Fakten sind nicht der GEMA liebstes Kind

22 Okt 12
22. Oktober 2012

Die GEMA hat eine Pressemitteilung veröffentlicht. Sie trägt den Titel: „Umfrage bestätigt: Musik ist der Deutschen liebstes Kind“, und natürlich könnte man hier schon wegen Beklopptheit aufhören zu lesen. Aber die Art, wie die GEMA dann die Ergebnisse einer Meinungsumfrage, die sie bei TNS Infratest in Auftrag gegeben hat, manipuliert, ist durchaus subtil und perfide.

Die GEMA fasst die Ergebnisse so zusammen:

Eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der GEMA bestätigt, dass Musik in Deutschland einen hohen Stellenwert genießt. Für 38 Prozent der Befragten steht Musik an erster Stelle der Kulturbereiche. Auch der Wert der Musik wird anerkannt: 90 Prozent halten es für wichtig, dass Musikschaffende angemessen für ihre schöpferische Leistung bezahlt werden. Als angemessene Vergütung bei Veranstaltungen nennen die Deutschen im Durchschnitt 30 Prozent der Einnahmen aus Eintrittskarten.

Auf die „liebstes Kind“-Formulierung kommt die GEMA, weil sie den „persönlichen Stellenwert“ von „Musik“ im Vergleich zu „Literatur“, „Film“ und „Bildender Kunst“ verglichen hat. Dass sich 90 Prozent der Deutschen für eine „angemessene“ Vergütung der „Musikschaffenden“ ausgesprochen haben, stimmt genau genommen übrigens nicht. Sie haben bloß gesagt, dass sie es „angemessen“ finden, dass Komponisten und Texter eine Vergütung bekommen. Aber darum soll es hier gar nicht gehen.

Um sich ihre umstrittene Tarifreform scheinlegitimieren zu lassen, hat die GEMA die Menschen gefragt:

Wenn Sie eine Musikveranstaltung besuchen, welcher prozentuale Anteil am Eintrittsgeld sollte für die Komponisten und Textdichter bestimmt sein?

Die angeblichen Antworten fasst die GEMA wie folgt zusammen:

30,1 Prozent des Eintrittsgeldes halten die Befragten für eine angemessene Vergütung der kreativen Leistung der Urheber. Auch hier messen die Jüngeren der Musik den höheren Stellenwert bei: Die 14– bis 29-Jährigen fordern mit 33,7 Prozent mehr als der Durchschnitt aller Befragten.

Diese Sätze sind falsch. Die Prozentangaben beziehen sich nämlich nicht auf die Gesamtheit der Befragten, sondern nur auf diejenigen, die eine Frage zuvor angegeben hatten, dass sie es grundsätzlich für angemessen halten, dass Komponisten und Texter für ihre Arbeit entlohnt werden.

Die 9 Prozent der Befragten, die gar nicht der Meinung waren, dass Komponisten und Texter entlohnt werden müssten, sind praktischerweise in der Berechnung des durchschnittlich für „angemessen“ gehaltenen Anteils vom Eintrittsgeld gar nicht mehr enthalten. Mit anderen Worten: Die GEMA gibt einen Durchschnittswert an, der all jene, die die von ihr unerwünschte Antwort „null“ gegeben haben, gar nicht berücksichtigt. Bei den 14– bis 29-jährigen, die der Musik angeblich einen ganz besonderen Stellenwert beimessen, sind das sogar 12 Prozent der Befragten.

Schaut man sich die Angaben im Detail an, wird die Behauptung, es gebe eine Art Konsens unter den Deutschen, dass gut 30 Prozent des Eintrittsgeldes bei einer Musikveranstaltung an die Urheber gehen sollte, noch weniger tragfähig. Immerhin 56 Prozent der Befragten haben nämlich Anteile von weniger als 31 Prozent genannt. 15 Prozent machten gar keine Angaben. Dem stehen gerade einmal 29 Prozent der Befragten gegenüber, die für eine Beteiligung von mehr als 30 Prozent plädierten.

Hinzu kommt natürlich die fundamentale Frage, wie viele Befragte überhaupt verstanden haben, worum es geht und wie fundiert sie darüber Auskunft geben können. Wussten die relativ große Zahl, die offenbar pauschal „50 Prozent“ als angemessener Anteil für Komponisten und Texter genannt und damit den Durchschnittswert in die Höhe gezogen hat, dass damit nicht der Anteil für die Interpreten gemeint ist? Und wie sinnvoll ist es überhaupt, alle Arten von „Musikveranstaltungen“, Konzerte wie Club-Veranstaltungen, über einen Kamm zu scheren?

Wie viele Befragte würden auf die Frage: „Finden Sie, dass die GEMA die Einnahmen aus Musikveranstaltungen lieber an die Komponisten und Texter ausschütten sollte anstatt sie für Meinungsumfragen auszugeben“ wohl mit Ja antworten?

Okay, das war billig. Aber fest steht: Die Zahlen, die die GEMA in ihrer Pressemitteilung veröffentlicht hat, ergeben sich nicht aus ihrer eigenen Umfrage. Ich würde wetten, dass sie trotzdem von den Medien so weitergetragen werden.

