Günther Jauchs gebührend finanzierte Gehaltlosigkeit

So sprach Günther Jauch, als er vor Jahren neben Carsten Maschmeyer vor einem großen AWD-Logo auf der Bühne stand:

Ich mach solche Veranstaltungen relativ selten. Zum einen, weil ich ja relativ viel zu tun habe, und zum anderen, weil man natürlich dann ja immer fragt: Was kommen da für Leute, wer ist da der Chef, in welchem Rahmen ist das?

In diesem Fall war das furchtbar einfach. Weil: Ich frage zu diesem Zweck immer den Kollegen Thomas und sage: »Pass mal auf. Da hat jemand angerufen und hat gefragt.« Und dann runzelte er so ein wenig die Stirn. Und als ich ihm dann erzählte, wo ich da hingehe und mit wem das ist und für wen das ist, sagte er: »Kenn ich, kenn ich. War ich auch schonmal. Hab ich doch selber schon gemacht. Kannste hingehen, überhaupt kein Problem. Die Leute sind prima, und der Chef« — hat er mir zumindest gesagt, ich weiß nicht, wie gut Sie sich kennen — hat er gesagt, »ist auch in Ordnung.«

Günther Jauch war jung, brauchte aber mutmaßlich damals schon nicht mehr das Geld. (Ich weiß natürlich nicht, ob er überhaupt Geld für diesen Auftritt vor AWD-Mitarbeitern bekommen hat, aber als reiner Freundschaftsdienst wäre es ja noch schlimmer.)

Das Video von diesem Besuch Günther Jauchs bei Carsten Maschmeyer machte in den vergangenen Tagen die Runde, als bekannt wurde, dass Carsten Maschmeyer zu Besuch bei »Günther Jauch« sein würde. Es trägt bei YouTube die Überschrift »Auch Günther Jauch stand auf der Payroll des Drückerkönigs«.

Wer es gesehen hatte, fragte sich, wie Jauch in der Sendung mit seiner so dokumentierten eigenen Rolle umgehen würde, insbesondere weil das Verhältnis zwischen Jauchs Sender, dem NDR, und Maschmeyer sonst einigermaßen zerrüttet ist.

Jauch tat es fast beiläufig und mit einer Flucht in eine Achtelwahrheit. Nachdem er einen Film von einem Auftritt Maschmeyers gezeigt hatte, sagte er:

Ich hab selber mal vor mehr als 20 Jahren bei Ihnen erlebt, wie Sie da Leute motivieren.

Das war alles. Jauch hielt es offenbar für notwendig, die Sache nicht ganz unangesprochen zu lassen, aber nicht für zweckdienlich, irgendetwas zu sagen, das eine ehrliche Erklärung seiner eigenen Befangenheit dargestellt hätte.

Ich kann das schon verstehen. Er möchte nicht Thema seiner eigenen Talkshow werden. Das Problem ist nur: Er ist es längst.

Er war es schon, als er mit Peer Steinbrück über Transparenz redete, der ihn auf seinen eigenen geheimen Vertrag mit der ARD ansprach und Jauch sich in die Unwahrheit flüchtete, zu behaupten, der sei öffentlich.

Gestern in der Sendung mit dem Titel »Den Managern ans Gehalt! Brauchen wir ein Gesetz gegen die Gier?« ging es sechzig Minuten lang um Chefs, die unfassbar viel mehr verdienen als ihre Mitarbeiter, um die Frage, unter welchen Voraussetzungen das gerecht sein könnte, und darum, wer darüber bestimmen sollte.

Im Englischen gibt es die schöne Redensart vom »Elefanten im Raum«: einer großen, eigentlich unübersehbaren Wahrheit, die trotzdem von allen ignoriert wird. Der Elefant in Günther Jauchs Studio war Günther Jauch: die Tatsache, dass all die kritischen Fragen, was denn jemand verdienen dürfe, nicht zuletzt ihm selbst gestellt werden müssten.

Jauch spielte den millionenschweren Anwalt des kleinen Mannes gegenüber den Millionären — mit der besonderen Ironie, dass er seinen unbekannten, aber mutmaßlich üppigen Lohn für diese Sendung von uns Zuschauern und Nicht-Zuschauern bekommt. Maschmeyer sprach das einmal kurz an, als er fragte, was wohl dabei rauskäme, wenn die Gebührenzahler über sein Honorar abstimmen dürften, aber zum Glück für Jauch fiel ihm jemand ins Wort, bevor er hätte antworten können oder müssen, und führte das Gespräch von ihm weg. Es gab auch später noch eine Situation, in der Jauch wirkte, als müsste er die Richtung fürchten, in die Maschmeyer den Ball dribbelte.

