinanzierung, was bei einem Unternehmen wie einer Zeitung nicht sinnvoll wirkt. Zum Zweiten Bezahlschranken, die bekanntermaßen bei den meisten Internetnutzern extrem unbeliebt sind. Drittens Spenden (oder der Verkauf von „Fanobjekten“), ein Prinzip, das für einen einmaligen Geldschub sehr gut funktioniert, aber nach meiner Erfahrung als stetiges Konzept komplett untauglich ist (selbst eine Plattform wie Wikipedia, die nun wirklich von vielen als wichtig betrachtet wird, muß regelmäßige „Bettelbanner“ einbinden). Und viertens eben Werbung.

    Bedenkt man nun, wie hoch der Werbeanteil bei der Finanzierung gedruckter Zeitungen und Zeitschriften bereits ist, und daß Anzeigen im Netz tendenziell (noch?) weniger vergütet werden, ist es für eine frei zugängliche Seite mit Anspruch, keinen übermäßigen Verlust zu machen, eigentlich zwingend, den Anteil der Nutzer, die die gesetzte Werbung zu sehen bekommen, einigermaßen hoch zu halten.

    Da meine finanziellen Möglichkeiten beim besten Willen nicht ausreichen, jeder Internetseite, die ich auf lange Sicht für nutzenswert halte, eine Spende zukommen zu lassen, verzichte ich bewußt auf Werbeblocker und öffne gelegentlich auf diesen gezielt Werbefenster. Für mich eine Form von Netzsolidarität, und wenn man, wie ich, davon ausgeht, daß ohne derartiges Gratisseiten mit der Zeit zurückgehen, auch ein Stück Eigennutz.
    Leider eine Einstellung, die nicht von vielen geteilt wird (und ja, ich fürchte, es braucht dann tatsächlich einen solchen Wust wie er dargestellt wird, um mit werbezugänglichen Nutzern noch einigermaßen über die Runden zu kommen).
    Wenn also mit einer solchen Zugangsbeschränkung wieder mehr Einnahmen über Werbung generiert werden; mir solls Recht sein.

  4. 4
    bobaphatt says:

    ganz ehrlich finde ich die idee gar nicht so schlecht. bin aber auch noch nicht mit solch einer art werbung „genervt“ worden. sofern verlage damit unter anderem ihren „qulitätsjournalismus“ finanzieren und dafür kein leistungsschutzrecht benötigen ist es schon okay…frage mich nur wie das in zukunft aussehen wird, da ja garantiert irgendwelche seiten es damit mal wieder übertreiben werden! und es automatische captchaerkennungsaddons für browser gibt :)

  5. 5
    Somvrero says:

    Ich finde die Idee sehr gut und verstehe nicht, warum an sich darüber aufregt. Finde das doch sehr fair und die Werbewirksamkeit ist sicherlich sehr hoch. Vielleicht werden ja die nervigen Banner auf der Tagesspiegel Seite weniger, wenn sich das durchsetzt.

    Es ist doch auch logisch, dass der Tagesspiegel das Konzept erstmal mit einem eigenen Produkt testet.

  6. 6
    otnememento says:

    Auch wenn das Werbetreibende anders sehen mögen: bei mir bewirkt diese Form der Werbung eher das Gegenteil. Sie nervt und in diesem Kontext nehme ich auch die Werbung wahr. Ob die Anzeigenkunden wissen, dass ihr Produkt mir als nervig zugemutet wird? Die reCaptchas sind zwar hölleschwer zu erkennen, doch werden dadurch wenigstens die NYT und Bücher digitalisiert.

  7. 7
    rofl says:

    Sind wir doch einfach mal ehrlich: das Modell einer freien, demokratischen Presse ist auf der ganzen Linie gescheitert.

    Wenn die Verwalter der Propagandalügen und Halbwahrheiten ihren „Content“ also nicht mehr frei zugänglich machen wollen, ist das eine Chance für unabhängige Berichterstattung (die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt).

    PS: ich nutze eh keine Sites, bei denen ich mehr als 3 No Skript Berechtigungen erteilen muss, um was zu sehen. Wer nicht will, der hat schon und das nächste kostenlose Angebot wartet einen Klick weiter.

  8. 8
    Tim says:

    Reicht es eventuell auch hier aus, einfach Java zu deaktivieren, um diese Sperre zu umgehen? (wie beim Internetangebot der NY-Times)

  9. 9
    lbo says:

    Ein bisschen noscript und adblock plus, und nix ist mit 1,50€… Diese Formen der Werbung führen nur dazu, dass sich die breite Masse diese Erweiterungen installiert, und dann gar keine Werbung mehr sieht.

  10. 10
    Rainer Barg says:

    Jerry: Letztlich sind es nur vier Möglichkeiten, wie sich eine Seite im Netz finanzieren kann.

    Es gibt so viele mehr Möglichkeiten, Seiten zu finanzieren. Google hat mehrere davon erfunden, weitere werden gerade erprobt (Mobile Marketing etc.), aus der Vernetzung von Usern (Web 2.0, mobil demnächst 3.0) läßt sich Wertschöpfung betreiben.

    Was ich sagen will: Bei allen innovativen Finanzierungsformen sind die Verlage NICHT dabei. Sie blenden immer noch zum Tausender-Kontaktpreis stehende Reklame ein, zwingen nun auch noch User, Werbe-URLS abzutippen und verlieren langsam auch noch ihr lokales Anzeigen-Monopol im Internet — weil sie die messbar wirksamen Werbeformen eben gar nicht erst anbieten.

    Die klassischen Verlagshäuser sind ganz weit hinten, wenn es um Innovation und Mut zur Avantgarde geht. Gleichzeitig jammern sie am lautesten, dass nichts refinanzierbar ist.

    Und aus ihrer Sicht haben sie damit sogar Recht.

  11. 11
    DaW says:

    @ otnememento, # 6

    Werbung nervt auch, wenn sie im Bus die Aussicht versperrt, weil die Scheibe zugeklebt ist (Besonders schön ist es, wenn die ganz normalen Plakate einfach auf Lochfolien ausgedruckt und als Block aufgeklebt werden). Oder Radiowerbung, die anscheinend neuerdings nur noch geschriehen wird. Das interessiert aber auch keinen Werbetreibenden.

    Ansonsten stört mich dieses Modell weniger als viele andere Werbeformen, z.B. die überall aufploppenden Banner, die dann teilweise halbtransparent übers Menü gehen und daher versehentlich angeklickt werden.

    Allerdings hat das auch Grenzen: Ich fand es pietätlos, als tagesspiegel.de die Bezahlschranke neulich in eine Todesnachricht eingebaut hat.