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56 Gedanken
  1. 1
    Christian says:

    Neben den üblichen Zahlenspielereien, ist der Begriff „Musikveranstaltung“ hier in der Tat ein großes Problem. Die Zappelbuden (um die es ja in der umstrittenen Tarifreform hauptsächlich geht — zumindest sind das die die sich lautstark beklagen) ist für mich (primär) eben keine „Musikveranstaltung“. Klar läuft da Musik, aber auch in der Kneipe um die Ecke läuft Musik. Das macht beides nicht zu einer „Musikveranstaltung“ in meinen Augen. Und auch wenn ich nicht so vermessen sein möchte anzunehmen dass alle Leute dies so sehen wie ich — denke ich doch, dass für viele die Hintergrundbeschallung in der Zeltdisco genannten Saufveranstalltung — eben auch keine „Musikveranstalltung“ ist. Ob der Begriff absichtlich mißverständlich gewählt wurde oder nicht, sei mal dahingestellt — ich denke aber man kann mit Fug und Recht behaupten, dass diese Umfrage das Papier nicht wert ist auf dem sie gedruckt wurde.

  2. 2
    Kurt says:

    Unabhängig von dieser konkreten Umfrage:

    Wenn eine Pressemitteilung beginnt mit: „Eine Umfrage des ***Beliebiges Meinungsforschungsinstitut einsetzen*** im Auftrag von ***Beliebige Firma einsetzen*** hat ergeben…“, dann lohnt das Weiterlesen nicht.

  3. 3
    Hans Hafner says:

    Ich rede hier von Durschnitt:

    30,1% von 909 sind 273,609 Personen

    273,609 Personen sind 27,25% von 1004 Personen.

    Deshalb ist aber nicht die ganze Aussage falsch.

    @Kurt:
    Ja, aber wenn dann mal eine Studie veröffentlicht wird, die behauptet, dass Filesharing sogar gut sei für die Musikindustrie, dann ist es natürlich 1. egal von wem die ist und 2. ob die dem Umfragestandard entspricht.
    Ich vertraue da den heutigen Forschungsinstituten doch ein bisschen.

    Unabhängig davon ist es meiner Meinung nach schon ganz böse, wenn man die 10% Menschen, die den Komponisten überhaupt keine Beteiligung an Umsätzen zusprechen wichtiger nimmt, als die 90% die das tun.

    Aber da zeigt sich eben dann das wahre Gesicht der Bewegung: keine Rechte und schon gar keine Beteiligung für die Urheber.

    Schön, dass der Kaiser jetzt wenigstens keine Kleider mehr hat.

    Bäh.

  4. 4
    Thomas says:

    Erinnert mich an die Studien und Umfragen der Tabakindustrie, die belegen sollten, dass rauchen total gesund ist. Gema lieber weg.

  5. 5
    Stefan Niggemeier says:

    @Hans Hafner: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich Ihr Kommentar an mich richtet, aber ich bin nicht der Meinung, dass man 10 % wichtiger nehmen sollte als 90 %. Ich bin der Meinung, dass, wenn man Aussagen über 100 % trifft, da auch die 10 % dazu gehören. (Genau genommen ist letzteres gar keine Meinung, sondern eine Tatsache, und deshalb sind die GEMA-Angaben in der Pressemitteilung falsch.)

    Von welcher „Bewegung“ sprechen Sie?

  6. 6
    Twipsy says:

    Da hat wohl jemand der sich nicht so auskennt, ein arithmetisches Mittel auf eine Ordinalskala angewandt wo der Median angebracht gewesen wäre. Aber mit Nielsen-Niveaus rumspinnen. Meinungsforschungsinstitut, hm?

  7. 7
    Uli says:

    „Und wie sinnvoll ist es überhaupt, alle Arten von »Musikveranstaltungen«, Konzerte wie Club-Veranstaltungen, über einen Kamm zu scheren?„
    Das ist kompletter Schwachsinn, ich dachte bei „Musikveranstaltungen“ spontan nur an Konzerte und habe mich sehr gewundert wer dafür sein kann das die Band(s) dort nur einen Bruchteil der Eintrittgelder erhalten.

    Bei einem Konzert würde ich erwarten das 100% der Einnahmen an die auftretenden Künstler gehen die davon Miete, Logistik, Steuern usw. zahlen was ja alles variabel ist.

  8. 8
    Stefan Niggemeier says:

    @Twipsy: Der Median wäre hilfreich gewesen, aber ist nicht der Kern des Fehlers. Der Kern ist, dass die Werte zu Frage 3 sich nur auf eine Teilgruppe beziehen, die GEMA aber behauptet, sie bezögen sich auf die Grundgesamtheit.

  9. 9
    Twipsy says:

    @Stefan
    In beiden Fällen — also auch mit Berücksichtigung der 0%-Sager — wäre man mit dem Median auf das Ergebnis „Zwischen 21 und 30%“ gekommen, nicht wie hier behauptet, 30%. Die 0%-Sager rauszunehmen, ist natürlich unschön.