Wäre es nicht schön, wenn der Moderator der am wichtigsten gemeinten öffentlich-rechtlichen Talkshow im deutschen Fernsehen einem Carsten Maschmeyer frei von Angst und Interessenskonflikten gegenübertreten könnte? Wäre das nicht, genau genommen, das Mindeste?

Natürlich wäre es populistisch, Jauch zu fragen, ob es nicht gut wäre, wenn er mit der Sendung nicht mehr als das 20-fache eines Cutters verdienen würde. Aber genau das ist die Frage, die bei Jauch verhandelt wurde, und wo, wenn nicht bei einem von Gebührengeldern finanzierten Programm, wäre es legitim, sie zu stellen?

Jauch hat offenbar in keiner Weise das Gefühl, dass er seinen Zuschauern und den Finanzierern seines ARD-Einkommens Rechenschaft schuldig ist. Das ist schon traurig genug. Besonders scheinheilig wird es aber, wenn er glaubt, stellvertretend für seine Zuschauer anderen solche heiklen Fragen stellen zu können.

Ich weiß nicht, ob das Kalkül ist oder nur Selbstblindheit, weil er als einziger den Elefanten im Raum wirklich nicht sieht: Dass es eine Unmöglichkeit ist, als jemand, dessen mutmaßlich exorbitantes Einkommen in der Diskussion ist, über exorbitante Einkommen zu diskutieren, ohne die eigene Rolle in irgendeiner Weise zu thematisieren, und sei es, wenn schon nicht mit Transparenz, dann wenigstens mit einem Augenzwinkern und einem Hinweis auf die eigene Befangenheit.

Aber wenn er es nicht einmal schafft, offen und ehrlich mit einem zwanzig Jahre alten Werbe-Einsatz für Carsten Maschmeyer umzugehen, ist das natürlich viel zu viel erwartet.

Programmhinweis (44)

Das ist ein schöner Moment, wenn die NDR-Reporter mit Hans-Peter Siebenhaar vom »Handelsblatt« über seine Kritik an den teuren öffentlich-rechtlichen »Fernsehballetten« reden.

Siebenhaar: Ich meinte natürlich das MDR-Fernsehballett, was ja den großen Skandal hatte beim MDR. Das ist ja mittlerweile privatisiert.

Sprecher: Und zwar seit einem Jahr. Und ein anderes ARD-Ballett gibt es nicht. Doch im Handelsblatt tanzen sie immer noch, die »Fernsehballette«.

Siebenhaar: Über das Fernsehballett hab ich nicht geschrieben. Schon lang nicht mehr.

Nun. »Handelsblatt«-Titelgeschichte, 25. Januar 2013, Autor: Hans-Peter Siebenhaar:

Es ist, andererseits, ungleich beunruhigender, Günther Jauchs Chuzpe noch einmal vorgeführt zu bekommen. In seiner ARD-Talkshow war er von Peer Steinbrück gefragt worden, ob er seinen Vertrag mit der ARD öffentlich machen wolle, und Jauch hatte doppelt gesagt:

Jauch: Das Problem ist, der ist öffentlich. Das Problem ist, der ist öffentlich.

Ist er natürlich nicht. Ein Interview mit dem NDR, für den er seine Talkshow produziert, lehnte Jauch ab. Er berief sich, richtig: auf eine Verschwiegenheitsklausel mit der ARD.

Man kann der Dokumentation, die das NDR-Fernsehen heute Abend über das Getöse um den neuen Rundfunkbeitrag zeigt, also nicht vorwerfen, die wunden Punkte ausgespart zu haben. In der Dreiviertelstunde finden die Beschwerden der Kommunen, die sich über erhebliche Mehrkosten beklagen, ebenso Platz wie Kritik an fehlender Transparenz und den gewaltigen Ausgaben der Sender für Sportrechte. Es geht aber auch um die irreführende und einseitige Berichterstattung von »Bild« und »Handelsblatt« — und die berüchtigten Friedhofsbagger.

Es ist ein solider Beitrag in eigener Sache geworden, der die Diskussion mit vielen Talking Heads abbildet, ohne ihr wirklich neue Erkenntnisse hinzuzufügen. Mir hätte er es leichter gemacht, mich auf ihn einzulassen, wenn er auf die aufdringlich süffisante Art verzichtet hätte, in der die Off-Texte vorgetragen werden (Sprecherin: Regina Lemnitz).

Neben FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld, Beitragsservice-Behördenleiter Stefan Wolf, den Intendanten Thomas Bellut (ZDF) und Lutz Marmor (NDR) komme auch ich drin vor — anfangs mit etwas rätselhaft verkürzten Zitaten wie diesem:

Wenn die BILD-Zeitung Tag für Tag mit Halbwahrheiten und Übertreibungen Stimmung gegen ARD und ZDF macht, kann man leicht sich zurücklehnen und sagen, kennen wir ja schon. Machen die immer. Die sind gegen uns. Den Reflex kann ich verstehen. Ich glaube aber, dass der falsch ist.