  12. 12
    DaW says:

    Ich meinte die qiez.de-Schranke, keine Bezahlschranke…

  13. 13
    jakob says:

    „Liebe Leserin, Lieber Leser, kaufen Sie bitte das abgebildete Produkt und halten es vor Ihre Webcam, um diesen Artikel lesen zu können.„
    (Ich habs erfunden und nenns Einkaufskörbchenwall!)

  14. 14
    Dentaku says:

    Jetzt wollte ich mal ausprobieren, inwiefern das die Barrierefreiheit der Seite beeinträchtigt und habe sie mit dem Textbrowser w3m aufgerufen. Siehe da: der ganze Text ist ohne nervige „brandwall“ sofort lesbar.

    Ein paar weitere Tests und es war klar: der Text wird auch im normalen Browser erst vollständig geladen und danach mit JavaScript hinter diesem Dings versteckt. Die Werbeblocker werden mit neuen Regeln auch das bald auszublenden wissen, und so geht das Wettrüsten munter weiter. :-/

  15. 15
    Herr Ärmel says:

    Meines Erachtens wird grundsätzlich übersehen, dass gedruckte Zeitungen und Online-Ausgaben zwei völlig verschiedene Medien sind, die von den Lesern auch dementsprechend genutzt werden. Hier längere Artikel und relativ höherer Zeitaufwand, dort gekürzte Artikel und kürzere Verweildauer. Aus diesem Grund bezahlt man Printmedien während im Internet ein „kostenlos“-Bewusstsein vorherrscht. Nicht wenige Verlage sollten froh sein, dass man ihre Seiten überhaupt aufruft. Miese Reportagen, häufige orthografische Fehler und schlechte Grafik der Seiten sind für mich Kennzeichen dafür, dass man im Internet präsent sein will, ohne das Medium und das „neue“ Bewusstsein der Leser erkannt zu haben.

    Zitat rofl: PS: ich nutze eh keine Sites, bei denen ich mehr als 3 No Skript Berechtigungen erteilen muss, um was zu sehen. Wer nicht will, der hat schon und das nächste kostenlose Angebot wartet einen Klick weiter.

    Dem stimme ich 100% zu, ich mache das genauso. Ansonsten suche ich meine Nachrichten gezielt in tauglichen Blogs aus, z.B. hier.

  16. 16
    TOPCTEH says:

    @rgroth: Wurde dies mit „Stylish“ gemacht?

    @jakob: Ich würde ja den EAN-Barcode scannen lassen (da gibt es bestimmt analog zum QR-Code-Scanner auch eine Äpppp dafür), aber wir wollen „sie“ nicht auch noch auf dumme Gedanken bringen…

    @Dentaku: Ich frage mich bei diesem „Wettrüsten“ sowieso, wie man prüfen kann, dass eine Werbung zwar geladen, aber nicht angezeigt wird. Oder gibt’s im Browser einen geheimen Rückkanal, den man dementsprechend auswerten kann?

  17. 17
    geheim says:

    Das macht der Tagesspiegel schon eine ganze Weile und ich habe mich schon gefragt, wo die Kritik bleibt. Das zeigt wohl, wie unwichtig das Blatt im Internet ist ;)

  18. 18
    nothing says:

    Eine geniale Idee, die wahrscheinlich besser funktioniert als die übliche Werbebanner am Rand. Das Verfahren stellt Aufmerksamkeit sicher. Wenn der user das gewünschte Verhalten zeigt (qiez.de eintippen), wird er durch einen kostenlosen Artikel belohnt, was bekanntlich auf das Verhalten verstärkend wirkt. Zudem ist bekannt, dass selbst ausgeführte Handlungen stärker auf die Zustimmung zu einem Produkt wirken als wenn man von außen „genervt“ wird, denn man willigt ja durch das Eintippen in die Werbebotschaft ein und macht sich mit ihr gemein. Außerdem ist die Zahl der Leute, die die Werbung bemerkt haben, unmittelbar messbar. Insgesamt also eine geniale Idee, da wird es bestimmt mehr von geben. Die Kritikpunkte sind nicht angebracht, da ja in dem Begleittext steht, dass die neue Werbeform dazu dient, das Gesamtwerbeaufkommen LANGFRISTIG zu reduzieren. Dass auf der Seite momentan zuviel Werbung ist, ist ja mit dieser Aussage nicht inkonsistent, im Gegenteil. Die Notwendigkeit, das Gesamtwerbeaufkommen zu reduzieren, wird ja anscheinend gesehen und die neuen Werbeformen sind ein Teil einer Strategie, die das zum Ziel hat. Dass die Einnahmen überschaubar sind, da der Werbetreibende der Tagesspiegel selbst ist, ist ebenfalls nicht relevant, da sie schreiben dass sie derzeit eine neue Werbeform TESTEN. Warum also nicht mit Eigenwerbung, spricht doch nichts dagegen? Ich finde das fair, man muss ja nicht, wenn man auch ohne den Artikel „Katzenmusik, na klar!“ gelesen zu haben, weiterleben kann. Und schließlich: Die Werbung hat ja schon in dem Sinne funktioniert, dass von diesem Block aufgrund der Werbung auf Qiez.de verlinkt wird, noch dazu (hoffentlich) umsonst. Der Vorschlag, die Werbeform zu verbessern, indem man erst ein Logo entschlüsseln muss, ist allerdings ebenfalls genial. Dann hat der zukünftige Kunde sich sogar angestrengt, was die Zustimmung zu der Werbebotschaft noch erhöhen wird (um das vor sich selbst zu rechtfertigen). Auch wird dadurch die Zeit erhöht, während der man sich mit der Werbebotschaft beschäftigt, was die Erinnerung an die Werbebotschaft erhöhen sollte. Ebenso genial der Vorschlag von jakob zur Einkaufskörbchenwall (mit der von TOPCTEH erwähnten sehr nahe liegenden Ergänzung), den müsste er sich mal schnell patentieren lassen, bevor hier noch jemand von den bösen Werbern mitliest und schneller ist.

  19. 19
    Legro says:

    Ich in schön öfters im Tagesspiegel auf diese Eingabe gestoßen.
    Habe das Wort schon mehrfach eingetippt.
    Habe mich aber schon 1 Sekunde später nicht mehr an das Wort erinnern können.…

  20. 20
    net says:

    „Artikel drucken“ (kleines Drucker-Symbol rechts oben) zeigt nicht nur den kompletten Artikel, sondern stellt ihn auch noch in äußerst lesbarer Form dar.

  21. 21
    Herr Ärmel says:

    @ nothing:
    “…da ja in dem Begleittext steht, dass die neue Werbeform dazu dient, das Gesamtwerbeaufkommen LANGFRISTIG zu reduzieren.…“

    Genau dies bezweifle ich. Unternehmen, also auch Verlage leben vom verkaufen und Geld verdienen. Jeder cm² — auch einer Webseite — kostet Geld und soll möglichst noch mehr Geld zurückfliessen lassen. Wenns also mit einem „quiez“ klappt, warum dann nicht zeitversetzt ein zweites schalten?