  10. 10
    Frank Reichelt says:

    Können sie das mit dem Durchschnitt und den 10 % bitte nochmal gaaanz langsam erklären, ich habe nämlich kein Wort verstanden.
    :-(

  11. 11
    Twipsy says:

    @10
    Welche 10%?
    Ist eigentlich ganz einfach: Wenn man keine kontinuierliche Verteilung von Zahlen hat, sondern so was wie in der Schule Noten 1–6 oder die 10 Angaben hier, kann man nicht das arithmetische Mittel nehmen. Der Median ist dann der Wert, wo gleich viele Werte drüber oder drunter sind.

  12. 12
    Stefan Niggemeier says:

    @Frank Reichelt: Weil Sie es sind.

    Nehmen wir an, Ihr Lieblingsverein hat in der vergangenen Saison zehnmal gespielt. Fünfmal hat er 5:0 gewonnen. Fünfmal hat er torlos unentschieden gespielt.

    Sie können nun sagen, dass Ihr Verein, wenn er Tore erzielt hat, im Schnitt fünf Tore geschossen hat.

    Sie können aber nicht sagen, dass Ihr Verein in der Saison im Schnitt fünf Tore geschossen hat. (Es waren nämlich im Schnitt nur 2,5.) Das tut aber die GEMA.

    (Zahlen der Anschaulichkeit halber grotesk übertrieben.)

  13. 13
    Stefan Niggemeier says:

    @Twipsy: Es ist aber eine kontinuierliche Verteilung von Zahlen. Die Leute sollten sagen: Wieviel Prozent sollen die Urheber kriegen. Möglich sind Werte von null bis 100, die Angabe „60“ ist tatsächlich doppelt so viel wie „30“, und natürlich kann man aus den angegebenen Zahlen sinnvoll das arithmetische Mittel bilden.

  14. 14
    Frank Reichelt says:

    Vielen Dank für die exklusive Erklärung! Wenn sie jedoch meinen Lieblingsfußballverein kennen würden, hätten sie ein anderes Beispiel gewählt!! Mäh, Mäh!

  15. 15
    Marcus says:

    Dass die bei der GEMA nicht rechnen können, hatte ich schon lange vermutet. Dass sie das jetzt per Pressemitteilung beweisen, ist doch eigentlich gut. Schade nur, dass 90% der Journalisten (also alle?) auch nicht rechnen können ;-)

  16. 16
    Marcus says:

    Übrigens muss ich als Musikschaffender zugeben, dass ich Frage 3 auch anders verstanden habe, als sie gemeint war. Ich hatte gedacht: 30% von den Einnahmen an den Künstler. Dann gehen ja noch 19% an das Finanzamt (bei Opern vermutlich nur 7%). Bleiben ca. 50% für den Veranstalter.

    Gemeint war aber offensichtlich:

    30% an die GEMA (die gehen ja in der Regel nicht 1:1 an die Komponisten, von daher ist die Frage schon irreführend), 19% an das Finanzamt und vom Rest den Künstler (also Interpreten), die Werbung, die Miete und all den Kram bezahlen.

    Was die GEMA in der Pressemitteilung übrigens auch nicht erwähnt, ist die Art und Weise, in der sie die „10%“ berechnet, die ein Club ab 2013 an die GEMA abführen soll. Da wird alles mögliche einbezogen und mich würde mal interessieren, ob die GEMA auch mal nachgerechnet hat, wie häufig sie mit dem Resultat die 10% getroffen hat und wie häufig sie daneben liegt. Junge, unbekannte Künstler kann man jedenfalls nicht mehr buchen, denn die Berechnungen gehen immer vom vollen Haus (einschließlich der Toiletten, deren Fläche ebenfalls in die Rechnung einfließt) aus.

    Der Hafner, der oben kommentierte, hat irgendwas mit der Pressemitteilung zu tun, jedenfalls taucht sein Name auf, wenn man den Link bei Facebook postet.

  17. 17
    Jo says:

    @Marcus:

    Die Frage war, welchen Anteil „Komponisten und Textdichter“ erhalten sollen. Das kann bei einer Band schon mal der selbe sein, der auf der Bühne steht — muss aber auch nicht. 30% an den „Künstler“ (wie du es nennst), kann also auch heißen, dass an den Interpreten erst mal garkeiner gedacht hat.

    Ob dieses Geld dann zusätzlich noch den Umweg über die GEMA antreten muss um dort weniger zu werden, steht auf einem anderen Blatt. Auch wenn die GEMA, dass natürlich für sich genau so interpretieren wird.

  18. 18
    Twipsy says:

    @13
    OK, dann konnten vielleicht die Leute auf Prozent genau angeben, aber danach wurden sie von der bösen Agentur in Gruppen gesteckt à 10 Prozent. Dann ist halt entscheidend, ob der Mittelwert davor oder danach gebildet wurde.
    Btw: Wieviele der Discogänger wissen denn, was Prozent überhaupt bedeutet? ;-)

  19. 19
    Starkstromliesel says:

    @18

    Stimmt genau. In meiner Disco heißt das auch nicht Prozent, sondern Promille. Hicks.

