Redaktionsalltag bei RP-Online

08 Jul 08
8. Juli 2008

Beim Online-Dienst der „Rheinischen Post“ schreibt man einen Artikel nicht nur (mitsamt Rechtschreibfehler und abwegiger Interpretationen) von der Konkurrenz ab. Die Redaktion wüsste auf Nachfrage auch nicht, was dagegen spricht.

Mehr beim Lukas.

24 Gedanken
  1. 1
    Thomas says:

    Ich nehme an der Beitrag dient vor allem dem Zweck für Coffee and TV zu werben – und das zu Recht!

    Falsch ist hier allerdings, dass die Redaktion zugegeben hat, abgeschrieben zu haben und das nicht schlimm findet, auch wenn vieles natürlich dafür spricht. Zugegeben habens sies aber (natürlich) nicht.

  2. 2
    ruhrpottjunge says:

    Die Formulierung von Herrn Niggemeier, die Redaktion wüsste auch auf Nachfragen nicht, was dagegen [gegen das Abschreiben] spräche, ist nichts anderes als eine falsche Wiedergabe der Antwort der Redaktion.

    Also in etwa diese Art von Aufbauschen, die Herr Niggemeier BEI ANDEREN immer so schnell und sachkundig ausschlachtet.

    Nun ja, der Mann muss ja auch jeden Tag eine Zeitung ein Blog füllen…

  3. 3
    Joschi says:

    Ähem. Der Text erweckt den Eindruck, als hätte RP Online zugegeben abgeschrieben zu haben. Deren Reaktion fiel aber anders aus, wie man bei Lukas nachlesen kann.

  4. 4
    Sebastian says:

    ruhrpottjunge hör doch mal auf so zu stänkern.

  5. 5
    Muffin says:

    (Als kleine Abwandlung des Witzes über den Wilderer:)

    Aber, aber, lieber Stefan! Wenn die Redaktionen abschreiben und es verleugnen, wird genörgelt. Wenn sie abschreiben und es dann offen zugeben, wird auch genörgelt.

    Wie SOLLEN die Redaktionen denn bitte abschreiben? :)

  6. 6
    Bauer vom Dreigestirn says:

    Und obendrüber steht auch noch was von „Redaktionsalltag“!

    Der Stefan ist schon ein ganz böswilliger Untersteller, Rufmörder und Sachenverdreher. Deswegen wird er ja auch dauernd zurecht verklagt.

  7. 7
    meykosoft says:

    Früher war nicht nur die Zukunft besser.

    Schon vor sieben Jahren machte Jörg Ratsch versehentlich auf die vermeintliche Medienredaktionsvielfalt aufmerksam. Es lohnt sich, den kurzen Ausschnitt der Nachrichten im Rahmenprogramm der NRW-Lokalradios im Juni 2001 bis zum Ende anzuhören.

    http://www.radiopannen.de/alle.php?p=90&r=7

  8. 8
    Lukas says:

    Ich bedanke mich für die Werbung und das Interesse, fühle mich aber ein bisschen, als hätte die Redaktion von „RTL Explosiv“ die „Kulturzeit“ betrailert (ohne mein Blog jetzt mit der „Kulturzeit“ vergleichen zu wollen).

  9. 9
    ca-fi says:

    @lukas
    wodurch du nun freilich implizit umso deutlicher gemacht hast, dass du dieses blog als web-2.0-version von „rtl explosiv“ betrachtest – auch eine art, danke zu sagen ;-)

  10. 11
    ruhrpottjunge says:

    @Sebastian

    Und ich dachte, „Stänkern“ sei hier die einzige Existenzberechtigung. Es komt wohl darauf an, wer stänkert. Zur Sache haben Sie nichts zu schreiben?

  11. 12
    gestaendiger says:

    @5 – muffin

    MUAHRAHJRAHRA – sehr gut!

    :-)

    you make my day

  12. 13
    B.Schuss says:

    so sehr ich Herrn Niggemeiers Vorgehensweise normalerweise schätze, aber das ist doch Korinthenkackerei. Erstens hat die RP überhaupt nicht zugegeben, abgeschrieben zu haben, und zweitens, selbst wenn, wen juckt es ?
    Schiesslich schreiben im Grunde doch alle Autoren in den Redaktionen der Tageszeitungen bis zu einem gewissen Grad von der selben Ursprungsmeldung ab, meistens der AP, Reuters, oder der dpa.

    Ich bin jetzt kein Experte für Presserecht, aber ich nehme mal an, das ist so üblich in der Branche.
    Oder gibt es auch auf Nachrichten Urheberrechtsschutz ?

  13. 14
    SvenR says:

    @ Lukas #8:

    War das ironisch gemeint oder einfach nicht wirklich nett?

    @ B.Schuss #13:

    Also ich lese nirgends, dass Stefan behauptete, RP Online habe zugegeben abgeschrieben zu haben. Ihre Antwort erinnert halt nur an Bill Clintons „I never had sex with this woman“.