  22. 22
    Boldt says:

    „Nun, dem ließe sich jetzt einiges erwidern, aber lassen wir das mal so stehen.„
    Solcherart Sätze sind schlechter Stil. Entweder, Sie erwidern etwas oder nicht. Aber zu suggerieren, man könnte etwas sagen, lässt es jetzt jedoch, ist einfach unnütz, weil es angreift, ohne sich aus der Deckung zu bewegen. vg

  23. 23
    necs says:

    Markennamen als Captchas… Solltest du dir patentieren lassen…

    Ich bin neulich über Google im Online-Angebot des Berliner »Tagesspiegel« gelandet.

    Gut, dass einem das bald dank Gesetzeslage nicht mehr passieren kann. ;-)

  24. 24
    S. Schwarzmeister says:

    Haha seht sie euch an die Holzmedien die Trottel wie sie neue Wege gehen wollen. Dabei ist das doch den „2 schlechte Artikel/Woche Blogs“ vorbehalten.

  25. 25
    Anderer Gregor says:

    @3, Jerry: D.h. Sie sind einer von denen, wegen denen es den Verlagen so schlecht geht — weil Sie Werbung (Klicks) konsumieren, ohne das Produkt zu kaufen, was natürlich den Wert eines Klicks drückt. Wenn also der Verlag denmächst nur noch die Hälfte pro Tausenderklick bekommt, sind Sie mit schuld …

  26. 26
    Haco says:

    Die Idee hat was. Aber ich würde sie nur bei den Kommentaren anwenden. Vermutlich ist der Drang sich mitzuteilen höher als die Abneigung eine Werbebotschaft einzutippen. Manche lassen sich ja (hier) nicht mal von einem „Geh weg!“ vom Kommentieren abhalten. Und wenn Stefan das hier einführen würde, bei der nach unten offenen Kommentarspalte, da käme doch einiges zusammen. :-)

  27. 27
    Zahnwart says:

    Mal ehrlich: Ich lese regelmäßig den Tagesspiegel online. Weil ich finde, dass da immer wieder ordentlicher Journalismus gemacht wird, und weil ich mich für die Lokalberichterstattung aus meiner ehemaligen Heimatstadt interessiere. Und, ja, mich nervt das Übermaß an Werbung auf tagesspiegel.de auch. Und, ja, wenn tagesspiegel.de es schaffen sollte, durch dieses eigenartige Modell mit qiez.de die Popup-Werbung und ähnlich penetrante Werbeformen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, dann gebe ich gerne noch viel mehr Textfragmente in Eingabefelder ein. Tut nämlich kaum weh.

    In einer Welt, in der Online-Journalismus primär über Werbung finanziert wird, muss man Werbung eben hinnehmen — oder aber andere Finanzierungen wie zum Beispiel Subventionsmodelle überlegen, aber das scheinen die geistigen Überflieger mit ihren tollen Adblockern nicht für nötig zu halten. Oder aber, dritte Möglichkeit, man bezahlt die Journalisten einfach nicht mehr, die die Artikel schreiben. Ich halte aber den Journalismus auf tagesspiegel.de durchaus für entlohnenswert.

  28. 28
    Miles says:

    @ nothing

    Ich finde ihre eher Werbeorientierte Sichtweise als Kommentar in diesem Blog erfrischend, aber auch ein wenig zu optimistisch.

    Das Problem ist der Wert der von Ihnen implizierten Belohnung. Der ist nämlich EXTREM gering. Die Frage die sich den meisten Surfern im Internet auf der Suche nach Informationen und Artikeln stellt ist nicht wie komme ich an diese, sondern welche soll ich in meinem begrenzten Zeitrahmen zur Kenntnis nehmen? Denn meine Zeit ist limitierter als die Auswahl von kostenlosen Artikel, Kommentaren und Blogs etc. zu fast allen Themen. Das entwertet die Belohnung und somit den von Ihnen unterstellte Verstärkungsreaktion. Es muss in die Köpfe aller Medienschaffenden rein, dass sich der geamte Markt mit dem Internet von einem Markt mit starker Macht in der Preisbildung von Anbietern zu einem Markt der von der Macht der Nachfrager, also der Konsumenten, geprägt ist gewandelt hat. Der Medienmarkt hat sich innerhalb von etwas mehr als 2 Dekaden von einer Nationalen Konkurrenzsituation zu einer globalen Konkurrenzsituation gewandelt.

    Der Vorschlag von Herrn Niggemeier der Captcha-mäßigen Aufmachung der benötigten Eingabe ist als Scherz gedacht. Zum einen weil sich diese Hürde in keiner Relation zur Belohnung steht, die Kosten-Nutzen-Relation dürfte für den Großteil der Konsumenten zu schlecht sein und damit der Anbieter sterben, und zum anderen weil die meisten der „Digital Natives“ die Captchas vor allen Dingen bei illegalen Downloads kennen gelernt haben. Und diese dann bei einem Verlag einzusetzen ist dann doch sehr zynisch, meinen Sie nicht?

  29. 29
    Muhfasel says:

    Dass ich Adblock nutze, meine ich nicht böse. Ich mache auch Ausnahmen für meine Lieblingsseiten. Aber wenn ich eines nicht ausstehen kann, dann ist das, wenn 80% der Seite blinkt und kracht — und das auch noch in Adobe Flash.

  30. 30
    Dieter says:

    Wahrlich sehr „wirkungsvoll“… mit NoScript kann ich den Artikel in seiner ganzen Schönheit bewundern, ohne, dass ich auch nur eine Anpassung machen musste. Sehr „wirkungsvoll“.

  31. 31
    joha says:

    Man kann über das Layout von Tagesspiegel.de streiten und darüber, ob eine solche Captcha-Anzeige wirklich im Gedächtnis bleibt oder das skaliert. Auch die Werbesprüche der Firma sind natürlich Banane. Aber immerhin ist es ein anderer Ansatz jenseits von Bannerwerbung und Paywall. Die Kritik kommt mir deshalb etwas reflexhaft vor, zumal hier ja gerne davon die Rede ist, wie unflexibel die Verlage sind, wenn es um neue Ideen im Digitalgeschäft geht.
    (schlimm, jetzt muss ich hier auch noch indirekt den Neumann verteidigen…)

  32. 32
    Rod says:

    Haha, interessante Idee. Da lobe ich mir meine Browser-Addons, die solchen Quatsch gar nicht erst zulassen.