  20. 20
    jmk says:

    die üblichen scheinargumente der gema sind doch da eher das problem: so zu tun, als gäbe es da draußen die beinahe kriminellen veranstalter, die musik nicht genug wertschätzen, weil sie sich auf die bedingungen der gema nicht einlassen. diese umfrage galt jetzt nur dazu, die these der gema, dass musik was wert sei, zu untermauern. dabei hat nie jemand gesagt von der gegenseite, dass musik nichts wert sei und urheber nicht entlohnt werden sollen. rhetorisches scheinboxen, miese argumentative strategie wär da eher mein problem als methodische mängel.

    und die frage hat schon irgendwas suggestives: „Halten Sie es für angemessen, dass diejenigen, die Musik schreiben, also Komponisten und Textdichter, vergütet werden?“

    wer, der in einer gesellschaft lebt in der es für professionell geleistete arbeit grundsätzlich eine entlohung gibt, würde da schon nein sagen?

  21. 21
    Kitteling says:

    Tabelle 2: Vergütung für Komponisten und Textdichter
    Halten Sie es für angemessen, dass diejenigen, die Musik schreiben, also Komponisten und Textdichter, dafür vergütet
    werden?
    91% Ja
    9% Nein
    1% Weiß nicht
    Summe 100%

    HaHaHa.
    Rechnen kann TNS auch nicht. Oder ist das Statistik?

  22. 22
    Marc Weber says:

    Die wichtigste Frage bezüglich dieser Umfrage ist doch eigentlich, ob die Befragten Kenntnis über den absurd ungerechten Vertreilerschlüssel haben.

    Frage 1: Finden Sie Musikschaffende verdienen eine angemessene Bezahlung für ihre schöpferische Leistung?

    Frage 2: Finden Sie es richtig, dass von den auszuschüttenden Geldern 64% an die 3000 „ordentlichen“ mitstimmberechtigten Mitglieder der GEMA gehen und nur 29% an die restlichen 61000?

    Frage 3: Sollte eine Behörde 127 Millionen an Aufwand fordern, wenn sie ihre Aufgabe die Musikkultur in Deutschland zu fördern so sehr missachtet und sich Jahr für Jahr mit aller Macht Ideen einfallen lässt, die das Gegenteil bewirken?

    Frage 4: Möchten Sie dann bald auch eine Erhöhung der Kindergartengebühren zahlen, weil die GEMA es ungerecht findet, wenn Ihr Kind Sankt-Martins-Lieder singt, ohne dass jemand dafür zahlen muss?

  23. 23
    Steff says:

    @Kitteling: Der Plan wurde nur im Westen übererfüllt. Der Osten hinkt mit läppischen 100% wieder mal hinterher.

  24. 24
    Marc Weber says:

    @Steff
    An bayerischen Oberschulen waren es sogar 105%.

  25. 25
    Steff says:

    @Marc Weber: Das war ja wieder mal klar! Wobei ein befragter reicher alleinstehender Rentner auch durchaus Humor bewiesen hat. Er gönnt den Komponisten und Urhebern eine Vergütung. Aber nicht über 0%.

  26. 26
    Sebastian says:

    @Kitteling: Klassisches Rundungsproblem, nehme ich an. Z.B. 0,5 Prozent und 8,5 Prozent wurden jeweils aufgerundet, und so ergibt sich in der Summe 10 statt 9.

  27. 27
    wonko says:

    @20 / jmk

    wer, der in einer gesellschaft lebt in der es für professionell geleistete arbeit grundsätzlich eine entlohung gibt, würde da schon nein sagen?

    Nun, ganz offensichtlich 9% der Personen, die an der Umfrage teilgenommen haben.

  28. 28
    Matti says:

    Mir fehlt in der Umfrage die Frage, ob denn die Befragten auch grundsätzlich bereit wären, die ermittelten 30,1% des Eintrittsgeldes zusätzlich zum Eintrittsgeld für die GEMA zu zahlen. Denn darum geht es ja: mehr Geld für die GEMA.

    Warum die GEMA da noch nicht auf die Idee gekommen ist, ihre Gebühren an die der GEZ zu koppeln, bleibt mir ein Rätsel. Denn 3,00 EUR/Monat x 30 Mill. pauschal musikhörende Haushalte x 12 Monate: schneller und effizienter kann man keine zusätzlichen Gewinne erzielen.

  29. 29
    jmk says:

    wonko, der punkt ist, dass davon ausgegangen werden kann, dass die zahl so hoch ist. das präjudiziert bereits die fragestellung. obs nun 9 oder 30% sind, die das anders sehen ist da schon wurscht. der gema geht es darum so zu tun, als würden die veranstalter zu den 9% gehören, weil sie sich nicht auf deren tarife einlassen. aber die tatsächlichen tarifreform und die wertschätzung von musik sind völlig unterschiedliche dinge. aber die gema will sich eben mit solchen umfragen und unlauterer rhetorik legitimieren.

  30. 30
    Blunt says:

    @15: „Schade nur, dass 90% der Journalisten (also alle?) auch nicht rechnen können.“ Nein: Schade, dass 90% der Journalisten nicht mehr die Arbeitsbedingungen haben, solche Zahlen sorgfältig überprüfen zu können.