Ging eigentlich weiter:

Ich glaube, dass wirklich diese neue Art, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu finanzieren, viel höhere Anforderungen an die Öffentlich-Rechtlichen in Zukunft stellt, sich zu legitimieren, zu sagen: Wir machen ein Programm, für das jeder in der Gesellschaft zahlen muss.

Andererseits komme ich in dem Film so ausführlich zu Wort, dass ich mich da nicht beklagen will.

  • Über Gebühr: Streit um den neuen Rundfunkbeitrag,
    heute, 22 Uhr, NDR-Fernsehen
    und jetzt schon mit einem größeren Dossier auf ndr.de.

Was Günther Jauch alles egal ist

Vielleicht könnten wir uns als Mindestanforderung für öffentlich-rechtliche Moderatoren darauf einigen, dass sie nicht so ahnungslos sein sollten wie Hans-Hermann Tiedje. Das Problem ist, dass Günther Jauch selbst diese Latte reißt.

Ich wünschte mir, man könnte ein Experiment machen und jemandem, der das deutsche Fernsehen nicht kennt, die »Günther Jauch«-Sendung vom vergangenen Sonntag zeigen. Und ihm dann sagen, dass der Moderator der berühmteste deutsche Fernsehmoderator ist, und dass die ARD Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, um ihn diese Show auf diesem Sendeplatz moderieren lassen zu können. Und dann sehen, wie groß der Unglaube ist.

Am Montag sagte der ARD-Chefredakteur Thomas Baumann zu dpa, man werde aus dem kritischen Echo auf die Jauch-Sendung mit Jörg Kachelmann »keine Lehren ziehen, weil wir unsere redaktionelle Linie für richtig erachten«.

Andreas Zaik, Chefredakteur und Geschäftsführer von Jauchs Produktionsfirma, suggerierte, dass man aus Kritik ohnehin nichts lernen könnte, weil unterschiedliche Kritiker ja unterschiedliche Meinungen hätten. Und gerade die Diskussion um den Fall Kachelmann habe gezeigt, dass es »keine allgemeingültige ›Wahrheit‹ gibt und jeder Standpunkt einem bestimmten Blickwinkel geschuldet ist. Diese Argumente, durch den Moderator strukturiert, gerade in ihrer Widersprüchlichkeit zuzulassen, ist Aufgabe der Sendung.«

Ach?

Am Sonntag behauptete der Boulevard– und PR-Mann Hans-Hermann Tiedje bei »Günther Jauch«, dass der Fernsehmoderator Andreas Türck im Gegensatz zu Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung wegen erwiesener Unschuld freigesprochen wurde. Kachelmann widersprach. Und Strukturator Jauch ließ beide Argumente in ihrer Widersprüchlichkeit zu.

Die Wahrheit, sie liegt hier nicht irgendwo in der Mitte. Sie ist auch nicht einem bestimmten Blickwinkel geschuldet. Kachelmann hat Recht, Tiejde hat Unrecht.

Wäre es zuviel verlangt, wenn ein Moderator das wüsste? In einer Diskussion zum Thema »Was ist ein Freispruch wert«, zwei Tage, nachdem Andreas Türck seine Rückkehr auf den Bildschirm angekündigt hat?

Kachelmann sagte, er habe »Hundert und noch mehr Verfahren« gegen Medien geführt. Tiedje sagte, es waren »höchstens fünf«, weil Kachelmann jeden einzelnen Fall mit der Zahl der Medien multipliziert habe. Tja, das muss man wohl in seiner Widersprüchlichkeit so stehen lassen, wenn das die Aufgabe der Sendung ist (und gerade nichts passendes auf der Moderationskarte steht). Sonst könnte man das Buch von Kachelmann gelesen haben und wissen, dass es sich tatsächlich um viele Dutzend verschiedene einstweilige Verfügungen handelt.

Wäre es zuviel verlangt, von der am wichtigsten gemeinten Talkshow im deutschen Fernsehen zu erwarten, dass sie ihre Zuschauer ein bisschen klüger machen will? Der Jauch-Sendung vom vergangenen Sonntag ist das in spektakulärer Weise nicht gelungen, und die Äußerungen von Baumann und Zaik verstärken den Eindruck, dass sie es nicht einmal versuchen wollte.

Man hätte sonst zum Beispiel darauf verzichtet, einen Heini wie Hans-Hermann Tiedje einzuladen, der nichts mit dem Fall zu tun hat, der Wenigerwissen durch Lautermeinen kompensiert und der die bequeme Position hat, stellvertretend für seine Kumpel von »Bild« Kachelmann angreifen zu können, ohne sich für das Handeln von »Bild« rechtfertigen zu müssen.