    Der Tagesspiegel ist jedenfalls auf dem richtigen Weg, und so lange in den Artikeln hochrelevante Seiten, wie http://www.tagesspiegel.de/themen/Digital hinter „Computer“ oder http://www.tagesspiegel.de/themen/Berlin hinter dem Wort „Berlin“ verlinkt werden, geht das mit dem Qualitätsjournalismus auch richtig voran.

    Oh Mann.

  33. 33
    Uschi Koslowski says:

    was sagt Q_I_E_Z_._D_E eigentlich zu solch einer negativ-Werbung, wie diese Tagesspiegel-Tippspielchen? Ich werd einen Teufel tun und die dann auch noch mit einem Homepagebesuch belohnen…

  34. 34
    JS says:

    @Uschi Koslowski
    Text nicht gelesen?
    Stefan Niggemeier weist doch schon darauf hin, dass qiez.de dem tagesspiegel gehört.

  35. 35
    gnaddrig says:

    @ jakob (#13): Genial. Um das ganze internetfähiger zu machen, könnte man es geringfügig abändern: Bestellen Sie in unserem Online-Shop für mindestens x € und geben Sie die Bestätigungsnummer hier ein, um den Artikel lesen zu können.

    Dann bräuchte man noch eine Möglichkeit, die Stornierung der Bestellung nach dem Lesen des Artikels zu unterbinden. Wahrscheinlich würde man den Online-Händler einfach verpflichten, dem Anbieter des Artikels bei nachträglicher Stornierung einen bestimmten Betrag zu überweisen. Diesen Betrag behält er dann als Bearbeitungsgebühr für die Stornierung vom Leser/dann-doch-nicht-Kunden ein.

    Wenn jemand das so macht, teilen wir uns die Lizenzerträge :)

  36. 36
    Jan says:

    @31 ich möchte noch bei den negativen Punkten anfügen, dass man sich so als Leser/Eintipper vorkommt wie ein kleines Kind, dass zeigen soll, wie gut es lesen gelernt hat… „Soo kleiner Hartmut, jetzt schreibt mal feeiiin die 6 Buchstaben und den Punkt ab. Kannst du das? Ja suuuper! Zur Belohnung darfst du einen Artikel Qualitätsjournalismus lesen!“

  37. 37
    MrB says:

    Sehr schön, dank dieses „Aufregers“ haben sicher ein paar Verlage heute eine gute Anregung für ein weiteres Werbemodell bekommen. Und dank der „Haha, habs einfach umschifft“-Kommentare wissen die Macher spätestens jetzt, was sie als erstes verbessern müssen. Das ist doch mal Nutzwert, wie ihn sich Verlage wünschen. Das Gejammere über „Wir wollen kostenlose in Inhalte, aber weder dafür zahlen noch Werbung ertragen“ ist so alt wie Anzeigenerlöse in der Medienwelt, da ist das Fell notwendigerweise über die Generationen recht dick geworden.

  38. 38
    Loomer says:

    Es hat ja keiner was dagegen, dass sich die Seiten mit Werbung finanzieren — ist ja auch so gewollt damit es kostenlos bleibt — aber man kann es eben auch übertreiben. Mittlerweilen schaut es aus wie mein Briefkasten wenn ich das „Bitte keine Werbung einwerfen“ Schildchen entferne … nennenswerter Inhalt: 10% Werbung: 90%.

    Klar macht man dann einen Adblocker an, sonst wird man ja völlig blöd. Früher klappte es mit ein, zwei Werbebannern — anscheinend zahlt heute keiner mehr soviel und dementsprechend muss man es durch eine höhere Anzahl von Werbung ausgleichen. Das wird bei Brandwall auch passieren, in kürzester Zeit poltern die 1,50EUR auf 10cent und weniger. Aber sollte man da nicht auch mal die knausrigen Werbepartner ranziehen, statt immer nur auf der „Generation kostenlos“ rumzuhacken?

    Ich ertrag ja gerne die Werbung, wie auch im TV oder in Printmedien, aber mittlerweilen ist man doch geneigt zu sagen, dass man den Bogen überspannt hat und — wie Stefan schon meinte — unterbewusst an der Seriosität zweifelt wenn einem nur noch bunte Bildchen und Videos um die Ohren fliegen. Letztendlich gewöhnt man sich auch daran und ignoriert das automatisch — dann denken sich alle wieder was neues aus um die Aufmerksamkeit zu bekommen und es wird noch lustiger. Mit als Artikel getarnten Werbeanzeigen will ich gar nicht erst anfangen. Ich frag mich heute bei „wissenschaftlichen“ Artikeln sowieso schon immer von wem der Artikel wieder gesponsort sein könnte. Auch wenn es nicht der Fall ist, es kommt halt automatisch der Gedanke.

  39. 39
    rgroth says:

    @ #16 TOPCTEH: Eben damit.

  40. 40
    freiwild says:

    Danke Stefan. Da ich ohne JavaScript im Netz unterwegs bin, bekomme ich normalerweise gar nicht mit, was im Netz „da draußen“ so abgeht.

  41. 41
    prinzhamlet says:

    Ein Kommentar weiter oben sagt es eigentlich schon: „.…meine Zeit, online Artikel zu konsumieren, ist begrenzt…“ Und damit auch die Zeit, die für einen passenden Artikel herauszufiltern.
    Passt mir der Artikel, die Art der Präsentation oder die Schreibweise nicht, schwups, bin ich beim nächsten Anbieter / Verlag zum selben Thema.
    Passt mir ein Artikel in der gedruckten Ausgabe einer Zeitung nicht, wechsle ich ja nicht sofort den Anbieter. Somit wurde Jahrzehnte lang die Hürde, ab wann ein Angebot „unerträglich“ wird und man kündigt, verwischt. Es gab keinen minutiösen Scharfrichter bzgl. des vielbeschworenen Qualitätsjournalismus.

    Stelle ich aber meine Inhalte auf Basis der angenommenen Printqualität online, folgt die Bewertung auf dem Fuß.

    Deshalb glaube ich fest daran, dass die Onlineleser (und das werden nie mehr weniger, sondern immer mehr) auf Dauer bereit sein werden, NUR für relevante, gut aufbereitete Inhalte zu zahlen (lokale als auch nationale).
    Es liegt also bei den Verlagen (arbeite ja selbst bei einem), ihre ehemalige Leit– und Orientierungsfunktion bzgl. täglicher Geschehnisse neu zu entdecken und zu interpretieren.

    Jede Paywall vor schlechten Inhalten würde nur das Abwenden von diesem Medium beschleunigen.

  42. 42
    Sven says:

    Zwischen 50 Cent und 1,50 Euro dafür, dass der Leser einen Markennamen eingibt? Tagesspiegel, Coca Cola, Adidas, Duplo, Letta, Mercedes. Scheck bitte an Niggemeier.