  31. 31
    J. S. says:

    @jmk

    Wer in einer Gesellschaft, blablabla
    Ich!
    Warum? Weil es kein Grundrecht gibt für Musik auch Geld zu bekommen. Krieg ich denn sofort Geld, wenn ich jetzt ein Lied niederschreibe? Oder muss erst noch intoniert werden? Dann krieg ich das Geld? Oder muss es erst in den Verkauf gehen oder aufgeführt werden? Krieg ich dann das Geld?
    Ich habe doch etwas geleistet, wieso habe ich aber nichts davon?
    Wem ein Lied gefällt oder einen Künstler unterstützen will, zahlt dafür. Wenn die Musik aber Mist ist, muss ein Künstler aber auch damit rechnen nichts zu bekommen.
    Darum geht es mir. Ich will keine pauschale Vergütung jedes Künstlers oder Komponisten. Es soll nur nach Qualität gehen (ob inhaltliche oder massenmarktkompatible).

    In einer Zeit, wo viele Menschen sehr schlecht entlohnt werden für ihre Arbeit, halte ich es für infam noch darüber zu diskutieren, dass wirklich jeder Musiker entlohnt gehört für seine Werke. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Wenn jemand ein Blog betreibt, der aber sehr schlecht ist, und somit die Leserschaft ausbleibt, wird ihn irgendwann schließen müssen. Wenn Musiker schlechte Musik schreiben, produzieren oder spielen, dann muss man irgendwann auch die Konsequenzen ziehen, wenn man keines der Werke verkauft.

    Geld für Künstler? Immer gerne! Aber keine pauschale Vergütung aller Künstler und die, die sich bloß so nennen.
    Btw. ich habe auch Musik gemacht, habe nichts damit verdient. Aber darum ging es mir nie. Mir ging es darum, mit Freunden Musik zu schaffen, zu jammen und auf der Bühne die Sau raus zu lassen. Der Spaßfaktor war wichtig und die Musik natürlich, aber nie die Kohle.

  32. 32
    Blunt says:

    @J.S.: Naja, das steht ja aber gar nicht zur Debatte. Ist doch klar, dass hier nicht allein das Komponieren an sich gemeint ist, sondern die Entlohnung für Werke, die auch ein gewisses Publikum finden.

  33. 33
    jmk says:

    @ J.S.

    ziemliches off topic deinerseits, meinste nich?

  34. 34
    zeugs am dienstag « blubberfisch says:

    […] was soll man dazu noch sagen?! das ist so … ärgerlich. fakten sind nicht der gema liebstes kind (stefan niggemeier). interessant ist dabei auch diese meldung von winfuture zur gema-konkurrenz […]

  35. 35
    Chris says:

    @5: Lieber Herr Niggemeier, rechnen Sie doch einfach die 10% der Befragten die „Null“ angegeben haben einfach dazu. Dann kommen Sie auf eine durschnittliche angemessene Verguetung von 27% (statt der urspruenglichen 30%). Aendern die drei Prozentpunkte wirklich etwas an irgendjemandes Weltbild?

  36. 36
    Glaukon says:

    Dass Fakten, wenn überhaupt, nur stark gefiltert wahrgenommen bzw. bisweilen recht eigenwillig interpretiert werden, scheint bei der GEMA System zu haben.

    Jobbedingt landet in regelmäßigen Abständen „Virtuos“, das Fachmagazin für Realitätsleugnung Mitglieder-Magazin der GEMA, auf meinem Schreibtisch. Im Vorwort der Ausgabe 9/2012 liest man u.a. folgendes:

    Wie groß die Wertschätzung für Musik in der Bevölkerung ist, zeigt die aktuell lebendige Diskussion um die Tarifreform im Veranstaltungsbereich. […] jeder Protest und jede Kritik betonen einmal mehr den Wert der Musik für die Gesellschaft. Das Klima für eine ehrliche Wertediskussion ist also vorhanden.

    Dass man harsche Kritik munter zur lebendigen Diskussion umdeutet, das ist mit viel gutem Willen gerade noch nachvollziehbar, dass man daraus dann aber das Fazit „Gut gemacht, weiter so!“ ableitet, zeugt von mindestens scheunentorgroßen Scheuklappen.

  37. 37
    Statistiker says:

    Marcus kann als Musikschaffender auch nicht rechnen. Es gehen nicht 19 % an das Finanzamt, sondern nur ca. 16 %.

    Denn die 19 % werden auf den Nettopreis aufgeschlagen, also aus 100 € Netto werden 119 € Brutto. Wenn man aus 100 € Brutto die 19 % Umsatzsteuer rausrechnet (1oo*100/119) ergeben sich ca. 84 €.

    Tja, so kann man sich selbst arm rechnen und dem bösen Staat mal wieder alle Schuld zuschieben.….

  38. 38
    Stefan W. says:

    Ich hab‘ Abitur, ich kann rechnen!