Aber das Problem ist natürlich nicht Tiedje. Das Problem sind Jauch und seine Redaktion. Jauch erweckte zum Beispiel in der Sendung den Eindruck, Kachelmann dürfe das angebliche Opfer nicht der »Falschbeschuldigung« bezichtigen, dabei gibt es nach Angaben von Kachelmanns Anwalt bisher kein entsprechendes Verbot.

Jauchs Redaktion machte nicht nur den Fehler, den falschen Anwalt von Kachelmanns Beschuldigerin Claudia D. einzublenden. Sie stellte auch die Ergebnisse einer Studie falsch dar, mit der Jauch die Behauptung Kachelmanns widerlegen wollte, dass Falschbeschuldigungen von Frauen in Vergewaltigungsfällen ein weit verbreitetes Problem seien.

In einem Einspielfilm sagte der Off-Sprecher:

Die Fakten: Eine von der EU in Auftrag gegebene Studie der London Metropolitan University geht für Deutschland davon aus, dass nur etwa vier Prozent aller angezeigten Vergewaltigungen Falschbeschuldigungen sind.

Das ist falsch. Das sagt die Studie nicht, und das sagt insbesondere die Grafik aus der Studie nicht, die »Günther Jauch« zeigt. Die eingekringelte »4« steht in einer Tabelle, die die Überschrift trägt: »Why cases were discontinued before court across case-tracking samples«.

Es geht hier also ausschließlich um (echte oder angebliche) Vergewaltigungsfälle, die eingestellt wurden, bevor sie ein Gericht erreichten. Bei vier Prozent davon war die explizite Begründung der Behörden, dass die Vorwürfe falsch seien. Das besagt die Zahl »4«.

Die Studie weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um eine Schätzung der tatsächlichen Fälle von Falschbeschuldigungen handelt, sondern nur um offiziell als solche gekennzeichnete. Und sie weist auch darauf hin, dass unklar ist, wie viele Falschbeschuldigungen nicht eindeutig als solche erkannt wurden und sich in der Kategorie von Verfahren verbergen, die wegen »ungenügender Beweise« eingestellt wurden. Das sind (in der gleichen Tabelle angegeben) in Deutschland immerhin 19 Prozent der eingestellten Verfahren.

Tatsächlich kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Öffentlichkeit und auch die Ermittlungsbehörden die Zahl von Falschanschuldigungen eher überschätzten, und widerspricht insofern deutlich Kachelmanns These. Was die Redaktion von »Günther Jauch« ihm aber als »Fakten« entgegenhält, ist schlicht unwahr.

Man könnte das als Schlamperei abtun, aber nach den Aussagen von Zaik nehme ich an, dass es Desinteresse an der Wahrheit ist, die ja für die Verantwortlichen der ARD-Sendung doch eh nur relativ ist.

Der Sprecher im Einspielfilm sagt weiter:

Im Gegenteil: Die Hemmschwelle, eine Vergewaltigung überhaupt anzuzeigen, sei gewaltig.

Das wird, auch im weiteren Verlauf der Diskussion, als Widerspruch zur Position der Kachelmanns dargestellt. Das ist es aber gar nicht. Jörg Kachelmann behauptet zwar: Eine Mehrzahl der angezeigten Vergewaltigungen hat nicht stattgefunden. Aber er sagt gleichzeitig: Eine Mehrheit der Vergewaltigungen, die stattgefunden haben, wird nicht angezeigt.

Das steht auch so in seinem Buch:

Es ist eine furchtbare Schere: Die Mehrheit der Vergewaltigungen wird nicht angezeigt — die Mehrheit der Anzeigen sind Falschbeschuldigungen.

Hier sind wir nun tatsächlich in einem Bereich, in dem sich die »Wahrheit« nicht einfach ermitteln lässt. Aber es ließen sich Anhaltspunkte, Annäherungen, Zeugen auftreiben und, ja: widersprüchliche Argumente austauschen. Dazu müsste man aber als Redaktion entsprechende Studien richtig lesen, verstehen und wiedergeben können. Und überhaupt müsste man Kachelmanns These verstehen und richtig wiedergeben. Günther Jauch und »Günther Jauch« haben das nicht geschafft.

Deshalb mussten sich Miriam und Jörg Kachelmann die Sendung lang nicht nur für das rechtfertigen, was sie behaupten, sondern auch für das, was sie nicht behaupten. Ein guter Moderator, eine gute Redaktion, hätten das verhindert.

Es musste dem unbefangenen Zuschauer auch so scheinen, als seien Kachelmanns Angriffe auf das Mannheimer Gericht nur Auswüchse einer blinden Rachsucht. Das liegt auch an Kachelmann selbst, der sicher nicht der beste Kämpfer in eigener Sache ist. Aber es gibt handfeste Gründe dafür, die Prozessführung skandalös zu finden. Man muss, wenn man sie kennt, nicht Kachelmanns Wut teilen. Aber man muss sie kennen, um über Kachelmanns Wut fundiert urteilen zu können. Ist der Gedanke völlig abwegig, dass eine Talkshow das versuchen könnte? Dass die Vorzeige-Talkshow der ARD das versuchen müsste?

Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass Jauch und seine Redaktion sich für die Wahrheit interessieren und an Tatsachen glauben: Als Grund, auf dem man stehen kann, und von dem aus man dann über Folgen, Ursachen, Interpretationen streitet.

Die Kachelmann-Sendung war vielleicht auch deshalb besonders schlimm, weil Jauch nicht einmal auf dem Gebiet des Menschelns Tritt fand. Er fragte Miriam Kachelmann angesichts der Tatsache, dass sie nach der Festnahme ihres damaligen Freundes erfahren musste, dass er noch andere Frauen hatte, zu Beginn der Sendung allen Ernstes: »Kam Ihnen nicht der Gedanke, naja, wenn der mich schon so belogen hat, dann wird er möglicherweise demzufolge auch eine Vergewaltigung leugnen?«

Die Kachelmann-Sendung war vielleicht besonders schlimm, aber sie war auch typisch. Typisch für die zutiefst unjournalistische Art, eine Sendung zu machen und zu moderieren. Ich habe vor einem Jahr im »Spiegel« über Jauchs erste Sendungen geschrieben:

Gelegentlich liest er mit großem Ernst Zuschriften von Zuschauern vor wie den Hinweis eines Mannes, man müsse die Frau Merkel doch auch mal loben für ihre Konstanz: »Fragen Sie doch mal zwei Wirtschaftsexperten, und Sie bekommen drei Meinungen.« Diese Kapitulation vor einem gemeinschaftlichen Versuch, zu verstehen und im Streit die beste Lösung zu finden, steht dank Jauch und seiner Redaktion stolz am Ende einer einstündigen Gesprächssendung mit der Kanzlerin.

Bei dieser Kapitulation ist es bis heute geblieben.

Die verspätete Fernsehkritik: Thilo Sarrazin bei Günther Jauch

Vergangene Woche war Thilo Sarrazin bei Günther Jauch, und keiner hat’s gemerkt.

Das stimmt natürlich nicht; die Sendung hatte fast vier Millionen Zuschauer, fast genau so viele wie »Anne Will« am Sonntag zuvor. Aber während keine Ausgabe von »Anne Will« unrezensiert bleibt, hat Sarrazins Auftritt bei »Stern TV« fast keine mediale Resonanz gefunden. Sein Magazin werde »publizistisch kaum mehr wahrgenommen«, stellte Jauch vor einem halben Jahr fest. In diesem Fall war das vielleicht besser so.

Der Besuch von Sarrazin war ein guter Anlass, sich einmal anzusehen, wie Jauch mit einem solchen Gast und einem solchen Thema umgeht, bevor er demnächst den traditionsreichen Polit-Talk am Sonntagabend im Ersten übernimmt. Er machte keinen guten Eindruck.

Seine Redaktion auch nicht. Bevor Sarrazin im »Stern TV«-Studio sprach, sprach er, wie in dieser Sendung üblich, in einem »Stern TV«-Filmbericht und erklärte, wie Deutschland zu retten sei. Zum Beispiel: »Wer seine Kinder nicht vernünftig beschult, dem wird die Sozialhilfe teilweise gestrichen. Wenn Kinder die Schule schwänzen, gibt es Geldstafe für die Eltern.« Sarrazin erwähnte nicht, dass Schulschwänzen bereits jetzt eine Ordnungswidrigkeit darstellt und Eltern von Schulverweigerern ein Bußgeld droht. »Stern TV« erwähnte es auch nicht.

Jauch rollte Sarrazin einen kuscheligen roten Teppich aus. Seine erste Frage lautete: »War ihnen klar, dass Sie über eine Million Bücher verkaufen würden und dass sie im Grunde so einen Integrationsdebattentsunami über Deutschland auslösen würden?« Kritische Fragen verpackte er in dickste Watte: »Viele sagen: ›Der hat ja nicht ganz unrecht, aber er bringt uns nicht weiter. Durch sein Buch werden die Dinge nicht besser, der Graben zwischen Deutschen und Menschen mit Migrationshintergrund, der wird dadurch vertieft anstatt dass er zugeschüttet wird.‹ Sie würden die Probleme nicht lösen, sondern nur vertiefen. Ist da nicht was dran?« Oder: »Wenn Sie mit Ihrem Buch gar nicht provozieren wollten, wenn man das alles, was sie schreiben, ja wohl auch noch wird sagen dürfen in diesem Land, warum haben Sie denn dann den Dienst quittiert?« Ob der Halbsatz mit dem, was man ja wohl nach sagen dürfen wird in diesem Land, ein Zitat der entsprechenden »Bild«-Schlagzeile oder Jauchs Meinung, blieb offen.

