Kein Dankeschön vom „Spiegel“

Der „Spiegel“ will von mir wissen, ob Obamas Präsidentschaft der Wirtschaft helfen wird:

Wenn ich ihm meine Meinung sage („k.A.“), komme ich auf eine Seite, die nicht dem „Spiegel“ gehört, sondern der Finanzholding avantaxx, die mir als „Dankeschön“ für meine Meinung die Gewinnchance auf ein Auto verspricht.

Genau genommen scheint es sich dabei nicht um das Dankeschön für meine Meinung, sondern für meine E-Mail-Adresse und die Erlaubnis zum Weiterverkauf zu handeln, denn im „Hinweis zur Datennutzung“ heißt es:

Ihre E-Mail-Adresse und Ihren Namen speichert und verwendet die SPIEGEL-Gruppe auch über die Dauer des Gewinnspiels hinaus, um Sie künftig über interessante Angebote auch von Partnerunternehmen zu informieren.

Was ich mich nur frage: Wie viele Leute, die an der Verlosung eines Autos teilzunehmen glauben, werden wohl voher die Teilnahmebedingungen gelesen haben?

28 Replies to “Kein Dankeschön vom „Spiegel“”

  1. na, da hast du hoffentlich die richtige emailadresse angegeben, hm?

    aus chaotischen kreisen irgendwo habe ich mal von einer schönen methode gehört, mit der bei adressangabe zumindest später merkt, von wem die adresse zum werber gelangt ist: einfach als zweiten vornamen den anbieter des gewinnspiels/informationsangebots/wasauchimmer angeben, in diesem falle also stefan legeips niggemeier. wenn an den dann post vom erotikversand „flotte heizdecke“ kommt, weißt du, warum.

    .~.

  2. Vermutlich kann man noch nicht mal ein Auto gewinnen. Nach 3 Wochen erhält man dann einen Anruf: „Gratulation, sie sind unter die letzten 10 Teilnehmer der Verlosung für den …. gekommen. Deswegen erhalten sie von uns einen gratis aussgefüllten Lottoschein. Für den möglichen Gewinn bräuchten wir mal ihre ähh… Bankverbindung…“.

  3. mal so OT: ist es wirklich im sinne des erfinders, dass die sueddeutsche ihre leserkommentare jetzt von 19-08 uhr „einfriert“, mit der begründung, die „qualität der leserkommentare stärker moderieren“ zu wollen?

  4. Schöner deutsche Blätterwelt-wer hat nur Dich so bestellt?
    Bunt und Bunter man rutscht mir doch den Buckel runter!

    Nicht ihr -sondern die anderen da von da ganz oben! Meinen sie selbst!!

    Schönen Sonntag! In Bayern ist da übrigens Zeitunglesen am Sonntag verpöhnt.Hab diese Erfahrung mal deutlich in Nürnberg gemacht! NUN JA!

  5. Sie wurden ausgewählt… ^^
    magst ein Dankeschön von mir, Stefan? Jetzt im Sonderangebot..

    Die Methode mit dem 2. Vornamen funktioniert ganz prima. Noch besser funktioniert keine Teilnahme. Klingt radikal, hilft aber besser als seine Identität immer überall Preis zu geben.

  6. Willkommen im Bodensatz lieber Spiegel, alle Banken, Versicherungen, Energieversorger, die Bahn und Telekom sind schon da.

  7. Erschreckend. Und lustig. Und dann wieder erschreckend. In jedem Fall: Dankeschön.

    …kaufe ein „r“ für den letzten Satz…

  8. Ein böswilliger Freund sagte dazu: „Dem Spiegel muss es ganz schön dreckig gehen“ …

    Von dieser Häme über das ‚Sturmgeschütz der Demokratie‘ möchte ich mich in aller Form distanzieren.

  9. Nun mal was zum schmunzeln:

    Sehr geehrte Frau X*Y*Z*
    In den letzten 6 Monaten sorgte Ihr Mann leider für einigen Aufruhr in unserem Warenhaus. Wir können dies nicht länger tolerieren und sehen uns gezwungen, Ihnen beiden künftig Hausverbot zu erteilen. Die soweit rekonstruierbaren Vorfälle haben wir nachstehend aufgelistet. Sie sind durch Aufzeichnungen von Überwachungskameras und die Aussagen unseres Personals belegt:

    15. Februar: Nimmt 24 Schachteln Kondome aus dem Regal und verteilt sie wahllos auf die Einkaufswagen anderer Kunden.

    2. März: Stellt die Alarme aller Wecker in der Uhrenabteilung so ein, dass es alle 5 Minuten klingelt.

    7. März: Legt eine Tomatensaftspur bis zur Damentoilette.

    19. März: Verstellt ein „Vorsicht – frisch gewischt!“-Schild in eine mit Teppich ausgelegte Abteilung.

    4. April: Baut ein Zelt in der Campingabteilung auf und lädt andere Kunden ein, wenn sie Kissen und Decken aus der Bettenabteilung holen.

    15. Mai: Als ihn ein Angestellter fragt, ob er ihm behilflich sein könne, beginnt er zu weinen und schluchzt: „Könnt ihr Leute mich denn nicht einfach in Frieden lassen?“

    23. Mai: Starrt in eine Überwachungskamera und benutzt sie als Spiegel zum Nasebohren.

    4. Juni: Hantiert in der Sportabteilung mit einem Wettkampf-Bogen und fragt den Angestellten, ob man im Haus Antidepressiva bekommt.