    @Kitteling, #21, apropos Runden:

    90,6 => 91% Ja
    _8,6 => _9% Nein
    _0,8 => _1% Weiß nicht
    ===============
    100% => 101%

    Ich hätte die Frage auch so verstanden, wie ich vornehmlich Musik konsumier(t)e: Stones, Deep Purple, Lindenberg — da sind Texter/Komponist oft Interpret in Personalunion.

    Was mit der Mehrwertsteuer ist frage ich mich auch.

    Und dann: Was ist, wenn ich demnächst im Supermarkt gefragt werde, wieviel von der Banane an den Bananenbauern gehen soll? 30% und an die nette Verkäuferin? Und der Filialleiter? Die Putzfrau? Der LKW-Fahrer? Der Großmarktmitarbeiter? ~betreiber? ~reiniger? ~erbauer? Reeder des Frachtschiffs? … — In keinem Bereich kann ich oder muss ich als Kunde die Kette derer, die davon ernährt werden, abschätzen — ich kann es auch gar nicht.

    Ich wette, wenn man die Leute alle aufzählt kommt am Ende etwas in der Nähe von 500% zusammen, und die Mehrwertsteuer noch obendrauf.

    @Markus #16: Toilettenfläche:
    Wahrscheinlich, weil diese auch im Mietvertrag steht, der leicht eingesehen werden kann, während die GEMA nicht mit dem Metermaß durch die Etablissements kriechen will.

    Proportional zur Gesamtfläche wird die Klofläche schon meist ähnlich sein. Hängen Sie Boxen auf’s Klo, damit es sich auszahlt! :)

  39. 39
    5 Lesetipps für den 24. Oktober | Netzpiloten.de says:

    […] Fakten sind nicht der GEMA liebstes Kind: Die GEMA hat eine Pressemitteilung veröffentlicht. Sie trägt den Titel: »Umfrage […]

  40. 40
    sofias. says:

    schön wie für etatisten aus „menschen wollen dingsbums“ immer direkt „menschen wollen, das alle zu dingsbums gezwungen werden“ folgt.

  41. 41
    wonko says:

    @35 / Chris

    Aendern die drei Prozentpunkte wirklich etwas an irgendjemandes Weltbild?

    Der Punkt ist doch nicht, wie stark die Gema die Zahlen manipuliert hat, sondern dass sie die überhaupt manipulieren — dass es dabei um eher jämmerliche drei Prozentpunkte geht, geschenkt. Und ja, es ist gut, dass darauf hingewiesen wird.

  42. 42
    Liebste Kinder, schwarze Schafe – GEMA wieder | Joinmusic says:

    […] Diese und einige andere Unstimmigkeiten wurden bereits von Stefan Niggemeier in seinem Blog “Fakten sind nicht der GEMA liebstes Kind” […]

  43. 43
    Thomas Noch Anders says:

    Tolle Beobachtungen! Hier sind noch ein paar mehr…:

    http://joinmusic.com/bizz/liebste-kinder-schwarze-schafe-gema-wieder/

  44. 44
    Niklas H. says:

    Die GEMA ist heutzutage die GEZ: Keiner will sie, alle bezahlen sie. Ich finde es schon sehr wichtig, die Urheber zu entschädigen, aber wird das Vorgehen Geld einzutreiben immer dreister. Danke für den ausführlichen Beitrag!

  45. 45
    Robin Urban says:

    Eigentlich müsste die GEMA UNS Geld zahlen. In der Kneipe haben mich schon so oft Leute angesprochen, weil sie ein bestimmtes Lied geil fanden. Einigen habe ich die Songs dann aufgeschrieben und diese sind vermutlich losgezogen und haben sich die Musik besorgt.

    Ich habe also völlig kostenlos Werbung für die Künstler gemacht, die dann sicher im Folgenden viel mehr Tickets für ihre Konzerte verkaufen werden, womit die GEMA dann wieder Schotter einfährt.

  46. 46
    theo says:

    @31:

    Hier ein wenig Lesestoff aus der „Süddeutschen“.

    „Sie sind bekannt und füllen riesige Konzerthallen — aber fast niemand kauft ihre Platten. So wie der Indie-Band „Grizzly Bear“ geht es vielen erfolgreichen Musikern in Zeiten von Streaming-Diensten wie Spotify und Napster. Für einen Stream gibt es gerade mal 0,005 Dollar — viele Interpreten wollen auf den Seiten gar nicht mehr auftauchen…“

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/musiker-einkuenfte-im-internet-zeitalter-fuer-eine-handvoll-dollar-1.1504245

  47. 47
    Jörg Schulz says:

    Sagt der Lehrer zu seiner Klasse: „Bei uns beherrschen 39 % die Prozentrechnung nicht.“

    Meldet sich ein Schüler und sagt: „So viele sind wir doch gar nicht.“

  48. 48
    mosley says:

    gema bashing hier? oh zeiten oh sitten.

    ok, dann hat sich die gema 27% auf knapp über dreissig schöngerechnet? bei „spass mit prozentzahlen“ fallen mir ganz andere sachen ein, etwa wie diese ganze anti-gema propaganda seitens der dehoga systematisch immer die absoluten zahlen verschweigt und stattdessen immer nur die abstrusen prozentualen steigerungen nennt — die zustande kommen, weil jahrzehntelang die musiker nach strich und faden veräppelt wurden und selbst eine grossraumdiscothek mit mehreren tanzflächen die ware, die die existenzgrundlage ihres geschäfts ist (die musik nämlich) mit dem gegenwert von ein paar kästen bier vergütet hat.