Jauch sagte: »Es gibt Umfragen, die besagen, dass Sie mit ihren Thesen durchaus eine neue politische Partei gründen könnten, die auf Anhieb erfolgreich wäre. Die einen sagen 18 Prozent, andere sagen 20 Prozent, andere sind in ihren Schätzungen noch optimistischer.« Die Zahlen, die Jauch nennt, sind tatsächlich durch die Medien gegangen, aber ihre Interpretation ist falsch. 18 ist — laut einer Emnid-Umfrage — nicht der Prozentsatz, den eine Sarrazin-Partei bei Wahlen erringen würde, sondern die Zahl der Menschen, die es sich »vorstellen« können, eine solche Partei zu wählen. Ein gewaltiger Unterschied.

Jauch zitierte den Satz von Bundespräsident Christian Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland, und fragte Sarrazin: »Sehen Sie das auch so?« Sarrazin antwortete unter anderem:

»Was er meint und hätte sagen sollen: Wer islamischen Glaubens ist und bei uns die Gesetze einhält und sich einfügt, kann und soll bei uns leben, wenn er denn sein Brot selber verdient. Das wäre eine vernünftige Aussage.«

Was für eine bemerkenswerte Formulierung, die deutlich macht, wie Sarrazin Moslems diskriminiert. Sie müssen aufgrund ihrer Religion offenkundig Anforderungen erfüllen, die Christen, Atheisten und Agnostiker nicht erfüllen müssen. Was soll, seiner Meinung nach, mit muslimischen Deutschen passieren, die nicht ihr Brot selber verdienen? Oder meint Sarrazin hier nur muslimische Einwanderer? Das wäre aber eine erstaunliche Ungenauigkeit, wo er unmittelbar zuvor dem Bundespräsidenten, stotternd und sich verhaspelnd, vorgeworfen hat, unsauber zu formulieren.

Und was machte Jauch? Er hakte nicht nach, er sprach Sarrazin nicht darauf an, er las die nächste Frage von seiner Karte ab.

Sarrazin sagte noch mehr erstaunliche Sätze. Zum Beispiel:

»Die Wahrheit bringt immer weiter. Und die Wahrheit kann auch nie schädlich sein. Ich habe immer darauf gewartet, dass irgendwer mal kommt und sagt: ›Das und das in dem Buch ist falsch. Das und das ist logisch falsch, hier sind falsche Zahlen.‹ Das hat es nicht gegeben. Von den Argumentationslinien meines Buches ist bis heute eigentlich keine widerlegt oder auch nur hinterfragt worden.«

Später sagte er, die »Tatsachen und Zusammenhänge« aus seinem Buch seien »bis heute unbestritten«. Man kann sich womöglich darüber streiten, ob Aussagen und Argumentationen aus Sarrazins Buch widerlegt wurden. Aber zu behaupten, niemand hätte ihm faktisch widersprochen oder seine Argumente hinterfragt oder bestritten, ist offensichtlich unwahr. Jauch ließ es ihm durchgehen.

Die Redaktion hatte für einen weiteren Filmbericht verschiedenen Familien ausgesucht, die gelungene und misslungene Integration repräsentieren sollten. Auf der einen Seite: Arabische Großfamilien mit Menschen, die auch nach vielen Jahren in Deutschland kein deutsch sprechen. Auf der anderen Seite: Einwanderer aus Kasachstan, deren Kinder schon kein russisch mehr sprechen, dafür aber jeder ein Musik-Instrument gelernt haben. Der Kontrast zwischen dem abgeschotteten Ghetto im Hochhausviertel und der heilen Welt im Einfamilienhaus in der Kleinstadt war fast schon lächerlich maximal — und hätte zu der fruchtbaren Frage führen können, in welchem Maß der soziale Status (im Gegensatz zur Fixierung auf Herkunft und Religion) eine Rolle bei der »Integration« spielt.

Fakten, Statistiken, Studien darüber, wie typisch die gezeigten Fälle sind, erwähnte »Stern TV« nicht. Jauch sagte bloß, die Nicht-Integrierten, die zu sehen waren, seien ja wohl keine Einzelfälle. Es hätte dann noch eine Diskussion geben sollen, aber die scheiterte schon an der Auswahl der Gäste. Houaida Taraji, die Familien– und Frauenbeauftragte im Zentralrat der Muslime, hatte zu der Diskussion nichts beizutragen. Und der Stadtteilmanager von Bremen-Tenever, Joachim Barloschky, hätte zwar von seinen persönlichen Erfahrungen im täglichen Umgang mit vielen Nationen in einem Problemviertel berichten können — dazu hätte man ihn aber dazu befragen müssen.