    Was ich eigentlich sagen wollte: Diese Beträge scheinen mir maßlos übertrieben.

  43. 43
    Johannes Floehr says:

    Ich weiß, es tut nichts zur Sache, aber irgendjemand muss es tun:
    rxings

    Gar nicht so schwierig.

  44. 44
    wurz says:

    Wenn ich meine lokale Tagesszeitung nach oben halten und kräftig schüttele, fallen haufenweise sinnlose Werbekataloge heraus, die an manchen Tagen tatsächlich noch das Interessanteste an diesem Blatt sind. Im Internet habe ich für mich die Erfahrung gemacht, dass die Texte uninteressanter werden, je mehr Werbung auf der Seite platziert ist. Ein Schelm, der da einen Zusammenhang vermutet…

  45. 45
    kleitos says:

    Ich schüttele meine einzige Printzeitung (Abo vom Arbeitgeber) auch zuerst über dem Altpapierkorb aus …

    … und sowohl im INet als auch bei TV bin ich bei Werbung weg bzw. übersehe die total. Bezüglich des INet haben mich wohl die alten warez-Seiten dahingehend ausgebildet, das ich alles blinkende und poppende Gedöns nur als Hintergrundrauschen wahrnehme und den schlichten Text suche ;-)

    Aber ich verstehe Werbung eh‘ nicht — meistens bedeutet eine etwaige Erinnerung an eine Webebotschaft, das ich mir aktiv selbst verbiete, das entsprechende Produkt oder den Anbieter zu konsumieren — negatives Verhalten soll ja nicht prämiert werden.

  46. 46
    M says:

    @43
    Das hatte schon Nummer 1 rausbekommen.

    Und Nummer 3 hat mich zum Nachdenken angeregt. So hatte ich das noch nicht gesehen.

  47. 47
    Victor says:

    @ # 20 (net, 15. August um 10:37 Uhr)

    Danke! Das mit dem Druckersymbol ist echt eine einfache Lösung!!!

  48. 48
    Horst says:

    Also ich zähle auf der Seite vom tagesspiegel 15 Tracker (u.a. VG Wort, das geht immerhin noch als sinnvoll durch), es werden Skripte von 24 verschiedenen Domains nachgeladen. Dazu kommen mehrere Flash-Objekte. Die Seite ist mit allem 6 MB groß und lädt zwischen 10 und 25 Sekunden. (mit 16.00er DSL, alle Zahlen schwanken von Aufruf zu Aufruf.) Ganz zu schwiegen von den sich vor Artikel schiebenden Bannern.
    Ohne Adblocker, Noscript usw. ein Graus. (Das sich das IMHO auch zahlreiche Verstöße gegen Datenschutzgesetze ergeben — geschenkt.)
    Nein Danke!

    Da spende ich doch lieber ausgewählten Seiten, kaufe mir gelegentlich totes Holz und lese ansonsten nur noch auf einigermaßen werbefreien Seiten (oder welchen, die — siehe oben — von mir dazu gemacht wurden).

  49. 49
    caro says:

    mal abgesehen davon, dass das ein witz ist und die reinste leserverarschung ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie soetwas nicht in UIPs und PIs auswirkt. sowas können die doch gar nicht lange durchziehen ohne kohle zu verlieren, oder?

  50. 50
    Matthias Schumacher says:

    Am hochwertigsten sind die Texte, zu denen man geleitet wird, wenn man im „Atzenmusik“-Artikel auf den Link „Hip-Hop“ klickt.

  51. 51
    Tobias Mandelartz says:

    Auch ich ärgere mich immer wieder über diese Leseschranke und hatte zu diesem Thema auch mal auf der Facebook-Seite von quiez folgendes gepostet:

    „ganz ehrlich: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr euch durch diese bescheuerte „Erst tippen und dann lesen“-Schranke auf tagesspiegel-online nicht nur Freunde macht. Ich persönlich verbinde quiez seit langem einfach nur mit einer höchst nervenden Unterbrechung meiner Online-Lesegewohnheiten. Super-fies!“

    Prompt folgte die zu erwartende Antwort:

    „Lieber Tobias Mandelartz, vielen Dank für das Posting. Wir geben das natürlich weiter. Man sollte allerdings nicht vergessen: Du kannst Tagesspiegel Online komplett kostenlos konsumieren. Es gibt keine Bezahlschranken, wie viele andere Verlage sie gerade wieder einführen (wollen), oder andere Einschränkungen. Ich denke, dass so ein Unterbrecher, um auch auf eine junges neues Format aufmerksam zu machen, vor diesem Hintergrund mehr als tragbar ist. Für weitere Kritik am Portal sind wir selbstverständlich jederzeit offen! Sonnige Grüße aus der QIEZ-Redaktion“

  52. 52
    Claus says:

    Kommt der Gast ins Restaurant, isst kostenlos vom Buffet und sagt anschließend: also, wenn Sie das künftig nicht netter anrichten — dann komme ich nie wieder. Sagt der Restaurantbesitzer: Na und?

  53. 53
    Stefan Niggemeier says:

    @Claus: Äh. Sie meinen, dem „Tagesspiegel“ ist es egal, wenn niemand mehr auf seine Seite geht?

  54. 54
    Claus says:

    @Stefan Niggemeier,

    Es ist dem Tagesspiegel wohl nicht egal. Weil alle Verlage darum kämpfen, irgendwie Geld mit ihren Internetauftritten zu verdienen.

    Darum kann man ja auch darüber diskutieren, wie man das sinnvoll macht und wie nicht.

    Aber in vielen Beiträgen hier schlägt eine Grundhaltung durch, die in einfache Worte gefasst heißt: „Werbung nervt“, „Ihr Holzmedien wisst eh nicht, wie es geht“ und „Macht das anders, sonst lese ich nur noch andere Seiten„
    (etwa Post 15: „manche Verlage sollten froh sein, dass man ihr Seiten noch aufruft“)

    Der Satz, der in die Aufzählung aber eigentlich mit hinein gehört, fehlt: „Ich konsumiere Euer Produkt kostenlos.“

    Wenn ein Verlag mal genau auf diesen Umstand nebenbei höflich aufmerksam macht, bekommt er ein spöttisches „die zu erwartende Antwort“ dafür ab (Post 51).

    Diese Haltung finde ich schon ein bisschen arrogant. Darum mein — zugegeben etwas polemischer — Einwurf.