    @marcus: nein, die gehen nicht von „immer vollem haus aus“. die forderung lautet maximal 10% des eintritts, und diese sind gedeckelt, das heisst, kommen wenige leute, wird weniger gezahlt. da der eintritt meist nur ein bruchteil der einnahmen eines clubs sind reden wir hier übrigens statistisch gesehen (und die statistiken hierzu sind lustigerweise sogar teilweise von der dehoga) von im mittel 1–3% der einnahmen. zuviel für die ware, ohne die jeder club nur eine leere trinkhalle wäre?

    @j.s.: nein, wenn sie was komponieren haben sie noch lange keine ansprüche, und das fordert auch niemand, was für ein saublödes strohmannargument. erst wenn ihre musik konsumiert wird, haben sie ansprüche, und gemäss der freien marktwirtschaft dürfen sie dann sogar selber die ansprüche bestimmen, den rest regelt das wechselspiel zwischen angebot und nachfrage. mir will partout nicht in den kopf, wie man moralisch begründen will warum nun ausgerechnet der sowieso i.d.r nicht im geld schwimmenden gattung der komponisten dieses elementare grundrecht jetzt als insellösung in dieser gesellschaft aberkannt werden soll.

    am ende des tages bleibt bei der aktuellen gema-geschichte die ganz simple frage:

    im statistischen mittel 1–3% der einnahmen, maximal gedeckelte 10% des eintritts. für die ware, ohne die ein club nicht existieren könnte, ohne die er eine leere trinkhalle wäre die nach einer woche dichtmacht. wenn man mal kurz das ganze gequatsche von wegen clubsterben ausblendet bedeutet das folgendes: im ziemlich unrealistischen absoluten schlimmstfall, bei dem ein club ausschliesslich über eintritt geld verdient und am abend nicht ein einziges getränk verkauft, und zudem sämtliche mehrkosten komplett an den kunden weiterreicht, würde dann selbst dieser realitätsfremde worst-case-scenario-club der zuvor 5 euro eintritt verlangt hat dann eben etwa 5,50 verlangen — the end.

    ist da irgendjemand wirklich der moralischen auffassung, das sei absolut empörend und viel zu viel? im gastrobereich (genau, der, der jetzt durch die gema in seiner existenz bedroht ist) erhöhen sie schon den preis eines einzelnen getränks gerne mal zwischendurch um dieselbe menge. aber ja, wenn die bösen musiker auch mal was haben wollen (bzw, gemessen an den bisherigen vergütungen: überhaupt mal was haben wollen)…sauerei!

    und was auch nirgendwo erwähnt wird: es handelt sich hier nicht um eine spontane spinnerei sondern um eine seit mehreren jahren angekündigte anpassung der beteiligungen hierzulande an das niveau im rest europas, nachdem jahrzehntelang komponisten hierzulande nur einen lächerlich winzigen bruchteil dessen bekommen haben.

    da fragt man sich schon, was ist empörender, die so skandalös klingende prozentuale steigerung von mehreren hundert prozent, oder die umstände, wie diese hohe prozentzahl zustandegekommen ist?

    kontext mätters…

  49. 49
    Flamara says:

    Tatsache ist doch das die GEMA sich ihr eigenes Grab schaufelt. Als Radiobetreiber kann ich ein (GEMAfreies) Lied davon singen. Will man vernünftiges Radio in Deutschland machen, kommt gar nicht drumherum ein kommerzielles Radio zu machen. Die GEMA hält nämlich für jeden (angespielten) Song die Hand auf. Ein Jahr nichtkommerzielles Radio kostet mehrere tausend Euro. Deswegen wandern die neuen Radios ins Ausland ab. Dort werden sie einfach Channels von einem Radio, der dann aus Deutschland sendet. So bezahlt der Channel seine 200–300 Dollar im Jahr an das Radio und das Radio bezahlt in seinem Land die ganzen Gebühren.

    Das läuft also so, als ob der SWR jetzt noch den Channel 10 aufmachen würde. Der SWR zahlt also weiterhin die GEMA etc. während der SWR10 jetzt seinen kleinen Obulus an den SWR abtrit.

    So werden alle Künstler trotzdem noch bezahlt werden, nur nicht mehr von der GEMA. Denn wenn alle im Ausland ihre Gebühren zahlen, da es dort günstiger ist, kann die GEMA schon mal Konkurs anmelden.

  50. 50
    Flamara says:

    Habe jetzt auch mal in die Tabelle reingeschaut und bin wegen der Lachtränen nicht über die erste Zeile von Tabelle 1 hinweggekommen.