Nach insgesamt über einer halben Stunde zu dem Thema bedankte sich Jauch bei den Diskussionsteilnehmern herzlich dafür, dass es »richtig Hin– und Hergegangen« sei, denn das sei auch »Sinn der Sache« gewesen.

Dem »Zeit«-Magazin hat Günther Jauch im vergangenen Jahr erzählt, welches Gefühl er manchmal hat, wenn er eine politische Talkshow sieht:

»Ich sitze oft vor dem Fernseher und denke: So, jetzt hat sie oder er den Politiker! Der Ball liegt vor dem leeren Tor, man muss ihn nur noch reinschieben. Aber was passiert? Die Kollegen stoppen den Ball und laufen mit ihm in die andere Richtung.«

Am vergangenen Mittwoch hatte er selbst nicht einmal Ballkontakt.

Der Nepp mit dem »Killer-Spiel-Killer« von »Stern TV«

Die Geschichte ist ein Traum: Ein junger Mann aus der Provinz erfindet ein Programm, auf das die Welt gewartet hat. Eltern können damit endlich nachgucken, was ihre Kinder wirklich an Computerspielen auf ihren Rechnern installiert haben, und die bösen oder nicht altersgerechten Sachen mit einem Mausklick von der Festpatte löschen lassen.

Der Held muss natürlich, wie es in solchen Geschichten ist, erst gewaltige Widerstände überwinden. Keiner will ihm helfen, viele verstehen ihn nicht. Die Sache schleppt sich über Jahre hin und kostet ein kleines Vermögen. Aber seine Familie steht ihm bei, und am Ende hat er geschafft und eine Software auf den Markt gebracht, die die Welt ein bisschen besser macht.

Die Leute von »Stern TV« erzählen diese Geschichte in ihrer Sendung am 9. Juni ungetrübt von jeder journalistischen Distanz. Es ist ein insgesamt fast 18-minütiger redaktioneller Werbeblock für das Programm namens »Neoguard 2010″. Günther Jauch moderiert es an als eine »bemerkenswerte Entwicklung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen und zum Aufatmen der besorgten Eltern«. Der Filmemacher Peter Schran hat den Programmierer Stefan Stein über längere Zeit begleitet und schwärmt von dessen »Vision«: »die fortschreitende Macht digitaler Monster in den Kinderzimmern bändigen«. Der Off-Sprecher sagt:

Es klingt nach der lang ersehnten Superwaffe für leidgeprüfte Eltern. Nur eine CD einlegen, zwei, drei Eingaben und die verbotenen Spiele werden enttarnt.

Dem »Tüftlersohn«, dessen Mutter als Sozialpädagogin an einer Hauptschule täglich mit der Problematik konfrontiert werde, fehlt es nicht an Selbstbewusstsein: Er führt vor, wie leicht die vermeintliche Jugendschutz-Sperre an der X-Box zu überlisten sei, und erklärt, dass sein eigenes Programm nicht so einfach zu knacken sein werde. Weltweit gebe es kein ähnliches System — wenigstens sei ihm keines bekannt. Als das Bundesfamilienministerium seine Bitte um Hilfe ablehnt, klagt er: »Ich blick nicht, warum die Leute nicht verstehen, was ihnen da an die Hand gegeben werden könnte.«

Im Studio lässt sich Günther Jauch von Stefan Stein vorführen, wie leicht die Software zu bedienen ist — und wie gut sie angeblich funktioniert. Bei einem Test findet sie zwar nur neun von zehn Spielen, die die Redaktion installiert hatte, aber das sei »ein Superergebnis«, findet Jauch. 25 Euro soll das Programm kosten, aber die Redaktion von »Stern TV« hat für ihre Zuschauer noch ein Zusatzangebot: Kostenlos lässt sich auf der Sendungsseite im Internet eine eigene, abgespeckte Version herunterladen. Sie nennt sich »Stern-TV Spiele-Scanner«, trägt unübersehbar das bekannte Logo und kann zwar die gefundenen Programme nicht löschen oder namentlich auflisten, aber sie zählen.

Jauch erklärt den Zuschauern:

»Das heißt, Sie können dann zu Ihrem Kind gehen und sagen: Pass mal auf, du hast die hier installiert, was sind das für Spiele, was machst du damit, mach die bitte weg etc. Und wenn Sie dann dem Kind am Ende nicht glauben oder wenn das sozusagen sich dauernd wiederholt, dann, würde ich sagen, nehmen wir [Stefan Steins] Luxus-Software und dann können Sie selber gucken, können’s löschen und kriegen’s dann vor allen Dingen sauber aufgeführt, wie diese ganzen Spiele heißen.«

Offenkundig erwartet die Redaktion einen größeren Ansturm auf das von ihr als Wunderwaffe dargestellte kostenlose Produkt. Jauch sagt:

»Machen Sie sich keine Sorgen, wenn das jetzt in der Nacht zusammenbricht. Das ist lang genug auf unserer Seite drauf, die nächsten Tage und Wochen auch.«

Der junge Mann werde in der Redaktion der »Killer-Spiel-Killer« genannt, verrät Jauch. »Das ist ›ne tolle Idee«, sagt er noch zu ihm. »Herzlichen Glückwunsch!«

Die Reaktionen unter vielen Computerspielern waren deutlich weniger euphorisch, dafür aber häufig amüsiert. Einer nach dem anderen prahlte in einschlägigen Foren, wie viele der bei ihm installierten Spiele das vermeintliche Wunderprogramm nicht fand. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Profis dokumentiert, wie lücken– und fehlerhaft die Datenbank mit den Spielen und ihren Altersfreigaben sei, und wie kinderleicht sogar der grundsätzliche Mechanismus des Programms überlistet werden könne. Kaum eine Behauptung der Hersteller hielt einer Überprüfung stand. Auch die Redaktion der Zeitschrift »PC Games« berichtete auf ihrer Internetseite am Tag nach der »Stern TV«-Sendung von »ernüchternden Ergebnissen«.

Die Nachrichtenagentur epd und andere Medien hingegen sprang ungefähr gleichzeitig auf den Werbezug auf. »Der Killerspiele-Killer fürs Kinderzimmer — Ein neues Programm kann jugendgefährdende Spiele auf dem PC finden und löschen«, lautet die Überschrift eines längeren epd-Berichts. Er erzählte ebenfalls die Entwicklung des Programms als langjährige Heldengeschichte — hier kostete die Entwicklung sogar »knapp 100.000 Euro«. Bei »Stern TV« war nur von 60.000 bis 70.000 Euro die Rede gewesen. Im epd-Bericht erhielt das Produkt zudem prominente Unterstützung: die Sprecherin des Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden sagte, das Programm sei die einzige (!) Möglichkeit, gegen altersindizierte Spiele aus dem Internet vorzugehen.

Auch Bild.de war begeistert:

Dass darauf nicht schon längst jemand gekommen ist: Eine neue Software kann jugendgefährdende Spiele auf dem PC finden und löschen. »Neoguard 2010″ verbannt so »Killerspiele« aus dem Kinderzimmer. Der 28-jährige Hagener Stefan Stein hat das Programm entwickelt. Die Anwendung: kinderleicht!

Doch wer die überall angegebene Internet-Adresse aufruft, unter der das Zauberwerkzeug zu beziehen sein soll, findet heute nur eine leere Seite; auch die Homepage der Firma ist verschwunden. Der Server sei massiven Attacken ausgesetzt gewesen, sagt Stefan Stein auf Nachfrage. Und jetzt arbeite er mit einem Team erst einmal an einer neuen, erweiterten Version der Software, bei der auch ein »technisches Problem« ausgeräumt werden soll, das aufgetreten sei, und wolle sich dabei keinen zu engen Zeitrahmen setzen. Nach den Sommerferien sei »Neoguard« vermutlich verfügbar. Zu den akribisch dokumentierten Vorwürfen, was alles an seinem Programm nicht funktioniere, will er sich »zum jetzigen Zeitpunkt« nicht äußern. Auch auf die Frage, wie es eigentlich zu der erstaunlichen Kooperation mit »Stern TV« kam, möchte er nicht antworten — das müsse man schon bei dem RTL-Magazin erfragen.

Dort ist man allerdings auch wortkarg, was das Thema angeht. Andreas Zaik, der Leiter der Sendung, erklärt »auf dem Weg ins Wochenende« auf detaillierte Fragen nur kurz: »stern TV hat den »Spielescanner« wegen technischer Probleme vorübergehend vom Netz genommen. Dies wird bis zu deren Klärung und Behebung auch so bleiben.«

Tatsächlich führen die Links auf die Seite mit dem Download ins Leere. Und auf der Archivseite der Sendung ist jeder Hinweis auf den sensationellen »Spiele-Scanner« nachträglich beseitigt worden. Nach all der wortreichen Werbung für das Produkt schenkt »Stern TV« seinen Zuschauern und all den Eltern, die hofften, einen Schlüssel zum Säubern des Computers ihrer Kinder gefunden zu haben (wenn sie sie überhaupt ins Zimmer lassen), nicht ein einziges Wort der Erklärung, warum das Programm mit einem Mal verschwunden ist.

Viele Fragen sind noch unbeantwortet. Aber es scheint, als wäre das Programm bestenfalls gut gemeint, aber in vielfacher Hinsicht ungeeignet, Kinder und Jugendliche von nicht altersgerechten Computerspielen fernzuhalten. Die Geschichte war wirklich ein Traum — für und von Journalisten.

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