    10. Juli: Schleicht durch die Abteilungen und summt dabei laut die „Mission Impossible“-Melodie.

    3. August: Versteckt sich in einem Kleiderständer und ruft, wenn eine Kundin in die Nähe kommt, „Nimm mich! Nimm mich!“

    6. August: Wirft sich bei jeder Lautsprecherdurchsage auf den Boden, nimmt eine fötale Haltung ein und ruft „OH NEIN! NICHT WIEDER DIESE STIMMEN!“

    Und nicht zuletzt:
    18. August: Begibt sich in eine Umkleidekabine, wartet eine Weile und ruft dann laut: „Hey! Hier ist das Klopapier alle“.

    Enfach mal Klasse was die Leute so zu ihren Lebensinhalt machen.

    Ein Beamter in Bayern (HRE Heimat) ruft das Finanzamt München an um einen Sachverhalt zu klären. Er landet auf der Voicemail und bekommt die Ansage „haben sie Probleme wählen sie die Null“. Hat er gemacht und bekam wieder ein Amt und wählte die Nummer erneut an, und landete wieder auf der Box und legte auf. 1062 Euro kostete die Behörde diese Dummhet des Beamten, er hat extern – extern verbunden da er nicht auf MFV umgeschaltet hat.

  10. Wenn man wüsste (wissen dürfte), wie der „Spiegel“ wirtschaftet – wo wieviel Geld für was sinnvoll ausgegeben wird, würde ich mich glatt dazu bereit erklären, dem Spiegel (und einigen anderen Online-Angeboten) jeden Monat ein oder zwei Euro zu überweisen, damit er sich nicht mehr (in meinen Augen) so entwürdigend prostituieren muss. Ich lese gern beim Spiegel. Wenn viele tausend weitere Leser/innen ähnlich denken würden, ob es dann mehr Qualitäts-Journalismus ohne manch penetrant wirkende „Drücker-Werbung“ geben würde? Ist nicht zu Ende gedacht. War nur so ein Brainstorming vor dem Schlafen gehen …

  11. Das erinnert mich an Post von Spiegel bzw. dem Manager-Magazin, vor Jahren mal bekommen, da sollte ich als Dankeschön für die Beantwortung einer Umfrage einen Radiowecker oder vergleichbares Gedöns bekommen. Lustigerweise bekam man das nur, wenn man sich auch gleichzeitig für das Probeabo für 12 Euro nochwas anmeldete. Es war also das ganz normale Probeabo mit Billiggeschenk, als Umfrage getarnt.

  12. Hm. Der Avantaxx-Link, den du angibst, Stefan, verlangt doch *vor* der Teilnahme am Gewinnspiel das OK-Häkchen für die Datennutzung, oder sehe ich das falsch? Meine E-Mail-Adresse gebe ich doch vor der „Umfrage“ gar nicht an?

    Der Teilnahmeschluss ist in der Tat schräg.

  13. @18 Das gibts noch immer von diversen Medien.

    Ähnlich muss es mit einem Audi sein der in vielen Städten, bevorzugt in laufstarken Strassen, Bahnhöfen etc. aufgestellt ist und „verlost“ wird.

  14. Das mit dem Einsendeschluss muss ein Tippfehler sein. Solche „Verlosungen“ müssen tatsächlich nachweislich stattfinden, will man keine Gesetzwidrigkeit begehen. Ich bin selbst gezwungen (*seufz*), für eine ähnliche Aktion eines bekannten privaten Lotterieunternehmens unglaublich dämliche Gewinnspielaufrufeinleger in diversen Bunten Blättern zu erstellen, deren Sinn darin besteht, Adressen zu generieren. Aber die dort angepriesene Millionenverlosung findet tatsächlich ein mal jährlich statt. Die Wahrscheinlichkeit, den Lotto-Jackpot zu knacken, ist im Vergleich zu einem Gewinn dort übrigens wesentlich höher…

  15. Gehört Avantaxx nicht auch zu den grasshoppers?

    Warten wir doch einmal ab wie lange dieses Unternehmen noch hoppelt??? :-)

  16. Da fehlt aber jetzt irgendwie eine Schlussfolgerung.

    Auf wessen Seite ist jetzt dieser Hinweis, dass die Teilnahme nicht von einer Bestellung abhängt? Seit wann kann man denn bei Spiegel etwas bestellen? Oder führt doch Avantaxx das Gewinnspiel durch? Aber warum stellen die es dann so hin, als wäre der Spiegel die treibende Kraft? Ein Hinweis dieser Art ist übrigens in so gut wie jedem Gewinnspiel enthalten, muss irgendeine gesetzliche Regelung sein. Selbst die FastFood-Monopoly-Dinger kann man auch telefonisch kriegen, ohne einen Burger kaufen zu müssen.

  17. Einfach in der Host Datei 195.71.11.67 auf 127.0.0.1 zeigen lassen, und schon hat man dieses, und viele weitere, Probleme gelöst.

  18. Ich empfehle euch an dieser Stelle Spammotel (spammotel.com): Man muss sich erst registrieren. Das nächste mal, wenn man irgendwo nach der E-Mail-Adresse gefragt wird, kann man dann bei Spammotel eine E-Mail-Adresse generieren lassen und diese angeben. Spammotel leitet dann die E-Mails an die eigentliche Adresse weiter. Sollten Spam-Mails ankommen kann man die generierte Adresse bei Spammotel einfach löschen und das Problem ist gelöst.

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