    38% aller Befragten halten also Musik für am wichtigsten.
    In Ost und West gefragt waren das 38% und 40%, also 39% aller Befragten halten Musik für am wichtigsten. Waren das nicht 38%?
    In männlich und weiblich getrennt waren es 33% und 44%, also 38,5% aller Befragten halten also Musik für am wichtigsten.
    Nach Alter sortiert hatten wir 45%, 39%, 31%, 37% und 37%, also 37,8% halten also Musik für am wichtigsten.
    In Bildung aufgeteilt waren es 49%, 37%, 38%, 33% und 55%, also 42,4% aller Befragten halten also Musik für am wichtigsten.

    Ja was denn jetzt? Sind es jetzt 38% aller Befragten oder 39% aller Befragten oder 38,5%aller Befragten oder 37,8% aller Befragten oder 42,4% aller Befragten?

    Müsste es nicht so sein, das eine Zahl die ich in zwei Teile aufteile wieder die gleiche Zahl ergibt, wenn ich die Teile wieder zusammenführe? Wenn ich ein Glas habe in das nur 38ml Wasser passen, kann ich wohl keine 42,4ml Wasser hineinschütten. Und wenn ich nur 37,8ml reingieße ist es nicht voll.

    Wer so einen Schwachsinn verzapft, hat bestimmt keine Umfrage durchgeführt, sondern wahllos Zahlen auf ein Blatt geschmiert. Mathematik scheint keine Stärke der GEMA zu sein. Ein weiterer Grund denen kein Geld in den Rachen zu stopfen. Bei so vielen Rechenfehlern bekommen die Künstler am Ende gar nichts mehr ausgezahlt, da sich die GEMA verrechnet hat.

  51. 51
    mosley says:

    geht doch nix über ein sorgfältig antrainiertes feindbild.

  52. 52
    Stephan mit PH! says:

    Wie mein Mathelehrer sagte: „Wenn der Jäger einmal rechts und einmal links am Hasen vorbeischießt, ist er im Durchschnitt ja auch nicht tot.„
    Abgesehen von der Unwahrheit, die die GEMA hier verbreitet, ist allgemein davon auszugehen, dass eine beauftragte und bezahlte Umfrage im großen und ganzen den Wünschen des Auftraggebers entsprechen. Ist ja nicht so als ob die GEMA hier eine Ausnahme wäre.

  53. 53
    Hans says:

    Bezüglich der Radiosache (total off-topic, ich weiss…):

    Ich rechne es mal mit € 300 pro Jahr, 24 Stunden Sendezeit und 75% dieser Sendezeit Musik durch dann ergibt sich eine Lizenzeinnahme von € 0,0027 pro Song (mit 3.5 Minuten gerechnet).

    Um dann auf die „offizielle“ Armutsgrenze von $1 pro Tag (€ 0,774) oder (aufs Jahr gerechnet, weil ja auch pro Jahr lizensiert wird und nicht pro Tag € 282,51) zu kommen müssten 106062 Radiosender zu diesem Tarif lizensieren. Wohlgemerkt, dann erreicht ein Komponist Einnahmen von € 282,51 pro Jahr.

    Bildet Euch selbst Eure Meinung.

    Und „Stephan mit PH“:
    Mit Deiner Aussage greifst Du nicht die GEMA an, sondern TNS Infratest. Man kann es dem Auftraggeber nur bedingt vorwerfen, wenn das beauftragte Unternehmen nicht richtig arbeitet!

  54. 54
    GEMA bastelt sich ihre erwünschten Umfrageergebnisse says:

    […] Stefan Niggemeier über die Verzehrung der Ergebnisse einer von der GEMA in Auftrag gegebenen Umfrage durch die GEMA selbst für ihre Pressemitteilung: […]

  55. 55
    Jan says:

    @Flamara, 50: Keine Ahnung, ob Mathematik eine Stärke der GEMA ist, aber sicher keine deiner Stärken… Da nicht gleich viele Personen in Ost und West (oder männlich und weiblich oder mit dem jeweiligen Alter) befragt wurden — wie man der Tabelle entnehmen kann — muss natürlich eine Gewichtung vorgenommen werden, um die Zahl für alle zu bilden, und es kann nicht drauf los arithmetisch gemittelt werden.
    Also: Lachtränen wegwischen und nochmal rechnen!

  56. 56
    Petschurek says:

    .….. die „liebe“ GEMA kann doch sehr, sehr gut rechnen !

    Hier ein Beispiel aus der Praxis :
    Bis zum 30.06.2012 haben Sie als Verbraucher für ein USB-Stick mit 8 GB Speicherkapazität 0,08 € GEMA Abgabe bezahlt. Ab d. 01.07.2012 zahlen Sie als Käufer schlappe 1,56 € GEMA Abgabe pro Stück ( Bei einem Gesamt-Stückpreis von ca. 7–8 Euro ). Rechnen Sie hier mal die prozentuale Steigerung nach. Übrigens .… die Abgabe zahlen Sie auch wenn Sie nur Datenblätter, Kataloge und Preislisten auf die USB-Sticks speichern und überhaupt keine Lieder. Ich frage mich wirklich wofür die Verbraucher diese Pflichtabgabe in dieser (unverschämte 1800% Steigerung ) Höhe zahlen müssen ( 0,08 wäre noch gerade akzeptabel gewesen ).

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