  55. 55
    Tim says:

    Ziemlich Premium so eine Brandmauer… Und sowas von total neu: http://www.captchaad.com/

  56. 56
    caro says:

    @claus: Werbung ist nicht gleich Werbung, ist nicht gleich Werbung. Und das was hier passiert, ist mehr Schranke als sinnvoll. Online Medien MÜSSEN sich wohl oder übel zumindest zu einem Hauptteil durch Werbung auf der Seite finanzieren, das ist klar. Am meisten verdienen sie also, wenn sie viele Leute auf ihre Seite bringen. Das können sie A) durch die Qualität erreichen, oder B) durch gut gemachte, User (nicht Leser)-orientierte Nicht-Qualität, aber sicher nicht so.

  57. 57
    Ich hasse Schmarotzer says:

    Hallo Leute,

    ich muss hier vielen Leuten einfach Recht geben: Wer teuer erstellte journalistische Inhalte konsumieren will, hat dafür zu zahlen. Punkt. Wer nicht zahlen will, soll fernbleiben — oder die Bedingungen akzeptieren, die die Hersteller dieser Inhalte für den Konsum stellen. So einfach ist das. Und die Schmarotzer, die jetzt herumheulen, weil sie von Journalisten im Netz nicht mehr kostenlos bedient werden, dürfen gerne am Montag zu ihrem Arbeitgeber gehen und dort verlangen, dass sie ab Dienstag bitte kostenlos arbeiten möchten.

  58. 58
    Tobi1138 says:

    Mangels Vorwissen interessiert mich, welche Finanzierungsmöglichkeiten nach Meinung der Kritiker infrage kommen, um ein Internetportal wie Tagesspiegel.de zu betreiben. Ich meine damit konkrete Vorschläge abseits der neuen, oben diskutierten Variante. Für mich scheint es zweifelhaft, ob inhaltliche Qualität und Bannerwerbung alleine reichen.

  59. 59
    Moon says:

    Ich frage mich bei diesem »Wettrüsten« sowieso, wie man prüfen kann, dass eine Werbung zwar geladen, aber nicht angezeigt wird. Oder gibt’s im Browser einen geheimen Rückkanal, den man dementsprechend auswerten kann?

    Unwahrscheinlich. WIMRE gabs beim originalen Adblock (ohne Plus) die Möglichkeit, die Werbung zwar zu laden, aber nicht anzuzeigen, so dass der Seitenbetreiber Vollzug an den Werber melden konnte. Das wäre doch ein Kompromiss. Oder man schreibt ein Greasemonkey-Skript, das auf ein Banner klickt und den Link dahinter als Pop-Under lädt, das beim Verlassen der Seite automatisch geschlossen wird.

    Nichts nervt jedenfalls mehr als zappelnde oder laute Werbung. Daher glaube ich auch nicht, dass das

    @57

    Wer teuer erstellte journalistische Inhalte konsumieren will, hat dafür zu zahlen. Punkt. Wer nicht zahlen will, soll fernbleiben

    die einzige Möglichkeit ist. Momentan sieht’s doch wohl eher so aus, dass die Leute nicht fernbleiben, sondern mit Adblocker vorbeischauen.

  60. 60
    bettkantenschläfer says:

    Oder dass die Inhalte nicht frei zugänglich sind. Ob das bei Tageszeitungen wirklich erfolgreich möglich ist, mag ich nicht beurteilen. Beispielsweise im Bereich von B2B Zeitschriften ist so etwas eher üblich.

  61. 61
    sonate says:

    Ich bin fürs Fernbleiben.

    Aber genau das wollen die Pressekonzerne noch viel weniger als nicht bezahlt zu werden. Siehe Leistungsschutzrechtsdebatte: Nichts scheuen die Verleger mehr als aus dem Google-Index zu fliegen. Sobald Google zahlen müsste, fliegen die Verlage aus dem Index, hat Google inoffiziell bereits angekündigt. Einen Tag nachdem Google die Verleger aus dem Index geschmissen hat wird das Leistungsschutzrecht Geschichte sein.

    Warum? Weil die publizistische Macht (und damit der Einfluss auf den Gesetzgeber) den Verlegern viel wichtiger ist als die Einnahmen aus Presseerzeugnissen. Die fehlenden Einnahmen werden durch andere Einnahmequellen — Flirtsites, Preissuchmaschinen, Auto– und Immobilienanzeigensites, etc. — querfinanziert werden.

    Schon heute machen die Einnahmen aus Print– und Onlinespresse nur noch einen geringen Anteil an den Gesamteinnahmen der Verlage aus.

  62. 62
    ingo says:

    @57: soso, schmarotzer — etwas kurz gedacht, hm? der leser ist nicht auf die angebote der verlage angewiesen, er könnte auch einfach irgendwas anderes oder gar nichts lesen, oder fernsehen … die verlage dagegen sind ganz ausdrücklich darauf angewiesen dass die leser zu ihnen kommen und ihre produkte entweder kaufen oder wenigstens beim kostenlosen lesen ein wenig werbeeinnahmen dalassen.
    finanzierung durch werbung würde ja prinzipiell (fast) jeder ok finden, und so war es „damals“ in den anfangstagen des internets ja auch. aber wie immer gibt es ein paar a****löcher die den hals nicht voll bekommen und allen anderen die tour vermasseln. blinkende animierte banner, popups, popunders, am besten noch mit quengelton und seitwärts durch das bild rollend: plötzlich gab es bedarf für adblocker — als schutzmassnahme, nicht um zu „schmarotzen“!
    und solange selbst „seriöse“ seiten wie wetter.com und andere virenverseuchte banner verbreiten denke ich nicht im traum daran mein adblock zu deaktivieren, und wer da jetzt auf seiten der seitenbetreiber jammern will: selbst schuld, einmal verspieltes vertrauen kann man halt nur schwer zurückgewinnen.
    und mit solchen sperenzchen wie beim tagesspiegel schafft man es wohl kaum dem leser das gefühl zu vermitteln dass er hier qualitätsware angeboten bekommt die durchaus ein paar euro oder wenigstens ein paar bannerklicks wert ist, eher das gegenteil ist der fall, das ganze gerümpel rund um die artikel erinnert doch mehr an flohmarkt als an zeitungsladen.

  63. 63
    prinzhamlet says:

    @sonate: Man kann es sich auch schön einfach machen und pauschalisieren. Verlage und Verlage sind nicht das selbe. Zeigen Sie mir einen regionalen Verlag, der sich über die genannten Dinge wie Preissuchmaschinen etc. querfinanziert und nicht auf die Einnahmen aus Abo und Anzeigen angeweisen ist. Werfen Sie bitte nicht solche Häuser wie Springer, Holtzbrinck oder Gruner & Jahr mit anderen in einen Topf.
    Und sind Sie sich sicher, dass Google als Suchmaschine tatsächlich so „wertvoll“ bleibt für den user, wenn die Menge der redaktionellen Treffer wegbleibt? Google lebt ja davon, dass man als Unternehmen durch die Menge der Treffer Adwords bezahlen muß, um im relevanten Bereich aufzutauchen.
    Einen Tag, nachdem die redaktionellen Inhalte aus Google verschwunden sind, wird der Wert von Adwords ebenso sinken und damit Googles wichtigste Geschäftsgrundlage.

