Christian Stöcker hat auf »Spiegel Online« einen ziemlich schlecht gelaunten Artikel über Google News veröffentlicht. Er ärgert sich darüber, dass Google bei seiner News-Suche nicht mehr nur auf die Online-Medien verlinkt, sondern zunehmend gleich auf die Agenturenmeldungen selbst, die nun auf von Google vermarkteten Seiten veröffentlicht werden. Bei der Berechnung dessen, was wichtig sei, greife Google aber auf die redaktionelle Arbeit der anderen Medien zurück, weshalb Stöcker steil titelt: »Wie Google News Redaktionen ausbeutet«.
Das wäre eine ziemlich indirekte Form der Ausbeutung. Es geht viel direkter. Die Suchmaschinenprofis von »Welt Online« zeigen, wie.
Auf jeder »Welt Online«-Seite findet sich abgelegen rechts unten eine Rubrik namens »Zweite Meinung«, in der automatisch die aktuellen Nachrichtenfeeds verschiedener Online-Medien einlaufen. Das wurde beim großen Relaunch …
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Toll: Das Google-Handy ist gerade in den USA auf den Markt gekommen — und »Welt Online« hat es schon getestet:

Ein bisschen erstaunlich ist natürlich, dass sich der »Welt Online«-Test auch bei »Spiegel Online«, in der »Netzeitung« und auf den Internetseiten der »Frankfurter Rundschau« findet.
Die Erklärung ist leicht: »Welt Online« hat das Google-Handy gar nicht ausprobiert. Die Nachrichtenagentur AP hat es getan. Vermutlich als Teil seiner anhaltenden Qualitätsoffensive (und um seine Leser zu beeindrucken) hat der Internetauftritt der »Welt« die Quelle entfernt und den Artikel umdeklariert.
Nachtrag, 14:54 Uhr. »Welt Online« hat den Vorspann geändert.
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Ich gehöre zu den (offensichtlich zahlreichen) Leuten, bei denen Google seit rund einer Stunde nicht erreichbar ist. Und wenn ich »Google« sage, meine ich nicht nur die Suchmaschine, bei der ich im Fall ihrer Nicht-Erreichbarkeit nach Ersatz-Suchmaschinen suchen würde. Ich meine auch den Feedreader meiner Wahl. Und, vor allem: das Mailprogramm meiner Wahl.
Gut, ich wusste immer schon, dass ich von Google abhängiger bin, als gut sein kann. Aber ich hatte immer gedacht, das würde sich in einer Form rächen, dass meine Mails oder die systematische Auswertung meiner Suchanfragen der letzten zehn Jahre an den Meistbietenden versteigert würden. Nicht, dass Google mich einfach eines Tages ausschließen würde.
Das Gefühl ist schlimm. So kündigt sich in unseren Zeiten die Apokalypse an: »Google …
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Wer bei Google nach »Knut« sucht, erhält ungefähr auf der dritten Ergebnisseite diesen Treffer:

Das ist schön, und auch die Beschreibung ist ganz treffend. Nur: Woher kommt die? Aus dem entsprechenden BILDblog-Eintrag nicht. Und irgendwo eingegeben haben wir sie auch nicht.
Woher kommt diese Beschreibung? Gibt es eine Google-Redaktion, die sich Suchergebnisse anguckt und knapp zusammenfasst? Und bei welchen Suchergebnissen macht sie sich diese Mühe? Oder wie?
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