    Natürlich gibt es auch auf Nachrichten „Urheberrechtsschutz“, sobald das konkrete Werk eine gewisse Schöpfungshöhe erreicht. Und bevor Sie es einwenden, natürlich gibt es das Zitatrecht. Das erlaubt einem sogar, falsch geschriebene Namen von weltbekannten Regiseuren zu zitieren.

  14. 15
    Lukas says:

    @SvenR: Wie Sie vielleicht wissen, bin ich nicht gerade für Ironie bekannt. Für Nettigkeit hingegen schon, Sie Blödmann!

  15. 16
    SvenR says:

    @ Lukas #14:

    Entweder ist mein Ironiedetektor jetzt ganz kaputt oder ich bin einfach zu alt für dieses ganze Webzwopunktnull-Gedöns.

    Ich verscuch’s noch mal:

    „Wie Sie vielleicht wissen,“

    = Wie jeder weiß,

    „bin ich nicht gerade für Ironie bekannt.“

    = bin ich sozusagen der Erfinder Ironie himself

    „Für Nettigkeit hingegen schon,“

    = aber ich bin ein rechter [rechts jetzt aber nicht im politischen Sinn oder Orientierungssinn] Stoffel,

    „Sie Blödmann!“

    = ich hab‘ Sie aber trotzdem lieb.

    Hm, hat für mich noch immer keinen Sinn. Ist aber egal, ich hab‘ Sie – und vor allem fast alle Ihre Text – auch lieb.

  16. 17
    Lukas says:

    @SvenR: Ich könnte jetzt noch Alan Greenspan zitieren, der mal etwas gesagt hat wie „If you think you’ve understood what I was saying, I obviously didn’t explain myself properly“, aber ich sehe, wir verstehen uns.

  17. 18
    Alberto Green says:

    @SvenR: Gute Ironie ist wie gute Metaphern nicht immer durchgehend äh glatt (?). Mitten in einer Reihe der Würste der Ironie kann auch mal der Schinken der Wahrheit hängen…

  18. 19
    SvenR says:

    @ Alberto Green #18:

    Mit so dünnen großen Menschen wie Dir spreche schreibe ich nicht mehr. Das schadet meinem Selbstwertgefühl. Und immer diese Nahrungsmittelmetaphern. Man, man, man.

    [Hast Du Lukas ersten Post verstanden?]

  19. 20
    Alberto Green says:

    @SvenR: Ich dachte mir: „Nicht schon wieder Tiere.“ Nahrungsmittel also auch nicht, ok. Und außerdem bin ich gar nicht so dünn, das sind die Drüsen schuld und die viele Bewegung.

    [Kein Wort davon, aber da hat der Post was mit Arabisch, Kafka und Angela Merkel gemeinsam]

  20. 21
    B.Schuss says:

    @Sven, #14:

    naja, von „Schöpfungshöhe“ kann bei dem angesprochenen Artikel ja nun nícht wirklich die Rede sein, oder ^^

    und ich habe auch gar nicht behauptet, dass Stefan behauptet hat, die RP habe zugegeben, abgeschrieben zu haben.
    Aber seine Wort wahl unterstellt genau das, obwohl die RP es abstreitet ( bzw. nicht zugibt ).
    Natürlich kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, was da passiert ist, aber meiner Ansicht nach bleibt es Korinthenkackerei. Man möge den Ausdruck verzeihen. :)

  21. 22
    Stefan says:

    @B.Schuss:

    Schiesslich schreiben im Grunde doch alle Autoren in den Redaktionen der Tageszeitungen bis zu einem gewissen Grad von der selben Ursprungsmeldung ab, meistens der AP, Reuters, oder der dpa.

    Oh je, du weißt aber wirklich nicht viel über die Medien, oder? Journalisten schreiben nicht von Agenturmeldungen ab, sondern sie bezahlen die Agenturen dafür, dass sie diese Meldungen verwenden dürfen.

  22. 23
    B.Schuss says:

    woher auch ? Bin ich der coole online-Journalist, oder du ? :)

    Wo ist der Unterschied ? 3 Agenturmeldungen, ein Dutzend mehr oder weniger identische Artikel.

    Mein Standpunkt war, das die „Schöpfungshöhe“ des genannten Artikels so…bescheiden… war, das es im Grunde keine Sau interessiert, ob der eine oder andere Satz, oder von mir aus auch der ganze Artikel von anderen Zeitungen abgekupfert worden ist.
    Es handelte sich um die Art Artikel, die ungefähr so viel bleibenden Eindruck hinterlassen, wie Collien und Gülcan auf der Alm.
    Ich kann verstehen, dass das Prinzip verteidigt werden muss, aber wenn dieser Fall beispielhaft sein soll, mache ich mir eigentlich keine Sorgen.

  23. 24
    vandyrk says:

    so sehr Herrn Niggemeier und seinen einsamen Kampf für eine bessere Medienwelt bewundere, hier wird in der Tat ein falscher Eindruck erweckt, daß RP-Online das Abschreiben zugegeben hätte. Damit liest sich im Original aber anders…

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