    @Ingo: Mir ist neu, dass Wetter.com eine der Nachrichtenseiten ist, um die es hier geht.…

  64. 64
    Tobi1138 says:

    http://medienwoche.ch/2012/08/22/einmal-zahlen-ueberall-lesen

    In der Slowakei funktioniert die medienübergreifende Paywall angeblich ganz gut.

  65. 65
    someonesdaughter says:

    „der leser ist nicht auf die angebote der verlage angewiesen, er könnte auch einfach irgendwas anderes oder gar nichts lesen, oder fernsehen …“

    Und warum tut er, der Leser, es dann nicht einfach? Warum echauffiert er sich stattdessen derart:

    „aber wie immer gibt es ein paar a****löcher die den hals nicht voll bekommen“

    Sind diese a****löcher jetzt die, die einfach wegbleiben könnten, das aber nicht tun, weil sie den Hals nicht voll bekommen?

  66. 66
    justme says:

    Die a***löscher sind imho, wie schon erwähnt, die Werbefuzzis die meinen sie müssten mit Sirenen auf voller Lautstärke darauf aufmerksam machen dass gerade ihre Werbung läuft. Da haben sie nichtmal so Unrecht, denn die Werbung erscheint ja nicht beim Besuch der Seite, nein, das geht gerna mal 10 Minuten später los.

    Ein echtes Vergnügen rauszufinden woher das dann kommt, wenn man ~200 tabs offen hat. Und bei solchen Aktionen mache ich nicht nur den Genies die sich sowas ausdenken nen Vorwurf, sondern auch den Seiten die solche Werbung schalten. Und im Laufe der Jahre kam ich notgedrungen zu dem Schluss, dass ich Werbung eben pauschal blocke, statt evtl andersherum.

    Und bei aller Liebe, ich nutze das Internet weit länger als Verlage meinen darin einen Auftritt haben zu müssen. Ein Angebot nutze ich auch mal wenn ich es nicht dringend brauche, das heißt aber nicht, dass ich verhungere, wenns bei Edeka an der Käsetheke keine Probierhäppchen mehr gibt.

  67. 67
    justme says:

    Nachtrag: evtl sind die a***löscher aber auch die, die fordern man solle nichts nutzen für das man nichts bezahlt hat und es womöglich trotzdem nicht überlebensnotwendig, vielleicht noch nichtmal gut findet, das dürfte nämlich die überwältigende Mehrheit sein, die dann keine Werbeeinnahmen mehr generiert. Würden sich die Leute an diese Logik halten, wären etliche Verlage schon lange Pleite.

  68. 68
    sonate says:

    @prinzhamlet #63

    Na, wie gut, dass es Google gibt, das den Onlineablegern kleiner Zeitungshäuser kostenlos (!) Leser verschafft, damit diese Werbeeinnahmen generieren. Oh, wait … Google soll ja für den Service, den Google den Zeitungsseiten erbringt, an eben diese Zeitungsseiten zahlen. Das wird nicht passieren.

    Sie sind ernsthaft der Auffassung, dass Google auf die Pressesites angewiesen ist? Ernsthaft? Niemand ist das. Wirklich, niemand. Kein einziger Leser, keine einzige Suchmaschine, keine einzige Werbeagentur. Niemand benötigt die Verlagsangebote, außer den Verlegern. Es gibt Journalistenblogs, es gibt die Öffentlich-Rechtlichen, es gibt Autorenblogs, es gibt ausländische Pressesites, es gibt Twitter und es gibt Facebook. Glauben Sie mir, bild.de, faz.net, welt.de, etc. wird wirklich niemand vermissen. Das Sache ist nur: sie werden auf gar keinen Fall verschwinden,

    Weil die publizistische Macht (und damit der Einfluss auf den Gesetzgeber) den Verlegern viel wichtiger ist als die Einnahmen aus Presseerzeugnissen.

    #61

  69. 69
    prinzhamlet says:

    @sonate Zitat: .…Es gibt Journalistenblogs, es gibt die Öffentlich-Rechtlichen, es gibt Autorenblogs, es gibt ausländische Pressesites…

    Frage: Wer bezahlt die??? Wie erhalten die ihren Betrieb aufrecht? Wovon leben Autoren, Bloggger etc.?
    Zu facebook & Co.: Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie meinen, dass jegliche Berichterstattung nur noch von anderweitig beschäftigten „Bürgerjournalisten“ erfolgt. Dann gibt es tatsächlich keinen Bedarf an Verlagen. Dann sollten Sie aber auch jede Meldung auf den Prüfstand stellen, die privat als Nachricht verbreitet wird. Dann sollten Sie auch schnellstmöglich mind. 7 weitere Fremdsprachen lernen, um alle Meldungen zu verstehen.
    Und erklären Sie mir bitte noch einmal den Unterschied ziwschen Verlagen und Öffentlich-Rechtlichen, sobald ARD und ZDF die GEZ-Erlöse abhanden kommen. Was glauben Sie denn, wie die dann Geld verdienen?
    Ein Verlag ist doch nichts anderes als eine Bündelung von journalistischer Tätigkeit. Zugegebenermaßen zzgl. einem Anzeigenverkauf und einer Vertriebsorganisation.
    Stellen Sie die schreibende Zunft aller Verlage auf die Straße, sollen die alle Blogs aufmachen? Und wer bezahlt dann „freiwillig“ deren Arbeit?
    Bitte verallgemeinern Sie nicht Ihre Sicht auf die klassische Zeitungs– und Verlagsbranche. Wenn Sie die täglichen Meldungen nicht brauchen, heißt das doch nicht, dass niemand sie braucht.

  70. 70
    tellerRänder » Konvergenz statt Konkurrenz oder Was tun, wenn alle am Tor vorbeigehen? says:

    […] nicht schon anstrengend genug seien, Stefan Niggemeier entdeckte kürzlich einen neuen Spaß, den die Werbeverkäufer der Verlage ausgeheckt haben, um die Produkthinweise wirkungsvoller an den […]

  71. 71
    sonate says:

    @prinzhamlet #69

    Frage: Wer bezahlt die??? Wie erhalten die ihren Betrieb aufrecht? Wovon leben Autoren, Bloggger etc.?

    Ich weiß von einem Modell, das so geht: Google schiebt den Blogs Leser zu, die Blog zeigen Werbung an, die Aufrufe werden gemessen und je nach TKP bekommt der Blogger eine gewisse Summe überwiesen. Ähnliches gilt für Flattr. Dann mag es noch Stiftungen und ähnliche Förderinstitutionen geben, die Blogs unterstützen. Ich weiß von Journalisten, die zum Brötchenerwerb über die klassischen Kanäle ihre Arbeit ausliefern: TV, Radio, Print, und ihr Blog als Hobby betreiben. Die Öffentlich-Rechtlichen finanzieren sich aus Gebühren. Ausländische Pressesites finanzieren sich meist über Werbung. Ich weiß von Autoren, die Honorare für Vorträge und Lehrgänge erhalten und somit ihre Sites finanzieren. Es gibt lokale Blogs, die sich augenscheinlich aus Werbung finanzieren.

    Ein Verlag ist doch nichts anderes als eine Bündelung von journalistischer Tätigkeit.

    Das ist ein zentrales Problem der Verlage.

    Stellen Sie die schreibende Zunft aller Verlage auf die Straße, sollen die alle Blogs aufmachen?

    Warum nicht? Kostet praktisch kein Geld.

    Und wer bezahlt dann »freiwillig« deren Arbeit?

    Sie können Werbung schalten (nicht mein bevorzugtest Modell). Oder sie greifen in den GEZ-Topf, bzw. eine ähnliche Abgabe: Kulturwertmark, Kulturflatrate.

    Bitte verallgemeinern Sie nicht Ihre Sicht auf die klassische Zeitungs– und Verlagsbranche. Wenn Sie die täglichen Meldungen nicht brauchen, heißt das doch nicht, dass niemand sie braucht.

    Hier liegt ein Missverständnis vor. Ich sage nicht, dass ich keine täglichen Meldungen lesen möchte. Ich sage, dass dafür kein Mensch die Presseverlage benötigt.

  72. 72
    Ste says:

    also ich denke noch immer über den begriff „kraftklub“ nach.

  73. 73
    someonesdaughter says:

    @66: „Und bei aller Liebe, ich nutze das Internet weit länger als Verlage meinen darin einen Auftritt haben zu müssen.“

    Naja, dann. Spitzenargument. Fragt sich nur, wofür?

    „Nachtrag: evtl sind die a***löscher aber auch die, die fordern man solle nichts nutzen für das man nichts bezahlt“

    Ja wirklich, so was unverschämtes aber auch. Zumindest für mich ist geklärt, wer die a***löcher sind. Danke.

  74. 74
    Michael Kleina says:

    Man muss sich natürlich gerade in diesem Bereich immer wieder damit auseinandersetzen wie man die aktuellen kostenfreien Inhalte Monetarisiert. Hierfür gibt es verschiedene Ansätze die jedoch im Einklang mit einer nachhaltigen Strategie stehen muss.

    cu Michael Kleina

  75. 75
    Sinan A. says:

    @66 Ste

    Richtig, was ist das eigentlich für ein Name? Kraftklub! Aber es stehen halt alle drauf, auf diese germanischen KRAFTausdrücke. Sind schick, besonders wenn die Band so schön unverdächtig ist. Dann machts gleich doppelt Spaß. Genau wie bei „Urlaub in Polen“: Klang lustig, weil niemand da Urlaub machen würde. Wenn schon Ostsee, dann natürlich Meck-Pom, dem Urlaubsparadies für national-bewusste Deutsche.

  76. 76
    Klaus says:

    Tja, da kann man nur sagen: Google, übernehmen sie!

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Suchmaschinen vor Google aussahen. Das war ein ähnliches Bild, wie beim Tagesspiegel: Man musste die richtige Eingabezeile erst einmal unter dem ganzen Werbemüll finden. Hatte man das geschafft und eine Suche angestoßen, musste man nur noch herausfinden, was nun zum „Suchergebnis“ gehört. Google räumte da radikal auf. Die Startseite bestand nur aus dem Logo und der Eingabezeile. Das Suchergebnis stand im Mittelpunkt und die Werbung war nur am Rand als Text vorhanden. Keine buntes geblinke, was vom Suchergebnis ablenkt.

    Die Excites, Altavistas und Wercrawler sind heute kaum noch Fußnoten der Geschichte. Wenn die Verlage so weiter machen, werden sie genau so ihr Ende einläuten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand den Lesern bessere Angebote macht.

  77. 77
    Stefan says:

    NB: Seit wann hat denn Oer-Erkenschwick eine Fußgängerzone?

  78. 78
    Reste-Netzreporter 2: Was wir nicht geschafft haben | Netz.Reporter says:

    […] größtenteils durch diese Anzeigen finanziert. Daher probierte der Tagesspiegel aus Berlin eine weniger nervende Art der Werbung. „Liebe Leserin, Lieber Leser, tippen Sie bitte die markierten Wörter ein, um diesen Artikel […]

  79. 79
    ingo says:

    @someonesdaughter: aha. als ob vor dem besuch einer seite angekündigt würde ob da jetzt gleich ein blinkendes, laut quäkendes banner durchs bild springen wird oder ob da zurückhaltende werbung mit ansprechender gestaltung wohldosiert auf der seite platziert ist, damit der besuchswillige internetnutzer entscheiden kann ob er jetzt dem angebot fernbleiben oder es doch besuchen möchte — zumal selbst der seitenbetreiber oft nicht weiss was da auf seiner vermieteten werbefläche auftauchen wird.
    gierig ist nicht der besucher der die nervende werbung ausblendet, sondern der anbieter der erstens werbung einstellt die nervig ist und zweitens als reaktion auf das zunehmende ausblenden der werbung nicht etwa diese wieder dezenter macht sondern noch nerviger — und ausserdem lauthals jammert dass die leute ja alle so gierig sind und sein von ihm freiwillig kostenlos angebotenes angebot allen ernstes kostenlos nutzen wollen.

    und weil jemand gefragt hatte was wetter.com damit zu tun hat: nun, wenn sich zeigt dass es seiten gibt auf denen schädigende werbung lauert, dann installiert man halt einen adblocker, und das trifft dann pauschal jeden der mit werbung auf seiner seite etwas verdienen möchte. wie gesagt, gierige a…löcher die damit auch den „anständigen“ anbietern das geschäft versauen.

  80. 80
    nik says:

    @14: Bei mir schon lange weg. Adblock Plus oder QuickJava, eines der Plugins schmeißt das sofort raus.

  81. 81
    Gekko says:

    Ich stimme #80 da voll zu, Werbeblocker schaffen sehr viel Müll vor die Tür, um den man sich ohne, selbst kümmern müsste, wie nervige Popups.
    Leider musste ich auch schon feststellen, dass manche Werbeanzeigen auch diese umgehen, was äußerst ärgerlich ist, wenn man dann Einladungen zum Einschreiben auf stepstone oder so erhält, und man nur einen Artikel lesen wollte.

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